Judith Keller (Schauspielerin)

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Judith Keller (* 24. November 1961 in Basel) ist eine Schweizer Schauspielerin, Musikerin und Regisseurin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Judith Keller machte ihr Lehrdiplom für Violine bei Sándor Zöldy (Végh Quartet) am Konservatorium der Musik-Akademie der Stadt Basel, ihre Schauspielausbildung an der Ecole intern. de théatre Jacques Lecoq und an der Hochschule der Künste Bern und eine private Gesangs- und Tanzausbildung. Außerdem besuchte sie diverse Filmseminare bei Walter Lott, John Costopulus, Krzysztof Kieślowski und Edward Żebrowski.

Sie war zehn Jahre Ensemblemitglied am Volkstheater Wien unter der Leitung von Emmy Werner und 13 Jahre am Tiroler Landestheater unter der Leitung von Brigitte Fassbaender und Klaus Rohrmoser, außerdem arbeitete sie als Schauspielerin und Regisseurin am Stadttheater Basel, Bern, am Schauspielhaus Salzburg, bei den Salzburger Festspielen, den Tiroler Volksschauspielen, dem Stadttheater Bruneck, beim Tiroler Dramatikerfestival, am Münchner Volkstheater u. a. Ihre größten Erfolge feierte Judith Keller als Schauspielerin in den letzten Jahren als die Beatrice in Shakespeares „Viel Lärm um Nichts“, die Florence in „Ein ungleiches Paar“ von Neil Simon, die Titelrolle in Goldonis „Mirandolina“, die Viola in „Was ihr wollt“ von Shakespeare, die Chanteuse in „Shockheaded Peter“ (Phelim McDermott/Julian Crouch), in „Yerma“ (Federico García Lorca) die Yerma, in Nestroys „Der Zerrissene“ die Madame Schleyer, in Brechts „Dreigroschenoper“ die Frau Peachum, in Arthur MillersHexenjagd“ die Ehefrau Elisabeth Proctor, in Henrik Ibsens „Nora oder Ein Puppenhaus“ die Nora, Andromache in den „Troerinnen des Euripides“, Gina Ekdal in „Die Wildente“, im „PIAF Schauspiel mit Musik“ von Pam Gems die Édith Piaf, die Irina Arkadina in Anton Tschechows „Die Möwe“, die Dorine in Molière’s Komödie „Tartuffe“, die Elin in Lars Norén „Nacht, Mutter des Tages“, die Elisabeth in „Maria Stuart“, die Anna in Thomas Bernhards „Heldenplatz“, die Mutter Courage in Bertolt Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“, die Vicky in Lida Winiewiczs „Paradiso“, die Klytaimnestra in Aischylos „Die Orestie“, die Wetti Zwöschbenflöck in Fritz von Herzmanovsky-Orlandos „Prinz Hamlet der Osterhase oder Sellawie“, die Leonarda in Wertmüller’s „Liebe und Magie in Mammas Küche“ und die Amme in „Romeo und Julia“ von Shakespeare.

Sie war auf Tournee mit vielen Soloprogrammen (Melodramen "Hurra, die Toten reiten schnell", Brechtlieder: "von Berlin bis Hollywood", "wenn ich in der Hölle brenne", Piaflieder "la vie en rose" bis hin zu Tangoballaden und Tangoshows). Außerdem wurde sie für viele intern. Konzert- und Musiktheateraufführungen als Sängerin, Sprecherin und Geigerin (uam mit der IGMN Basel und dem Klangforum Wien) engagiert u. a. als Lady Macbeth (Mezzo) in der Neuen Oper Cadence von Norbert Zehm, als singende Schauspielerin in Pierrot Lunaire von Arnold Schoenberg und in "Tarantella", "Encore" und "Mozartharlekinade" von Jürg Wyttenbach. Auch spielte sie in diverse Fernseh- und Filmrollen. Judith Keller führte Regie bei Lysistrata (Aristophanes), „Hexe Hillary geht in die Oper“, norway.today von Igor Bauersima, „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen, bei „Ella“ von Herbert Achternbusch, bei „Mitternachtssexkomödie“ von Woody Allen und bei „Halbe Wahrheiten“ von Alan Ayckbourn. 2013/2014 inszenierte sie „Persona“ von Ingmar Bergman am Schauspielhaus Salzburg, „die Wut der Sanftmütigen“ von Mirjam Zadra am Tiroler Dramatikerfestival und „die Affäre in der Rue Lourcine“ von Labiche am Innsbrucker Kellertheater. Für 2015 ist eine CD mit Melodramen und ein Filmprojekt in Planung, ebenfalls Tourneen mit ihren Soloprogrammen.

Sie unterrichtet als Dozentin in Schauspiel-, Musical- und Opernklassen. Zur Zeit lebt sie als freischaffende Regisseurin, Schauspielerin und Sängerin in Wien und Innsbruck.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]