Helmscheid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Helmscheid
Stadt Korbach
Koordinaten: 51° 19′ 24″ N, 8° 52′ 20″ O
Höhe: 413 m ü. NHN
Fläche: 5,53 km²[1]
Einwohner: 158 (30. Jun. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Postleitzahl: 34497
Vorwahl: 05631
Romanische Kapelle in Helmscheid
Romanische Kapelle in Helmscheid

Helmscheid ist der nördlichste Stadtteil der Kreisstadt Korbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmscheid liegt im nördlichsten Zipfel der Kreisstadt Korbach, auf einem Südosthang der Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirges in 405 bis 440 m Höhe zwischen den drei Stauseen des Waldecker Landes (Edersee, Twistesee und Diemelsee). Räumlich grenzt Helmscheid auch an die Gemeinden Twistetal und Diemelsee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 838 erstmals als Helmonscede urkundlich erwähnt.

Zum Ort gehört auch das Gut Dingeringhausen, das schon 1036 erwähnt wurde.

Am 1. Juli 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Helmscheid im Rahmen der Gebietsreform in Hessen in die Kreisstadt Korbach eingegliedert.[3] Die Gemeinde Helmscheid hatte eine Fläche von 5,53 km².[4]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Helmscheid unterstand im Überblick:[1][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:[1]

  • 1541: 8 Häuser
  • 1770: 14 Häuser, 93 Einwohner
Helmscheid: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr  Einwohner
1834
  
143
1840
  
163
1846
  
176
1852
  
163
1858
  
137
1864
  
141
1871
  
147
1875
  
135
1885
  
160
1895
  
160
1905
  
199
1910
  
179
1925
  
202
1939
  
193
1946
  
328
1950
  
337
1956
  
292
1961
  
227
1967
  
209
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ländliche geprägte und gepflegte Dorf hat kaum Durchgangsverkehr und ist von Bachtälern und Wäldern umgeben. Die kleine romanische Kapelle in der Dorfmitte ist im 12. Jahrhundert erbaut.

Den Ortskern zieren mehrere alte Fachwerkhäuser mit niedersächsischem Charakter. Das älteste Haus (Saure) wurde vor ca. 400 Jahren gebaut. Dessen vorgekargten Querbalken zieren zahlreiche Schnitzereien und Inschriften.

Dorfmittelpunkt sind der Spielplatz, die Kirche und das Dorfgemeinschaftshaus (die ehemalige Schule), ein Natursteingebäude mit hellgelbem Anbau. Dort spielt sich das kulturelle Leben ab. Das Dorfgemeinschaftshaus ist Treffpunkt vieler Vereine.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmscheid ist eher landwirtschaftlich geprägt und liegt verkehrsgünstig in ca. 8 km Entfernung zur Kreisstadt Korbach. Dort sind zahlreiche Arbeitsplätze. Korbach bietet gute Einkaufsmöglichkeiten und sichert die medizinische Grundversorgung. Zusätzlich kommen wöchentlich ein rollender Lebensmittelwagen, ein rollender Getränkehandel und zweimal wöchentlich ein Bäckerwagen. Es besteht eine gute ÖPNV- und AST-Taxi Anbindung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Helmscheid, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 4. April 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. „Daten & Fakten“ im Internetauftritt der Stadt Korbach, abgerufen im Februar 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  4. Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland mit Übersichten über die Verwaltungsgliederung und Angaben über die Zugehörigkeit der Gemeinden zu Ortsklassen, Postleitgebieten und einigen wichtigen Verwaltungseinheiten. Ausgabe 1957, S. 275
  5. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]