Isopropylamin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Isopropylamin
Allgemeines
Name Isopropylamin
Andere Namen
  • Propan-2-amin
  • 2-Propanamin
  • 2-Aminopropan
  • 1-Methylethylamin
  • 2-Propylamin
Summenformel C3H9N
CAS-Nummer 75-31-0
PubChem 6363
Kurzbeschreibung

farblose, ammoniakartig riechende Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 59,11 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,69 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−101 °C[2]

Siedepunkt

32 °C[2]

Dampfdruck

63,3 kPa (20 °C)[2]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,3746[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[2]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 224​‐​301+311+331​‐​314
P: 210​‐​261​‐​280​‐​303​‐​361​‐​353​‐​305​‐​351​‐​338​‐​370​‐​378 [4]
MAK

DFG/Schweiz: 5 ml·m−3 bzw. 12 mg·m−3[2][5]

Toxikologische Daten

820 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−112,3 kJ/mol[6]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Isopropylamin ist eine leichtflüchtige, farblose Flüssigkeit und gehört zur Substanzklasse der primären Amine.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isopropylamin wird industriell durch Aminierung von Isopropylalkohol am Metallkatalysator bei 300–500 °C hergestellt:[1]

Reactiontoisopropylamine.svg

Handhabung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isopropylamin sollte nur in geschlossenen Systemen, wie z. B. Drucktanks, gehandhabt werden. Aufgrund des hohen Dampfdrucks und der niedrigen Siedetemperatur sind vor allem Brand- und Explosionsschutzvorschriften zu beachten. Auf gute Be- und Entlüftung des Arbeitsplatzes achten.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isopropylamin wird bei der Synthese von vielen Herbiziden wie Anilofos, Desmetryn oder Propazin/Prometryn eingesetzt. Einige saure Wirkstoffe wie Glyphosat und Imazapyr werden mit Isopropylamin zu einem Salz umgesetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu Propylamine. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 5. Mai 2014.
  2. a b c d e f g Eintrag zu Isopropylamin in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017 (JavaScript erforderlich).
  3. Eintrag zu Isopropylamine im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Datenblatt Isopropylamine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 6. November 2016 (PDF).
  5. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.
  6. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-25.