Jennifer Warnes

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Jennifer Jean Warnes (* 3. März 1947 in Seattle, Washington) ist eine US-amerikanische Sängerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen im Orange County (Kalifornien), begann Warnes’ Karriere bereits in ihrer Kindheit. 1967 trat sie in einer Fernsehserie erstmals als Pop-Sängerin auf. Bald danach spielte sie in Los Angeles eine Hauptrolle in dem Musical Hair. Bert Sommer schrieb für sie sein Lied Jennifer, nachdem er sie bei Hair kennengelernt hatte.

Ihre erste Studioaufnahme war ein Duett mit Mason Williams, mit dem sie zu einer anerkannten Größe in der Club-Szene von Los Angeles wurde. Als Solokünstlerin nahm Warnes 1972 ein Album für Parrot Records und Reprise Records auf, das sich schlecht verkaufte. 1975 wechselte sie die Plattenfirma und unterschrieb bei Arista Records. Bei ihrem neuen Label hatte sie 1977 mit Right Time of the Night einen Top-10-Hit und 1979 einen weiteren Top-20-Erfolg mit I Know A Heartache When I See One, der auch die Top 10 der Country-Charts erreichte.[1]

Während der 1980er Jahre wurde sie als Sängerin allmählich bekannter. Das von ihr gesungene Lied It Goes Like It Goes, Teil des Soundtracks zum Film Norma Rae, gewann 1980 einen Oscar in der Kategorie Best Original Song. Die Auszeichnung ging allerdings an die Komponisten David Shire und Norman Gimbel.[2] Danach sang Warnes den von Randy Newman komponierten Titel One More Hour, ehe sie 1982/83 mit Up Where We Belong, einem Duett mit Joe Cocker für den Film Ein Offizier und Gentleman, endgültig ihren Durchbruch hatte. Es folgten Filmsongs wie Nights are Forever und All The Right Moves, die sie zusammen mit Chris Thompson, dem ehemaligen Sänger von Manfred Mann’s Earth Band aufnahm.

Eine weitere Nummer 1 hatte sie mit Bill Medley und dem Dirty-Dancing-Titel (I’ve Had) The Time of My Life 1987. Sie arbeitete für andere Alben mit einer Vielzahl internationaler Künstler zusammen, z. B. mit Leonard Cohen, Richard Thompson, Van Dyke Parks, Donald Fagen, Jackson Browne, John Prine, Tanita Tikaram, Harry Belafonte und Stephen Burton. Ebenfalls 1987 brachte sie die Hit-Single First We Take Manhattan heraus, ein von Leonard Cohen geschriebenes Lied, das dieser kurze Zeit später für sein eigenes Album I’m Your Man ebenfalls aufnahm.

Zusammenarbeit mit Leonard Cohen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem kanadischen Komponisten und Poeten Leonard Cohen verband Jennifer Warnes eine enge Freundschaft. Die beiden lernten sich 1970 kennen und gingen 1972 und 1979 zusammen auf Tour. Jennifer Warnes hat an sechs von Cohens Alben mitgearbeitet. 1986 nahm sie ein ganzes Album mit Cohen-Stücken auf: Famous Blue Raincoat – The Songs of Leonard Cohen. Dieses Album gilt als Meisterstück ihrer Karriere, es erreichte dreifachen Platin-Status in Kanada. Famous Blue Raincoat enthält auch ein Duett von Cohen und Warnes: Joan of Arc, ein Zwiegespräch zwischen Jeanne d’Arc und dem Feuer des Scheiterhaufens, auf dem sie verbrannt wird. Leonard Cohen äußerte sich über Warnes folgendermaßen: “If you want to hear what a woman is thinking, if you want to hear what a woman sounds like today, listen to Jennifer Warnes.” (deutsch: „Wenn du hören willst, was eine Frau denkt, wenn du hören willst, wie sich eine Frau heute anhört, hör dir Jennifer Warnes an.“)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1977 Jennifer Warnes US43
(18 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 1977
1979 Shot Through the Heart US94
(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1979
1987 Famous Blue Raincoat DE33
(15 Wo.)DE
CH18
(8 Wo.)CH
UK33
Silber
Silber

(12 Wo.)UK
US72
(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: März 1987

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Veröffentlichungen

  • 1968: I Can Remember Everything
  • 1969: See Me, Feel Me, Touch Me, Heal Me
  • 1972: Jennifer
  • 1982: Best Of
  • 1992: The Hunter
  • 2000: First We Take Manhattan – Best 1979–1992
  • 2000: Best
  • 2001: The Well
  • 2004: Love Lifts Us Up – A Collection: 1968-1983
  • 2018: Another Time, Another Place

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1977 Right Time of the Night
Jennifer Warnes
US6
(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Januar 1977
I’m Dreaming
Jennifer Warnes
US50
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juli 1977
1979 I Know a Heartache When I See One
Shot Through the Heart
US19
(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1979
Don’t Make Me Over
Shot Through the Heart
US67
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Dezember 1979
1980 When the Feeling Comes Around
Shot Through the Heart
DE73
(3 Wo.)DE
US45
(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: März 1980
in DE erst 1988 in den Charts
1981 Could It Be Love
The Best of
US47
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: November 1981
1987 First We Take Manhattan
Famous Blue Raincoat
UK74
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juni 1987
1992 Rock You Gently
The Hunter
DE65
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: Juli 1992

Als Gastmusikerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1982 Up Where We Belong
Ein Offizier und Gentleman (O.S.T.)
DE6
(21 Wo.)DE
AT14
(4 Wo.)AT
CH7
(5 Wo.)CH
UK7
Silber
Silber

(14 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juli 1982
mit Joe Cocker
1983 All the Right Moves
Der richtige Dreh (O.S.T.)
US85
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1983
mit Chris Thompson
1987 (I’ve Had) The Time of My Life
Dirty Dancing (O.S.T.)
DE5
(21 Wo.)DE
AT3
(14 Wo.)AT
CH5
(15 Wo.)CH
UK6
Gold
Gold

(25 Wo.)UK
US1
Gold
Gold

(21 Wo.)US
Erstveröffentlichung: September 1987
mit Bill Medley
1988 Skin to Skin
Paradise in Gazankulu
DE73
(1 Wo.)DE
AT13
(12 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: Dezember 1988
mit Harry Belafonte

Weitere Singles

  • 1982: Come To Me
  • 1983: Nights Are Forever
  • 1985: As Long As We've Got Each Other (mit B. J. Thomas)
  • 1987: Simply Meant To Be (mit Gary Morris)
  • 1992: True Emotion
  • 1993: The Whole Of The Moon

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 1983: für die Single Up Where We Belong
    • 1988: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life

3× Platin-Schallplatte

  • KanadaKanada Kanada
    • 1995: für das Album Famous Blue Raincoat

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Kanada (MC) Kanada (MC) 0! S Gold record icon.svg 2× Gold2 Platinum record icon.svg 3× Platin3 400.000 musiccanada.com
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg Platin1 1.500.000 riaa.com
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) Silver record icon.svg 2× Silber2 Gold record icon.svg Gold1 0! P 660.000 bpi.co.uk
Insgesamt Silver record icon.svg 2× Silber2 Gold record icon.svg 4× Gold4 Platinum record icon.svg 4× Platin4

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.musicvf.com/Jennifer+Warnes.art
  2. https://www.imdb.com/title/tt0079638/awards?ref_=tt_awd
  3. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]