Heidi und Peter

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Filmdaten
Originaltitel Heidi und Peter
Produktionsland Schweiz
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Franz Schnyder
Drehbuch Richard Schweizer,
Max Haufler,
Paul Ruffy,
David Wechsler
Produktion Peter Riethof,
Lazar Wechsler
Musik Robert Blum
Kamera Emil Berna
Schnitt Hermann Haller
Besetzung

Heidi und Peter des Regisseurs Franz Schnyder ist ein Schweizer Film aus dem Jahr 1955. Der Film basiert frei auf dem Roman Heidi kann brauchen, was es gelernt hat (1881) von Johanna Spyri.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Jahre sind vergangen, seit Heidi und Klara sich getrennt haben. Immer wieder scheiterte Klaras Plan, Heidi zu besuchen. Klara hat inzwischen einen Rückfall erlitten und muss teilweise wieder im Rollstuhl sitzen.

Heidi ist recht fleissig in der Schule, Peter verbringt seine Zeit lieber mit Schlittenfahren als zur Schule zu gehen. Da ersinnt der Alpöhi eine List. Als Nikolaus verkleidet jagt er am 6. Dezember Peter so viel Angst ein, dass dieser sich mehr auf die Schule konzentrieren will. Doch das Lesenlernen will nicht so recht klappen. Heidi hilft ihm dabei, und was der Lehrer nicht geschafft hat, schafft sie: Peter lernt fliessend lesen.

Klara kann doch noch in die Schweiz reisen. Den Brief, in dem sie ihre Ankunft mitteilt, hat Peter verbummelt, sodass Heidi erst im letzten Augenblick von Klaras Ankunft erfährt. Heidi muss sich um ihren Gast kümmern. Da Klara nicht gut gehen kann, kann Heidi Peter nicht mehr auf die Alp begleiten, was Peter verärgert, hat er für Heidi doch extra einen Unterstand gebaut.

Auf der Alp trifft Peter auf Geometer, die die Berge vermessen. Nach einem Gespräch mit den Landvermessern will Peter auch Geometer werden, weil man dann in den Bergen bleiben kann. Die Ausbildung kostet viel Geld, was die arme Familie nicht hat.

Peter wird immer wortkarger gegenüber Heidi und Klara. Er entdeckt den abgestellten Rollstuhl und lässt ihn wutentbrannt den Berg runterrollen, sodass er zerschellt. Er hofft, dass Klara abreisen muss, wenn sie keinen Rollstuhl mehr hat. In der Nacht plagen Peter Albträume wegen seiner Tat. Der Alpöhi kommt schnell dahinter, wer den Rollstuhl weggestossen hat. Er verrät aber nichts, weil Klara durch das Fehlen des Rollstuhls ermutigt wird, wieder mehr auf ihren eigenen Füssen zu stehen.

In einer stürmischen Nacht fürchtet sich Klara schrecklich vor dem Gewitter. Als der Alpöhi ins Dorf muss, weil der Gebirgsbach das Dorf zu überfluten droht, folgt sie ihm voller Panik in die Nacht, noch bevor Heidi sie aufhalten kann. Schliesslich finden Heidi und der Alpöhi Klara im Wald.

Der Gebirgsbach hat das Dorf überflutet. Es kommt zwar niemand zu Tode, aber grosser Sachschaden ist entstanden. Wie selbstverständlich hilft Klara bei den Aufräumarbeiten mit. Damit eine derartige Tragödie in Zukunft nicht mehr passiert, soll der Bach eingedolt werden. Um das benötigte Geld aufzutreiben, wird ein Volksfest veranstaltet. Dort erfährt Herr Sesemann, dass Peter Geometer werden möchte und beschliesst, Peter die Ausbildung zu bezahlen.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es ist die Fortsetzung des Films Heidi von 1952.
  • Theo Lingen spielt die Rolle des Dieners im Hause Sesemann, eine Rolle, die er zu jener Zeit in mehreren Filmen verkörperte.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein vor allem an der Potenz des Regisseurs gemessen erschreckend anspruchsloser Kinder- und Heimatfilm. Was ihn sympathisch macht, sind vor allem die frischen und natürlichen Kinderszenen.“

Lexikon des Internationalen Films

„Inhaltlich und technisch wenig befriedigend und von beängstigender geistiger Armut.“

Evangelischer Filmbeobachter (Kritik Nr. 331/1955)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johanna Spyri: Heidi kann brauchen, was es gelernt hat. Mit Bildern von Hans G. Schellenberger. (Ungekürzte Fassung des Original-Textes von 1881.) Arena, Würzburg 2004, ISBN 3-401-05601-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]