Goldhausen (Korbach)

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Goldhausen
Kreisstadt Korbach
Koordinaten: 51° 14′ 51″ N, 8° 49′ 4″ O
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 4,67 km²[1]
Einwohner: 295 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Postleitzahl: 34497
Vorwahl: 05631

Goldhausen ist ein Stadtteil von Korbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldhausen liegt Nordwestteil von Nordhessen im äußeren Südosten des Naturparks Diemelsee. Es befindet sich etwa 4,3 km (Luftlinie) südwestlich der Innenstadt von Korbach auf dem West- bis Südwesthang des 562 m hohen Eisenbergs. Nachbarorte sind Lengefeld im Nordnordosten, Nordenbeck und Ober-Ense im Südosten sowie Eppe im Südwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1248 wird das auf dem und im Eisenberg liegende Goldbergwerk durch Bischof Albertus von Regensburg erstmals erwähnt.[3] In dem etwa fast 500 Jahren dauernden Bergbau, bis etwa 1617, entstanden unter anderem ein 900 m langer, bis 12 m breiter und bis 9 m tiefer Tagebau. Nachweislich wurden mehr als 48 Stollen und 45 Schächte in den Berg getrieben. Anfang des 15. Jahrhunderts entstand eine Bergmannssiedlung, die 1541 erstmals urkundlich als "Goldhusen" erwähnt wird.

Am 1. Juli 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Goldhausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Kreisstadt Korbach eingegliedert.[4][5]

Burg Eisenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1345 wird erstmals die Burg Eisenberg urkundlich erwähnt. In den Besitz der Waldecker Grafen fällt sie 1421. 1520 beginnt Graf Philipp III. mit dem Ausbau zu einem Schloss. 1586 wird die Erbauung einer Schlosskapelle genannt.

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Goldhausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1620: 8 Häuser
• 1650: 5 Häuser
• 1738: 16 Häuser
• 1770: 16 Häuser, 185 Einwohner
Goldhausen: Einwohnerzahlen von 1770 bis 2015
Jahr  Einwohner
1770
  
185
1834
  
157
1840
  
174
1846
  
176
1852
  
164
1858
  
155
1864
  
167
1871
  
161
1875
  
145
1885
  
171
1895
  
190
1905
  
167
1910
  
158
1925
  
172
1939
  
166
1946
  
252
1950
  
258
1956
  
235
1961
  
227
1967
  
239
1971
  
294
1980
  
313
1990
  
303
1995
  
298
2000
  
319
2005
  
310
2010
  
293
2015
  
303
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1][7]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1895: 190 evangelische (= 100,00 %), kein katholischer Einwohner
• 1961: 219 evangelische (= 96,48 %), 5 katholische (= 2,20 %) Einwohner

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Goldhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Daten & Fakte. In: Internetauftritt. Stadt Korbach, archiviert vom Original; abgerufen im Juni 2018.
  3. Geschichtliche Daten, auf goldhausen.de
  4. Eingliederung der Gemeinden Alleringhausen, Eppe, Goldhausen, Helmscheid, Hillershausen, Lengefeld, Meineringhausen, Nieder-Schleidern, Rhena und Strothe in die Stadt Korbach, Landkreis Waldeck vom 19. Juni 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 27, S. 1366, Punkt 1326 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,0 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Bevölkerungsentwicklung. In: Haushaltsplan 2018. Stadt Korbach, S. Vorbericht VIII, archiviert vom Original; abgerufen am 2. Juni 2018.
  8. Goldbergbau am Eisenberg, abgerufen am 22. Februar 2016, auf goldspur-eisenberg.de