Ituri (Provinz)

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Ituri
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Über dieses Bild
Land Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo
Provinzhauptstadt Bunia
Nationalsprache Kiswahili
Fläche 65.658 km²
Einwohnerzahl 3.650.000 (2015)
Bevölkerungsdichte 55,6
ISO 3166-2 CD-IT
Luftansicht der Hauptstadt Bunia

Ituri ist eine Provinz in der Demokratischen Republik Kongo. Die Hauptstadt ist Bunia. Die Einwohnerzahl wird 2015 auf 3,6 Millionen geschätzt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ituri liegt im Nordosten des Landes und grenzt im Nordwesten an Haut-Uele, im Nordosten an den Südsudan, im Osten an Uganda, im Süden an Nord-Kivu und im Westen an Tshopo. In der rohstoffreichen Provinz liegt der Ituri-Regenwald. Der Fluss Aruwimi, an seinem Oberlauf Ituri genannt, entspringt hier.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1966 und 2015 war Ituri ein Distrikt der ehemaligen Provinz Orientale. Diese sollte gemäß der Verfassung von 2005 in vier neue Provinzen aufgeteilt werden. Die Verwaltungsreform wurde allerdings mehrmals verschoben und 2011 abgesagt, schließlich 2015 doch umgesetzt und Ituri damit zur Provinz erhoben.

International wurde Ituri vor allem durch den 1999 ausgebrochenen Ituri-Konflikt zwischen den Ethnien der Hema und Lendu bekannt.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz Ituri ist in folgende Territorien aufgeteilt: Aru, Djugu, Irumu, Mahagi, Mambasa.

Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ituri ist als Gebiet bekannt, in welchem die Pest endemisch ist und wo es regelmäßig zu Erkrankungsfällen kommt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es jährlich rund 1000 Pesttote. Einen größeren Ausbruch gab es zwischen Mitte Mai und dem 13. Juni 2006 in der Region von Santé Linga mit über 100 gemeldeten (und einer unbekannten Zahl nicht gemeldeten) Toten.[2]

Seit 2018 grassiert in Ituri von der Nachbarprovinz Nord-Kivu ausgehend eine Ebolafieber-Epidemie. Mit Stand 12. Juni 2019 gab es im Zuge dieser Epidemie in Ituri 198 dokumentierte Krankheits- und 118 Todesfälle.[3]

Städte und Dörfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kongo (Dem. Rep.): Provinzen & Städte - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 6. April 2018.
  2. WHO: Plague in the Democratic Republic of the Congo
  3. EBOLA RDC - Evolution de la riposte contre l'épidémie d'Ebola dans les provinces du Nord Kivu et de l'Ituri au Mercredi 12 juin 2019. Abgerufen am 13. Juni 2019.