Harmuthsachsen

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51.1608333333339.8588888888889249Koordinaten: 51° 9′ 39″ N, 9° 51′ 32″ O

Harmuthsachsen
Höhe: 246–284 m
Einwohner: 373 (15. Okt. 2013)[1]
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 37284
Vorwahl: 05656

Harmuthsachsen ist ein Stadtteil von Waldkappel im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Harmuthsachsen liegt im Osthessischen Bergland direkt nordöstlich des Stölzinger Gebirges an der Südgrenze des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald. Am Werra-Zufluss Wehre befindet es sich rund 2 km nordwestlich der Waldkappeler Kernstadt und etwa 2 km südöstlich des Hessisch Lichtenauer Dorfs Küchen.

Südlich von Harmuthsachsen erhebt sich das Ziegenküppel (405,8 m) und wenige Kilometer nördlich der Hohe Meißner (753,6 m). Im Dorf treffen sich die Landesstraße 3334 und die Kreisstraße 33, die beide Anschluss an die südwestlich die Ortschaft passierende Bundesstraße 7 (Deutsche Fachwerkstraße) haben.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals schriftlich erwähnt wird das Dorf im Jahre 1195 in einer Urkunde des Klosters Germerode. Der damalige Ortsname Hermensassen leitet sich von der Gründung eines Hermann ab. Die Reste der südlich des Ortes gelegenen Burg wurden 1824 abgebrochen. Der Ort und das Kloster Marienheide gehörten bis 1821 zum hessischen Amt Lichtenau und danach zum Landkreis Witzenhausen. Während der französischen Besetzung gehörte der Ort zum Kanton Bischhausen im Königreich Westphalen (1807–1813).[1]

Bereits 1324 wird eine jüdische Gemeinde erwähnt. 1833 wurde eine Synagoge erbaut. Sie besteht heute nicht mehr. Die evangelische Kirche wurde 1749 errichtet. 1939 hatte der Ort 421 Einwohner. Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam Harmuthsachsen am 31. Dezember 1971 zur Stadt Waldkappel.[2] Zuvor gehörte der Ort zum Landkreis Witzenhausen.

Der Ortskern, der größtenteils aus Fachwerkhäusern besteht, ist sehr sehenswert.

Kloster Marienheide[Bearbeiten]

Kloster Marienheide in Wollstein (zu Waldkappel-Harmuthsachsen), Schwestern von Betlehem

Wenige Kilometer südwestlich von Harmuthsachsen liegt am Ende eines abgeschiedenen Tals das ehemalige Rittergut Wollstein, das bis 2000 als Gutshof betrieben wurde. Im Sommer 2000 wurde es an den Orden der Schwestern von Bethlehem verkauft und seitdem ist es das Kloster Marienheide.[3] Das Kloster wird seit dem mehr und mehr renoviert und ausgebaut. Eine aus einer ehemaligen Stallung entstandene neue Kirche wurde 2008 vom Bischof von Fulda geweiht. Die alte Kirche am Ortsrand ist ein kleiner, sehenswerter Fachwerkbau von 1821 mit Dachreiter.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Historisches Ortslexikon Hessen
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 389.
  3. Kloster Marienheide, auf katholische-kirche-hessisch-lichtenau.de

Weblinks[Bearbeiten]