Glam Metal

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Glam Metal
Entstehungsphase: Anfang der 1980er Jahre
Herkunftsort: Vereinigte Staaten
Stilistische Vorläufer
Glam Rock, Hard Rock
Genretypische Instrumente
E-Gitarre – E-Bass – Schlagzeug
Wichtige lokale Szenen
Los Angeles
Subgenres und Strömungen
Sleaze Rock

Glam Metal (salopp bis abwertend auch Hair Metal) ist ein Subgenre des Heavy Metal und Hard Rock, das vor allem in den 1980er-Jahren populär war und das grelle Erscheinungsbild des Glam Rock mit powerchord-basiertem, sogenanntem „Party Metal“ kombinierte. Als typisch für Glam-Metal-Bands gelten der Liedtypus der Power-Ballade, virtuos gespielte Gitarrensoli, sowie die stark sexualisierten Liedtexte, gepaart mit einem offen zur Schau gestellten Hedonismus.

Als Blütezeit des Glam Metal gelten die Jahre 1983 bis 1991. Ab Ende der 1980er-Jahre entwickelte sich aus dem Glam Metal der Sleaze Rock heraus, der jedoch deutlich rauer klang und dessen Bands ein anderes Image kultivierten. Ebendieser Sleaze erfährt seit etwa 2000 ein Revival, vor allem in Schweden. Außerhalb dieser Strömung berufen sich heute Gruppen wie The Darkness oder Steel Panther, um zwei erfolgreiche Beispiele zu nennen, auf den Glam Metal der 1980er.

Begriff, Definition und Ursprünge[Bearbeiten]

Der eigentliche Begriff Glam Metal lehnt sich an den Glam Rock der 1970er-Jahre an. Durch die Unterscheidung von Rock und Metal zieht er eine Linie und soll so als musikalische Weiterentwicklung betrachtet werden. Vor allem in den USA war zudem der Begriff „Pop Metal“ verbreitet.

Steel-Panther-Gitarisst Satchel

Die ebenso häufige Bezeichnung „Hair Metal“ wiederum bezieht sich auf die meist hochtoupierten und langen Haare der Musiker.[1] Diese ursprünglich negativ behaftete Bezeichnung spricht dem Genre Authentizität und musikalische Relevanz ab und unterstellt, die Musiker würden sich in erster Linie durch ihr Erscheinungsbild, eben vor allem die erwähnte, üppige, auftoupierte Haarpracht, definieren.[2][3] Auch werden diese Musiker als „hair bands“[4][5] oder „hairspray bands“[6] bezeichnet.

Eine ähnliche Konnotation hat die Bezeichnung „Poser Metal“, die vor allem von Musikern und Fans anderer Metal-Richtungen verwendet wurde, um dem Glam Metal damit die Legitimation als Metal-Genre abzusprechen. Verunsicherung aufgrund der massiven Popularität und Präsenz des Genre in den 1980er-Jahren sind Gründe dafür, ebenso eine verächtliche Meinung über das Auftreten und Erscheinungsbild jener Gruppen, was sich teilweise mit homophoben Kommentaren mischte[7][8][9], sowie die Meinung, dass Metal nie auf den Massenmarkt zugeschnitten sein dürfte; entsprechend wurden in der Metal-Szene der 1980er-Jahre eine Vorliebe für diese von ihnen als lächerlich empfundene Strömung und gleichzeitig auch den Untergrund-Metal als unvereinbar angesehen[10] und Glam-Metal-Bands unter anderem als „Wimps“[11] (‚Weicheier‘) und „Poser“[11] bezeichnet. Besonders die Band Poison war bei Metallern verhasst,[7][12] und das Cover ihres Debütalbums Look What the Cat Dragged In wurde oft als übelkeiterregend beschrieben.[7][13][14] Holger Stratmann, Herausgeber des Rock Hard, bemühte sich fast dreißig Jahre lang, „diese Musik aus dem Rock Hard weitgehend herauszuhalten“, wobei er als Ausnahme „EINE zähneknirschend bewilligte Mötley-Crüe-Titelseite anlässlich der Nikki-Sixx-Drogenbeichte im Jahre 2009“ nennt[15] und nach eigenen Angaben „habe nichts gegen Dokken, Great White, Ratt und Konsorten“ hat; dass sich 2013 eine Ausgabe seines Magazins trotzdem diesem Thema widmete, beweise, dass beim Rock Hard „nicht alles beim Alten bleibt“.[15] Ironischerweise sorgte gerade das Ende des Glam Metal und das Erscheinen des Grunge dafür, dass heute andere Metal-Fans ein entspannteres Verhältnis zum Hair Metal pflegen. Frei nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Denn auch andere Metal-Genres litten unter dem Aufkommen des Grunge und wurden stark in Mitleidenschaft gezogen.[16] Heutzutage sind Teile der Metal-Szene offener gegenüber dem Glam Metal.[10]

Musikalisch entwickelte sich der Glam Metal Anfang der 1980er aus dem Glam Rock und Hard Rock des vorherigen Jahrzehnts. Als wesentliche musikalische Einflüsse wären dabei KISS, Aerosmith, Alice Cooper, Slade, New York Dolls, Queen, Cheap Trick und Led Zeppelin[17][18] zu nennen. Als visuelle Einflüsse gelten vor allem David Bowie[19] und Marc Bolan. Dies beschränkt sich jedoch auf deren Auftreten und Ästhetik. Ihre Musik spielte nie eine große Rolle, es blieb beim Übernehmen des exzentrischen, androgynen Erscheinungsbildes mit bisexueller Ausstrahlung.[20][21] Von einem „Glam Metal-Urknall“ lässt sich dabei kaum sprechen. Doch besonders eine Band sollte sich als wegweisend erweisen, ohne selbst dem Genre je anzugehören: Van Halen. Gerade deren ersten beiden Alben, noch aus den 1970er-Jahren, hatten maßgeblichen Einfluss auf die wenige Jahre später aktiven Glam-Bands. Besonders die wegweisende Gitarrenarbeit von Eddie Van Halen ist dabei hervor zu heben. Als jedoch der Glam Metal seinen Durchbruch feierte, veränderten Van Halen ihren Stil drastisch Richtung Keyboard-Rock und Adult Oriented Rock. Der US-amerikanische Kritiker Kurt Loder sagte, Van Halen hätten mir ihrem schnelleren und weniger hart klingenden Metal das Genre aus dem Untergrund geholt. Gerade die Gitarrenkunst von Eddie Van Halen, sein Hammering und Tapping stellten das Klischee vom tumben Heavy Metal-Musiker infrage. Diese Art der Musik ließ den Glam Metal dann auch für breitere Hörerschichten attraktiv erscheinen und sorgte für Beliebtheit, „selbst bei College-Girls, die zu Van Halen mit dem Hintern wackeln“. Dennoch sei es immer noch Metal, „langhaariger, betrunkener, Zeig-uns-deine-Titten-Rock’n’Roll“.[22] Als Band erschienen Van Halen also weder zu schwerfällig, noch zu poppig. Dazu auch Klosterman: „Obwohl sich der Begriff nicht darauf anwenden ließ, predigten die beiden ersten Van-Halen-Alben eine Zukunft, in der Metal ‚glamourös‘ sein würde, visuell und musikalisch. Marc Bolan wusste, wie Glam Rock aussehen sollte, aber Eddie Van Halen erfand den Sound dafür.“[23][24] Entsprechend orientierten sich die Glam-Metal-Bands musikalisch wie auch optisch an durchaus etablierten und respektierten Rock-Bands[1] und hatten keine Absicht, etwas Neues zu erschaffen; stattdessen wurden bei ihnen Hippie- und Rock-Klischees „auf die Spitze getrieben. Sex, Drugs & Rock´n´Roll wird zum absoluten Credo, manches Mal wichtiger als die Musik, einer ganzen Bewegung, die hauptsächlich in Amerika ins Rollen kommt. Die Bands verkörpern Unbekümmertheit, Spaß und Unangepasstheit.“[25] Bei ihnen wurde die Androgynie so weit getrieben, dass die Mitglieder von Poison ihrem damaligen Photographen anhand von Frauenzeitschriften wie Vogue, Elle und Cosmopolitan erklärten, wie sie aussehen wollten; infolgedessen gab es, wie ihr damaliger Photograph erklärt, „Kerle auf dem [Sunset] Strip, die die Schnecken von Poison ficken wollten“.[26] Im Zusammenhang mit dem Auftreten von Glam-Metal-Bands erklärte Dee Snider von Twisted Sister, er habe seine Sexualität nie infrage gestellt, und seine damalige Freundin und spätere Ehefrau habe ihn beim Einkleiden unterstützt. Er wies außerdem darauf hin, dass den „ultra-maskulinen“ Bands mit hautengen Hosen, in denen sich die Hoden abzeichneten, mit einem zu 90 Prozent männlichen Publikum etwas Homoerotisches und Bizarres anhafte, und verwies auf die Nähe ihrer Lederkleidung zu der der homosexuellen Lederszene hin.[26] Metaller, die den Glam Metal als „schwul“ ablehnten, waren oft gleichzeitig Anhänger der Band Judas Priest, deren Sänger Rob Halford homosexuell ist und den Stil aus der Lederszene übernahm und im Metal etablierte.[26]

Neben häufig vorzufindendem Falsettgesang sind schnelle, virtuos gespielte Gitarrensoli daher auch ein wesentliches Kennzeichen des Glam Metal. Diese Virtuosität wird zwar zuweilen als Prahlerei ausgelegt, zeigt aber auch denn musikalischen Anspruch des Genres. Ohne ein hohes Maß an Musikalität war es nicht möglich, Akkorde wie von Surfing with the Alien oder das Intro von Mean Street jemals zu erlernen.[27] Andererseits umfasste die Szene alles „von extrem talentierten Musikern bis zu absoluten Witzfiguren, die kaum einen geraden Ton spielen konnten“.[14]

Eine genaue Eingrenzung des Genres gestaltet sich als schwierig. Nicht zuletzt liegt das auch daran, dass viele Bands, die heute dem Glam Metal zugerechnet werden, diese Genrebezeichnung selbst nicht nutzten.[28] Die meisten sahen sich schlicht als Heavy-Metal- oder Hard-Rock-Bands. So äußerte sich Ratt-Bassist Juan Croucier bereits 1985: „Der Begriff ‚Heavy Metal‘ ist viel zu umfassend geworden. Ich dachte, Heavy Metal ist einfach das wirklich harte Zeug. Ich sehe Ratt mehr oder weniger als Rock, aber längst nicht so hart wie Iron Maiden oder Saxon.“[29] Zudem änderten einige Gruppen ihren Stil im Laufe der Jahre beträchtlich. Als Beispiel wäre hier Mötley Crüe zu nennen. Diese begannen Anfang der 1980er mit Too Fast for Love mit schnellem Glam Metal, wechselten zur Mitte des Jahrzehnts mit Girls, Girls, Girls zu poppigerem Rock, ehe sie sich Ende der 1980er, bis zum vorläufigen Abschied von Sänger Vince Neil, mit Dr. Feelgood dem Sleaze zuwandten. Dabei stellt sich die Frage, ob dann alle Alben, trotz der stilistischen Änderungen, dennoch unter der Bezeichnung Glam Metal zu vereinen sind? Selbst Nikki Sixx beklagte sich in einem Interview darüber, dass Mötley Crüe, W.A.S.P. und Twisted Sister in einem Satz genannt wurden.[30] Die Musik vieler Glam-Metal-Bands ist „kaum abgrenzbar zwischen (Melodic) Hardrock und Glam Rock anzusiedeln“[31] und speist sich aus dem Punk der 1970er-Jahre, blues-beeinflusstem Rock „sowie zu den Hochzeiten des Hair Metal auch das Polierte des Pop-Rock der Achtziger“.[25] Und während Mötley Crüe, denen der Rest der (aus europäischer Perspektive wie eine große Bewegung wirkenden[12]) Szene nacheiferte,[12] „immer noch ein Hauch von Dreck und Wildheit“ anhaftete, wirkten spätere Bands wie Poison, Bon Jovi, Cinderella, Stryper, Dokken oder Love/Hate „dagegen polierter - sowohl musikalisch als auch optisch“.[31] Auch die Szene war in sich heterogen: Vorreiter wie Van Halen, Aerosmith und Kiss hatten sich in andere Richtungen entwickelt, Mötley Crüe zogen die meisten Skandale nach sich, und der Rest teilte sich in Bands mit talentierten Musikern, wie Dokken, Bon Jovi, Whitesnake und Cinderella, und weniger begabte, wie Warrant und Poison, die zusammen auf Tourneen gehen, aber kein gutes Haar aneinander ließen.[31] Auch das Moscow Music Peace Festival 1989 wurde von den typischen Animositäten untereinander begleitet.[16] Die Gemeinsamkeiten beschränkten sich vielmehr auf das „wilde Frisuren, Make-up und möglichst schrille Klamotten. Die vielen Groupies nicht zu vergessen.“[14] Die weiblichen Anhänger sind auch der Grund für den zeitweiligen Erfolg des Glam Metal; die männlichen Metal-/Rock-Hörer hingegen „standen dieser Konkurrenz, die bei den Frauen nicht nur als Musiker, sondern auch als Schönlinge gleich doppelt leichts Spiel hatten, skeptisch bis ablehnend gegenüber“.[14]

„Irgendwie besaß Hässlichkeit damals eine Art Arbeiterklassen-Glaubwürdigkeit. Die Scorpions wurden nie als ‚glammy‘ abqualifiziert, ebenso wenig die genauso unattraktiven Typen von Krokus oder die bluesliebenden Idioten von Great White. Gleiches galt für AC/DC: Aus Mangel an visuellem Flair gestand man ihnen Glaubwürdigkeit zu. Auch Def Leppard würde ich nicht als Glam Metal betrachten. Def Lep waren tatsächlich nur eine härter rockende Version gesichtsloser Hitparaden-Rockbands, wie Journey oder Boston.“

Chuck Klosterman: [32][33]
Reckless Love

Der US-amerikanische Schriftsteller und Musikjournalist Chuck Klosterman legte 2004 ein umfangreiches, fundiertes Essay zum Thema Glam Metal vor, das bis heute als Standardwerk zum Thema gilt. Laut ihm wäre es leichter, zu erklären, welche Gruppen kein Hair Metal wären, als genaue Kriterien zur Genrezugehörigkeit zu bestimmen. Die Verwendung von Keyboards in der Musik stellt für ihn jedoch ein klares Ausschlusskriterium dar. Charlie Benante, der Schlagzeuger von Anthrax, äußerte sich in der Zeitschrift Metal Mania: „Keybords sind schwul. Die einzige gute Band, die jemals Keyboards benutzt hat, waren UFO.“[34] Von „schwulen Keyboards“ ist in diesem Zusammenhang oft die Rede. Dieser Begriff ist dabei allerdings nicht als homophob zu verstehen, sondern mehr im Sinne von „feminin“, „weich“ oder schlicht „schräg“. Klosterman sieht die Verwendung von Keyboards und Synthesizern gar als die „Abtreibungsdebatte des Achtzigerjahre-Metal“. Daher seien Lieder wie The Final Countdown von Europe oder auch Van Halens Jump seiner Meinung nach eben nicht dem Glam Metal zuzuordnen. So wie natürlich nicht jede Metal-Band der 1980er-Jahre eine Hair-Metal-Band war, so kann man andererseits auch nicht jede Gruppe, die ein entsprechendes Äußeres, etwa auftoupierte Haare, besaß, dem Genre zuschlagen. Der Hass auf Keyboards schien für Metal-Fans ein Zeichen der Zugehörigkeit zu sein. Keyboards hätten außerhalb der Metal-Ethik gestanden, vergleichbar damit, dass lange Haare und selbstverliebte Gitarrensoli im Punk kaum geduldet wurden.[35] Entsprechend harsch fällt Klostermans Meinung über Jump aus: „Ein Synthesizer, krachende Becken, irgendein blöder Text und ein obligatorisches Gitarrensolo, damit sich die Hardcore-Fans nicht umbrachten.“ Interessanterweise erwähnt er auch den bandinternen Streit über diese Art der Musik. Eddie Van Halen beabsichtigte, Jump schon Ende der 1970er-Jahre zu veröffentlichen, doch David Lee Roth sei strikt dagegen gewesen, da Synthesizer nichts mit Hard Rock zu tun hätten. „David Lee Roth dachte nicht wie ein Musiker, er dachte wie ein Rocker. Er verstand die abstoßende Verdorbenheit von Keyboard-Metal“. Daher habe die Sympathie der Metal-Fans vor allem Roth gegolten, als dieser Van Halen verließ.[34]

„So seltsam es klingt, Hair Metal war ein sehr traditionelles Genre, in dem es nichts wirklich Neues gab. Glam Metal führte nur die Dinge ein wenig weiter, die es zuvor schon gegeben hatte. Darum waren auch nur drei Instrumente erlaubt: Gitarre, Bass und Schlagzeug. Nach der reinen Lehre besteht Heavy Metal aus der Kombination dieser drei Klänge.“

Chuck Klosterman: Fargo Rock City[36]

Schon Alice Cooper und Gene Simmons erwähnten stets die Notwendigkeit, als Musiker auch optisch Aufmerksamkeit zu erregen. Daher konnte man auch den Einsatz der Schminke von KISS nie hoch genug einschätzen.[37] Die Idee dahinter war schlicht, nicht nur Rockmusik zu spielen, sondern zudem auch wie Rock-Stars, die keine „normalen“ Menschen mehr waren, auszusehen. Auch Klosterman beschreibt die beeindruckende Wirkung, die solche Musiker auf ihn als Jugendlichen ausübten: „Sie wohnten in Los Angeles, bumsten Pornostars, tranken Jack Daniel’s zum Frühstück. Sie waren wie Götter auf dem Olymp, und zwar allein deshalb, weil sie die Ehrfurcht einflößende Erhabenheit des Rock begriffen. Neben Nikki Sixx und Vince Neil war Zeus bloß ein Poser.“[38][39]

Erfolg und Popularität[Bearbeiten]

Die meisten Musikrichtungen stehen in Verbindung zu einer bestimmten sozialen Schicht, einer bestimmten Altersgruppe oder einer Geisteshaltung. Doch einer der Hauptgründe für den starken Erfolg des Glam Metal in den 1980er-Jahren bestand darin, dass dies hierbei nicht so war. Bands wie Def Leppard oder Ratt galten als Musik für jedermann.[40] Allerdings hing der zeitweilige Erfolg des Glam Metal mit den weiblichen Anhängern zusammen, und entsprechend behauptete unter anderem Götz Kühnemund vom Rock Hard: „Diese ganzen Bands wurden doch nur gegründet, um Frauen abzukriegen!“[14] Auch aufgrund dieser fehlenden Exklusivität wurde das Genre von Anhängern anderer Richtungen angefeindet.[41] Die in den 1980er-Jahren bereits stark ausgeprägte Medienmaschinerie kam dem Genre zugute. Hair Metal war eine der Säulen der Radiosender, so dass die Menschen diese Musik hören konnten, selbst, wenn sie noch keine Platten davon besaßen.[42] Diese Art der Musik existierte also nicht im Untergrund. Neben Radiosendern und Musikzeitschriften war vor allem aber auch der Start von MTV 1981 von großer Bedeutung.[31][43] Die eingängigen Melodien der Lieder, sowie das exzentrische Äußere der Interpreten schien wie gemacht für Musikfernsehen.[44] So befanden sich etwa allein im Juni 1987 stets 20 bis 25 Metal-Bands in den amerikanischen Billboard-Top-200-Albumcharts.[45] Nachdem die Band Mötley Crüe mit Too Fast for Love debütiert und durch Skandale wie eine Schlägerei, die gefilmt wurde, Aufmerksamkeit erregt hatte, und 1983 ihr zweites Album Shout at the Devil erschien und Platz 12 der US-Charts erreichte, entstanden immer mehr weitere Glam-Metal-Bands.[31]

Für Klosterman stellen dabei Poison den Inbegriff des Glam Metal dar. Nicht, da sie besser oder erfolgreicher gewesen wären, als andere, sondern schlicht, da sie für ihn alles verkörperten, was das Genre auszeichnete: Rockige Nummern sowie radiotaugliche Balladen, ein androgyner Schönling als Sänger, den Männer beneiden und Frauen anschwärmen.[46] Gerade dessen Beliebtheit bei Frauen wurde der Gruppe aber schließlich zum Verhängnis. „Es mag chauvinistisch klingen, aber es steckt eine traurige Wahrheit in der Rockmusik“, so Klosterman, „Bands, die von der Unterstützung weiblicher Fans abhängen, stürzen unweigerlich ab. Zwar gibt es ein paar Ausnahmen, aber die bestätigen diese Regel nur.“[47] Auch Gene Simmons äußerte sich 1995 ähnlich: „Ein großes weibliches Publikum ist nicht gut. Wenn du beim Plattenverkauf von den Frauen abhängst, geht es dir wie den New Kids on the Block. Das weibliche Publikum ist selten treu.“[48] Dass die weiblichen Anhänger den Glam Metal als Modeerscheinung betrachteten und zugunsten der folgenden Mode verließen, wird auch als einer der Gründe für das Ende der Szene in den 1990er-Jahren angesehen.[16]

Nachdem Bon Jovi 1986 mit Slippery When Wet eine Woche auf Platz 1 der Charts standen, gelang ihnen 1988 mit New Jersey, das auch in Europa Top-5-Positionen erreichte, der Durchbruch. Damit kam der Glam-Metal-Trend auch in Europa an, wo sich einige Bands wie Def Leppard (Hysteria), Judas Priest (Turbo) oder Saxon (Crusader, Innocence Is No Excuse) optisch wie musikalisch an diesen anpassten und somit Unmut bei Metallern erweckten.[12] Beim Rock Hard erreichten „Cinderella, Treat und Winger respektable Platzierungen in den Redaktionscharts“, während die Leser 1986 Ratt und Stryper zusammen mit Modern Talking unter die Bands mit den übelsten Texten wählten, während sich Mötley Crüe und Europe unter den schlechtesten Bands auf der Shitlist wiederfanden.[49]

Der Glam Metal der 1980er-Jahre gilt heute als eine schamlos auf Profit ausgerichtete Musikrichtung. Dass so sehr mit Geld, halbnackten Frauen und Statussymbolen geprotzt wurde, wurde erst in den 1990er-Jahren wieder vom Rap und Hip-Hop aufgegriffen. Beispiele dafür sind die Tausend-Dollar-Lederhose von Sebastian Bach, oder ein Vince Neil, der sich seine Zigarre mit einem Tausend-Dollar-Schein anzündete. Die Vermutung, dass sich eine derartige Attitüde für Rock-Bands, die über Ratten in den Stiefeln und Sex im Fahrstuhl singen, von alleine verbietet, scheint mit dem Verweis auf den ungehemmten Kapitalismus der 1980er hinfällig.[50]

Die Entstehung des Sleaze[Bearbeiten]

Wie schon der eigentliche Glam Metal einige Jahre zuvor, so entwickelte sich ab Mitte der 1980er-Jahre der Sleaze Rock (von engl. sleaze ‚Abschaum‘, ‚Schäbigkeit‘ oder ‚Skandalgeschichte‘) aus der Musikszene von Los Angeles. Dieser griff die musikalischen Mittel und Thematiken des Glam Metal auf, doch, auch aus Trotz aufgrund von Schmähungen, klang dieser rauer, rotziger und aggressiver. Diese musikalische Weiterentwicklung ging auch mit Änderungen in Auftreten und Image einher. Statt Exzentrik diente nun ein Underdog- oder Bad-Boys-Image, mit Hinweisen, dass die Band von ganz unten käme. Passend dazu die „härtere“ Erscheinung in Lederkleidung, schwarz wurde zur vorherrschenden Farbe, dazu ein verstärkter Fokus auf Alkohol und andere Drogen.

Skid Row (Live, 1989)

Ausgehend zunächst von Gruppen wie Faster Pussycat, entstanden schließlich Bands wie L. A. Guns und Hollywood Rose. Aus diesen beiden entwickelte sich Guns N’ Roses,[51] die sich in kommenden Jahren zur erfolgreichsten Band des Genres mausern sollte. Obwohl nur deren Debütalbum Appetite for Destruction voll dem Glam Metal und Sleaze zuzuordnen ist, mit bis heute mehr als 28 Millionen verkauften Alben schufen sie damit einen Meilenstein.[52] Bevor dieses 1988 zu ungeahnten Höhen aufbrechen sollte, Schätzungen gingen zuvor von rund 500.000 verkauften Exemplaren aus,[53] war es schon seit knapp einem Jahr auf dem Markt. Die Gründe für den Erfolg lagen dabei an der Single Sweet Child o’ Mine, sowie dem Musikvideo zu Welcome to the Jungle.[54] Der Erfolg der Band lag nicht zuletzt daran, dass man ihnen Authentizität zusprach. Gerade der streitbare Sänger Axl Rose, mit all seinen Schwächen, seinen Ecken und Kanten, erschien glaubwürdig. Er verprügelte Fans, die ihn fotografieren wollten, brach Konzerte aufgrund von Lappalien ab und behandelte Frauen schlecht, dennoch ging von ihm eine gewisse Faszination aus, die ihn von Sängern früherer Glam-Metal-Bands unterschied und trotz musikalischer Verwandtschaft eine Alternative bot.[55][56] Im Laufe der Jahre distanzierte die Band sich zunehmend von der Glam-Metal-Szene.[12]

Während man in Europa Sleaze als eigenes Genre betrachtete, das sich aus dem Glam Metal entwickelte, betrachtete man es im Ursprungsland Amerika stets nur als Spielart dessen. In Europa feierten Glam Metal und Sleaze seinerzeit auch nie derartige Erfolge, wie in den USA. So gab es in den 1980er-Jahren auch, abgesehen von vielleicht Vamp, keine einzige deutsche Glam-Metal- oder Sleaze-Band von Bedeutung.[57] Doch auch aus anderen europäischen Ländern kamen nur wenige Bands von Belang, zu nennen wären etwa Hanoi Rocks aus Finnland, denn als hiesige Plattenfirmen die Musik aufgriffen, zeichnete sich bereits deren Popularitätsverlust und der Erfolg des Grunge ab.[58] Die Nasty Idols etwa, oder die Backyard Babies, beide aus Schweden, klangen zwar vielversprechend, erschienen jedoch zu spät auf der Bildfläche. Die erste EP der Backyard Babies, die manchmal dem Punk-Rock wie auch dem Sleaze zugerechnet wurden, erschien 1991, das erste Album erst drei Jahre später. Obwohl es falsch und übertrieben wäre, diese Gruppen daher als Geheimtipps zu bezeichnen, für den großen Erfolg im Massenmarkt waren sie zu spät dran.[59] Beide Bands konnten später jedoch auch nicht von der Sleaze-Welle in ihrem Heimatland ab 2000 profitieren, da sie dann im Vergleich zu den jüngeren Gruppen nicht „frisch“ genug wirkten. Auch die seit 1990 aktive, finnische Band The 69 Eyes begann mit rauem Sleaze, steigender Erfolg stellte sich bei ihr jedoch auch erst ein, als sie nach dem vierten Album Mitte der 1990er-Jahre zum Dark Rock wechselte, der damals mehr den Zeitgeist traf. Die Unterschiede im Musik und Auftreten sind dabei aber auch so massiv, als handele es sich dabei um zwei verschiedene Bands.

Ende der Glam-Ära[Bearbeiten]

Als Ende des Glam Metal gilt heute weithin das Erscheinen des Grunge Anfang der 1990er-Jahre. Besonders Nevermind von Nirvana wird dabei als der Sargnagel des Genres betrachtet.[60] Noch 1991 galten Guns N’ Roses als die größte Rock-Band der Welt und Grunge als neues Phänomen war damals zunächst schwer zu greifen.[61] Soundgarden spielten als Vorband für Guns N’ Roses, Alice in Chains spielten zuvor als Alice N'Chainz typischen 1980er-Jahre-Rock und Pearl Jams Debütalbum Ten erwies sich als „Schläferhit“.[62] 1992 schließlich, nach der Veröffentlichung von Nevermind. schienen sich die Verhältnisse schlagartig geändert zu haben.[63]

Mötley Crüe (Live, 2005)

„Als ich ‚Smells Like Teen Spirit‘ das erste Mal gehört habe, sah ich das bevorstehende Verhängnis direkt vor Augen. Dann sind wir ins Studio geeilt, haben das Album ‚Dog Eat Dog‘ aufgenommen und veröffentlicht. Mit mäßigem Erfolg, Grunge war angekommen.“

Warrant-Sänger Jani Lane[64]

Inhaltlich stellte Grunge einen direkten Gegenentwurf zum hedonistischen Glam Metal und dem Lebensgefühl der 1980er-Jahre dar. Trotz des vergleichsweise musikalischen Dilettantismus[36] schienen Orientierungslosigkeit, Verdruss und Zukunftsangst als Inhalte des Grunge den Nerv der Hörerschaft zu treffen, die Douglas Coupland in seinem Buch als „Generation X“ bezeichnete.[62] Während der Glam Metal zudem besonders die Inszenierung von Rock-Stars hervorhob, schlug der Grunge den entgegengesetzten Weg ein. Anders als beim Glam Metal vertraten Grunge-Bands die Meinung, eben nicht anders zu sein, als ihre Hörerschaft. „Der Grunge ließ jeden zum Rockstar werden, weil es nicht mehr darauf ankam, wie man aussah oder wie man sich benahm. Und irgendwann wurden Rockstars völlig austauschbar.[65] Die Grunge-Bands aus Seattle taten wirklich alles, um sich von den Rockschlampen abzuheben. Die komplette Ethik des Punk kehrte zurück, beflügelt durch die keimende Ideologie der Political Correctness.“, so Klosterman.[66]

„Ich war am Tatort, als es passiert ist. Ich war John Travolta, als Disco auf einmal urplötzlich als uncool galt. Ich habe mein ganzes Leben darauf hin gearbeitet, ein guter Musiker zu werden, und auf einmal bin ich der Typ, der alles repräsentiert, was scheiße ist. Das war schon bitter.“

Kip Winger[67]

„Die größte Legende ist aber, dass die ‚Alternative Revolution‘ ganz plötzlich und über Nacht den ganzen kommerziellen, unehrlichen Brei der Achtziger weggespült hätte. Das stimmt schlicht und einfach nicht.“

Chuck Klosterman: [68][69]

Doch der Niedergang des Hair Metal ist nicht nur dem Grunge alleine zuzuschreiben.[16] Frank Thiessies vom Metal Hammer vertritt die Ansicht, dass sich der Glam Metal selbst überlebt habe. Überschminkte hedonistische Realitätsflucht, Hochglanz-Hard-Rock, sowie Single-Balladen passten nicht mehr in die Zeit der frühen 1990er. Der Glam Metal hätte so unmöglich weiter existieren können, weshalb eine kalte, reinigende Dusche nötig war. Die Stilisierung alter und neuer Protagonisten zu Antagonisten schien da nur die logische Konsequenz zu sein.[70] Die Medien stilisierten eine Rivalität zwischen Axl Rose und Kurt Cobain, die von beiden aufgegriffen wurde. Die gegenseitige Verachtung dieser beiden Ikonen gipfelte bei den MTV Music Awards 1992 in einer Rangelei zwischen beiden Bands.[71] Jenny Rönnebeck nennt neben dem Grunge als Gegenbewegung aus Seattle die Übersättigung der Szene (der ein Gesundschrumpfen gefolgt sei), die abkehrenden weiblichen Anhänger, für die der Glam Metal nur eine Mode war, und das politische Klima angesichts der Wirtschaftslage und des drohenden Irakkonflikts als Gründe.[16] Martin Sweet ist sogar der Ansicht, dass der Tod des Glam Metal „nicht an Nirvana“ lag; stattdessen sehen er und Peter London, mit dem er bei Crashdïet spielt, die Ursache darin, dass der spätere Glam Metal „zu sehr glattgebügelt“ und „viel zu poppig“ wurde; die Musik sei „zu Beginn auch eher roh gehalten“ gewesen, aber als „den damaligen Glam- und Sleaze-Bands der Punk abhandenkam“, habe diese an Qualität verloren; nach dem ersten Gunners-Album seien „polierte Popsongs“ wie die Musik von Warrant inakzeptabel, ohne Punk seien diese Bands wie Boygroups.[72]

Dee Snider, Sänger von Twisted Sister, sieht die Schuld an Ende des Metal vor allem bei Platten- und Musikindustrie, die den Markt mit immer gleichen Bands nach einer Formel überschwemmt und somit übersättigt hätten. Ähnlich äußerte sich Iron-Maiden-Manager Rod Smallwood.

„Die Achtziger waren sehr Business-orientiert, und die Plattenfirmen tragen ihre Teilschuld daran. In den Neunzigern gab es dann die Rebellion gegen diese Kommerzialisierung, den Grunge. Das war zwar erfrischend, hat aber die Standards runter gesetzt. Jetzt sind wir in dieser Post Grunge-Phase, in der Mittelmäßigkeit regiert und musikalisches Können nicht mehr so viel bedeutet.“

Nikki Sixx[70]

Trotz aller Spannungen in den 1980er-Jahren profitierten auch andere Metal-Genres von der Popularität des Glam Metal und wurden dementsprechend ebenfalls hart getroffen. Auf Nachfrage äußerte sich 1994 Joey DeMaio von Manowar über die Grunge-Szene: „Gibt es ein Wort für etwas, das rangmäßig noch unter Scheiße steht?“ Ob daraus der Frust über eigenen Popularitätsverlust spricht, oder ob es sich dabei um eine, für die Band typische, derbe Wahrung ihrer True-Metal-Attitüde handelt, sei dahin gestellt.[73]

„Wir hatten das Gefühl, dass diese Seattle-Grunge-Bands all den Spaß im Rock'n'Roll getötet haben. Es gab keine Lichtshows mehr, keine coolen Klamotten, keine Effekte. Die Musiker zogen sich wie Penner an. Deshalb wurde auch der Hip Hop so groß. Da haben die Künstler wenigstens wieder über Bares und Bräute gesprochen, und nicht darüber, wie beschissen das Leben ist.“

Gene Simmons[62]

Dass Grunge so einen Rundumschlag bewirkt, alles verändert und den Massengeschmack so sehr verändert, kam also auch für viele Musiker damals überraschend.[73] Neben Frust und negativer Kritik gab es jedoch auch positive Stimmen dazu. Etwa von John Such, dem ehemaligen Bassisten von Bon Jovi, der Grunge als „erfrischend“ lobte, oder auch von Sebastian Bach der den neuen, anderen Klang begrüßte. Dass der Grunge etwa 1997 aus ähnlichen Gründen zu Grunde ging, wie zuvor der Glam Metal, ist wohl Ironie. Thiessies fügt dazu süffisant an, dass heute Grunge, wenn auch als Alternative Rock betitelt, und Sleaze einträchtig nebeneinander existieren, wenn auch nicht wie zu jeweiligen Glanzzeiten und wirft in den Raum, wieso denn niemand die Frage stellt, ob der Nu Metal dem Rock und Metal nicht noch viel schwerer zu schaffen gemacht hätte.[70] Bedenklich erscheint aber die bereits Mitte der 1990er-Jahre große Distanz der Hörer zum Glam Metal. Viele schienen nun nicht mehr zugeben zu wollen, dass ihnen diese „stumpfe, klischeesatte, aber einfach umwerfende Räubermusik“ noch einige Jahre zuvor so wichtig gewesen war.[74]

Revival[Bearbeiten]

Nach dem raschen Ende der Popularität des Genres versuchten manche Musikgruppen, sich musikalisch der neuen Strömung anzunähern, etwa Mötley Crüe mit John Corabi als Sänger, oder Skid Row mit ihrem Album Subhuman Race von 1995, jedoch mit mäßigem Erfolg. Andere Gruppen, die den alten Stil beibehielten, wurden schwerer getroffen. Für diese Bands waren die 1990er-Jahre vor allem die Zeit der Kompilationen, mit denen sie versuchten, vom Ruhm früherer Tage zu zehren. Da sie aber nie aus der „Zeitschleife“ heraus kamen, und den Bands stets das Stigma des Hair Metal anhaftete, zogen sich viele zurück oder spielten eben für einen kleineren Kreis.

Ab dem Ende der 1990er-Jahre wurde Schweden die Hochburg des wiederkehrenden Sleaze; die Musiker „orientieren sich optisch weniger an den früher angesagten Schönlingen, sondern mehr an kaputteren Typen wie Mötley Crüe oder Hanoi Rocks“, und bieten musikalisch „einen Mix aus schnörkellosem Hardrock der Marke AC/DC, punkiger Attitüde à la Ramones und dem Glam-Anstrich der Hanoi Rocks“; Bands wie The Hellacopters, Backyard Babies und Hardcore Superstar machten „den Hair Metal zu Beginn des neuen Jahrtausends wieder salonfähig“.[75] In den USA spielte die Band Steel Panther am Sunset Strip erfolgreich Klassiker von Bon Jovi, Mötley Crüe und Skid Row mit überzogenen Bühnenauftritten als Persiflage der alten Bands, deren Mitglieder Steel Panther beim Nachspielen ihrer Stücke unterstützte.[16] Auch einige der alten Bands kehrten zum Glam Metal zurück, wobei sie qualitativ oft nicht an alte Erfolge heranreichten.[76] Die 2001 erschienene Biografie über Mötley Crüe von Neil Strauss verschaffte der Gruppe wieder Beachtung und ließ sie auch für jüngere Hörer interessant wirken. In den USA waren Buckcherry eine der ersten Bands in der Tradition des Glam Metal und Sleaze, die Erfolge erzielen konnte. Schon ein halbes Jahr vor Veröffentlichung ihres Debütalbums pries sie deren Plattenfirma Geffen als „Sunset-Strip-Band“ an, was im Kauderwelsch der Musikindustrie „Hair-Metal-Schlampenrock“ bedeute.[77] Buckcherry, die „Guns N’ Roses, Skid Row und Cinderella der Jetztzeit“ legten zuletzt mit All Night Long ein Album vor, das, laut Schäfer, den Vorbildern so ähnlich sei, dass man es eigentlich kaum bräuchte. Allerdings merkt er an, dies sei wohl nur die Ansicht eines „alten Sacks“, denn: „Was interessieren einen 16-jährigen Vorstädter irgendwelche Vorbilder? Der wird sie brauchen, hier und jetzt, um durch die Zehnte zu kommen. Und dafür sind Buckcherry genau die Richtigen.“[78] Allgemein zeigen „hauptsächlich die Outfits, Sprüche und Shows […], wem der Nachwuchs da eigentlich nacheifert“. Wie beim ursprünglichen Trend existiert eindeutige Abgrenzung zu anderen Musikstilen. Allerdings sind regionale Unterschiede zu erkennen: „In Schweden dominieren die rotzigere Variante (Crashdiet), die auch gerne mal von weiblichen Musikern rübergebracht werden darf (Crucified Barbara, Sister Sin), und der Mix mit Melodic Rock (H.E.A.T.), in England geht es gerne etwas härter und teilweise moderner zur Sache (Jettblack, Heaven’s Basement), und bei den deutschen Hair-Metal-Youngsters wird eingängiger Hardrock eingebaut.“[75]

Crashdïet-Sänger Dave Lepard †

Besonders hervorzuheben ist jedoch die Entwicklung, die der Sleaze ab 2000 in Europa nahm, wo vor allem in Schweden, in geringerem Ausmaß auch in Finnland, zahlreiche neue Sleaze-Bands entstanden. Die schwedische Gruppe Danger prägte dabei den Begriff „New Wave of Swedish Sleaze“[79] und tatsächlich, vor allem den Gruppen aus diesem Land ist die ansteigende Popularität des Sleaze zu verdanken. Am Beispiel der Gruppe Babylon Bombs erläutert Frank Schäfer diese Entwicklung:

„Man muss leise schmunzeln über die Unverfrorenheit und zugleich auch chirurgische Sorgfalt, mit der sie die Leiche Sleaze Rock wieder zum Leben erwecken. Die Band hat alles, was man braucht: Die gespielt schlampige Intonation, großkotzige Attitüde, eine leichtlebig-glamouröse Melodietextur und schließlich Lyrics, die man mit Gold aufwiegen kann, wenn bei denen im Übungsraum ein Phrasenschwein gestanden hätte. Babylon Bombs haben keine Angst vor Klischees, weil sie wissen, dass es im Rock nie um Wirklichkeit und Authentizität ging, sondern immer nur um die glaubwürdige Repräsentation dessen. Wer braucht die Originale, wer braucht Mötley Crüe und Cinderella, wenn man die noch einmal fulminant aufgebockte Quintessenz haben kann?“

Frank Schäfer[80]

Doch gerade die alten Bands aus den 1980er-Jahren profitieren vom Erfolg solcher Neo-Sleaze-Bands, wie Crazy Lixx, Crashdïet, Vains of Jenna oder Hardcore Superstar, immerhin haben diese ihnen wieder zu mehr Aufmerksamkeit verholfen. Als hätte es keine Durststrecke in den 1990ern gegeben, erscheinen nun wieder Gruppen wie Ratt auf der Bildfläche, und machen „auf einmal wieder bemerkenswert brauchbare“ Musik.[81] „Und eine Frage darf man sich schon stellen angesichts dieses Befunds. War der von allen so einhellig wahrgenommene Qualitätsverlust ab 1989 am Ende gar keiner? Mit anderen Worten, haben die einschlägigen Bands objektiv gar keine schlechteren Alben eingespielt als davor - lag es vielleicht einfach nur daran, dass es schon so viele gab davon und dass man die Sleaze-Masche schlicht satt hatte, dass also bloß die allgemeine Konjunktur, die Sinuskurve des Marktes für diese Produkte im Fallen begriffen war? Und wenn das stimmt, dann kann man sich auch gleich noch fragen, wie unabhängig und individuell der ja von allen so hoch gehaltene persönliche Geschmack dann überhaupt noch ist. Vielleicht sind wir alle doch nicht viel mehr als Konsumentenschafe, die sich von den Hütenhunden der Industrie willig von Weide zu Weide treiben lassen, und wollen es uns selbst bloß nicht eingestehen.“, sinniert Schäfer darüber.[82]

Obwohl die neue Sleaze-Bewegung, wie erwähnt, eben vor allem von schwedischen Bands getragen wird, ist in Deutschland auch eine Entwicklung zu betrachten. Mit den Hollywood Burnouts veröffentlichte etwa eine deutsche Band ein Album bei einen Major-Label und reine Glam-Metal- und Sleaze-Festivals etablierten sich in Deutschland, z. B. das Shout it out Loud (heute Sleaze Fest). Doch auch im Mutterland USA machen inzwischen weitere Bands von sich reden, beispielsweise Wildstreet aus New York. Vor allem aber Steel Panther aus Los Angeles gelten als erwähnenswert. Was zunächst als reine Glam-Metal-Coverband mit starkem parodistischen Ansatz begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zur erfolgreichsten und bekanntesten „neuen“ Glam-Metal-Band des Landes.[83]

Thematische Inhalte[Bearbeiten]

Stets offensichtlich war die Beziehung zwischen Glam Metal und Sex, ob nun beabsichtigt, oder nicht. Dieses Element stellte einen Unterschied dar, zwischen der Glam-Metal-Ästhetik und anderen Rock-Richtungen.[84][85] Die Autorin des Musikmagazins Rolling Stone, Kim Neely, war der Ansicht: „Jede Musikrichtung hat ihre eigene Philosophie und Ethik. Die Philosophie des Glam Metal besteht darin, so besoffen wie möglich mit zwei Schlampen im Arm herum zu laufen.“[86] Doch auch weibliche Hörer fühlten sich durch den Sexismus der Liedtexte nicht beleidigt, im Gegenteil. Dies lag auch an der Ausstrahlung und Attraktivität von Sängern wie Sebastian Bach, Bret Michaels oder Vince Neil, die nicht bedrohlich, sondern vielmehr harmlos und spitzbubenhaft wirkten. Deren rebellisches Image wirkte dennoch zusätzlich anziehend und sorgte für Phantasien, solche Männer würden ihre Mädels auf dem Motorrad abholen und mit ihnen zur Fete brausen.[87]

Frauen, Sex und Geld - die Hauptthematiken des Glam Metal

Dies ist ein weiterer wichtiger Punkt des Genres, es dient als Projektionsfläche für die Wünsche der Hörer. Die Bands leben, oder vermitteln dies zumindest durch die Musik, den Traum von Jugendlichen, von Männern und Frauen. Voyeurismus, Faszination, die Sex- und Drogeneskapaden vieler Bands waren wohlbekannt,[88] oder schlicht der Traum von oder der Wunsch nach solch einem Leben erschienen vielen Konsumenten reizvoll.[26][89] Diese Musik konnte so aber auch eine „infantile Imaginationsmaschine ankurbeln, und zur Mannwerdung beitragen“, wie Schäfer anfügt. Doch auch bei Erwachsenen würden derartige Wunschbilder ihre Macht und Bedeutung behalten und könnten so als Flucht- und Paralleluniversum dienen.[90]

Chuck Klosterman schrieb zur thematischen Ausrichtung des Glam Metal:

„Wenn Kunst dumm ist, kann sie nicht wirklich Schaden anrichten. Ist sie nicht dumm, lässt sie sich aber auch nicht als gesellschaftlich irrelevant abtun. Wenn Glam Metal intelligent ist, setzt er den Sexismus bewusst ein. Damit handelt es sich entweder um einen Marketingtrick oder eine negative Aussage. In beiden Fällen bleibt er problemlos vertretbar. Wenn diese Bands Frauen nur zu dem Zweck zu Huren erklären, um Platten zu verkaufen, sind sie ein Spiegelbild der Gesellschaft – und nicht etwa das Problem, das diese vergiftet.“

Chuck Klosterman[91]

Klosterman setzt voraus, dass die Popularität einer Musikgruppe beim Verständnis der Kultur, aus der diese stammt, helfe. Die stark sexualisierten Lieder des Glam Metal entstanden demnach nicht im luftleeren Raum, sondern sind Spiegelbilder ihres Herkunftsortes und ihrer Zeit.[92] Auch Mick Mars merkte an, dass man die Musik von Mötley Crüe für frauenfeindlich halten könnte, allerdings bräuchte man dies auch nicht überanalysieren.[93] Doch auch Klosterman sieht darin noch eine weitere Möglichkeit:

„Was aber, wenn das alles doch nicht nur eine Masche war, mit der sich Geld machen ließ? Was, wenn Nikki Sixx nach dem gleichen Motivationskonstrukt operiert, wie Bob Dylan, aber einfach mehr daran interessiert ist, lieblosen Sex und das Streben nach Macht zu propagieren? Ist künstlerischer Sexismus gerechtfertig Mit Sicherheit.“

Chuck Klosterman: [94][95]

Sinnigerweise scheinen daher die einzigen Orte auf der Welt, wo Glam Metal nie verschwunden ist, Stripclubs zu sein, wo Girls, Girls, Girls wohl ewig auf der Liederliste stehen wird.[96] Doch auch ein zweiter Blick auf die Musik lohnt. So war Mötley Crües gleichnamiges Album als sehr nihilistisch konzipiert. Wo es auf den ersten Blick nur um Sex mit Stripperinnen geht, ging es Sixx dabei darum, „selbst ins Hirn gefickt zu werden“.[97] Doch auch das Gegenteil ist oft zu finden. Dass ein Lied mit einem scheinbar harmlosen Text nur so vor sexuellen Anspielungen und Zweideutigkeiten strotzt (z. B. Cherry Pie von Warrant).

Gerade aber diese starke Ausrichtung auf die Themen Frauen und Sex provozierte die Entstehung der sogenannten „Power-Ballade“, für die viele Gruppen heute noch bekannt sind. Um Erfolg auf dem Massenmarkt zu erreichen, waren radiotaugliche Liebeslieder vonnöten, nicht zu schnell und rockig, sowie frei von Sexthematik.[98] Als Beispiel wären etwa Skid Row zu nennen, „Bier saufender, Arsch tretender, Bullshit-freier Rock’n’Roll“. Eine solche Gruppe stand konträr zu Bands wie Poison und galt als Gruppe für „die bösen Kids“, solche die „Bier klauten und echten Ärger bekamen“.[99] Und dennoch ist auch bei Skid Row dieses Muster zu erkennen, wie auch Klosterman beklagt: „‚Youth Gone Wild‘ wurde zu ihrem Schlachruf, aber ‚18 and Life‘ war der Schund, der sie berühmt machte.“[100]

„Wenn du Rap oder Hip Hop hörst, geht es auch darum, high zu sein und um geile Weiber. Aber diese Musik ist eben scheiße. Und in allen anderen Musikrichtungen geht es nur um Probleme und große Gefühle. Ich will was über geile Partys und heiße Weiber hören! Ich will nichts von den Problemen hören, die ich eh jeden Tag habe, sondern über die geile Zeit, die ich gerne hätte. Da singe ich gerne mit. Und die Girls lieben es auch. Bei Death Metal-Konzerten, wo es nur um Tod und Gewalt geht, sind kaum Mädels im Publikum. Da kriegst du keine Pussy für den Abend.“

Steel-Panther-Sänger Michael Starr: [101][36]

Kritikpunkte[Bearbeiten]

Ein Kritikpunkt, der oft dem Glam Metal und Sleaze anhaftet, ist der der mangelnden Authentizität sowie der strikten Kommerzialität. Diese Betrachtungsweise, die den Glam Metal damit auf eine Stufe mit dem Adult Oriented Rock stellt, lässt jedoch einiges außer Acht. Schriftsteller und Musikkritiker Frank Schäfer, sowie Dr. phil, bringt es dabei auf den Punkt: „Man hat Sleaze immer als Party- oder Autofahrermusik verunglimpft, wenn man ihm seine Ernsthaftigkeit absprechen wollte. Zunächst einmal: Es gibt keine Musik, die ernsthafter, die ehrlicher und seriöser darauf bedacht wäre, die in sie gesetzten Erwartungen nicht zu enttäuschen, mithin das geforderte Stereotypen-Soll zu erfüllen. Sleaze geht eins zu eins auf in seinem Unterhaltungsmandat - und darüber hinaus wird auch nie ein Wort oder eine Geste verloren, das ist schlicht die Voraussetzung. Zum anderen: Wer sich musikalische Ablenkung nur im Party- und Landstraßenkontext vorstellen kann, der hat keine Ahnung von deren Notwendigkeit im Leben, den hat nie eine geliebte Frau verlassen. Und der hat auch noch nie wirklich Schulden gehabt. Und schließlich sollte man niemals das Klischee unterschätzen. Es ist das jüngere Geschwisterchen des Mythos.“[102]

Klosterman, geht mit diesen Vorwürfen an den Glam Metal ähnlich um: „Als ich aufwuchs, war er der Soundtrack für mein Leben, und auch für das Leben von fast allen, die ich mochte. Wir trugen keine Lederhosen und gingen nicht geschminkt in die Schule, aber dieses Zeug traf unseren Nerv. Wenn schlaue Leute zu erklären versuchen, warum Glam Metal starb, betonen sie meistens, er wäre ‚nicht echt‘ gewesen oder habe ‚nichts ausgesagt‘. Für mich und meine Freunde war er jedoch echt. Und noch wichtiger, er sagte etwas aus. Er sagte etwas über uns.“[103] Der springende Punkt beider Aussagen besteht also darin, dass Musik erst durch die Hörer an Bedeutung gewinnt. Schäfer geht gar so weit, die Ehrlichkeit der Musik ausdrücklich hervor zu heben: „Vor allem der gute alte Hair Metal war nie mehr als kalkulierte, schnöd mammonistische Abgreife. Genau das propagierten die Bands ja auch. Sie gaben nie vor, etwas anderes sein zu wollen als Rockstars, die von dem Geld der Käufer richtig einen draufmachen, ihnen dafür aber auch alles gaben, was sie verlangten. Sie waren im Grunde die wandelnde Übererfüllung des Dienstleistungs-Solls. Hinter dieser ganzen hochtoupierten, aufgelederten, abgerissenen, fetischgeilen Maskerade steckt eine fast schon rührende Aufrichtigkeit.“[104]

Der Glam Metal der 1980er-Jahre galt zudem als akustisches Äquivalent des neokonservativen Zeitgeists. Wie beim Punk wurden Hippies verachtet, doch anders als dieser, dem oft eine linke Attitüde anhaftete, habe der Glam Metal den Monetarismus der Konservativen übernommen.[105] Umgekehrt betrachtet Jenny Rönnebeck in ihrem Glam-Metal-Artikel von 2013 für das Rock-Hard-Magazin den Hedonismus die von den Bands verkörperten Werte „Unbekümmertheit, Spaß und Unangepasstheit“ als Gegensatz zur konservativen und christlichen Ausrichtung der Reagan-Ära.[25]

Einigen Glam-Metal-Bands wurde vorgeworfen, „überproduziert“ zu sein (etwa Def Leppard mit Pyromania, 1983). Es wirke zu sauber und steril, auf Hochglanz poliert, durchkalkuliert und ohne emotionale Bezüge. Andere Gruppen, bzw. deren Produzenten versuchten gerade das Gegenteil. So versuchte Produzent Lange die Live-Atmosphäre der Bands einzufangen. So mischt er etwa bei Dr. Feelgood von Mötley Crüe (1989) bewusst zu diesem Zweck die Gitarre und das Schlagzeug nach vorne, während bei Pyromania der klare Gesang im Vordergrund stehen soll.[106]

Glam Metal war stets eine Richtung, die aus vielen Gründen polarisierte. Harsche Worte findet dazu auch Barny Hoskyns, der Herausgeber des britischen Musikmagazins Mojo, 1998:

„Wenn Sie mich fragen, ob ich Poison für glaubwürdig gehalten habe, wird meine Antwort bestimmt nicht ‚ja‘ lauten. Sie waren furchtbar. Das war alles so übertrieben, so kalkuliert. Daran war nichts Innovatives. Eine Band wie Mötley Crüe wollten nichts anderes, als eine einfache Rock'n'Roll-Band mit ein paar Tätowierungen sein. Und schließlich waren diese Bands doch sowieso alle gleich. Aber wenn man sich dann diese wirklich fürchterlichen Bands wie Quiet Riot oder London ansieht, ach du liebe Güte! Da bekam man nur dieses faule, kommerziell zynische und idiotische Abziehbild, weil irgendjemand glaubte, so müsse eine Sunset Strip-Glam-Band aussehen. Ich fand auch Guns N’ Roses immer sehr lahm. Sie waren genau wie alle anderen auch, nur eben ein wenig besessener davon, in die Entgiftung zu kommen.“

Barny Hoskyns[107]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 38f.
  2. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 35.
  3. Markus Baro, Mike Seifert: GLAM/SLEAZE-ROCK-SPECIAL TEIL2. Die Weltherrschaft des Haarsprays-Metal mit Make-up.
  4. Daniel Ekeroth: Swedish Death Metal. Zweite Auflage. Brooklyn, NY: Bazillion Points 2009, S. 7.
  5. Daniel Ekeroth: Swedish Death Metal. Zweite Auflage. Brooklyn, NY: Bazillion Points 2009, S. 275.
  6. Daniel Ekeroth: Swedish Death Metal. Zweite Auflage. Brooklyn, NY: Bazillion Points 2009, S. 27.
  7. a b c “As you know there is an US glam fag band called POISON, what do you think of them?
    - "I haven't heard them yet (luckily!), but our bass player told me that he saw a video with them and he got sick for two weeks after it. When I first saw their lp cover, I thought: Oh, nice US chicks, I would like to fuck one of them....." But then I learned that it were boys. (At least they pretended to be male.......) (Maybe they are ´crossovers´) If they should become as fameous as (or should I say ´notorius`?) as MOTLEY CRAP or PISSED SISTER, we´ll probably have to change our name. Maybe to POISONED, ´cause we don´t want to be mixed up with all that homo shit."” Poison. infernal massacre. In: Jon Kristiansen: SLAYER. N° 1 à 5. Rosières en Haye: Camion Blanc 2009, S. 363.
  8. “What does "D.T.P." mean?
    - "D.T.P." means: DEATH TO bleached hair, devil dick sucking, make up spike wareing [sic!] foggot [sic!] POSERS!!!!!"” Sadus. In: Jon Kristiansen: SLAYER. N° 1 à 5. Rosières en Haye: Camion Blanc 2009, S. 411.
  9. “In your opinion, who is the biggest asshole in the world?
    - "The world is full of assholes like Paul Stanly, Jon Bon Jovi etc.But I think Blackie Lawless is the biggest."” Tribulation. In: Jon Kristiansen: SLAYER. N° 1 à 5. Rosières en Haye: Camion Blanc 2009, S. 435.
  10. a b « Il y avait aussi un gros écart entre le metal commercial et l’underground. Mötley Crüe et Wasp c’était vraiment ridicule pour nous, tandis qu’aujourd’hui les gens semblent plus ouverts et se mettent à réécouter ce genre de groupes. Mais avant, on ne pouvait pas être à la fois fan de Venom et de Twisted Sister. » Metalion: Préface. In: Jon Kristiansen: SLAYER. N° 1 à 5. Rosières en Haye: Camion Blanc 2009, S. 21.
  11. a b Nasty Karsten, Metalion: slayer awaits! In: Jon Kristiansen: SLAYER. N° 1 à 5. Rosières en Haye: Camion Blanc 2009, S. 178.
  12. a b c d e Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 41.
  13. Holger Stratmann: Poison. Look What The Cat Dragged In. in Rock Hard, Nr. 18, abgerufen am 27. März 2013.
  14. a b c d e Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 38.
  15. a b Holger Stratmann: Hallo Freunde! In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 3.
  16. a b c d e f Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 42.
  17. Piero Scaruffi: A History of Rock Music:1951–2000. iUniverse, 2003, ISBN 0-595-29565-7, S. 274.
  18. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 19.
  19. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 66.
  20. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 210.
  21. P. Auslander: Performing Glam Rock: Gender and Theatricality in Popular Music. Ann Arbor, MI: University of Michigan Press 2006, ISBN 0-7546-4057-4, S. 232.
  22. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 27.
  23. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 28.
  24. C. Smith: 101 Albums that Changed Popular Music. Oxford: Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-537371-4, S. 160–2.
  25. a b c Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 39.
  26. a b c d Sam Dunn, Scot McFadyen, Jessica Joy Wise: Metal – A Headbanger’s Journey, 2005.
  27. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 218.
  28. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 33.
  29. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 38.
  30. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 34.
  31. a b c d e Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 40.
  32. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 35.
  33. Fargo Rock City. S. 188.
  34. a b Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 77.
  35. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 78.
  36. a b c Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 188.
  37. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 61.
  38. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 10.
  39. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 63.
  40. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 63.
  41. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 12.
  42. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 55.
  43. R. Walser: Running with the Devil: Power, Gender, and Madness in Heavy Metal Music. Middletown, CT: Wesleyan University Press, 1993, ISBN 0-8195-6260-2, S. 13.
  44. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 56.
  45. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 12.
  46. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 70.
  47. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 110.
  48. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 111.
  49. Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 41f.
  50. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 197.
  51. Metal Hammer Legenden: Guns N’ Roses - 25 Jahre Sleaze, Sex & Skandale. S. 56.
  52. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 81.
  53. Metal Hammer Legenden: Guns N’ Roses - 25 Jahre Sleaze, Sex & Skandale. S. 7.
  54. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 183.
  55. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 43.
  56. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 49.
  57. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 175.
  58. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. S. 175.
  59. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 218.
  60. Hair Metal.
  61. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 186.
  62. a b c Grunge vs. Metal? - Das Nevermind-Nachbeben. In: Metal Hammer. Ausgabe Oktober 2011, S. 55.
  63. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 175.
  64. Grunge vs. Metal? - Das Nevermind-Nachbeben. In: Metal Hammer. Ausgabe Oktober 2011, S. 54.
  65. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 65.
  66. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 107.
  67. 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. S. 188.
  68. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 188.
  69. 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. S. 188.
  70. a b c Grunge vs. Metal? - Das Nevermind-Nachbeben. In: Metal Hammer. Ausgabe Oktober 2011, S. 57.
  71. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 45.
  72. Jens Peters: Crashdiet. Alles auf Anfang. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 47.
  73. a b Grunge vs. Metal? - Das Nevermind-Nachbeben. In: Metal Hammer. Ausgabe Oktober 2011, S. 56.
  74. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 62.
  75. a b Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 43.
  76. Jenny Rönnebeck: Hair Metal. »Wir wollten nicht nur Image sein«. In: Rock Hard. Nr. 310, März 2013, S. 42f.
  77. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 262.
  78. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 222.
  79. DANGER. Interview mit Gitarrist Rob Paris.
  80. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 113.
  81. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 222.
  82. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 222.
  83. Jason Lymangrover: Steel Panther.
  84. D. Weinstein: Heavy Metal: The Music and Its Culture. Cambridge, MA: Da Capo Press, 2000, ISBN 0-306-80970-2, S. 45–7.
  85. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 105.
  86. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 105.
  87. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 110.
  88. R. Batchelor, S. Stoddart: The 1980s. London: Greenwood Publishing Group, 2007, ISBN 978-0-313-33000-1, S. 121.
  89. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 271.
  90. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 63.
  91. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 127.
  92. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 130.
  93. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 129.
  94. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 128.
  95. Fargo Rock City. S. 188.
  96. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 105.
  97. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 167.
  98. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 117.
  99. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 100.
  100. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 173.
  101. Happy Weekend, Spezial-Ausgabe 971, 2010, S. 54f.
  102. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 114.
  103. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 13.
  104. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 149.
  105. Frank Schäfer: 111 Gründe, Heavy Metal zu lieben. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2010, S. 35.
  106. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 178.
  107. Chuck Klosterman: Fargo Rock City. Rockbuch-Verlag, 2007, S. 214.