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John Donne

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John Donne (um 1616)

John Donne (* 24. Januar 1572 in London; † 31. März 1631 ebenda)[1] war ein englischer Schriftsteller und der bedeutendste der metaphysischen Dichter. Sein Werk umfasst Liebesgedichte, religiöse Lyrik (namentlich geistliche SonetteHoly Sonnets), Lieder, erotische Elegien, Hochzeitsgedichte (Epithalamion), Versbriefe an Freunde[2] und Unterstützerinnen[3], Epigramme, Übersetzungen aus dem Lateinischen, theologische und religionspolitische Schriften, Predigten und Meditationen.

Donne in der Pose des Melancholikers (Porträt von 1595 in der National Portrait Gallery)

Familie, Jugend, Studium: 1572–1591

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Donne wuchs in einer katholischen Familie auf. Im Rückblick schrieb er 1610, er „stamme von einem Menschenschlag ab, der wegen seines Gehorsams gegenüber dem Römischen Lehramt mehr zu erdulden und zu erleiden hatte als jede andere Familie“.[4]

Durch seine Mutter Elizabeth Heywood war Donne ein Urgroßneffe von Sir Thomas More und Spross einer Familie, deren männliche Angehörige sich durch bemerkenswerte intellektuelle Leistungen, zumeist auf literarischem und juristischem Gebiet, ausgezeichnet hatten.[5] Zwei Brüder seiner Mutter, Ellis und Jasper Heywood, gehörten dem Jesuitenorden an.[6] Sein Großonkel Thomas Heywood, ein Mönch, wurde 1574 hingerichtet, weil er verbotenerweise Messe gefeiert hatte.[7] Sein jüngerer Bruder Henry starb 1593 im Newgate-Gefängnis, nachdem er einen katholischen Priester bei sich in Thavies Inn versteckt hatte und deshalb verhaftet worden war.[8]

Donnes Vater John, ein wohlhabender Londoner Eisenhändler,[9] entstammte „in männlicher Linie einer altehrwürdigen Familie aus Wales“.[10] Er starb 1576; noch im selben Jahr heiratete Donnes Mutter den verwitweten Arzt Dr. John Syminges.[11]

Ab 1584 studierte Donne zunächst in Oxford (am Hertford College, damals noch Hart Hall), ab 1588 in Cambridge.[12] Er legte aber keine Examina ab, weil er dafür den Eid auf die Königin als Oberhaupt der Kirche hätte ablegen müssen.[13] Vermutlich[14] bereiste er zwischen Sommer 1589 und Frühling 1591 Italien und Spanien.

Anfänge als Dichter, Juristenausbildung, Militär- und Staatsdienst: 1591–1601

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In den frühen 1590er-Jahren begann Donne, sich als Dichter einen Namen zu machen. Er verfasste erotische Elegies, zeitkritische Satyres, in denen er den Stil römischer Satiriker mit christlicher Reflexion kombinierte,[15] sowie zahlreiche Songs and Sonnets. Diese Dichtungen erschienen nicht zu seinen Lebzeiten im Druck, sondern zirkulierten in Abschriften.[16] Auch wandte er sich in den 1590er-Jahren vom römischen Katholizismus ab und dem anglikanischen Protestantismus zu. Der genaue Zeitpunkt seiner Konversion lässt sich nicht bestimmen,[17] aber den Wechsel muss er spätestens vollzogen haben, als er 1597/98 in den Staatsdienst eintrat; denn Voraussetzung dafür war, dass er den Supremat von Königin Elisabeth I. über die Kirche anerkannte.[18]

Von 1591 bis 1595 erhielt er eine juristische Ausbildung in Thavies Inn und Lincoln’s Inn.[19] In Lincoln’s Inn bekleidete er 1593 das Amt des Master of the Revels; seine Aufgabe bestand darin, öffentliche Veranstaltungen und Geselligkeiten für jüngere Juristen zu organisieren.[20] Donne besuchte häufig Theateraufführungen[21] und dürfte daher auch Stücke von Christopher Marlowe und William Shakespeare gesehen haben. Eine persönliche Begegnung Donnes mit Shakespeare ist nicht belegt, aber durchaus möglich.[22]

Von 1596 bis 1597 begleitete er den Grafen von Essex auf dessen erfolgreiche Flottenexpedition nach Cádiz und auf der gescheiterten, gemeinsam mit Sir Walter Raleigh unternommenen „Islands Voyage“ zu den Azoren.[23] Literarische Zeugnisse der Teilnahme Donnes an diesen militärischen Unternehmungen sind die an den engen Freund Christopher Brooke gerichteten Versbriefe The Storm und The Calm (Die Windstille).[24] Die erotische Elegie His Picture, in der sich der Sprecher vor Antritt einer gefahrvollen Schiffsreise von seiner Geliebten verabschiedet, ist wahrscheinlich inspiriert von der Erfahrung des Aufbruchs zur Cádiz-Expedition oder zur „Islands Voyage“.[25]

Zurückgekehrt von der „Islands Voyage“, wurde Donne Ende 1597 oder Anfang 1598[26] Sekretär des Lordhüters des Großen Siegels und Lordkanzlers Sir Thomas Egerton.[27] Egerton, der wie Donne vom römischen Katholizismus zum anglikanischen Protestantismus konvertiert war,[28] schätzte seinen neuen Mitarbeiter nicht nur als scharfsinnigen Juristen, der die ihm übertragenen Aufgaben zügig und zuverlässig erledigte, sondern auch als angenehmen und anregenden Gesprächspartner. Deshalb war Donne bei den Mahlzeiten der Familie Egerton als ständiger Gast gern gesehen.[29]

Mit kritischem Blick beobachtete Donne Missstände in der Justiz und am Hof. In seiner Satyre V entrüstet er sich über die finanzielle Ausbeutung von Klägern beim Court of Chancery und anderen Gerichten sowie von Antragstellern bei Verwaltungsbehörden durch überhöhte Gebühren und Honorare.[30] In einem Versbrief an seinen Freund Henry Wotton spricht er offen aus, wie abstoßend er die Atmosphäre höfischer Intrigen findet.[31] Donne bekam aus der Nähe mit, wie der Graf von Essex, vordem ein Freund Egertons, bei Königin Elisabeth I. in Ungnade fiel und nach dem misslungenen Staatsstreich Anfang 1601 hingerichtet wurde.[32] Im Herbst 1601 war Donne für den Wahlkreis Brackley Mitglied des Parlaments, das vom 27. Oktober bis zum 19. Dezember 1601 tagte.[33]

Ehejahre mit Ann More: 1601–1617

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Während seiner Zeit im Dienste Egertons lernte Donne Ann More kennen und lieben. Ann war die Nichte von Egertons zweiter Frau und Tochter des Höflings und Politikers Sir George More, der wie Donne dem Parlament von 1601 angehörte.[34] Da Ann und John wussten, dass Sir George ihrer Verbindung niemals zustimmen würde,[35] heirateten sie heimlich, wahrscheinlich im Dezember 1601.[36]

Für diesen Verstoß gegen das kanonische Recht[37] ließ Sir George Donne kurzzeitig inhaftieren, und er sorgte für Donnes Entlassung aus dem Dienst bei Egerton.[38] Außerdem verweigerte er Donne Anns Mitgift.[39] Durch den Skandal, den die Heirat ausgelöst hatte, waren für Donne vorerst alle Chancen auf eine Karriere im öffentlichen Dienst zunichtegemacht, und er fand sich im Alter von 30 Jahren ohne Aussicht auf eine Anstellung und ohne ausreichende Mittel zur Versorgung seiner Familie wieder.[40] Dieses persönliche Drama wird in einem Epigramm festgehalten, das Donne ohne Angabe überprüfbarer Quellen zugeschrieben wird: „John Donne, Ann Donne, Undone“.[41]

In den folgenden zehn Jahren lebte Donne in demütigender finanzieller Abhängigkeit, zunächst (1602–1606) von der Wohltätigkeit von Anns Cousin Sir Francis Wolley in Pyrford (Grafschaft Surrey).[42] Um 1606 versöhnte sich Sir George More mit seinem Schwiegersohn und bewilligte der wachsenden Familie seiner Tochter Ann einen Unterhalt,[43] der es den Donnes erlaubte, in ein Haus in Mitcham, heute Stadtteil von London, umzuziehen (1606–1612). Viel Zeit verbrachte Donne auch in einer Londoner Stadtwohnung, um die Verbindung zu seinen adeligen Unterstützern zu pflegen und nach einer Anstellung Ausschau zu halten. Wiederholt – und erfolglos – bewarb er sich um ein Amt,[44] unter anderem (1614) um den Posten des englischen Botschafters bei der Republik Venedig.[45][46] Unterdessen wuchs seine Familie. Ann brachte zwölf Kinder zur Welt, von denen fünf starben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichten.[47]

Trotz aller Sorgen und Nöte in den Jahren 1602–1611 studierte und schrieb Donne unermüdlich, verfasste Prosawerke (Biathanatos, 1608; Pseudo-Martyr, 1610; Ignatius His Conclave, 1611), Liebeslyrik (vor allem während der Zeit in Pyrford[48]), geistliche Gedichte (namentlich die zwischen 1607 und 1610 entstandenen Holy Sonnets[49]) sowie Lob- und Trauergedichte für seine Gönner.

In den Jahren 1611–1612 reiste er mit seinem neuen Unterstützer Sir Robert Drury[50] durch Frankreich und die Niederlande und ließ Ann mit den Kindern in Mitcham zurück.[51] Nach ihrer Rückkehr vom europäischen Kontinent stellten die Drurys den Donnes ein Haus auf dem Drury-Anwesen in London zur Verfügung, wo diese von 1612 bis 1621 lebten.[52]

In zwei Anniversaries („Jahrestage“) – An Anatomy of the World („Anatomie der Welt“) von 1611 und Of the Progress of the Soul („Vom Vorankommen der Seele“, 1612) – setzte Donne der 1610 im Alter von 14 Jahren verstorbenen Tochter der Drurys, Elizabeth, ein poetisches Denkmal; die Anniversaries gehören zu den wenigen Gedichten Donnes, die er schon zu Lebzeiten in Druck gab. Die Klage über den Tod eines Mädchens weitet sich aus „zu religiösen Meditationen über den Niedergang und Verfall der Welt und ihrer mikro- und makrokosmischen Ordnungen“.[53] Donne äußert darin seinen Widerwillen gegen die „neue Wissenschaft“ (new philosophy, philosophia nova) von Giordano Bruno, Galileo Galilei und Johannes Kepler, die den Menschen aus dem Zentrum des Universums verbannt und die Unendlichkeit des Weltraums postuliert: „Und neue Wissenschaft ficht alles an“, klagt er in An Anatomy of the World.[54]

Von April bis Juni 1614 gehörte Donne dem „Unfruchtbaren Parlament(Addled Parliament) an.[55] Im Sommer 1614 lehnte König Jakob I. Donnes letzten Versuch ab, eine Stelle am Hof zu erhalten, und ließ erkennen, dass er Donne für geeigneter halte, ein kirchliches Amt zu übernehmen.[56] Zu diesem Zeitpunkt war Donne selbst zu der Überzeugung gelangt, dass er eine religiöse Berufung habe,[57] und so willigte er schließlich ein, sich ordinieren zu lassen. Im Januar 1615 wurde er in der St Paul’s Cathedral zum Diakon und Priester geweiht und kurze Zeit später zum Hofprediger (Royal Chaplain) ernannt; auf Befehl des Königs erhielt er im März 1615 den Doktor der Theologie von Cambridge.[58] Im Oktober 1616 wurde er Dozent für Theologie in Lincoln’s Inn, wo er bis 1622 zugleich als Hausgeistlicher tätig war.[59]

Im August 1617 – zweieinhalb Jahre nach der Ordination, die ihm die langersehnte finanzielle Sicherheit und gesellschaftliche Anerkennung gebracht hatte – starb seine 33-jährige Ehefrau Ann nach der Totgeburt ihres zwölften Kindes.[60] Von Trauer überwältigt, schwor Donne, nie wieder zu heiraten,[61] obwohl ihm nun die Aufgabe zufiel, seine Kinder unter bescheidenen finanziellen Verhältnissen allein großzuziehen. Theologisch und poetisch verarbeitete er den Verlust seiner geliebten Ehefrau unter anderem im geistlichen Sonett Since she whom I loved.[62]

Anglikanischer Geistlicher: 1615–1631

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In seinem Schmerz über Anns Tod wandte er sich nun ganz seiner Berufung als anglikanischer Geistlicher zu. Die theologische und rhetorische Qualität seiner Predigten verschafften ihm sowohl bei Hof als auch in Lincoln’s Inn den Ruf als ausgezeichneter Prediger.[63] Dafür stand er sowohl bei König Jakob I.[64] als auch bei König Karl I. in hoher Gunst. Im Dezember 1617 predigte er vor Königin Anne, im April 1625 vor König Karl I. anlässlich des Todes von König Jakob I.[65] und im Februar 1626 anlässlich der Krönung von Karl I.[66][67] Seine unter dem Titel Death’s Duel berühmt gewordene letzte Predigt am 25. Februar 1631[68] wurde von Donnes Zeitgenossen als „seine eigene Leichenrede“ empfunden.[69]

Von Mai 1619 bis Januar 1620 begleitete er als Delegationsgeistlicher Viscount Doncaster nach Deutschland. Doncaster war von König Jakob I. auf diese Mission geschickt worden mit dem Auftrag, zwischen dem Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz und Erzherzog Ferdinand von Habsburg (ab August 1619 Kaiser Ferdinand II.) im Streit um die böhmische Königswürde und die Kaiserwahl zu vermitteln.[70] Friedrich von der Pfalz war mit Elisabeth Stuart, der einzigen Tochter Jakobs I., verheiratet. Jakob I. wollte auf keinen Fall in den Streit um Böhmen und damit erneut in einen Konflikt mit Spanien hineingezogen werden.[71] Im Juni[72] und im Juli[73] 1619 predigte Donne in Heidelberg vor dem kurfürstlichen Ehepaar, dem er 1613 ein Epithalamion[74] gewidmet hatte.

Am 22. November 1621 wurde Donne auf Wunsch von König Jakob I.[75] zum Dekan (Dean) der St. Paul’s Cathedral gewählt und ernannt.[76] Die damit verbundenen administrativen Pflichten erfüllte er tadellos[77] zusätzlich zu seinen vermehrten Aufgaben als Prediger. Von St. Paul’s aus verbreitete sich Donnes Ruf als Prediger weit über den Kreis von Hof und Lincoln’s Inn hinaus, denn zuvor hatte er nie regelmäßig vor großen und heterogenen Gemeinden predigen müssen, wie sie sonntags und an Feiertagen in der Kathedrale zusammenkamen. In St. Paul’s war sein Publikum ein Querschnitt der Londoner Bevölkerung, und er musste seine Botschaften allgemeinverständlich formulieren.[78]

Zu den religiösen Dichtungen Donnes nach seiner Priesterweihe 1615 gehören die geistlichen Liedtexte A Hymn to God the Father (ca. 1619[79]) und A Hymn to Christ, at the Author’s last going to Germany (1619). Die Hymn to God, my God, in my Sickness entstand im Dezember 1623, als Donne lebensgefährlich erkrankt war und seine Devotions upon emergent occasions zu Papier brachte[80] (Siehe Abschnitt „Donnes theologische und religionspolitische Schriften“.)

1621/22 nahm Donne seine betagte Mutter Elizabeth (geborene Heywood, verwitwete Donne, verwitwete Syminges, verwitwete Rainsford) zu sich in die Deanery (Dekanatsresidenz).[81] Sie war 1630 „in ihren späten Achtzigern“[82] und starb Anfang 1631, rund drei Monate vor ihrem 59-jährigen Sohn John.

Auf seinem Sterbebett ließ Donne eine Zeichnung von sich selbst in seinem Leichentuch anfertigen, wohl als Hilfe zur Meditation über die bevorstehende eigene Verwesung.[83] Am 31. März 1631 starb John Donne. Anhand der Zeichnung, die er von sich hatte anfertigen lassen, schuf Nicholas Stone, einer der bedeutendsten Bildhauer des englischen Barock, eine Marmorstatue von Donne, die den Großen Brand von 1666 überstand und noch heute in der St. Paul’s Cathedral steht.[84]

Donnes erster Biograph, Izaak Walton, stellt fest, der poetische Stil bereits des jungen Donne sei gekennzeichnet durch geistreich gesuchte Metaphern, „in denen Natur und Kunst mit höchstem Geschick zusammenzuwirken scheinen“. Manfred Pfister merkt dazu an, mit dieser knappen Charakteristik komme „Walton schon dem nahe, was die Literaturkritik von John Dryden und Samuel Johnson bis heute mit dem Begriff ‚Metaphysical Poetry‘ meint“.[85] (Siehe auch Abschnitt „John Donne im Urteil anderer Dichter“.)

Sowohl in seiner erotischen als auch in seiner geistlichen Lyrik verwendet Donne gern ausgedehnte Metaphern – so genannte concetti oder conceits, die eine oft verblüffende Parallele zwischen weit auseinander liegenden Situationen oder Objekten herstellen. Das Material dazu bezieht er aus so unterschiedlichen Bereichen wie Alchemie, Astrologie und Astronomie, Konfessionskonflikten, maritimen Entdeckungsreisen, Medizin, Mythologie, Philosophie, Politik und Theologie. Es dient ihm als Mittel, vielfältige, manchmal sogar widersprüchliche Gefühle und Ideen poetisch zu verarbeiten. Doch wo Walton bei Donne das Zusammenwirken von Natur und Kunst preist, sieht Samuel Johnson nur ein kritikwürdiges Verfahren, um „die heterogensten Ideen gewaltsam unter ein gemeinsames Joch [zu] zwingen“.[86]

In Donnes Gedichten dominiert die Stimme eines Sprechers, der sich – oft mit hoher emotionaler Intensität – an ein Du wendet, sei es eine begehrte oder geliebte Frau, sei es Gott, sei es ein Freund oder Gegner. Der Sprecher wirbt, schmeichelt und hadert, er argumentiert, bekräftigt und widerspricht. Robert Ellrodt attestiert ihm eine wache „Ich-Bewusstheit“ – ein Bewusstsein, „das spontan ins Spiel kommt, wann immer ich eine Handlung, einen Gedanken oder eine Empfindung im Moment der Erfahrung selbst als meine[n] wahrnehme… Dann kann ich mich selbst beim Handeln, Empfinden und Denken beobachten.“[87]

Wegen der dominanten Rolle des Sprechers sind Donnes Gedichte „vehementer und schärfer formuliert, als man es von anderen gewohnt ist. Man hat ausgerechnet, dass zehn Gedichtzeilen bei Donne rund zwei Verben mehr enthalten als in der englischen Lyrik üblich – und zwischen sechs und zwölf Junktoren mehr. Es ist ihnen verwehrt, in den indikativischen Modus abzugleiten, wie er für beschreibende oder erzählende Gedichte kennzeichnend ist.“[88]

Die Metrik von Donnes Versen ist nicht glatt und melodiös, sondern oft uneben und rau[89] – angepasst an die Dramatik der Situation, in der sich der Sprecher befindet. Seine Rhythmen „beeindrucken dadurch, dass sie … den Akzentuierungen des Augenblicks … entsprechen. Eine ähnliche Anpassung an situative Erfordernisse prägt seine vielfältigen Strophenformen – insgesamt verwendet er 46 verschiedene Formen, und keine davon mehr als zweimal. Jeder neue Anlauf benötigt eine neue Gestalt.“[90]

Laut Helen Gardner hat Donne „Anspruch auf den Titel unseres größten Liebesdichters“, weil bei ihm „die Bandbreite von Stimmung und Erleben … größer ist als jene in der Dichtung irgendeines anderen Nicht-Dramatikers“ und weil er eher wie ein Dramatiker als wie ein Poet „das Entzücken erfüllten Verlangens und die Glückseligkeit der liebenden Vereinigung thematisiert“.[91]

Donnes Liebeslyrik umfasst im Wesentlichen zwei Gruppen von Dichtungen: die Elegies, erotische Dichtungen nach dem Vorbild der Amores von Ovid, und die Songs and Sonnets. („Sonnet“ ist hier nicht im Sinne der kanonischen Gedichtform zu verstehen, sondern ganz allgemein mit „Gedicht“ zu übersetzen. Es gibt in dieser Sammlung nur ein Sonett, The Token, bei dem allerdings Donnes Autorschaft angezweifelt wird.[92]) Der Titel Songs and Sonnets stammt nicht von Donne selbst, sondern von den Herausgebern der posthumen zweiten Auflage von 1635.[93]

Zu den Elegies angeregt wurde der junge Donne sehr wahrscheinlich durch die Ovid-Übersetzungen Christopher Marlowes,[94] die in den frühen 1580er-Jahren als Manuskript zirkulierten und paarweise gereimte jambische Fünfheber anstelle der elegischen Distichen Ovids verwendeten.[95]

Während die Datierung der Elegies auf die 1590er-Jahre nicht umstritten ist, bleibt offen, wann die einzelnen Songs and Sonnets entstanden sind. Die ersten wurden gewiss in den 1590er-Jahren verfasst, noch vor Donnes Begegnung mit Ann More, die letzten vermutlich um 1605.[96] In den Umkreis der erotischen Elegien gehört auch die Heroide Sapho to Philænis, die John Carey als das „erste lesbische Liebesgedicht englischer Sprache“[97] bezeichnet hat. Aus der Perspektive einer Frau geschrieben sind auch das Tagelied Break of Day[98] und das Gedicht Confined Love.[99]

Charakteristisch für Donnes Liebeslyrik ist insbesondere seine Sakralisierung des Erotischen und die damit verbundene Entwicklung einer aus literaturgeschichtlicher Sicht provozierenden neuen Form der Liebeslyrik, in der insbesondere das körperliche Begehren und die Sexualität als heiliges Mysterium erscheinen. Neuartig ist dabei nicht so sehr seine Verwendung durchaus unkonventioneller religiöser Bilder oder Metaphern in einem erotischen Diskurs, sondern vor allem die Heiligsprechung der Liebe als körperlich-sexuelle Erfahrung in einer Metaphorik und Bildersprache, die ans Blasphemische grenzt.[100]

Geistliche Dichtung

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Donnes geistliche Lyrik umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Gedichte, die zwischen den 1590er- und den 1620er-Jahren entstanden. Die Satyre III argumentiert für religiöse Toleranz, indem sie erklärt, dass in dieser Welt „wahre Religion“ nicht besessen, sondern nur gesucht werden kann.[101] Im Sonett Show me, dear Christ weist er die Vorstellung zurück, eine bestimmte Kirche – sei es jene von Rom (Papst), von Wittenberg (Luther) oder von Genf (Calvin)[102] – könne sich anmaßen, als allein seligmachend zu gelten.[103]

Die aus den Jahren zwischen der Heirat 1601 und der Ordination 1615 stammenden geistlichen Gedichte haben vor allem die Form von Sonetten, so im Zyklus La Corona[104] und in den Holy Sonnets. Hinzu kommen einzelne Dichtungen wie Good Friday, 1613, Riding Westward (Karfreitag 1613, auf dem Ritt nach Westen).[105] Nach Anns Tod 1617 verfasst Donne neben dem Sonett Since she whom I loved einige geistliche Liedtexte (Hymns), in denen er seine eigene Sterblichkeit und Erlösungsbedürftigkeit thematisiert.[106]

In seinen Holy Sonnets zeigt Donne sich tief beunruhigt über die unerbittliche Prädestinations- und Erwählungslehre Johannes Calvins. Seine Polemik gegen den Genfer Reformator lässt erkennen, dass er sich im Sinne der anglikanischen via media (Mittelweg) gleichermaßen vom „papistischen“ wie vom „puritanischen“ Extrem abzugrenzen versucht.[107] „Es sieht fast so aus, als probiere das lyrische Ich der ‚Holy Sonnets‘ verschiedene Konzepte von Gnade durch, um schließlich zu einer theologisch moderaten Position zu gelangen.“[108]

Der „Sakralisierung des Erotischen“ in seiner Liebeslyrik entspricht in Donnes Holy Sonnets die „Erotisierung des Sakralen“. Für das Verlangen nach dem Heiligen verwendet er dort Bilder sexuellen Begehrens, ja sexueller Gewalt. Der monologisierende Werbungs- und Verführungsdiskurs der Liebesgedichte wird auf die Beziehung des Sprechers zu Gott übertragen. Im Sonett Batter my heart, three-personed God steigert Donne das in der mystischen Literatur gebräuchliche Bild der liebenden Vereinigung von Seele und Gott zum Bild der ersehnten Vergewaltigung der Seele durch Gott.[109]

Donnes theologische und religionspolitische Schriften

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Im Werk Pseudo-Martyr (1610 veröffentlicht) formuliert Donne eine umfangreiche rechtshistorisch-staatstheoretische Analyse des Verhältnisses zwischen weltlicher und geistlicher Macht, wie sie durch den englischen König auf der einen und den Papst auf der anderen Seite verkörpert wird. König Jakob I. hatte sich mit eigenen Publikationen in der Debatte über den auch von Katholiken zu leistenden Treueeid auf den König (Oath of Allegiance) zu Wort gemeldet und war in Entgegnungen von Kardinal Robert Bellarmin scharf attackiert worden. Schützenhilfe von originellen Köpfen und brillanten Polemikern war da sehr willkommen. Donne leistete sie mit Pseudo-Martyr.[110][111]

Seine gegen die Jesuiten gerichtete Satire von 1611 Ignatius his Conclave (Das Konklave des Ignatius) war wahrscheinlich das erste englischsprachige Werk, in dem Galileo Galilei erwähnt wurde: Der Höllenfürst Luzifer fürchtet, Ignatius von Loyola könne ihn vom Thron stoßen. Deshalb schickt er ihn auf den Mond, der dank Galileis Fernrohr der Erde näher gerückt ist. Dort sollen die Jesuiten die Lunatic Church (doppelsinnig: Mondkirche oder Wahnsinns-Kirche) und die Roman Church zusammenführen und zugleich eine Mondhölle entstehen lassen.[112][113]

Die Devotions upon emergent occasions (etwa: „Geistliche Betrachtungen angesichts krisenhafter Situationen“) wurden 1624 gedruckt und veröffentlicht. Gewidmet sind sie dem Kronprinzen Charles. Donne hatte diese Reflexionen über Krankheit, Tod und Neugeburt Ende 1623 in einer Art Schaffensrausch notiert, als er sich von einer schweren Krankheit – vermutlich Rückfallfieber – erholte, die ihn fast das Leben gekostet hätte.[114] Die Devotions bestehen aus 23 Abschnitten, von denen jeder eine „Meditation“ enthält, in der Donne seine Gedanken über ein Ereignis oder eine Phase seiner Krankheit formuliert, sodann eine „Expostulation“ (eine theologische Ausdeutung des Meditationsgegenstandes in Form einer Auseinandersetzung mit Gott) und schließlich ein Gebet.[115] Weltliterarische Bedeutung erlangten die Devotions nicht zuletzt durch zwei Wendungen aus der Meditation XVII. (Siehe Abschnitt „Zitat“.)

In seiner Schrift Biathanatos (das griechische Wort βιαθανατος bedeutet „gewaltsamer Tod“) verteidigte Donne den Suizid. Das Werk entstand 1608, in einer Zeit, in der er sich wohl selbst mit Suizidgedanken trug. Da der Inhalt von Biathanatos der kirchlichen Lehre widersprach, hielt Donne das Manuskript unter Verschluss und zeigte es nur seinem Freund Sir Robert Ker;[116] veröffentlicht wurde das Buch erst 1647, sechzehn Jahre nach Donnes Tod.[117]

Zwei Wendungen aus dem Werk Donnes fanden Eingang in die Populärkultur, nämlich das sprichwörtliche „Niemand ist eine Insel“, das Thomas Merton und Johannes Mario Simmel als Buchtitel wählten, und „Wem die Stunde schlägt“ als Titel eines Romans von Ernest Hemingway. Beide stammen aus demselben Absatz in Meditation XVII in Devotions:

No man is an island, entire of itself; every man is a piece of the continent, a part of the main. If a clod be washed away by the sea, Europe is the less, as well as if a promontory were, as well as if a manor of thy friend’s or of thine own were. Any man’s death diminishes me because I am involved in mankind; and therefore never send to know for whom the bell tolls; it tolls for thee.
Niemand ist eine Insel, in sich ganz; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Festlandes. Wenn eine Scholle ins Meer gespült wird, wird Europa weniger, genauso als wenn’s eine Landzunge wäre, oder ein Landgut deines Freundes oder dein eigenes. Jedes Menschen Tod ist mein Verlust, denn ich bin Teil der Menschheit; und darum verlange nie zu wissen, wem die Stunde schlägt; sie schlägt dir selbst.“

Donne-Rezeption im 20. und 21. Jahrhundert

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde John Donne in der durch T. S. Eliot initiierten Diskussion[118] detailliert untersucht und gewürdigt. Eliot hob hervor, dass für Donne – wie überhaupt für die als „metaphysisch“ etikettierten Dichter der Renaissance und des Frühbarock – nicht nur Sinneseindrücke, sondern auch Gedanken poetisch bedeutsame Erfahrungen gewesen seien. Nachfolgende Dichter-Generationen hätten durch die strikte Trennung von Intellekt und Emotion eine „Aufspaltung der Wahrnehmungsfähigkeit“ (dissociation of sensibility) herbeigeführt.

Joseph Brodsky – wie T. S. Eliot Literaturnobelpreisträger – bezeichnete sich selbst als „Schüler“ Donnes und nannte Donne „eine der größten Gestalten der Weltliteratur“.[119] Poetisch verarbeitete Brodsky seine Sicht auf Donne in der „Großen Elegie an John Donne“ von 1963.[120] Zu den Bewunderern Donnes zählten auch Virginia Woolf, Paul Celan und Bob Dylan. (Siehe Abschnitt „John Donne im Urteil anderer Dichter“.) Robert Oppenheimer, der „Vater der Atombombe“, gab dem Test für die 1945 gezündete erste Atombombe die Codebezeichnung „Trinity“ in Anspielung auf Donnes geistliches Sonett Batter my heart, three-personed God.[121]

In seinem Roman „Tyll“ (2017) zitiert Daniel Kehlmann mehrfach aus Donnes Epithalamion auf die Hochzeit von Friedrich von der Pfalz („Fritz“) und Elisabeth Stuart („Liz“) im Jahr 1613. Unter dem Titel „Todesduell“ stand 2025 eine Tournee Ben Beckers im Zeichen von Donnes letzter Predigt.[122]

John Donne im Urteil anderer Dichter

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Ben Jonson (1572–1637) äußerte über Donne, dieser verdiene „den Galgen dafür…, dass er das Metrum nicht einhalte“. Zwar betrachte er Donne, der „all seine besten Stücke geschrieben [habe], bevor er 25 Jahre alt wurde“, als „den führenden Dichter in einigen Dingen“ – und er kenne manche seiner Verse auswendig. Aber Donne werde „untergehen, weil man ihn nicht versteht“.[123]

John Dryden (1631–1700): „Mit Metaphysik staffiert er nicht nur seine Satiren aus, sondern auch seine Liebesgedichte, in denen eigentlich nur die Natur herrschen sollte; und er verwirrt die Gemüter des schönen Geschlechts mit raffinierten philosophischen Spekulationen, obwohl er eigentlich ihre Herzen ansprechen und sie mit den Zärtlichkeiten der Liebe erfreuen sollte.“ – „Würden Donnes Satiren, die so reich an Intellekt sind, nicht gefälliger wirken, hätte er sorgfältiger auf seine Worte und seine Verse geachtet? Aber er folgte Horaz so genau, dass er zwangsläufig mit ihm straucheln musste; und ich kann mit Sicherheit über die heutige Zeit sagen, dass wir zwar nicht so geistreich sein mögen wie Donne, doch gewiss bessere Dichter sind.“[124]

Samuel Johnson (1709–1784): „Beim Durchlesen der Werke dieser Autoren wird der Geist entweder durch Erinnern oder durch Nachdenken angeregt – etwas bereits Gelerntes muss wieder abgerufen oder etwas Neues muss näher betrachtet werden. Ihre Größe weckt zwar selten erhabene Gefühle; doch häufig überraschen ihre Pointen. Zwar wird die Vorstellungskraft nicht immer befriedigt; doch zumindest werden die Fähigkeiten nachzudenken und zu vergleichen aktiviert. Und in der Stoffmasse, die durch erfinderische Absurdität aufgehäuft wurde, stößt man hin und wieder auf echten Esprit und nützliches Wissen – vielleicht begraben unter dem Geröll der Ausdrucksweise, aber nützlich für diejenigen, die ihren Wert erkennen. Werden diese Funde verständlich gemacht und in elegante Form gebracht, können sie Glanz auch solchen Werken verleihen, die zwar schicklicher, aber weniger reichhaltig an Empfindung sind. – Zu dieser Art des Schreibens … ermunterte das Beispiel von Donne, einem Mann von sehr umfangreichem und vielfältigem Wissen, und von Jonson, dessen Stil demjenigen Donnes eher in der Holprigkeit seiner Verse als im Ausdruck seiner Empfindungen ähnelte.“[125]

Samuel Taylor Coleridge (1772–1834): „Um Dryden, Pope etc. zu lesen, braucht man nur Silben zu zählen; doch um Donne zu lesen, muss man Zeit messen – und die Zeit eines jeden Wortes durch das Maß der Leidenschaft ermitteln.“ – „Donnes Gedichte haben allesamt das richtige Metrum … Dabei mag Geschmeidigkeit (d. h. ein Versmaß, das zu korrekter Lektüre zwingt) eher für Lieder geeignet erscheinen; aber in Gedichten, in denen der Autor denkt und vom Leser dasselbe erwartet, muss erst der Sinn verstanden werden, um dann das Metrum herauszufinden.“[126]

Virginia Woolf (1882–1941) anlässlich des 300. Todestages von Donne 1931: „[E]r wird gelesen, er ist hörbar – davon zeugen neue Ausgaben und zahlreiche Artikel, und es lohnt sich vielleicht, die Bedeutung zu analysieren, die seine Stimme für uns hat, wenn sie nach diesem langen Flug über die stürmischen Meere, die uns vom Zeitalter Elisabeths trennen, auf unser Ohr trifft. Aber ihre hervorstechendste, auf uns so anziehend wirkende Eigenschaft liegt nicht in dem, was er uns sagen will – so aufgeladen mit Bedeutung seine Gedichte auch sind –, sondern in etwas viel Einfacherem und Direkterem, nämlich der Explosion, mit der er sofort auf den Punkt kommt. Alle Vorreden, alle Abwägungen sind verschwunden; er springt auf dem kürzesten Weg ins Gedicht. … Aber noch bemerkenswerter ist, dass wir uns nicht nur der Schönheit erinnerter Verse bewusst werden, sondern uns zu einer bestimmten Geisteshaltung genötigt fühlen. Elemente, die vereinzelt im üblichen Strom des Lebens dahintrieben, werden unter der Wucht von Donnes Leidenschaft zu einem einzigen Ganzen. Unsere Welt, die einen Augenblick zuvor noch fröhlich, alltäglich, voller Eigenheit und Vielfalt war, ist verschwunden. Wir befinden uns jetzt in Donnes Welt. Von allen anderen Sichtweisen sind wir scharf abgeschnitten. – In dieser Fähigkeit, den Leser unvermittelt zu überraschen und zu überwältigen, übertrifft Donne die meisten Dichter.“[127]

T. S. Eliot (1888–1965): „Tennyson und Browning sind Dichter, und beide denken; aber sie empfinden ihre Gedanken nicht so unmittelbar wie den Geruch einer Rose. Für Donne dagegen war ein Gedanke eine Erfahrung; sie griff in seine Gefühle ein. Ist der Geist eines Lyrikers für sein Werk vollkommen ausgerüstet, dann verschmilzt er fortwährend auseinanderliegende Erfahrungen. Die Erfahrung des gewöhnlichen Menschen ist chaotisch, regellos, bruchstückhaft. … Im Geist des Dichters dagegen formieren diese Erfahrungen immerfort neue Ganzheiten.“[128]

Paul Celan (1920–1970) in seinem Brief vom 5. November 1957 an Ingeborg Bachmann: „Kanntest Du die englische Anthologie?[129] … Lies auch die anderen Gedichte von Marvell, neben Donne ist er wohl der größte.“[130]

Joseph Brodsky (1940–1996): „[Donne] erfindet ungewöhnlich komplexe strophische Konstruktionen. Ich fand das sehr reizvoll und sehr lehrreich. Und so begann ich – bewußt oder unbewußt –, das gleiche zu tun: nicht als Konkurrent, sondern als Schüler. Das war wahrscheinlich die wichtigste Lektion. Außerdem begreifen Sie, wenn Sie Donne lesen oder übersetzen, etwas von seiner Art, die Dinge zu sehen. Was mir bei Donne wirklich gefiel, war die Übertragung des Himmlischen ins Irdische, also des Ewigen ins Vergängliche.“ – „Donne [ist] ein Dichter unserer Zeit…: mit den Themen, die er aufgriff, mit seiner Ungewißheit, mit der Zerrissenheit, der Zwiespältigkeit seines Bewußtseins. Die von ihm behandelten Probleme sind Probleme der ganzen Menschheit…“[131]

Bob Dylan (* 1941): „Ein Song muss dich bewegen, nur darauf es kommt es an. Ich muss nicht wissen, was ein Song bedeutet. Ich selbst habe alle möglichen Dinge in meine Songs hineingeschrieben. Und ich werde jetzt nicht darüber grübeln, was das alles bedeutet. Als Melville all seine Hinweise auf das Alte Testament, die Bibel, auf wissenschaftliche Theorien, protestantische Glaubenslehren und sein ganzes Wissen vom Meer, von Segelschiffen und Walen in eine einzige Geschichte packte, grübelte er wohl auch nicht darüber, was das alles bedeutet. Ebenso John Donne, der Dichter-Priester, der in der Zeit Shakespeares lebte. Er schrieb diese Zeiten: ‚The Sestos and Abydos of her breasts. Not of two lovers, but two loves, the nests.‘ Auch ich weiß nicht, was das bedeutet. Aber es klingt gut. Und du möchtest, dass deine Songs gut klingen.“[132]

Moderne Ausgaben
  • Herbert Grierson (Hrsg.): John Donne: Poetical Works. 1933 (Standardedition).
  • Helen Gardner (Hrsg.): The Elegies and the Songs and Sonnets of John Donne. 1965.
  • Joe Nutt (Hrsg.): John Donne: The Poems. 1999, ISBN 0-333-74783-6.
  • Phillip Mallet (Hrsg.): York Notes on John Donne: Selected Poems. 1999, ISBN 0-582-41465-2.
  • Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne. Pearson/Longman, Harlow 2008 (kommentierte Ausgabe des gesamten lyrischen Werks von Donne).
    • Band 1: Epigrams, Verse Letters to Friends, Love-Lyrics, Love-Elegies, Satire. ISBN 978-0-582-50576-6.
    • Band 2: Religion Poems, Wedding Celebrations, Verse Epistles to Patronesses, Commemorations, and Anniversaries. ISBN 978-1-4058-7310-9.
  • Pseudo-Martyr (1610)
  • Ignatius His Conclave (1611)
  • Devotions upon Emergent Occasions (1624)
  • Biathanatos (verfasst 1608, veröffentlicht 1647)
  • Essays in Divinity (verfasst 1614–1615, veröffentlicht 1651)

Deutsche Übersetzungen

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  • „Nacktes denkendes Herz.“ Aus seinen poetischen Schriften und Prosawerken. Übers. Annemarie Schimmel. Köln 1969.
  • Songs and Sonnets – Liebeslieder. Übers. K. Wydmond.[133] Stuttgart 1981.
  • „Zwar ist auch Dichtung Sünde.“ Gedichte. Übers. Maik Hamburger, Christa Schuenke. Leipzig 1982.
  • Elegies – Erotische Elegien. Übers. K. Wydmond. Stuttgart 1983.
  • Todes Duell (Donnes letzte Predigt am 25. Februar 1631). Übers. Thomas Martin. Berlin 1995, ISBN 978-3-910161-17-7
  • Alchimie der Liebe. Gedichte. Übers. Werner von Koppenfels. Zürich 1996.
  • „Hier lieg ich, von der Lieb erschlagen.“ Songs and Sonnets – Lieder und Gedichte. Übers. Wolfgang Breitwieser. Frankfurt am Main 2000.
  • „Erstürme mein Herz!“ Elegien, Epigramme, Sonette. Übers. Wolfgang Breitwieser. Frankfurt am Main 2000.
  • „Geh, fang einen Stern, der fällt.“ Übers. Werner Vordtriede. Frankfurt am Main 2001.
  • Nach John Donne. Übers. Benedikt Ledebur. Wien 2004.
  • „Erleuchte, Dame, unsre Finsternis.“ Songs, Sonette, Elegien. Übers. Wolfgang Held. Frankfurt am Main 2009.
  • „Schweig endlich still und lass mich lieben!“ Ein John-Donne-Lesebuch. Übers. u. Hg. Michael Mertes. 2. Aufl. Bonn 2020.
  • Diverse Übersetzungen (Maik Hamburger, Werner von Koppenfels, Michael Mertes, Manfred Pfister, Christa Schuenke) in: Manfred Pfister (Hrsg.): Englische Renaissance. Shakespeare & Company. Berlin 2025 (Galiani), ISBN 978-3-86971-326-7.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika und die anglikanische Kirche haben den 31. März zum Gedenktag an Donne bestimmt.[134]

  • Izaak Walton: Drei Dichterleben. John Donne – Henry Wotton – George Herbert (1670). Hrsg., übers. und kommentiert von Manfred Pfister. Dozwil 2021 (Edition SIGNAThUR), ISBN 978-3-906273-42-6
  • Robert Cecil Bald: Donne’s Influence in English Literature. Peter Smith, Gloucester 1965.
  • Robert Cecil Bald: John Donne: A Life. Oxford University Press, 1970, ISBN 0-19-811684-5.
  • Clay Hunt: John Donnes „The Canonization“. In: Willi Erzgräber (Hrsg.): Interpretationen. Band 7: Englische Literatur von Thomas Morus bis Laurence Sterne. Fischer, Frankfurt 1970, DNB 457073489, S. 112–137.
  • M. Thomas Hester: Kinde Pitty and Brave Scorn. John Donne’s Satyres. Duke University Press, Durham, N.C. 1982, ISBN 0-8223-0480-5
  • Antoine Berman: Pour une critique des traductions: John Donne. (= Bibliothèque des idées). Gallimard, Paris 1995, ISBN 978-2-07-073335-4.
  • Johannes MadeyJohn Donne. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 16, Bautz, Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4, Sp. 396–398.
  • Robert Ellrodt: John Donne: Self-Oriented Self-Consciousness. In: Seven Metaphysical Poets. A Structural Study of the Unchanging Self. Oxford University Press, 2000, ISBN 0-19-811738-8, S. 25–46.
  • David L. Edwards: John Donne. Man of Flesh and Spirit. Continuum, 2001, ISBN 0-8264-5155-1.
  • Achsah Guibbory (Hrsg.): The Cambridge Companion to Donne. Cambridge University Press, 2006, ISBN 0-521-54003-8.
  • John Stubbs: Donne: The Reformed Soul. Penguin, London 2007, ISBN 978-0-14-101717-4.
  • John Carey: Der Unbeständige. Über John Donne. In: Sinn und Form. 5, 2009, S. 690–703.
  • John Carey: John Donne: Life, Mind, and Art. Überarb. Aufl. Faber & Faber, 2008, ISBN 978-0-571-24446-1.
  • Chanita Goodblatt: The Christian Hebraism of John Donne: Written with the Fingers of Man’s Hand. Pennsylvania State University Press, University Park 2010, ISBN 978-0-8207-0431-9
  • Michael Mertes: Geometrie, Himmelsmechanik und Kosmologie der Liebe. Über John Donne. In: Sinn und Form. 6, 2011, S. 759–781.
  • Gregory Kneidel: John Donne and Early Modern Legal Culture: The End of Equity in the Satyres. Pennsylvania State University, University Park 2015, ISBN 978-0-8207-0481-4
  • Michael Mertes: Eros und Religion bei John Donne. In: Stimmen der Zeit. 3, 2018; S. 201–209.
  • Katherine Rundell: Super-infinite : the transformations of John Donne. Faber & Faber, London 2022, ISBN 978-0-571-34591-5.

Einzelnachweise

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  1. Laut der detailliertesten und immer noch maßgeblichen Donne-Biographie John Donne: A Life von Robert Cecil Bald, Oxford University Press 1970, steht nur das Geburtsjahr 1572 fest, nicht jedoch der Geburtstag: „It has been shown, after a close examination of the sometimes conflicting evidence, that John must have been born between 24 January and 19 June 1572.“ (S. 35, 537; Todesdatum S. 546)
  2. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, darin: Verse Letters to Friends, S. 31–120.
  3. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, darin: Verse Epistles to Patronesses, S. 205–268.
  4. Zitiert nach Robert Cecil Bald: John Donne: A Life. Oxford University Press 1970, S. 23.
  5. Bald, John Donne, S. 22.
  6. Bald, John Donne, S. 23.
  7. Bald, John Donne, S. 24.
  8. Bald, John Donne, S. 58f.
  9. Bald, John Donne, S. 26–31.
  10. Izaak Walton: Drei Dichterleben. John Donne – Henry Wotton – George Herbert (1670), hrsg., übers. und kommentiert von Manfred Pfister. Dozwil 2021 (Edition SIGNAThUR), S. 32.
  11. Bald, John Donne, S. 37f.
  12. Bald, John Donne, S. 537.
  13. Walton, Drei Dichterleben, S. 33.
  14. Bald, John Donne, S. 50–52, legt dar, weshalb die Quellenlage nur Spekulationen erlaubt.
  15. M. Thomas Hester: Kinde Pitty and Brave Scorn. John Donne’s Satyres. Durham, N.C. 1982 (Duke University Press), S. 54–72.
  16. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. xiv–xvii.
  17. Katherine Rundell: Super-Infinite. The Transformations of John Donne. London 2022 (Faber & Faber), S. 70–74.
  18. Hertford College (University of Oxford): John Donne (1572-1631).
  19. Bald, John Donne, 53–79.
  20. Stubbs, The Reformed Soul, S. 35.
  21. Bald, John Donne, S. 73; John Stubbs: Donne. The Reformed Soul. London 2007, S. 47.
  22. Bald, John Donne, S. 74; Stubbs, The Reformed Soul, S. 119f.
  23. Bald, John Donne, S. 80–92.
  24. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. 64 und 71.
  25. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. 345.
  26. Bald, John Donne, S. 537. Stubbs, The Reformed Soul, S. 89.
  27. Bald, John Donne, S. 93–127.
  28. Bald, John Donne, S. 94.
  29. Bald, John Donne, S. 96. Siehe auch Stubbs, The Reformed Soul, S. 104, 122, 128.
  30. Bald, John Donne, S. 100f.
  31. To Mr Henry Wotton, 20 July 1598. At Court. In: Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. 78–81. Siehe auch Bald, John Donne, S. 102f.
  32. Stubbs, The Reformed Soul, S. 132–141.
  33. DONNE, John (1572-1631), of London und The 1601 House of Commons, The History of Parliament (online): The House of Commons 1558-1603, ed. P.W. Hasler, 1981. Siehe auch Stubbs, The Reformed Soul, S. 144–153.
  34. MORE, George (1553-1632), of Loseley, Surr., The History of Parliament (online): The House of Commons 1558-1603, ed. P.W. Hasler, 1981.
  35. Bald, John Donne, S. 109 und 130f.
  36. Bald, John Donne, S. 538.
  37. Bald, John Donne, S. 131 und 135.
  38. Bald, John Donne, S. 538.
  39. Bald, John Donne, S. 140.
  40. Bald, John Donne, S. 140.
  41. Bald, John Donne, S. 139. Quelle für dieses Zitat: Walton, Drei Dichterleben, S. 38.
  42. Bald, John Donne, S. 140–154.
  43. Bald, John Donne, S. 153.
  44. Bald, John Donne, S. 155–199.
  45. Bald, John Donne, S. 290–291.
  46. Walton, Drei Dichterleben, S. 109–110. Walton veröffentlicht hier den Versbrief Donnes an seinen erfolgreichen Konkurrenten: To Sir Henry Wotton at his going Ambassador to Venice.
  47. Bald, John Donne, S. 547–556.
  48. Helen Gardner: The Elegies and the Songs and Sonnets of John Donne. London 1965 (Oxford University Press), S. lix.
  49. Bald, John Donne, S. 233–236.
  50. DRURY, Sir Robert (1575-1615), of Hawstead, Suff. and Drury House, Westminster, The History of Parliament (online): The House of Commons 1604-1629, ed. Andrew Thrush and John P. Ferris, 2010.
  51. Bald, John Donne, S. 242 und 249f.
  52. Bald, John Donne, S. 539–540.
  53. Manfred Pfister: Englische Renaissance. Shakespeare & Company. Berlin 2025 (Galiani), S. 173–174.
  54. Deutsche Übersetzung der Anatomy von Michael Mertes in Pfister, Englische Renaissance (2025), S. 174–176. Ähnlich kritisch äußert sich Donne im Versbrief vom Sommer 1610 an Lucy, Countess of Bedford, über die kopernikanische Wende: „As new philosophy arrests the Sun, / And bids the passive Earth about it run…“. Zitiert nach Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 2, S. 247.
  55. DONNE, John (1572-1631), of Drury Lane, Westminster; formerly of Mitcham, Surr., The History of Parliament (online): The House of Commons 1604-1629, ed. Andrew Thrush and John P. Ferris, 2010.
  56. Bald, John Donne, S. 293.
  57. Stubbs, The Reformed Soul, S. 302-304.
  58. Bald, John Donne, S. 307–309 und 539.
  59. Bald, John Donne, S. 540–541.
  60. Bald, John Donne, S. 324–328 und 540.
  61. Bald, John Donne, S. 326–327.
  62. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 2, S. 112–115.
  63. Bald, John Donne, S. 407–408.
  64. Walton, Drei Dichterleben, S. 63–64.
  65. The First Sermon Preached to King Charles, at Saint James: 3 April 1625, University of Michigan Library, Digital Collections.
  66. A sermon, preached to the Kings Mtie. at Whitehall, 24 Febr. 1625, University of Michigan Library, Digital Collections.
  67. Bald, John Donne, S. 540 und 542–543.
  68. Deaths duell, or, A consolation to the soule, against the dying life, and liuing death of the body Deliuered in a sermon at White Hall, before the Kings Maiesty, in the beginning of Lent, 1630, University of Michigan Library, Digital Collections. Deutsche Übers. von Thomas Martin: Todes Duell, Berlin 1995, ISBN 978-3-910161-17-7
  69. Walton, Drei Dichterleben, S. 79.
  70. Walton, Drei Dichterleben, S. 60–61; Bald, John Donne, S. 338–365; Stubbs, The Reformed Soul, S. 334–349.
  71. Michael Mertes: Eros und Religion bei John Donne, Stimmen der Zeit 3/2018. Siehe auch Rundell, The Transformations of John Donne, S. 233–239.
  72. A sermon, preached before the two high borne and illustrious princes, Fredericke the 5. Prince Elector Palatine, Duke of Bauaria, &c. and the Princesse Lady Elizabeth, &c. Preached in the castle-chappell at Heidelberg the 8. of Iune 1613, University of Michigan Library, Digital Collections.
  73. Bald, John Donne, S. 540.
  74. An Epithalamion, or Marriage Song on the Lady Elizabeth and Count Palatine being Married on St. Valentine’s Day.
  75. Walton, Drei Dichterleben, S. 62–63.
  76. Bald, John Donne, S. 540.
  77. Stubbs, The Reformed Soul, S. 374.
  78. Bald, John Donne, S. 408.
  79. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 2, S. 115–119, dort unter dem Titel To Christ. Robbins weist darauf hin, dass Donne hier den Mädchennamen More von Ann für ein Wortspiel benutzt: „For I have more“ – „I have no more“.
  80. Walton, Drei Dichterleben, S. 73–74.
  81. Bald, John Donne, S. 427.
  82. Bald, John Donne, S. 516.
  83. Walton, Drei Dichterleben, S. 81–83
  84. The John Donne Monument (d. 1631) by Nicholas Stone, Church Monuments Society, November 2010.
  85. Walton, Drei Dichterleben, S. 68.
  86. The Metaphysical Poets (aus Samuel Johnsons Lives of Poets, 1779–1781), zitiert nach Arthur L. Clements: John Donne’s Poetry. 2. Aufl. New York und London 1992, ISBN 0-393-96062-5, S. 143.
  87. Robert Ellrodt: Seven Metaphysical Poets. A Structural Study of the Unchanging Self. Oxford University Press, 2000, ISBN 0-19-811738-8, S. 22.
  88. John Carey: John Donne. Life, Mind and Art. Neuausgabe London 1990 (Faber & Faber), S. 103.
  89. In einem Versbrief von 1592 schreibt Donne: „Ich singe nicht sirenengleich, um zu betören, denn ich / bin rau; …“. Siehe Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. 50–51.
  90. Carey, John Donne, 1990, S. 177.
  91. Helen Gardner, The Elegies and the Songs and Sonnets of John Donne, S xvii.
  92. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 2, S. 504.
  93. Helen Gardner: The Elegies and the Songs and Sonnets of John Donne. London 1965 (Oxford University Press), S. xlvii. Siehe auch Richard Todd: In what Sense is John Donne the Author of the ‘Songs and Sonnets’?. In: Claudine Raynaud: La poésie métaphysique de John Donne. Tours 2002 (Presses universitaires François-Rabelais), S. 105ff.
  94. Bald, John Donne, S. 47. Siehe auch Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. 287.
  95. Christopher Marlowe: Certain of Ovid’s Elegies, Northumbria University, abgerufen am 11. Januar 2025.
  96. Theodore Redpath: The Songs and Sonnets of John Donne. 2. Aufl. London 1983 (Methuen), S. xx-xxii.
  97. Carey, John Donne, S. 256.
  98. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. 141–144.
  99. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 1, S. 158f.
  100. Vgl. ausführlicher Manfred Pfister: Die frühe Neuzeit: Von Morus bis Milton. In: Hans Ulrich Seeber (Hrsg.): Englische Literaturgeschichte. 4., erw. Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2004, ISBN 3-476-02035-5, S. 110f.
  101. John R. Lauritsen: Donne’s Satyres: The Drama of Self-Discovery. In: Clements, Donne’s Poetry, S. 250–251.
  102. Bald, John Donne, S. 167f.
  103. Michael Mertes, Ein John-Donne-Lesebuch, Bonn 2020, S. 225f. und 242f. Siehe auch Werner von Koppenfels: Die rechte Braut ist noch geheim, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. Juli 2025, S. 16.
  104. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 2, S. 15–27.
  105. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 2, S. 102–107.
  106. Robin Robbins (Hrsg.): The Poems of John Donne, Band 2, S. 115–119, 123–126, 150–154.
  107. Mertes, Eros und Religion bei John Donne, S. 203–204.
  108. R. V. Young: Donne’s Holy Sonnets and the Theology of Grace. In: Clements, Donne’s Poetry, S. 313.
  109. Mertes, Eros und Religion bei John Donne, S. 205–206.
  110. Bald, John Donne, S. 212–227.
  111. John Donne: Pseudo-Martyr. Edited, with Introduction and Commentary by Anthony Raspa. Montreal & Kingston/London/Buffalo 1993.
  112. Bald, John Donne, S. 227–233.
  113. John Donne: Ignatius His Conclave. Hrsg. von T. S. Healy. Oxford University Press, Oxford 1969, S. 81–89.
  114. Bald, John Donne, S. 450.
  115. Stubbs, The Reformed Soul, S. 398–406, vor allem 404f.
  116. Andere Schreibweise: Kerr. Zur Person siehe KERR (CARR), Sir Robert (c.1578-1654), of Ancram, Roxburgh; Whitehall Palace and Kew, Surr., Published in The History of Parliament: The House of Commons 1604-1629, ed. Andrew Thrush and John P. Ferris, 2010: „An author himself of poetry and metrical psalms, he was a close friend of John Donne…“.
  117. Stubbs, The Reformed Soul, S. 227–229 und 340f.
  118. Siehe T. S. Eliots Besprechung des von Herbert J. C. Grierson herausgegebenen Buchs Metaphysical Lyrics and Poems of the Seventeenth Century: Donne to Butler im The Times Literary Supplement, Oktober 1921: The Metaphysical Poets. Deutsche Übers. in: Wolfgang Kaußen (Hrsg.): Geh, fang einen Stern, der fällt. Insel, Frankfurt am Main / Leipzig 2001, ISBN 3-458-34491-8, S. 221–234.
  119. Siehe das 1981 von Igor Pomeranzew mit Brodsky geführte Gespräch. Deutsch: Gespräch mit Joseph Brodsky über John Donne. Englisch: Brodsky on Donne: ‚The Poet Is Engaged In The Translation Of One Thing Into Another‘.
  120. Siehe Deutsche Übersetzung aus dem Russischen von Alexander Kaempfe und Heinrich Ost, erstveröffentlicht in Joseph Brodsky: Brief in die Osase. Hundert Gedichte herausgegeben von Ralph Dutli. München 2006, ISBN 978-3-446-20733-2, S. 17–22.
  121. Stubbs, The Reformed Soul, S. 476–477.
  122. Todesduell. Große Elegie an John Donne, abgerufen am 31. Dezember 2025. Siehe u. a. auch die Ankündigung des Bremer Konzerthauses, abgerufen am 31. Dezember 2025.
  123. Jonson im Gespräch 1618/19 mit William Drummond of Hawthornden, zitiert nach Clements, Donne’s Poetry, S. 139. Siehe auch Blair Worden: Things the King Liked to Hear, London Review of Books vom 19. Juni 2014.
  124. Dryden 1693, zitiert nach Clements, Donne’s Poetry, S. 142.
  125. The Metaphysical Poets (aus Lives of Poets, 1779–1781), zitiert nach Clements, Donne’s Poetry, S. 143–144.
  126. Notes on Donne, zitiert nach Clements, Donne’s Poetry, S. 146–147. Kursivierungen wie im Quelltext.
  127. Donne After Three Centuries. Siehe auch Arno Widmann: Der Dichter John Donne: Wir, des Weltalls Inbegriff, Frankfurter Rundschau, 21. Januar 2022 (Würdigung Donnes anlässlich seines 450. Geburtstags).
  128. T. S. Eliot: Die Metaphysischen Dichter. In: Wolfgang Kaußen (Hrsg.): Geh, fang einen Stern, der fällt. Insel, Frankfurt am Main / Leipzig 2001, ISBN 3-458-34491-8, S. 229.
  129. Gemeint ist die Anthologie Metaphysical Lyrics & Poems oft the Seventeenth Century: Donne to Butler, hrsg. von Herbert J. C. Grierson, London 1956.
  130. Bertrand Badiou et al. (Hrsg.): Herzzeit. Ingeborg Bachmann – Paul Celan. Der Briefwechsel. Frankfurt am Mai 2008, ISBN 978-3-518-42033-1, S. 67 und 279.
  131. Igor Pomerantsev: Gespräch mit Joseph Brodsky über John Donne (1981), übers. von Michael Mertes, deutsche Erstveröffentlichung in Sinn und Form 6/2011.
  132. Bob Dylan Nobel Prize lecture, 5. Juni 2017. Deutsche Übers. der zitierten Verse 61–62 aus Donnes Elegie XVIII von Michael Mertes, Ein John-Donne-Lesebuch, Bonn 2020, S. 188: „Die Dardanellen zwischen ihren Brüsten – / zwei Ziele, wo wir liebend gern mal nisten.“
  133. Pseudonym von Christian Nekvedavicius, siehe Christian Nekvedavicius im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
  134. Gail Ramshaw: More Days for Praise: Festivals and Commemorations in Evangelical Lutheran Worship. Augsburg Fortress 2016, S. 74; Church of England: The Calendar