Ober-Ense (Korbach)

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Ober-Ense
Stadt Korbach
Koordinaten: 51° 14′ 6″ N, 8° 50′ 23″ O
Höhe: 358 m ü. NHN
Fläche: 3,17 km²[1]
Einwohner: 192 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 34497
Vorwahl: 05631

Ober-Ense ist einer der kleinsten Stadtteile der Kreisstadt Korbach des nordhessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt als ländlicher Erholungsort am Rande des Naturparks Diemelsee, zwischen den drei Talsperren (Diemel-, Eder- und Twistesee).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober-Ense wurde 1010 als „Aenesi“ in den Güterverzeichnissen des Klosters Corvey erstmals urkundlich erwähnt. 1306 erfolgte eine weitere Erwähnung als Vorwerk von Korbach.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1970 Ober-Ense zusammen mit Nordenbeck und Nieder-Ense in die Stadt Korbach eingemeindet.[3] Die Gemeinde Ober-Ense hatte eine Gemarkungsfläche von 3,17 km².[4]

Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am südlichen Ortsrand befinden sich die Reste einer vor 1350 erbauten Burg, von der nur Teile der Mauer und zwei Ecktürme erhalten sind. Erbauer waren die Herren von Engern. Die Herren von Padberg verpfändeten die Burg 1410 an den Erzbischof Friedrich von Köln. Im Jahr 1471 erwarb der Edelherr Philipp von Grafschaft die Burg.[5] Die Grafen von Waldeck duldeten keinen Besitz Kölns in ihrem Territorium und gelangten 1454, nach zahlreichen Fehden, in den Besitz der Burg.

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Ober-Ense lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1620: 19 Häuser
• 1650: 12 Häuser
• 1738: 20 Häuse
• 1770: 23 Häuser, 156 Einwohner
Ober-Ense: Einwohnerzahlen von 1770 bis 2015
Jahr  Einwohner
1770
  
156
1834
  
183
1840
  
199
1846
  
222
1852
  
201
1858
  
167
1864
  
167
1871
  
183
1875
  
171
1885
  
159
1895
  
158
1905
  
162
1910
  
169
1925
  
173
1939
  
173
1946
  
258
1950
  
218
1956
  
225
1961
  
229
1967
  
198
1971
  
220
1980
  
211
1990
  
221
1995
  
233
2000
  
230
2005
  
217
2010
  
214
2015
  
191
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1][7]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 158 evangelische (= 100,00 %), kein katholischer Einwohner
• 1961: 217 evangelische (= 94,76 %), 12 katholisch (= 5,24 %) Einwohner

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Ober-Ense, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Daten & Fakte. In: Internetauftritt. Stadt Korbach, archiviert vom Original; abgerufen im Juni 2018.
  3. Der Hessische Minister des Innern: Eingliederung der Gemeinden Nordenbeck, Nieder-Ense und Ober-Ense in die Stadt Korbach im Landkreis Waldeck vom 5. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 110, Punkt 115 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland mit Übersichten über die Verwaltungsgliederung und Angaben über die Zugehörigkeit der Gemeinden zu Ortsklassen, Postleitgebieten und einigen wichtigen Verwaltungseinheiten. Ausgabe 1957, S. 275
  5. Johann Suibert Seibertz: Geschichte der Edelherren von Grafschaft zu Norderna und ihrer Beistzungen in den Vogteien Grafschaft und Brunscapell. In: Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (Hrsg.): Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde. 12. Band / Neuer Folge 2. Band. F. Regensberg, Münster 1851, S. 262 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Bevölkerungsentwicklung. In: Haushaltsplan 2018. Stadt Korbach, S. Vorbericht VIII, archiviert vom Original; abgerufen am 2. Juni 2018.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]