Heinrich Weiss (Unternehmer)

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Heiner Weiss
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
DTM
Erstes Rennen: Hockenheim 1987
Teams (Hersteller)
1987 ?, 1988 AMG (alle Mercedes-Benz)
Statistik
Starts Siege Poles SR
22 (16)
Podestplätze:
Gesamtsiege:
Punkte: 23
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Heinrich „Heiner“ Weiss (* 5. Juni 1942 in Berlin) ist ein deutscher Unternehmer und Manager. Er ist Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender des Industriekonzerns SMS Siemag und war von 1991 bis 1992 Präsident des BDI.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Weiss wurde am 5. Juni 1942 in Berlin geboren und wuchs in Hilchenbach, Kreis Siegen, auf. Er besuchte das Weidenauer Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium[1], studierte Elektrotechnik an der TH München und schloss sein Studium 1968 als Ingenieur ab. Bereits im Alter von 26 Jahren wurde er von seinem Vater an die Spitze einer der Tochterfirmen des Familienunternehmens, die Siemag Transplan GmbH, beordert und sanierte sie erfolgreich. 1971 wurde er Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemag.

Weiss nahm in den 1980er Jahren mehrfach an Langstreckenrennen auf dem Nürburgring teil und startete 21-mal in der DTM. Er besitzt einen Pilotenschein für Düsenflugzeuge und fliegt häufig selbst zu Geschäftsterminen.

Er ist Mitglied des Corps Frisia Braunschweig und des Corps Saxo-Thuringia München.

Weiss ist verheiratet und hat einen Sohn.

Tätigkeit in der Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiss’ Urgroßvater Carl Eberhard Weiss gründete 1871 einen Schmiedebetrieb in Siegen. In den folgenden Jahren entwickelte sich hieraus eine Unternehmensgruppe, die den Namen Siemag (Siegener Maschinenbau AG) trug. Ab 1942 wurde sie von Weiss’ Vater Bernhard Weiss geführt, der in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen verurteilt wurde. Nach dem Tod seines Vaters 1973 und der Fusion der Schloemann AG mit der Siemag rückte Heinrich Weiss 1974 als Vorstandsvorsitzender an die Spitze der SMS group.

Er wandte seine Aufmerksamkeit China zu, das er auch heute noch bereist. Ende der 90er Jahre fusionierte sein Unternehmen mit der Mannesmann Demag Metallurgie zu SMS Demag und ist heute als SMS Siemag der größte Firmenverbund im Hütten- und Anlagenbau der Welt.[2]

Posten und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982 wurde Heinrich Weiss Vorsitzender des Arbeitskreises China der Deutschen Wirtschaft. Am 1. Januar 1991 wurde er Nachfolger von Tyll Necker als Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), trat jedoch nach Querelen im Vorstand im August 1992 zurück. [3] Anschließend übernahm er den Vorsitz des Außenwirtschaftsbeirats beim Bundesminister für Wirtschaft. Außerdem gehörte er dem Vorstand des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft an. Weiss ist Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

2001 wurde ihm die Ehrendoktorwürde durch die RWTH Aachen verliehen. Im Juni 2013 erhielt er den russischen Orden der Ehre.[4]

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiss war Mitglied der CDU und von 1983 bis 1988 Bundesvorsitzender des CDU-Wirtschaftsrates. Später trat er aus der CDU wegen Zweifeln an der wirtschaftlichen Kompetenz der Partei aus.[5] 2014 bezeichnete er die Alternative für Deutschland (AfD) als „wirtschafts- und finanzpolitisch die einzig wahre Oppositionspartei“.[6] Er sei kein Mitglied der AfD, unterstütze die Partei jedoch ideell und finanziell.[5] Im November 2015 distanzierte er sich von der AfD.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zum Jubiläum kommen die alten Fürsten auf www.derwesten.de vom 6. April 2014, abgerufen am 3. Juni 2014
  2. Konzern-Schmied aus dem Siegerland, Porträt Heinrich Weiss' zum 65.Geburtstag, Welt online, 26.Mai 2007
  3. Peinliche Vorstellung. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1992, S. 135 (online).
  4. Webseite Edelstahl aktuell vom 3. Mai 2013
  5. a b Joachim Jahn, Julia Löhr, Werner Sturbeck: Erste Unternehmer nähern sich der AfD. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. Oktober 2014, abgerufen am 4. Februar 2015.
  6. Heinrich Weiss im Interview: Die AfD ist die einzig wahre Oppositionspartei. In: RP Online. 9. Oktober 2014, abgerufen am 4. Februar 2015.
  7. "Ich setze meine Hoffnung wieder auf die FDP" rp-online.de, 4. November 2015