Johann Daniel Schöpflin

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Zeitgenössischer Stich
Altersbild, gestochen von Egid Verhelst
Grabdenkmal von Johann Daniel Schöpflin in der Thomaskirche, Straßburg

Johann Daniel Schöpflin (* 6. September 1694 in Sulzburg; † 7. August 1771 in Straßburg) war Professor der Geschichte, Beredsamkeit und Staatsrechtslehre an der Universität Straßburg. Er war ein Universitätslehrer Johann Wolfgang von Goethes.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schöpflin war in Europa ungemein bekannt und hatte einen Wirkungskreis, der weit über Straßburg hinausging. Seine Korrespondenz stellt eine aufschlußreiche Dokumentation des Universitäts- und Wissenschaftsbetriebs, aber auch zu Kultur und Diplomatie im Zeitalter der Aufklärung dar. Seine Kommentare über Zeitgenossen und das Zeitgeschehen sind heute eine wichtige Quelle für das kulturelle Gefüge seiner Zeit. Kontakte unterhielt er auch mit der Gelehrtenakademie des Klosters St. Blasien mit Martin Gerbert und Rustenus Heer.

1760 erhielt er den Auftrag von Karl Friedrich von Baden, dessen Familiengeschichte umfangreich zu erforschen.

Schöpflin gehörte seit 1763 der Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften in Mannheim an und war deren erster Ehrenpräsident.[1] Im Dezember 1740 wurde er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg.[2]

1770 und 1771 war er Universitätslehrer Goethes und intensivierte dessen Interesse für die Geschichte und vor allem die mittelalterliche Dichtung. Auch der kurpfälzische Historiker Andreas Lamey (1726–1802) gehörte zu seinen Schülern.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Acta Academiae Theodoro-Palatinae, Bd. 1, 1766, S. 7.
  2. Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724. Johann Daniel Schöpflin. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 8. November 2015 (russisch).
  3. Franz Xaver von Wegele: Lamey, Andreas. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 17, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 568.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johann Daniel Schöpflin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien