Steel Panther

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Steel Panther
Logosteelpanther.jpg
Live (2012)
Live (2012)
Allgemeine Informationen
Herkunft Los Angeles, USA
Genre(s) Glam Metal, Sleaze Rock
Gründung 2000 als Metal Shop
Website http://www.steelpantherrocks.com/
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Michael Starr
Gitarre, Gesang
Satchel
Lexxi Foxxx
Stix Zadinia

Steel Panther ist eine US-amerikanische Glam-Metal-Band aus Los Angeles, die 2000 von Ralph Saenz (Michael Starr, Gesang), Russ Parrish (Satchel, Gitarre), Travis Haley (Lexxi Foxxx, Bass) und Darren Leader (Stix Zadinia, Schlagzeug) gegründet wurde und seit 2008 bei Universal Records unter Vertrag steht.

In Auftreten und Musik zitiert die Gruppe stark den Hair Metal und Sleaze Rock der 1980er Jahre. Dabei bewegen sie sich zwischen Parodie, Hommage und Verehrung. Die gelegentliche Einordnung als Fun Metal begründet sich durch die klischeehaft überzogene Attitüde sowie die ironischen Texte, die vor allem Sex, Frauen und Drogenkonsum behandeln.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünge[Bearbeiten]

Sänger Ralph Saenz (* 1965) aus Chicago, alias Michael Starr, war ab 1987 mit der Band Nightfall aus Orange County aktiv. Zu einem Plattenvertrag schaffte es die Gruppe allerdings nie, und der größte Erfolg der Band bestand aus einem Beitrag zu einer Kompilation, die von Metal-Radiosender KNAC veröffentlicht wurde.[1] Vielversprechender erschien anschließend seine Beteiligung in der Band 7 % Solution, mit Mitch Perry (zuvor bei Steeler, MSG und Talas) an der E-Gitarre. Doch 1993 war die Blütezeit von Glam Metal und Hard Rock längst vorüber und keine Plattenfirma zeigte noch Interesse.[2] Ab 1994 folgte sein Engagement in der Van Halen-Tribute-Band Atomic Punks (bis 2008). 1996 sang Saenz für die L.A. Guns die EP Wasted ein, was jedoch das einzige Gastspiel für die Formation blieb. Auftritte mit den Atomic Punks gestalteten sich durchaus erfolgreich, so dass Saenz 2000 sogar ein Angebot der Band Ratt ausschlug, Stephen Pearcy, der die Gruppe soeben verließ, am Mikrofon zu ersetzen. Auch David Lee Roth erwähnt die Atomic Punks sehr wohlwollend in seiner Autobiografie Crazy from the Heat.[3] 2001 hatte Saenz einen Gastauftritt im Film Rock Star, von Stephen Herek und mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle.

Sänger Michael Starr (2008)

2000 mitbegründete er zusätzlich Metal Shop als Hair Metal-Coverband. Über Perfect World Entertainment, das Unternehmen des ehemaligen Roxanne-Sängers Jamie Brown, kommt er so in Kontakt zu Darren Leader (* 1969) und Russ Parrish (* 1970), später bekannt unter deren Pseudonymen Stix Zadinia und Satchel. Parrish galt früh als ambitionierter und begabter Gitarrist und besuchte ab Ende der Achtziger das renommierte Musicians Institute in Los Angeles, wo er Schüler von Paul Gilbert (Racer X, Mr. Big) war.[4] In einem Interview erwähnte der Gitarrist, dass er seinen Stil entwickelte, indem er sich tausendfach Musikstücke von Van-Halen anhörte. Den Gitarristen Edward Van Halen nennt er als wichtigen Einfluss und einen der wichtigsten Musiker aller Zeiten.[5] Mit seinem Freund und Mentor Gilbert, mit dem sich Parrish in Los Angeles zeitweise eine Wohnung teilte, und dem Sänger Jeff Martin gründete er das Cover-Trio The Electric Fence. Die einzige offizielle Veröffentlichung beschränkte sich jedoch auf ein Lied zu einem Jeff Beck-Tribute-Album 1996. Mit Jeff Marin spielte er gleichzeitig aber auch in der Band Bad Dog, die es zwar zu einem Vertrag mit Atlantic Records schaffte, sich nach wenigen Konzerten jedoch wieder auflöste.[6] Außerdem spielte Satchel ab 1993 bei War & Peace, einer Band, die von Jeff Pilson, dem ehemaligen Bassisten der Band Dokken, gegründet wurde, zudem bei Fight, gegründet von Judas-Priest-Frontmann Rob Halford.[7][8] Weitere kleinere musikalische Engagements folgten für ihn, etwa bei der Power Pop-Formation Outta the Blue, ab 1995 bei Kevin Gilbert und der Band The Ducks, später umbenannt in The Thornbirds. In letzterer war er mit Darren Leader, dem späteren Schlagzeuger von Steel Panther, aktiv.

Von Metal Shop zu Steel Panther[Bearbeiten]

2000 schließlich riefen Sänger Saenz, Gitarrist Parrish, Schlagzeuger Leader und Bassist Travis Haley Metal Shop ins Leben. Zum Konzept gehörte von Anfang an, nicht nur bekannte Hair Metal-Hits zu covern, sondern auch die entsprechenden Bands zu parodieren, gepaart mit klischeehaftem Auftreten und Comedy-Elementen. „Spinal Tap auf Kokain, mit Musikern, die wirklich spielen können.“, wie Saenz es beschrieb.[9]

Gemäß der eigenen Band-Mythologie besteht die Formation bereits seit 1988,[10][11] zu spät, um noch erfolgreich zu sein. Dazu der Sänger Michael Starr später: „Als der Grunge Anfang der neunziger Jahre den Metal verdrängte, haben wir nicht unsere Haare abgeschnitten und sind nicht zu Alternative-Typen geworden. Wir haben konsequent weiter Heavy Metal gemacht. Überlebt haben wir aber nur, indem wir Coverversionen gespielt haben, denn keine Plattenfirma wollte uns in der Zeit einen Vertrag anbieten. Wir haben jahrelang in vielen ausverkauften Clubs Lieder von Guns N'Roses und Mötley Crüe gezockt. Als unsere Erfolge schließlich immer größer wurden, haben wir beschlossen, eigene Songs zu schreiben.“[12]

In einem weiteren Gespräch erklärte Starr bedauernd: „In den Neunzigern hat sich Heavy Metal verzogen. Nirvana, Pearl Jam und die anderen Grunge-Bands haben ihn vertrieben. Kurt Cobain hat sich kurz darauf erschossen, weil er seine eigene Musik nicht mehr ertragen konnte. Alle unsere Freunde in Hollywood schnitten sich die Haare ab und spielten Alternative oder Grunge. Nur wir trugen weiterhin stolz Spandex und rockten weiter.“[13]

Gitarrist Satchel (Live, 2009)

Zu Beginn der Karriere bestritt die Formation wöchentliche Auftritte im Viper Room, damals im Besitz von Johnny Depp, und rasch stellten sich vielversprechende Erfolge, sowie eine ansteigende, zunächst lokale, Popularität ein. So wurden sie für einen Discover Card-Fernsehspot engagiert, in dem sie unter dem Namen Danger Kitty auftraten und wöchentliche Auftritte im Key Club folgten. Noch unter Metal Shop veröffentlichten sie 2002 ihr erstes eigenes Lied Love Rocket und ein Jahr später im Eigenvertrieb das Debütalbum Hole Patrol. Dieses enthielt bereits Lieder, die später unter Steel Panther neu eingespielt wurden. Besondere Beachtung daraus fanden bereits die Lieder Death to all but Metal, welches den Weg auf Kompilationen fand, sowie das Cover Fantasy des Musikers Aldo Nova, das als Titellied für eine MTV-Fernsehserie mit Rob Dyrdek (Rob Dyrdek's Fantasy Factory) verwendet wurde.[14] Das Cover des Album lehnte sich dabei bewusst an Look What the Cat Dragged In von Poison an.[15]

Anschließend folgte ein Bruch mit dem Unternehmen Perfect World Entertainment. Da dieses jedoch die Namensrechte an Metal Shop und Danger Kitty hält, war eine Umbenennung der Gruppe in Metal Skool nötig. Auch entstanden nun die neuen Pseudonyme, während zuvor die Namen Michael Diamond, Rikki Ratchet, Armando Lbs und Ginger Roxx genutzt wurden.[16]

Die Band gewann den Wettbewerb Best Tribute Band in the Universe, woraufhin die Band zu einer der populärsten Cover-Bands in Kalifornien avancierte. Eine rasch ansteigende Popularität, vor allem in Kalifornien, war die Folge, so dass in der Folgezeit oft prominente Persönlichkeiten, wie Criss Angel, Kenny Loggins, Paul Stanley, Corey Taylor, Drew Carey, Chad Kroeger, Jerry Cantrell, Justin Hawkins, Kelly Clarkson, Phil Anselmo, Billy Ray Cyrus, Tom Morello, David Bryan, Pink, Vince Neil oder Avril Lavigne bei Konzerten gemeinsam mit der Band auftraten.[7]

Unter Metal Skool wurde Hole Patrol 2005 neu veröffentlicht, zusätzlich mit einem Ian Hunter-Cover, das für die Sitcom Drew Carey Show eingespielt wurde, wo die Band einen Gastauftritt hatte. Ein weiterer folgte 2007 in der Serie Las Vegas.[17]

2008 beenden Saenz und Parrish ihre Beteiligung bei den Atomic Punks, die jahrelang parallel existierten, um sich nun vollends auf ihre Hauptband konzentrieren zu können, die fortan den Namen Steel Panther trägt. Bereits im selben Jahr unterzeichneten sie einen Vertrag bei Republic Records unter Universal Records. Als erste Single unter dem neuen Bandnamen erschien 2009 eine neu eingespielte Version von Death to all but Metal, dazu ein Musikvideo.

Feel the Steel[Bearbeiten]

Im Sommer 2009 veröffentlichten sie schließlich das Album Feel the Steel, welches Platz 98 der US-amerikanischen Billboard-Charts erreichte.[18] 2010 stand dieses Album auch zur Auswahl für eine mögliche Nominierung für den Grammy als Best Comedy Album. Trotz ansteigendem Erfolg mit eigenem Material bestritten Steel Panther aber nach wie vor ihre Auftritte als Coverband auf dem Sunset Strip und in Las Vegas.

Bassist Lexxi Foxxx (Live, 2009)

In Europa gewannen Steel Panther zunächst in England und bald auch in Deutschland an Popularität. Sowohl musikalisch als auch im Auftreten spalten Steel Panther jedoch die Hörerschaft. Die einen sehen in der Band eine gelungene Parodie auf den Achtziger-Jahre-Hair Metal, andere sehen sie als bloßen Versuch, die Poser-Acts jener Zeit zu zitieren, und als gekünstelt. Im September 2010 folgte die erste Steel Panther-Tour durch Deutschland, noch mit nur vier Terminen in Köln, München, Berlin und Hamburg.

Schon dieses Album erhielt sehr wohlwollende Kritiken. So lobte es Justin Crafton mit „stellar musicianship, amazing vocals, lyrics any rocker whose heyday was in the 1980's wished they wrote and top-notch production make this album my pick, hands down, for the 'best album of 2009“[19]

Im Zuge der Albumveröffentlichung von Feel the Steel in Deutschland erklärte Michael Starr: „Wenn du Rap oder Hip Hop hörst, geht es auch darum, high zu sein und um geile Weiber. Aber diese Musik ist eben scheiße. Und in allen anderen Musikrichtungen geht es nur um Probleme und große Gefühle. Ich will was über geile Partys und heiße Weiber hören! Ich will nichts von den Problemen hören, die ich eh jeden Tag habe, sondern über die geile Zeit, die ich gerne hätte. Da singe ich gerne mit. Und die Girls lieben es auch. Bei Death Metal-Konzerten, wo es nur um Tod und Gewalt geht, sind kaum Mädels im Publikum. Da kriegst du keine Pussy für den Abend.“[20]

Balls Out[Bearbeiten]

Während einer Tour in Großbritannien 2011 spielten sie bereits neues Material und kündigten das nächste Studioalbum für Oktober an. Dieses erschien dann unter dem Titel Balls Out und erreichte Platz 40 der US-amerikanischen Billboard-Charts. Die deutsche Musikzeitschrift Metal Hammer kürte es zum Album des Monats. Ende 2011 folgte eine Konzertreise durch Großbritannien, wo sie als Vorband für Def Leppard und Mötley Crüe spielten. Außer in ihrer Heimat Kalifornien feierten Steel Panther 2012 insbesondere in Großbritannien und Deutschland Erfolge.

Zu Kontroversen führte, dass Anfang 2012 Plakate der Band in England von öffentlichen Wänden entfernt werden mussten. Diese zeigten das frivole Cover des Balls-Out-Albums, auf dem sich eine halbnackte Frau Liebeskugeln zwischen ihre Beine hält.[21]

Thematisch bot das Album die übliche Melange aus Sex und Drogenkonsum. Etwa über sexbesessene Außerirdische (Supersonic Sex Machine), die nachahmungswerten Eskapaden von Tiger Woods (Just Like Tiger Woods) oder Sex mit 17 Frauen hintereinander (17 Girls in a Row). Beim Lied It Won't Suck Itself wirkten Nuno Bettencourt und Chad Kroeger als Gastmusiker mit. Nur die japanische Version des Albums enthielt das Lied Handicapped Slut, welches zu heikel für eine Veröffentlichung in den USA erschien.[22]

In der deutschen Musikzeitschrift Rock Hard lobte Redakteur Andreas Himmelstein das Album: „Mit dieser erstklassigen Gitarrenarbeit, dem fetten Sound und dem Talent des nahezu perfekten Songwritings hätten Steel Panther in der zweiten Hälfte der Achtziger in der US-Sleaze-Metal- und Hardrock-Szene erfolgsmäßig ohne Zweifel ganz vorne mitgespielt.“ Dass der infantile Humor die Gemüter spalte, könne er zwar verstehen, dennoch erkenne er darin die bewusst-klischeehafte Persiflage.[23]

Die FHM lobte Balls Out als „politisch unkorrekten Geniestreich“ und fügte an, dass die Bezeichnung „Parodie“ für das Album ab absurdum geführt werde, da es nicht nur „lyrisch rotzfrech“, sondern auch „handwerklich perfekt“ sei.[24] Im Zuge der Albumveröffentlichung bestritten Steel Panther im Herbst 2012 auch eine ausgedehnte Tour durch Deutschland, bereits vor ausverkauften Hallen. Ebenfalls 2012 veröffentlichten sie ihre erste Live-DVD British Invasion mit einem Konzert in der Brixton Academy in London.

Stix Zadinia beim Nova Rock 2014

Das Album Balls Out wurde in Deutschland im September 2012 auf Liste A der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) gesetzt.[25][26] Dies bedeutet, dass das Album nicht beworben oder an Personen unter 18 Jahren verkauft werden darf.[25] Zwar betont die Behörde, durchaus das „parodistische Gesamtkonzept“ zu erkennen und die Kunstfreiheit zu schätzen, da die Künstler jedoch „an keiner Stelle ihre Pose brechen“ und so „als omnipotente Rockstars scheinbar allgemeingültige Thesen über die Behandlung von Frauen im sexuellen Kontext verbreiten“, sei das Potential einer sozialethischen Desorientierung Jugendlicher durch die Texte gegeben. Als Hauptgrund nennt die Bundesprüfstelle vor allem das Lied Critter. Sie begründet dies damit, dass „Sexualität hier als reines Abhängigkeitsverhältnis bzw. als Mittel der Gefügigmachung der Partnerin beschrieben wird.“ Sie fügt hinzu: „Je grober und herabwürdigender der Umgang mit der Partnerin sei, desto gefügiger und treuer verhalte sie sich gegenüber dem Mann. Der Vergleich mit einem Kriechtier bei gleichzeitig propagierter analer Penetration ist geeignet, das Frauenbild extrem herabzuwürdigen.“[27]

In einem Gespräch mit Satchel zeigte sich dieser darüber amüsiert und äußerte ironisch, er sehe es als weiteren Ansporn, dass künftig weitere Alben in Deutschland indiziert werden. Über die Indizierung und das verantwortliche Lied Critter meinte er zudem: „Lass mich eine Geschichte erzählen: Ich kannte mal einen echt netten Jungen, der während eines Weihnachtsessen im Kreis seiner Familie unsere Platte gehört hat. Danach ist er aufgesprungen und hat vor versammelter Mannschaft seine Tante in den Hintern gefickt. Das Gremium hat also Recht: Solche Dinge können passieren. Man hat aber natürlich immer die Wahl, ob man auf einem Weihnachtsessen den Prengel auspacken möchte oder es besser sein lässt. Es ist eine Sache der freien Entscheidung. Will ich es diesem Girl in den Hintern besorgen und ihr richtig eine ballern - oder lieber nicht? Wenn das Mädchen darauf steht, dann ist die Antwort klar. Man muss den Gegenüber nur richtig einschätzen können. Manche mögen so was, andere nicht.“[28]

All You Can Eat[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2014 führte Steel Panther in Europa die Spreading the Disease-Tour, in Deutschland in ausnahmslos ausverkauften Hallen. Dabei spielten sie erstmals neues Material vom kommenden Album All You Can Eat. Die vorab betriebene PR-Tour führte sie auch ins Sat.1-Frühstücksfernsehen, wo sie live eine Akustikversion ihrer neuen Single Party Like Tomorrow is the End of the World aufführten. Beim Video dazu wirkten verschiedene Prominente, wie Ron Jeremy, Steve-O, Chuck Liddell oder RJ Mitte mit.[29]

Live bei Wacken (2014)

Im April 2014 erschien schließlich das vierte Album All You Can Eat. In Deutschland erreichte dieses Platz 15 der Charts, in Österreich sogar Rang 13.[30] Ebenfalls im April wurde mit Glory Hole eine weitere Single mit einem Musikvideo, unter Mitwirkung von Pornodarstellerinnen wie Nikki Hearts, veröffentlicht. Das Lied behandelt dabei die gleichnamige Sexualpraktik. Für das Lied Gangbang at the Old Folks Home spielte Vivian Campbell ein Gitarrensolo ein. Ein Lied, in dem es um Gruppensex im Altersheim geht, bei dem die Bandmitglieder, wie bei allen anderen Liedern, stets behaupten, es wäre autobiografisch,[31]

Die Visions veröffentlichte zwei unterschiedliche Kritiken zum Album. Britta Helm führt positiv auf, dass Steel Panther mit dem Album „weniger den überdrehten Glam Metal von früher entlarven“, als vielmehr die „verklemmte Aufgeklärtheit von jetzt“ und lobt ausdrücklich den Humor und die Ironie der Platte. Markus Hockenbrink hingegen beschreibt zunehmende Abnutzungserscheinungen beim „Pennäler-Humor“, der nicht seinen Geschmack träfe.[32] Markus Bellmann von Plattentests.de hingegen schreibt von „grenzwertigem Humor“, der aber „verdammt viel Spaß“ machen kann. Ob die Liedtexte nun „blanker Sexismus oder infantil bis selbstironisch“ wären, dürfte für ihn „geklärt“ sein.[33] Im Metal Hammer lobte Dorian Gorr Steel Panther als „derzeit beste Glam Metal-Band“. Die „sexuell aufgeladenen Texte, mit einem dicken Augenzwinkern“ seien für ihn nicht nur verschmerzbar, sondern würden „den Hörgenuss schlichtweg angenehmer“ machen. Da die Band ihr Handwerk versteht, würde sie daher „nie zu einem endgültigen Klamauk-Act verkommen“.[34]

Die folgende All You Can Eat-Tour führte die Band im Sommer unter anderem erstmals auf das Wacken Open Air,[35], sowie das Metalfest Loreley.[36] Im Frühjahr 2015 erfolgte eine erneute Tour durch Europa, mit der Ankündigung, erst 2017 wieder den Kontinent zu bespielen. 2015 bestritten sie des Weiteren einen Gastauftritt im Video Road Trip des Duos Ninja Sex Party.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[18]
Feel the Steel
  UK 52 20.06.2009 (2 Wo.)
  US 98 24.10.2009 (4 Wo.)
Balls Out
  CH 87 13.11.2011 (1 Wo.)
  UK 37 12.11.2011 (1 Wo.)
  US 40 19.11.2011 (2 Wo.)
All You Can Eat
  DE 15 11.04.2014 (… Wo.)
  AT 13 11.04.2014 (… Wo.)
  CH 22 06.04.2014 (… Wo.)
  UK 12 12.04.2014 (… Wo.)
  US 24 19.04.2014 (… Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten]

  • 2003: Hole Patrol (als Metal Shop, 2005 als Metal Skool)
  • 2009: Feel the Steel (auch als LP)
  • 2011: Balls Out (auch als LP)
  • 2014: All You Can Eat (auch als LP und limitierte Fassung mit DVD)

Singles[Bearbeiten]

  • 2001: Love Rocket (als Danger Kitty)
  • 2003: Death to All but Metal (als Metal Shop)
  • 2009: Death to All but Metal
  • 2009: Community Property
  • 2009: Eyes of a Panther
  • 2009: Sexy Santa
  • 2010: I Want It That Way (Download-Single)
  • 2011: If You Really, Really Love Me
  • 2011: 17 Girls in a Row
  • 2013: Party Like Tomorrow Is the End of the World (Download Single)
  • 2014: The Burden of Being Wonderful
  • 2014: Gloryhole
  • 2014: You're Beautiful When You Don't Talk

DVDs[Bearbeiten]

  • 2012: British Invasion (auch als Blu-Ray)

Videos[Bearbeiten]

  • 2005: Fat Girl (Thar She Blows) – The Video (als Metal Skool)
  • 2009: Fat Girl (Thar She Blows)
  • 2009: Death to All but Metal
  • 2009: Community Property
  • 2011: If You Really Really Love Me
  • 2013: Party Like Tomorrow Is the End of the World
  • 2014: The Burden of Being Wonderful
  • 2014: Gloryhole
  • 2014: Pussywhipped
  • 2014: The Stocking Song

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 78
  2. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 78
  3. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 79
  4. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 79
  5. Interview & Workshop mit Satchel von Steel Panther bei Bonedo
  6. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 79
  7. a b Steel Panther. In: musicmight.com. Abgerufen am 29. November 2014.
  8. Steel Panther / StinkMitt – Commodore Ballroom, Vancouver BC August 4. Abgerufen am 29. November 2014.
  9. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 79
  10. In anderen Gesprächen nennt Satchel als angebliches Gründungsjahr 1981. (Rock Hard, Ausgabe März 2013, Seite 45)
  11. http://www.spiegel.de/kultur/musik/amtlich-steel-panther-zu-all-you-can-eat-im-interview-a-959054.html
  12. Conny Schiffbauer: Steel Panther – Verrückt nach Vitaminen. In: Rock Hard, Nr. 296, 1/12, Seite 25.
  13. Classic Rock, Ausgabe April 2013, Seite 51, Socken beißen nicht
  14. http://www.allmusic.com/artist/mn0001045720
  15. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 79
  16. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 80
  17. Guitar: Ausgabe 8/2012, Spinal Tap auf Koks -Steel Panther-History, Seite 80
  18. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  19. http://www.sleazeroxx.com/bands/steelpanther/feelthesteel.shtml
  20. Happy Weekend, Spezial-Ausgabe 971, 2010, S. 54
  21. steelpanther.jpeg. Archiviert vom Original am 22. März 2014, abgerufen am 29. November 2014.
  22. Hustler, Ausgabe Oktober 2012, Seite 89, Balls out Fun
  23. Andreas Himmelstein, Frank Albrecht: Steel Panther. Balls Out. In: Rock Hard, Nr. 296, 1/12, Seite 107.
  24. FHM, Ausgabe 10/2012, Seite 32, Eier raus!
  25. a b Bekanntmachung Nr. 9/2012 über jugendgefährdende Trägermedien, 20. September 2012, abgerufen am 20. Oktober 2012. (Nicht mehr erreichbar)
  26. Dark Lord: STEEL PANTHER – 'Balls Out' steht auf dem Index!, 14. Oktober 2012, abgerufen am 20. Oktober 2012.
  27. Thomas Salzmann, im Auftrag der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, in Metal Hammer, Ausgabe 1/2013, Seite 6 - 7
  28. Rock Hard, Ausgabe März/2013, Seiten 44 - 45, Steel Panther - Knast, Tod oder Rock 'n' Roll
  29. Visions, Ausgabe 253, April 2014, Seite 41, Betrunken von übermorgen
  30. http://www.rockhard.de/news/newsarchiv/newsansicht/37412-steel-panther-feiern-platz-15-in-den-deutschen-charts-mit-gloryhole-video.html
  31. Metal Hammer , Ausgabe April 2014, Seite 31, Glam Metal für Graue Panther
  32. Visions, Ausgabe 253, April 2014, Seite 156
  33. http://www.plattentests.de/rezi.php?show=11178
  34. Metal Hammer, Ausgabe April 2014
  35. STEEL PANTHER: 'All You Can Eat' Album Details Revealed. Abgerufen am 29. November 2014.
  36. Metal Hammer, Ausgabe August 2013, Seite 31