Hubert Spierling

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Hubert Spierling (* 6. Juli 1925 in Bösperde; † 28. April 2018 in Krefeld-Kliedbruch[1]) war ein deutscher Glasmaler und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Glasmalerei in Deutschland nach 1945.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hubert Spierling studierte in Hamburg, Dortmund, Düsseldorf und Krefeld, und seit 1954 ist er in Krefeld als freischaffender Künstler tätig. Er arbeitete mit bedeutenden Kirchenbaumeistern wie Hans Schilling, Rudolf Schwarz, Hans Schwippert und Emil Steffann zusammen.

Immer auch als Maler tätig, schuf Spierling abstrakte und figürliche Fenster. Er begann mit figürlichen Heiligendarstellungen, z. B. bei St. Agnes in Hamm im Jahr 1953/54. Moderne Fenster im Chorschluss stellen Christus als Erlöser zwischen Maria und Johannes dar, umgeben von den zwölf Aposteln in den rechts und links befindlichen Fenstern. Seine erste eigenständig ausgeführte Auftragsarbeit ist das 1949 geschaffene Rundfenster über dem Hauptportal der katholischen Kirche St. Elisabeth in Kirchhundem - Benolpe.[2]

Spierling wird nach und nach abstrakter, wie es sich an der 1957 geschaffenen Apokalypse in St. Liebfrauen in Dortmund sehen lässt.

1959/60 schuf Hubert Spierling für die vom Architekten Heinz Dohmen entworfene erste transportable Kirche Deutschlands, St. Hubertus in Krefeld, ein 24 m langes umlaufendes und bis zu 2,20 m hohes Glasband aus weißen, grauen und blauen Scheiben.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chor von St. Marien in Lünen

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1977: Kunstpreis der Stadt Menden
  • 1985: Ehrenplakette der Stadt Krefeld
  • 1993: Johan Thorn-Prikker-Plakette der Stadt Krefeld.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hubert Spierling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Trauer um den Meister des Lichts. In: Rheinische Post, 5. Mai 2018. Abgerufen am 5. Mai 2018.
  2. Lebendige Steine-Lebendige Gemeinde. 100 Jahre St. Elisabeth Benolpe. 1912 - 2012. Kirche und Ortsgeschehen im Wandel der Zeit. O.O.u.J. (Benolpe 2012), S. 88–89.