KORWiN

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Koalition der Erneuerung der Republik Freiheit und Hoffnung
Koalicja Odnowy Rzeczypospolitej Wolność i Nadzieja
Parteilogo
Abkürzung KORWiN
Partei­vorsitzender Janusz Korwin-Mikke
Gründung 22. Januar 2015
Abspaltung von Kongress der neuen Rechten
Haupt­sitz Ulica Piękna 3/8,
Warschau
Aus­richtung Libertarismus,
Paläokonservatismus,
Wirtschaftsliberalismus,
EU-Skepsis,
Rechtsextremismus
EP-Fraktion EFDD, fraktionslos
Farbe(n) Gelb
Ultramarin
Sejm
2/460
Senat
0/100
EU-Parlament
2/51
Website www.wolnosc.pl

Koalicja Odnowy Rzeczypospolitej Wolność i Nadzieja (deutsch Koalition der Erneuerung der Republik Freiheit und Hoffnung, Kurzbezeichnung KORWiN) ist eine politische Partei in Polen mit libertärer[1][2], paläokonservativer[1] und EU-skeptischer Ausrichtung.[2][3] Sie wurde am 22. Januar 2015 von Janusz Korwin-Mikke gegründet, nachdem er am 5. Januar 2015 von seinem Vorsitz im Kongress der Neuen Rechten (kurz KNP) zurückgetreten war.

Bei der Präsidentschaftswahl in Polen 2015 trat Korwin-Mikke erstmals für seine neue Partei an und kam mit 3,26 % auf den vierten Platz.[4] Zur Parlamentswahl im Jahr 2015 gelang es ihr, Kandidaten für den Sejm in allen 41 Wahlkreisen registrieren zu lassen.[5] Die staatliche Wahlkommission (Państwowa Komisja Wyborcza) loste für die Partei den vierten Listenplatz auf dem Wahlzettel.[6] Mit 4,76 Prozent verfehlte sie die geltende 5-Prozent-Hürde und scheiterte somit am Einzug in den Sejm.

Zur Europawahl 2019 will man zusammen mit der Nationalen Bewegung antreten. Der Koalition angeschlossen haben sich unter anderem Grzegorz Braun, der Rapper Liroy und die Abtreibungsgegnerin Kaja Godek.[7][8]

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partei Wolność befürwortet die Einführung eines präsidentiellen Regierungssystems. Sie will die Todesstrafe einführen, Körperschaft- und Einkommensteuer abschaffen und den Mehrwertsteuersatz auf 15 % – das zulässige Minimum in der Europäischen Union – absenken. Unternehmen, Schulen und Krankenhäuser sollen privatisiert werden. Im Rahmen eines Minimalstaats soll er sich hauptsächlich auf Polizei und Militär konzentrieren. Die Partei tritt dafür ein, Polizeieinsätze verpflichtend aufzuzeichnen.[9][10]

Parteiname und Rechtslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Oktober 2016 entschieden sich die Mitglieder für den Parteinamen „Wolność“ (deutsch Freiheit), wobei das Kürzel „KORWiN“ nach der bis 8. Oktober 2016 gültigen Benennung „Koalicja Odnowy Rzeczypospolitej Wolność i Nadzieja“ erhalten blieb.[11] Am 1. April 2017 kam es zu einer erneuten Änderung: Der vollständige Parteiname lautete nun „Wolność Janusza Korwin-Mikke“ (Abkürzung: Wolność).[12] Im Dezember 2018 gab der Parteivorsitzende wegen der gescheiterten Registrierung von „Wolność“ bekannt, zum alten Namen „KORWiN“ zurückzukehren.[13]

Die Partei KORWiN wurde am 22. Juni 2015 vom Bezirksgericht in Warschau registriert.[14] Auf Grundlage dieser nicht rechtskräftigen Entscheidung konnte die Partei mit einem Wahlkomitee an der Parlamentswahl 2015 teilnehmen. Wegen eines ablehnenden Gerichtsbeschlusses am 22. November 2018 kam es letztlich zu keiner rechtskräftigen Registrierung. Für die staatliche Wahlkommission existiert die Partei nicht, die Parteienfinanzierung wurde eingestellt.[15][16]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marek Jan Chodakiewicz: Ushering in Poland’s Reagan Democrats. In: SFPPR News & Analysis, Selous Foundation for Public Policy Research, 2. November 2015.
  2. a b Przemek Skwirczynski: Poland back on her feet? In: TheCommentator, 5. November 2015
  3. Polls differ on Poland's Sunday election. In: EurActiv.com, 23. Oktober 2015.
  4. Wyniki wyborów. In: pkw.gov.pl. Abgerufen am 27. Juni 2015 (polnisch).
  5. KW KORWiN – pkw.gov.pl (polnisch)
  6. Bekanntmachung der Wahlbehörde über die kandidierenden Wahlkomitees – pkw.gov.pl (polnisch)
  7. Frauenpower als politische Kraft. In: deutschlandfunk.de. 2. Juni 2018, abgerufen am 2. März 2019 (polnisch).
  8. Powstała koalicja Korwina, Brauna, Liroya, Godek i Narodowców. Pójdą razem w wyborach do PE. In: gazeta.pl. 28. Februar 2019, abgerufen am 2. März 2019 (polnisch).
  9. Partia KORWiN publikuje program! 37 stron dotyczących m.in. administracji, wojska i zmian prawnych. In: wmeritum.pl. 17. Oktober 2015, abgerufen am 23. Oktober 2015 (polnisch).
  10. Program KORWiN Dumna i Bogata Polska. In: partiakorwin.pl. Abgerufen am 23. Oktober 2015 (polnisch).
  11. Nie ma już partii KORWiN. Zmianą nazwy zaskoczony nawet liderWprost (polnisch)
  12. To nie prima aprilis. Janusz Korwin-Mikke znowu zmienia nazwę partii! (VIDEO). In: pikio.pl. Abgerufen am 11. September 2018 (polnisch).
  13. Nie, to nie żart. Partia Janusza Korwin-Mikkego po raz kolejny… zmienia nazwę [wideo]. In: prawdaobiektywna.pl. Abgerufen am 2. März 2019 (polnisch).
  14. Koniec kłopotów Korwina z partią. In: rp.pl. 24. Juni 2015, abgerufen am 2. März 2019 (polnisch).
  15. Kłopoty partii KORWiN. Sąd: Ona nie istnieje. In: dorzeczy.pl. 11. Februar 2016, abgerufen am 2. März 2019 (polnisch).
  16. Partia Janusza Korwin-Mikkego pozbawiona prawa do subwencji. In: alternatywa.net.pl. Abgerufen am 2. März 2019 (polnisch).