Jewgenija Armanowna Medwedewa

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Jewgenija Medwedewa Eiskunstlauf
Jewgenija Medwedewa (2015)
Voller Name Jewgenija Armanowna Medwedewa
Nation RusslandRussland Russland
Geburtstag 19. November 1999 (18 Jahre)
Geburtsort Moskau, Russland
Größe 159 cm
Karriere
Disziplin Einzellauf
Verein Sambo 70
Trainer Brian Orser
Ehemalige Trainer Eteri Tutberidse und Sergei Dudakow
Choreograf David Wilson
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 Pyeongchang 2018 Team
0Silber0 Pyeongchang 2018 Damen
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
0Gold0 Boston 2016 Damen
0Gold0 Helsinki 2017 Damen
ISU Eiskunstlauf-Europameisterschaften
0Gold0 Bratislava 2016 Damen
0Gold0 Ostrava 2017 Damen
0Silber0 Moskau 2018 Damen
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 241.31 WTT 2017
 Kür 160.46 WTT 2017
 Kurzprogramm 81.05 Olympia 2018
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 2 0 0
 Grand-Prix-Wettbewerbe 5 1 0
letzte Änderung: 21. Januar 2018
Fettschrift = Weltrekord

Jewgenija Armanowna Medwedewa (russisch Евгения Армановна Медведева; * 19. November 1999 in Moskau) ist eine russische Eiskunstläuferin. Sie ist die Welt- und Europameisterin von 2016 und 2017. Medwedewa wurde bis 2018 von Eteri Tutberidse und Sergei Dudakow trainiert. Im Mai desselben Jahres wurde bekannt, dass sie zukünftig von dem Kanadier Brian Orser betreut wird.[1]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jewgenija Medwedewas Vater, Arman Babasyan, ist ein armenischer Geschäftsmann, ihre Mutter Zhana eine ehemalige russische Eiskunstläuferin. Ihre Eltern sind geschieden. Die Russin nahm den Mädchennamen ihrer Großmutter mütterlicherseits an. Sie hat eine Schwester, Karina Babasyan. Seit 2017 studiert sie an der Russian State University of Physical Education, Sport, Youth and Tourism in Moskau.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medwedewa begann im Alter von drei Jahren mit dem Eislaufen. Ihre ersten Trainer waren Elena Proskurina, Lubov Yakovleva und Elena Selivanova. Im Jahr 2008 wurde Eteri Tutberidse ihre Trainerin an der Olympischen Reserveschule Nr. 37, die später umbenannt wurde in Sambo 70.[2]

Sie gab ihr Debüt auf dem Senior-Level bei den nationalen russischen Meisterschaften 2012, bei denen sie den achten Platz erreichte. International debütierte sie in der Saison 2013/14 in der „ISU Junior Grand Prix“-Serie, wo sie in Lettland und Polen jeweils den Sieg errang. Beim Grand-Prix-Finale der Saison gewann sie in der Juniorinnen-Klasse die Bronzemedaille.

Medwedewa siegte bei den Juniorenweltmeisterschaften 2015 in Tallinn. In der Saison 2015/16 durfte sie erstmals bei den Erwachsenen starten. Medwedewa gewann Anfang Oktober 2015 CS Ondrej Nepela Trophy in Bratislava. Ende Oktober gewann sie Skate America 2015. Anfang Dezember gewann sie das Grand Prix Finale 2015–16 in Barcelona, Ende Dezember die russische Damenmeisterschaft. Im Januar siegte Medwedewa bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2016 in Bratislava. Ende März lief Medwedewa bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2016 in Boston zum Titel. Nach der Weltmeisterschaft bei den Junioren 2015 gewann sie also direkt im folgenden Jahr die Weltmeisterschaft 2016 bei den Erwachsenen, was vorher noch keiner Frau gelungen war.

In der Saison 2016/17 gelang Medwedewa mit einer außergewöhnlichen Leistungskonstanz eine perfekte Bilanz mit drei Siegen in den Grandprix-Wettbewerben, den Titelverteidigungen in der nationalen Meisterschaft, der Europa- und Weltmeisterschaften sowie Einzelsiegen innerhalb dreier Teamwettkämpfen.

Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2018 in Moskau lief sie auf den zweiten Platz hinter ihrer Teamkollegin Alina Sagitowa, die Europameisterin wurde. Tags darauf wurde Medwedewa in das russische Olympiateam berufen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang startete die Russin im Kurzprogramm des Teamwettbewerbs, wo sie mit 81,06 Punkten sowohl ihren persönlichen Rekord als auch Weltrekord lief. Sie gewann mit ihrer Mannschaft die Silbermedaille in diesem Wettkampf. Im Dameneinzel platzierte sie sich nach dem Kurzprogramm auf den zweiten Rang hinter ihrer Landfrau Sagitowa. Die Bestleistung in der Kür (156,65 Punkte) reichte nicht aus, um die Goldmedaille zu gewinnen. Medwedewa musste sich knapp mit der Silbermedaille zufriedengeben.

Rekorde und Laufstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medwedewa hält die Weltrekorde nach dem ISU-Punktesystem für Kür und Gesamtwertung im Frauen-Eiskunstlaufen. Dabei stellte sie insgesamt elf Rekorde auf und übertraf dabei erstmals mehrere Grenzwerte: die 80 Punktemarke im Kurzprogramm, 160 Punkte in der Kür sowie 230 bzw. 240 Punkte in der Gesamtwertung.

Ein Markenzeichen Medwedewas ist die nach Brian Boitano benannte „Tano“-Sprungtechnik mit über dem Kopf erhobenem Arm, die sie bei einem Großteil ihrer Sprünge einsetzt und mit der sie Bonuspunkte bei der technischen Ausführung (GOE) erreicht.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GP: ISU Grand Prix; CS: ISU Challenger Serie; JGP: ISU Junior Grand Prix

Wettbewerb/Saison 2010–11 2011–12 2012–13 2013–14 2014–15 2015–16 2016–17 2017–18
International
Olympische Winterspiele 2.
Weltmeisterschaften 1. 1.
Europameisterschaften 1. 1. 2.
Grand-Prix-Finale 1. 1.
GP Rostel. Cup 2. 1.
GP Skate America 1.
GP Skate Canada 1.
GP Trophée Eric Bompard 1.
GP NHK Trophy 1.
CS Nepela Trophy 1. 1.
International: Junioren
Juniorenweltmeisterschaften 3. 1.
JGP Finale 3. 1.
JGP Tschechien 1.
JGP Frankreich 1.
JGP Lettland 1.
JGP Polen 1.
National
Russische Meisterschaften 8. 7. 3. 1. 1.
Russische Juniorenmeisterschaften 12. 6. 4. 4. 1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Evgenia Medvedeva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Yevgenia Medvedeva to be coached by Brian Orser. In: olympics.nbcsports.com. 7. Mai 2018, abgerufen am 13. Mai 2018 (englisch).
  2. Olga Ermolina (Ольга Ермолина): Евгения Медведева: «На злости и зависти далеко не уедешь». Website des Russischen Eiskunstlaufverbandes (Федерация фигурного катания на коньках России), 4. August 2014, abgerufen am 3. April 2017 (russisch).