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Kaori Sakamoto

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Kaori Sakamoto
Kaori Sakamoto bei der WM 2024
Kaori Sakamoto bei der WM 2024
Nation Japan Japan
Geburtstag 9. April 2000 (26 Jahre)
Geburtsort Kobe, Japan
Größe 159 cm
Karriere
Trainer Sonoko Nakano
Mitsuko Graham
Choreograf Shae-Lynn Bourne
Benoît Richaud
Status zurückgetreten
Karriereende 27. März 2026
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 4 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
VKM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
World University Games 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Silber Peking 2022 Team
Bronze Peking 2022 Damen
Silber Mailand-Cortina 2026 Damen
Silber Mailand-Cortina 2026 Team
 Weltmeisterschaften
Gold Montpellier 2022 Damen
Gold Saitama 2023 Damen
Gold Montreal 2024 Damen
Silber Boston 2025 Damen
Gold Prag 2026 Damen
Vier-Kontinente-MeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold Taipeh 2018 Damen
 World University Games
Silber 2023 Lake Placid Damen
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 238,28 WM 2026
 Kür 158,97 WM 2026
 Kurzprogramm 80,32 WM 2022
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 1 0 2
 Grand-Prix-Wettbewerbe 9 4 1
 

Kaori Sakamoto (japanisch 坂本 花織 Sakamoto Kaori; * 9. April 2000 in Kobe, Präfektur Hyōgo) ist eine ehemalige japanische Eiskunstläuferin, die in Wettbewerben im Einzellauf antrat. Sie ist die Weltmeisterin im Eiskunstlauf der Jahre 2022, 2023, 2024 und 2026. Bei den Olympischen Winterspielen gewann sie im Einzellauf eine Silber- und eine Bronzemedaille und im Teamwettbewerb zwei Silbermedaillen. Im März 2026 beendete sie ihre aktive Karriere.

Sakamoto trat in internationalen Wettkämpfen seit der Saison 2017/18 bei den Erwachsenen an. Bei den japanischen Meisterschaften 2018 wurde sie Zweite hinter Satoko Miyahara. Bei den folgenden Vier-Kontinente-Meisterschaften gewann Japan bei den Frauen alle Plätze auf dem Podium, wobei Sakamoto Gold vor Mai Mihara und Satoko Miyahara gewann. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang erreichte Sakamoto den 6. Platz.

In der folgenden Saison gelang Sakamoto die Qualifikation für das Grand-Prix-Finale in Vancouver. Dort wurde sie Vierte, während ihre Landsfrau Rika Kihira die Goldmedaille gewann. Bei den folgenden japanischen Meisterschaften übertraf Sakamoto mit 152,36 Punkten in der Kür ihre bisherige persönliche Bestleistung deutlich, wodurch sie vor Kihira ihren ersten Titel als japanische Meisterin gewann.[1] Bei den Weltmeisterschaften in Saitama wurde Sakamoto Zweite im Kurzprogramm. Im Gesamtergebnis wurde sie Fünfte, nachdem sie in der Kür einen geplanten dreifachen Flip nur einfach zeigte.[2] In der Saison 2019/20 konnte Sakamoto nicht an die Erfolge der vorherigen Saison anknüpfen.

Ihre erste Goldmedaille bei einem Grand-Prix-Wettbewerb gewann Sakamoto bei der NHK Trophy 2020. Ihre zweiten Weltmeisterschaften, 2021 in Stockholm, beendete Sakamoto als Sechste. In Peking gewann Sakamoto 2022 zwei olympische Medaillen. Zur Silbermedaille für Japan im Teamwettbewerb trug sie durch ihren ersten Platz in der Kür der Frauen bei (nach der Disqualifikation von Kamila Walijewa).[3] Im Einzelwettbewerb erreichte sie im Kurzprogramm, in der Kür und im Gesamtergebnis jeweils mit persönlicher Bestleistung den dritten Platz. In der Kür, die sie zu Filmmusik von Junkie XL (Die Bestimmung – Divergent) lief, wurde Sakamoto nur von Alexandra Trussowa und Anna Schtscherbakowa geschlagen, die beide mehrere Vierfachsprünge zeigten.[4] Bei den Weltmeisterschaften in Montpellier verbesserte Sakamoto ihre persönlichen Bestleistungen im Kurzprogramm und in der Kür erneut, wodurch sie Weltmeisterin im Eiskunstlauf des Jahres 2022 wurde.

Im Juni 2025 kündigte sie an, nach den Olympischen Winterspielen 2026 ihre aktive Karriere zu beenden.[5] Die 25-Jährige belegte am 19. Februar 2026 in Mailand nach der Kür im Einzel den zweiten Rang und holte für Japan die Silbermedaille.[6]

Bei ihrem letzten Auftritt, bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften Ende März 2026 in Prag, gewann sie die Goldmedaille. Außerdem übertraf sie mit 158,97 Punkten in der Kür und 238,28 Punkten insgesamt ihre eigene Bestleistung, die sie 2022 aufgestellt hatte.

Meisterschaft / Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Olympische Winterspiele 6. 3. 2.
Weltmeisterschaften 5. 6. 1. 1.

1.

2. 1.
Vier-Kontinente-Meisterschaften 1. 4. 5.
Japanische Meisterschaften 15. 6. 13. 7. 2. 1. 6. 2. 1. 1. 1. 1.
Olympische Jugendspiele 6.
Grand-Prix-Wettbewerb / Saison 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
Grand-Prix-Finale 4. 5. 1. 3. 3.
Skate America 2. 2. 4. 4. 1.
Cup of Russia 5.
Grand Prix Finnland 3. 1.
Internationaux de France 4. 1. 2.
NHK Trophy 1. 1. 2. 1. 1.
Skate Canada 1. 1.
Teamwettbewerb / Saison 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25 2025/26
Olympische Winterspiele 5. (5.) 2. (1.) 2. (1.)
World Team Trophy 1 2. (3.) 3. (2.) 3. (2.) 2. (2.)
1 Das persönliche Ergebnis ist in Klammern angegeben. Die Vergabe von Medaillen orientiert sich jedoch am Teamergebnis.
Commons: Kaori Sakamoto – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Rory Jiwani: Kaori Sakamoto ends Rika Kihira's winning streak in Japan nationals. In: olympics.com. 23. Dezember 2018, abgerufen am 18. März 2022 (englisch).
  2. World Championships 2019. Abgerufen am 18. März 2022.
  3. Beijing 2022 figure skaters receive team event Olympic medals during ceremony in Champions Park at Paris 2024. In: olympics.com. 7. August 2024, abgerufen am 15. November 2024 (englisch).
  4. XXIV Olympic Winter Games 2022. Abgerufen am 18. März 2022.
  5. "Denke, dass dies unmöglich ist": Weltmeisterin kündigt Rücktritt an – mit 26 Jahren. 20. Juni 2025, abgerufen am 28. August 2025.
  6. Hauchdünne Eiskunstlauf-Entscheidung: US-Star Liu wird Olympiasiegerin (19. Februar 2026)