Horst Pinnow

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Horst Pinnow (* 1936 in Landsberg an der Warthe) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pinnow hatte seit den 60er Jahren Theater gespielt, anfänglich vor allem in Remscheid aber auch schon früh in Berlin (Tribüne).

Sein Leinwand-Debüt gab er in dem 1971 erschienen Spielfilm Rosy und der Herr aus Bonn mit Horst Tappert in der Hauptrolle unter Regie von Rolf Thiele. Daraufhin war er in den 1970er Jahren in Filmen wie Liebe Mutter, mir geht es gut, Lohn und Liebe, Der aufrechte Gang oder Die Faust in der Tasche zu sehen.

Horst Pinnow war auch in einigen Hauptrollen zu sehen, z. B. als Herr Buseberg in Molle mit Korn, Herr Köster in Wartesaal zum kleinen Glück oder Alwin Barthold in Die Wicherts von nebenan. Des Öfteren spielte er in Tatort-Folgen oder zweimal auch in Der Hausgeist. Außerdem mimte er diverse Rollen in Filmen wie Willi und die Kameraden, Meister Timpe, Kreuzberger Liebesnächte, Die kluge Witwe, Die Perle der Karibik oder Single liebt Single. Weiterhin war er des Öfteren in Episodenrollen von TV-Serien zu sehen, wie z. B. Lokaltermin, Ein Fall für Stein, Die Stadtpiraten, Ein Heim für Tiere oder Unser Charly.

Pinnow trat 1978 in der Sketchshow Nonstop Nonsens als Gangster auf und spielte in der Fernsehkomödie Mein Gott, Willi mit Dieter Hallervorden aus dem Jahr 1980, durch die er einen gewissen Bekanntheitsgrad in Deutschland erlangte.

In der Sesamstraße spielte er in den 70er und 80er Jahren die Rolle des Detektivs Humphrey Gocart Junior zusammen mit Tobias Meister als seinem Assistenten „Ludwig Lupe“ (Regie: Christoph Busse). Als Buchstabendetektive versuchten beide, „entlaufene“ Buchstaben aufzuspüren und sie in teilweise hektischem Laufschritt einzufangen. Dabei wurden die Buchstaben dargestellt durch in reale Außenaufnahmen eingeschnittene Zeichentrickanimationen. Der Spruch Was macht den Detektiv bekannt? Immer die Nase im Wind und die Ohren im Sand! wurde damals in Deutschland zum geflügelten Wort. Bei den Buchstabendetektiven handelte es sich um kurze, für Deutschland produzierte Zwischenfilme, die öfter in Folgen zu sehen waren.

1985 mimte er den von Sorgen und Cholerik geplagten Vater des jungen Musikers Richard Schrader im Musikfilm Richy Guitar. Des Weiteren trat er in einigen Folgen der Serie Wolffs Revier als Unsympath auf. Als Synchronsprecher war er zum Beispiel für Akira Hamada in der Serie Die Rebellen vom Liang Shan-Po zu hören oder für James Best in Das Jahr ohne Vater. Er verkörperte verschiedene Rollen in den Hörspielserien Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg.

Horst Pinnow gilt als waschechter Berliner Bühnen- und Filmschauspieler.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]