Johannes Suhm

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Johannes Suhm (* 1977 in Offenburg/Baden) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suhm besuchte die Otto-Falckenberg-Schule in München.

Schon während des Studiums entstanden mehrere Hörspiele für den BR, drehte er verschiedene Kurzfilme (Mittwoch, Regie: Tim Trachte). Zuvor zog er 1996 für seinen Zivildienst nach Berlin, wo er zunächst einige Semester Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin studierte. Dort spielte er auch zum ersten Mal an der Studiobühne der FU in einer Inszenierung der Möwe von Anton Tschechow. Im Jahr 2000 begann er sein Schauspielstudium in München, das er mit einer Hauptrolle in Fritz Katers Stück Zeit zu lieben, Zeit zu sterben unter der Regie von Peter Kastenmüller abschloss.

Direkt im Anschluss hatte er seinen ersten Auftritt als Alexander Schmorell im vielbeachteten Kinofilm Sophie Scholl – Die letzten Tage von Marc Rothemund. Im Frühjahr 2004 gewann er den Preis als bester Nachwuchsschauspieler der Sat.1 Talent Class.[1] Zum Neubeginn des Hans Otto Theaters unter Uwe Eric Laufenberg wurde er in das Ensemble nach Potsdam engagiert, wo er in der Eröffnungsinszenierung der Uraufführung Lina von Markus Hille in der Hauptrolle „Savigny“ zu sehen war und als „Napoleon“ in Gisbert Jäkels Aufführung von Tolstois Krieg und Frieden am historischen Schauplatz der Französischen Kirche.[2] Darüber hinaus spielte er an der Seite von Katharina Thalbach in der Inszenierung von Frau Jenny Treibel den Sohn Leopold Treibel. Mit der Rolle des Edmund Tyrone in Eines langen Tages Reise in die Nacht, zusammen mit Angelika Domröse als die morphiumsüchtige Mutter Mary, verließ er das Theater Potsdam wieder.[3]

Es folgten zahlreiche Kino- und Fernsehrollen. 2006 spielte er im Fernsehspiel Ein Ferienhaus auf Ibiza von Marco Serafini seine erste Hauptrolle und war danach immer wieder in Filmen zur deutschen Geschichte zu sehen: Als Thorwald Proll in Der Baader Meinhof Komplex von Uli Edel, als Helmut Kohls Jugendfreund Egon Augustin in Thomas Schadts Filmbiografie über den ehemaligen Kanzler, oder auch in Stefan Krohmers Dutschke. 2010 spielte er den expressionistischen Maler George Grosz in Bernd Fischerauers Dokumentardramen Die Konterrevolution & Die Machtergreifung. Im Frühjahr 2011 stand er zuletzt als der Vorleser Friedrich des Großen, Henri de Catt, für den Fernsehfilm Friedrich – ein deutscher König vor der Kamera.

2019 spielt er eine Hauptrolle in der Verfilmung von Benjamin Blümchen.

Als Theaterschauspieler arbeitete er nach seinem ersten Engagement am Hans Otto Theater Potsdam vermehrt in der freien Szene. Er war wiederholt an der Gessnerallee Zürich zu sehen, dem Ballhaus Ost in Berlin oder dem Hoch X in München.

Mit dem Schweizer Regisseur Tobias Bühlmann verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, so wirkte zuletzt u. a. in dessen Paranoid bei den Züricher Festspielen mit.

Suhm ist auch Regisseur zweier Dokumentarfilme, die er auch selbst produzierte.

Johannes Suhm lebt in Berlin.

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2004 bis 2006 war er Ensemblemitglied am Hans Otto Theater in Potsdam:

Kino und Fernsehen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dritte Actors’ Class von Sat 1, Blickpunkt:Film, 1. April 2004
  2. Mitteilungen zu „Krieg und Frieden“ nach Leo Tolstoi, Französisch reformierte Gemeinde Potsdam, 30. Oktober 2005
  3. Prinz Magazin Berlin (Memento des Originals vom 7. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/berlin.prinz.de 1. September 2009

https://www.welt.de/geschichte/article134991468/Wie-die-deutsche-Sprache-in-Amerika-stirbt.html https://www.tagesspiegel.de/kultur/ballhaus-naunynstrasse-die-markierung-des-menschen/25041608.html