Hans-Werner Meyer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hans-Werver Meyer beim Radio Regenbogen Award 2017 im Europapark in Rust

Hans-Werner Meyer (* 14. April 1964 in Hamburg) ist ein deutscher Schauspieler.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans-Werner Meyer wurde als Sohn eines Landschaftsarchitekten und einer Fremdsprachenkorrespondentin in Hamburg geboren. Er besuchte das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Hamburg und studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Meyer begann seine Karriere 1990 am Residenztheater München und wechselte 1993 an die Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Er arbeitete in dieser Zeit mit bedeutenden Theaterregisseuren und -regisseurinnen wie Andrea Breth, Luc Bondy, Leander Haußmann, Robert Lepage, Elmar Goerden oder Amélie Niermeyer zusammen.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyer wurde 1992 von Joseph Vilsmaier für den Film Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen entdeckt. Es folgten weitere Kino- und Fernsehproduktionen wie Der Schatten des Schreibers und Es geschah am helllichten Tag, bevor er 1997 das feste Engagement an der Schaubühne verließ und sich schwerpunktmäßig dem Film widmete. Meyer gehört seitdem zu den meistbeschäftigten und vielseitigsten Schauspielern seiner Generation. Er spielte bislang in etwa 80 Filmen. Darunter befinden sich 48 Folgen der Krimiserie Die Cleveren, für deren Titelrolle des Polizeipsychologen Dominik Born er den Bayerischen Fernsehpreis 2000 erhielt, sowie 2000 und 2001 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert wurde.

In den Folgejahren wurde das Rollenangebot vielfältiger und umfasste so unterschiedliche Figuren wie den Langstreckenläufer Dieter Baumann in Ich will laufen – Der Fall Dieter Baumann, den langsam wahnsinnig werdenden preußischen Offizierssohn Albrecht Sterenberg in dem historischen Zweiteiler Der weiße Afrikaner und den unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidenden Verlierer Thomas Menz in Doppelter Einsatz – Fluch des Feuers. Auf die Rolle des charmanten, aber höchst unmoralischen Robert Falk in der Tragikomödie Was für ein schöner Tag folgte mit der Darstellung des schillernden Paten eines internationalen Schleuser-Syndikats eine Hauptrolle in dem internationalen Vierteiler Im Zeichen des Drachen. Ebenfalls im Frühjahr 2005 spielte Meyer in Die andere Hälfte des Glücks, einem Drama um ein entführtes Baby, den Vater zwischen Trauer und Überwindung.[1]

Seit April 2006 ist er ehrenamtlich als Vorstandsmitglied beim Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS), der Gewerkschaft für Schauspieler, tätig.[2] Er kämpft für eine Quote für freie Produktionsfirmen, wie es sie in Großbritannien gibt.[3]

Seit 2010 engagiert er sich als Botschafter für den Karl-Kübel-Preis, der von der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie vergeben wird.[4]

Hans-Werner Meyer ist mit der Schauspielerin Jacqueline Macaulay verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist der Bruder des Kabarettisten Chin Meyer. Seit 1983 tritt er unregelmäßig mit der A-cappella-Gruppe Echo-Echo, seit 1999 unter dem Namen Meier & die Geier, auf. Für seine Hobbys Singen und Segeln bleibt ihm kaum Zeit.[5]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Bayerischer Fernsehpreis als bester Hauptdarsteller für Und morgen geht die Sonne wieder auf und Die Cleveren
  • 2007: Hörbuchpreis Ohrkanus 2007 für Spider[6]
  • 2012: Premio Bacco (Italienischer Filmkritikerpreis)[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans-Werner Meyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage des Schauspielers
  2. Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler: Mitglieder des Vorstands, abgerufen am 10. Oktober 2011.
  3. Interview Schauspieler-Sprecher Meyer greift ARD und ZDF an, WAZ derwesten.de vom 7. September 2009, abgerufen am 23. September 2013.
  4. karlkuebelpreis.de
  5. Laut seiner Aussagen in der WDR2-Reihe Montalk, gesendet am 23. September 2013.
  6. Auf zwei Beinen steht man besser. In: Der Ohrkanus.
  7. Premio Bacco 2012. In: nottedellestelle.de.