Kaltenberg (Oberösterreich)

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Kaltenberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kaltenberg
Kaltenberg (Oberösterreich) (Österreich)
Kaltenberg (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Freistadt
Kfz-Kennzeichen: FR
Fläche: 17,2 km²
Koordinaten: 48° 27′ N, 14° 46′ OKoordinaten: 48° 27′ 0″ N, 14° 46′ 0″ O
Höhe: 842 m ü. A.
Einwohner: 623 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 36 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4273
Vorwahl: 07956
Gemeindekennziffer: 4 06 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kaltenberg Nr. 2
4273 Kaltenberg
Website: www.kaltenberg.at
Politik
Bürgermeister: Alois Reithmayr (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(13 Mitglieder)
10
3
10 
Insgesamt 13 Sitze
Lage der Gemeinde Kaltenberg im Bezirk Freistadt
Bad ZellFreistadtGrünbachGutauHagenberg im MühlkreisHirschbach im MühlkreisKaltenbergKefermarktKönigswiesenLasbergLeopoldschlagLiebenauNeumarkt im MühlkreisPierbachPregartenRainbach im MühlkreisSandlSt. Leonhard bei FreistadtSt. Oswald bei FreistadtSchönau im MühlkreisTragweinUnterweißenbachUnterweitersdorfWaldburgWartberg ob der AistWeitersfeldenWindhaag bei FreistadtOberösterreichLage der Gemeinde Kaltenberg (Oberösterreich) im Bezirk Freistadt (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kaltenberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit 623 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Freistadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaltenberg liegt auf 842 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,4 km und von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 17,1 km². 6,1 % der Fläche sind bewaldet und 10,5 % der Fläche landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Ebenort (108)
  • Kaltenberg (178)
  • Markersreith (46)
  • Nadelberg (28)
  • Pieberbach (91)
  • Silberberg (72)
  • Tischberg (57)
  • Weidenau (44)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Markersreith und Silberberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liebenau
Weitersfelden Nachbargemeinden Unterweißenbach
St. Leonhard Schönau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeamt Kaltenberg (2013)

Kaltenberg wurde auf den Gründen des früheren Kaltenberger-Guts gegründet, von dem der heutige Name der Gemeinde abgeleitet wurde. Die Entstehung des Orts hängt eng mit der Marienwallfahrt zusammen. Rund 300 Meter nördlich des Zentrums befindet sich die Ursprungskapelle, zu der jedes Jahr zahlreiche Wallfahrer pilgerten. Auf Grund der großen Anzahl an Pilgern wurde von der Herrschaft Ruttenstein eine Filialkirche der Pfarre Unterweißenbach errichtet, die 1658 geweiht wurde.

Seit 1785 ist Kaltenberg eine eigene Pfarre und vergrößerte zwischen 1798 und 1803 die Kirche auf die heutige Größe. Die Marienstatue, deren Alter auf rund 500 Jahre geschätzt wird, steht beim Hochaltar. Kaltenberg wurde zum zweitgrößten Marienwallfahrtsort im Mühlviertel.

Erst 1921 wurde Kaltenberg als eigene Gemeinde eingerichtet, indem das heutige Gemeindegebiet von Unterweißenbach abgetrennt wurde. 1938 wurde die Gemeinde wieder mit Unterweißenbach vereinigt, 1947 aber wiederhergestellt. Die Wiederherstellung erfolgte, weil Kaltenberg ohne dauernde finanzielle Hilfe überleben kann. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Ausbau der Infrastruktur, 1968 wurde das Gemeindewappen verliehen. Die Gemeinde gehörte bis Ende 2002 zum Gerichtsbezirk Unterweißenbach und wurde per 1. Jänner 2003 dem Gerichtsbezirk Freistadt zugeteilt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[2]
Jahr Einwohner   Jahr Einwohner
1869 630   1951 659
1880 668   1961 672
1890 624   1971 701
1900 603   1981 694
1910 619   1991 666
1923 625   2001 655
1934 653   2008 641
1939 666

Entwicklung und Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1869 wohnten im Gemeindegebiet 630 Menschen. Bis 1971 wuchs die Bevölkerung auf 701 Einwohner an, der höchste Stand in der Geschichte. Seit 1971 nimmt die Bevölkerung ab, was vermutlich auf die dezentrale Lage zurückzuführen ist. Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde 666 Einwohner, bei der Volkszählung 2001 nur mehr 655, was einem Rückgang von 1,7 % entspricht. Am 1. Jänner 2008 verzeichnete die Gemeinde 641 Einwohner.[2]

Bei der Volkszählung 2001 betrug der Anteil der Einwohner, die 60 Jahre und älter waren, 16,8 %; 22,9 % waren unter 15 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung lag bei 48,1 %.[3]

Von den 505 Bewohnern Kaltenbergs, die 2001 über 15 Jahre alt waren, hatten 2,2 % eine Universität, Fachhochschule oder Akademie abgeschlossen. Weitere 4,6 % hatten eine Matura absolviert, 39,2 % hatten einen Lehrabschluss oder eine berufsbildende mittlere Schule besucht, und 54,1 % aller Kaltenberger hatten die Pflichtschule als höchsten Abschluss.[3]

Herkunft und Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Dialekt, der im Raum Kaltenberg sowie in Oberösterreich allgemein gesprochen wird, ist das Mittelbairische. 99,7 % der Kaltenberger gaben 2001 Deutsch als Umgangssprache an. Die restlichen 0,3 % sprachen andere Sprachen.

Der Anteil der Kaltenberger mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag 2001 mit 0 % sehr weit unter dem Durchschnitt Oberösterreichs. In Kaltenberg leben nur in Österreich geborene Menschen und kein Gemeindebewohner hat eine ausländische Staatsbürgerschaft.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen finden alle sechs Jahre, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Seit dem Jahr 1945 erreichte die ÖVP immer die absolute Mehrheit, zwischen 1949 und 1973 immer 100 %. Zweitstärkste Partei wurde zwischen 1985 und 1997 immer die SPÖ, die Partei trat 2003 nicht an. Die FPÖ tritt sporadisch an, zuletzt 2003 und wurde die zweitstärkste Partei. 2003 wurde die ÖVP mit 87,7 % stimmenstärkste Partei und regiert mit absoluter Mehrheit.[4] Bei den Wahlen 2009 gab es nur geringfügige Änderungen, die ÖVP musste dabei ein Mandat an die FPÖ abtreten.[5]

Die Gemeinderatswahl 2009 mit einer Wahlbeteiligung von 93,1 % ergab folgendes Ergebnis:

Partei / politische Gruppierung Stimmen-
anteil
Verän-
derung
Sitze im Gemeinderat Verän-
derung
ÖVP 83,0 % -4,8 % 11 -1
FPÖ 17,0 % +4,8 % 2 +1

Bürgermeister der Gemeinde ist Alois Reithmayr von der ÖVP. Der Gemeinderat besteht aus 13 Mitgliedern.

Die nächste Gemeinderatswahl wird 2015 abgehalten.

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Kaltenberg ist Mitglied des Verbandes für Regional- und Tourismusentwicklung Mühlviertler Alm.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Kaltenberg hat eine enge Verbindung zur deutschen Partnerfeuerwehr Lünen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Kaltenberg

Das Gemeindewappen zeigt in Gold über drei grünen, vom Schildfuß aufsteigenden Spitzen eine blaue, heraldische Lilie. Die Lilie, Attribut der Gottesmutter, zeigt die Bedeutung der Gemeinde als Marienwallfahrtsort auf. Die grünen Spitzen symbolisieren den Waldreichtum der Gemeinde. Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün.

Die Verleihung des Gemeindewappens und der Gemeindefarben erfolgte am 27. Mai 1968.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giebelfassade mit Turm der Wallfahrtskirche (2010)
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kaltenberg (Oberösterreich)
Naturdenkmäler
  • Wollsackverwitterungen im Gemeindegebiet

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaltenberg wird von der Nordwaldkamm-Landesstraße (L 579) von Osten nach Westen durchquert. Am östlichen Rand des Gemeindegebietes führt die Kaltenberger Bezirksstraße (L 1448) von Norden nach Süden.

Der überregionale Wander- und Pilgerweg Johannesweg führt von Weitersfelden kommend über den Hauptort weiter nach Unterweißenbach.

Öffentliche Einrichtungen und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort stehen ein Kindergarten und eine Volksschule zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine Bücherei.

Im Gemeindegebiet existieren zwei Freiwillige Feuerwehren, eine in Kaltenberg, die zweite in Silberberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Koller: Kaltenberg im Hochland des Unteren Mühlviertels. Kaltenberger Wallfahrtslied, Der Wallfahrtsort Kaltenberg, Kapellenbau, Das Gnadenbild, Kapellenweihe, Der Kaltenberger Hilferuf, Bau der Kirche und Erhebung zur Pfarre, Ausstattung der Kirche, Die Ursprungskapelle, Der Pfarrhof, Der Bergkreuzweg, Höhenlage und Wasserversorgung, Wunder, Seelsorger und Seelsorge in Kaltenberg. Salzburger Pressverein, 3. Auflage, Salzburg 2002, 24 Seiten.
  • Geschichtliches Literaturverzeichnis auf OÖ Geschichte

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kaltenberg (Oberösterreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. a b Statistik Austria: Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung (download als pdf; 35 kB)
  3. a b c Volkszählung 2001: Demografische Daten (download als pdf; 10 kB)
  4. Gemeinderatswahlen Prozentanteile: Gemeindewahl Kaltenberg@1@2Vorlage:Toter Link/www2.land-oberoesterreich.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 29. Oktober 2008)
  5. http://wahl.land-oberoesterreich.gv.at/whlp/WHLPErgebnisEingelangtNEU.jsp?wahlNameKurz=G09&gemeindeNummerLink=40606@1@2Vorlage:Toter Link/wahl.land-oberoesterreich.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Land Oberösterreich, Landesgeschichte: Wappen der Gemeinde Kaltenberg (abgerufen am 29. Oktober 2008)