Kamieniec (Kołbaskowo)

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Kamieniec
Kamieniec führt kein Wappen
Kamieniec (Polen)
Kamieniec
Kamieniec
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Police
Gmina: Kołbaskowo
Geographische Lage: 53° 19′ N, 14° 26′ OKoordinaten: 53° 18′ 33″ N, 14° 26′ 13″ O
Höhe: 33 m n.p.m
Einwohner: 300 (2013[1])
Postleitzahl: 72-001
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZPL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Rosówek-Moczyły-Kołbaskowo
Schienenweg: (kein Bahnanschluss)
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów



Kamieniec (deutsch Schöningen) ist ein Dorf in der Woiwodschaft Westpommern im Nordwesten Polens, 16 Kilometer südwestlich von Stettin an der Grenze zu Deutschland. Es ist ein Teil der Gemeinde Kołbaskowo (Kolbitzow) im Powiat Policki.

Rittergut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte das Rittergut Schöningen der Familie Schlange. Der letzte Eigentümer war der Politiker Hans Schlange-Schöningen, der die Bewirtschaftung des elterlichen Gutes nach dem Ersten Weltkrieg übernommen hatte.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg Schöningen an Polen kam, wurde Hans Schlange-Schöningen durch den polnischen Staat entschädigungslos enteignet. Das Gut wurde anschließend durch den polnischen Staat genutzt, das Herrenhaus bis 2005 als Kommandantur für die polnischen Grenztruppen.

Der emeritierte Lübecker Hochschullehrer und Musikwissenschaftler Eckhard Maronn erwarb im Jahre 2005 das Herrenhaus zu einem angemessenen Preis vom polnischen Staat. Er möchte das Anwesen unter anderem für Konzerte, Workshops, Lesungen und Seminare nutzen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Schlange-Schöningen (1886–1960), deutscher Politiker (DNVP, CNBL, nach 1945 CDU) und Diplomat, Reichstagsabgeordneter, Bundestagsabgeordneter
  • Ernst Schlange (1888–1967), deutscher Politiker (NSDAP), Reichstagsabgeordneter

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubert Böttcher: Kling, mein Schöningen, kling! In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte. Heft 4/2007, ISSN 0032-4167, S. 36–41.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Główny Urząd Statystyczny, Online-Abfrage als Excel-Datei: Portret miejscowości statystycznych w gminie Kołbaskowo (powiat policki, województwo zachodniopomorskie) w 2013 r. Fortschreibung des Zensus 2011 (polnisch, abgerufen am 21,01,2016)