Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium Hof

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Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium Hof
Reinhart-Gymnasium.jpg
Schulform Gymnasium mit zwei Zweigen:
naturwissenschaftlich-technologisch und
sprachlich
Gründung 1838 (als Privatschule für Mädchen)
Adresse

Max-Reger-Straße 71

Ort Hof
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 18′ 26″ N, 11° 53′ 52″ OKoordinaten: 50° 18′ 26″ N, 11° 53′ 52″ O
Träger Stadt Hof
Schüler 605 (Stand 2017)
Lehrkräfte 69 (Stand 2017)
Leitung Michael Wagner
Website www.jcrg-hof.de

Das Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium (JCRG) – kurz Reinhart-Gymnasium – ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium in Hof. Das Sprachenangebot umfasst die Fächer Englisch, Französisch, Latein und Spanisch. Das JCRG ist Umweltschule und Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Die Schule steht am westlichen Stadtrand im Schulzentrum unterhalb des Bismarckturmes im Münsterviertel. Namenspatron ist Johann Christian Reinhart – ein Maler und Zeichner des 18./19. Jahrhunderts, der in Hof geboren wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der königliche Studiendirektor Dr. Lechner stellte 1837 den Antrag auf Gründung einer Privatunterrichtsanstalt für höhere weibliche Bildung in Hof. Im darauffolgenden Jahr 1838 wurde dem Antrag entsprochen und der Schulbetrieb für Mädchen aufgenommen. Das erste Schulgebäude lag in der Theaterstraße.

Schulhaus am Longoliusplatz

Im Jahr 1901 bezog die Schule das neu erbaute Schulhaus am Longoliusplatz. 1911 erfolgte die staatliche Anerkennung im Sinne der neuen Schulordnung als Städtische höhere Mädchenschule. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule als Städtische Oberrealschule für Mädchen wiedereröffnet. Als Schwerpunkte der Schule wurden der sprachliche Zweig (ursprünglich: neusprachlicher Zweig) und der naturwissenschaftlich-technologische Zweig (ursprünglich: mathematisch-naturwissenschaftlicher Zweig) eingerichtet.

1973 erhielt die Schule den Namen Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium. Zwei Jahre später, 1975, erfolgte der Umzug in die neu erbauten Gebäude im Schulzentrum unterhalb des Bismarckturms. Seitdem besuchen auch Jungen das Gymnasium.

Direktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1837–1850: Stephan Lechner
  • 1850–1859: Johann Scheuerlein
  • 1859–1867: Gottfried Macher
  • 1868–1869: Heinrich Tinsch
  • 1869–1875: Gottfried Friedlein
  • 1875–1879: Georg Fr. Th. Mahr
  • 1879–1895: Ludwig Held
  • 1895–1896: Albert Buchholz
  • 1897–1911: Wilhelm Wißmath
  • 1911–1925: Adolf Korn
  • 1925–1938: Martin Pöhlmann
  • 1939–1945: Hans Haberstroh
  • 1946–1966: Friedrich Heinrich
  • 1966–1972: Walter Rollmann
  • 1972–1973: Frieda Wagner (kommissarisch)
  • 1973–1995: Heinz Zenk
  • 1995–2003: Wolfgang Witt
  • 2003–2009: Axel Herrmann
  • 2009–2015: Reinhard Dreher
  • 2015–0000: Michael Wagner

Gebäude am Bismarckturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bismarckturm oberhalb des Gymnasiums

Das Schulgebäude steht am Rosenbühl unterhalb des Bismarckturms im Westen der Stadt. Zum Schulzentrum gehören neben dem Gymnasium die Johann-Georg-August-Wirth-Realschule, die Max-Reger-Grundschule – eine Zweigschule der Eichendorff-Schule – sowie die Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS).

Das Gymnasium befindet sich zusammen mit der Realschule in einem Stahlbeton-Skelettbau aus den 1970er Jahren. Die tragenden Wände sind als Sichtbetonwände ausgeführt und wurden im Laufe der Jahre von Schülern künstlerisch gestaltet. Nichttragende Wände sind als Gipskartonständerwände ausgeführt. Die Bauweise des Gebäudes spiegelt den Standard der 1970er-Jahre wider. Mittlerweile wurden Sanierungsmaßnahmen am Beton und an der Installation ausgeführt. Die Wände um die Aula wurden 2007 in frischen Farben gestrichen.

Unter einem Bauabschnitt befindet sich ein Schutzraum (Atombunker) für 200 Personen.

Die Aula im Kern des Gebäudes wird für Konzerte, Theateraufführungen und Vorträge sowie bei Abiturscherzen genutzt.

Neben den fachspezifischen Lehrräumen für Biologie, Chemie, Physik, Musik und Kunsterziehung gibt es ein großes Sportzentrum, das auch von den anderen Schulen der Stadt Hof genutzt wird. Das Sportzentrum enthält eine Dreifachturnhalle, ein Hallenbad mit 25-Meter-Becken, sowie einen Hartplatz. In der Nähe befindet sich auch das Städtische Stadion an der Ossecker Straße mit 400-Meter-Bahn und Rasenplatz.

Schülerzeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Schule erscheint die Schülerzeitung Betonkurier. Der Name nimmt Bezug auf das Hauptbaumaterial des Schulgebäudes.

Bildungsprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Reinhart-Gymnasium bietet zwei Ausbildungsrichtungen an:

  • Das naturwissenschaftlich-technologische Gymnasium setzt den Schwerpunkt auf die Fächer im Bereich Naturwissenschaften und Informatik. Die Schüler lernen zwei Fremdsprachen. Neben Englisch stehen Latein oder Französisch zur Wahl.
  • Im sprachlichen Gymnasium werden drei Fremdsprachen unterrichtet. Neben Englisch sind das Latein und Französisch.

In beiden Ausbildungsrichtungen kann eine der Fremdsprachen ab der 10. Klasse durch die spät beginnende Fremdsprache Spanisch ersetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler des sprachlichen Gymnasiums haben damit die Möglichkeit, insgesamt vier Fremdsprachen während ihrer Schulzeit am Reinhart-Gymnasium zu lernen.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sicht vom Atrium der Bildungsanstalt