Jeannette Altwegg

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Jeannette Altwegg Eiskunstlauf
Voller Name Jeannette Eleanor Altwegg
Nation Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Geburtstag 8. September 1930
Geburtsort Bombay, Indien
Karriere
Disziplin Einzellauf
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 St. Moritz 1948 Damen
0Gold0 Oslo 1952 Damen
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
0Bronze0 Paris 1949 Damen
0Silber0 London 1950 Damen
0Gold0 Mailand 1951 Damen
ISU Eiskunstlauf-Europameisterschaften
0Bronze0 Mailand 1949 Damen
0Silber0 Oslo 1950 Damen
0Gold0 Zürich 1951 Damen
0Gold0 Wien 1952 Damen
 

Jeannette Eleanor Altwegg CBE (* 8. September 1930 in Bombay, Indien) ist eine ehemalige britische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie ist die Olympiasiegerin von 1952, die Weltmeisterin von 1951 und die Europameisterin von 1951 und 1952.

Jeannette Altwegg wurde 1930 in Indien als Tochter einer Engländerin und eines Schweizer Vaters geboren. Zwei Jahre später zog die Familie nach England. Mit sechs Jahren begann sich Altwegg dem Eislauf zu widmen und erhielt Privatunterricht. Ihr Vater fuhr oft mit ihr in den Ferien in die Schweiz. Dort wurde sie von Jacques Gerschwiler ausgebildet, dem Onkel des Weltmeisters von 1947, Hans Gerschwiler.[1]

Altwegg hatte jedoch auch Talent im Tennis. Als 1947 in Wimbledon erstmals auch ein Juniorenturnier ausgetragen wurde, nahm sie daran teil und erreichte die Finalspiele. Im selben Jahr wurde sie britische Juniorenmeisterin in Eiskunstlaufen und beendete die Weltmeisterschaft auf dem fünften Platz. Nach diesen Erfolgen gab sie das Tennis auf und konzentrierte sich einzig noch aufs Eiskunstlaufen. 1947 zog sie mit ihrer Familie in die Schweiz.

Bei den Olympischen Winterspielen 1948 in St. Moritz gewann Altwegg im Eiskunstlauf die Bronzemedaille. 1951 wurde sie Welt- und Europameisterin in dieser Disziplin und wiederholte ihren Erfolg bei der Europameisterschaft im Jahr darauf. Den größten Erfolg ihrer Laufbahn errang sie 1952, als sie in bei den Olympischen Spielen in Oslo die Goldmedaille gewann. Nach diesem Erfolg gab sie im Alter von 21 Jahren ihren Rücktritt bekannt. An der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Paris, wo sie als Titelverteidigerin hätte starten können, nahm sie bereits nicht mehr teil.

Anders als etwa ihre berühmte Vorgängerin Sonja Henie gab Altwegg ihren Amateurstatus nicht auf, um dann als professionelle Läuferin an Schaulauf- und Gala-Abenden aufzutreten. Sie schlug zahlreiche sehr lukrative Angebote aus und nahm stattdessen eine Stelle als Betreuerin im Pestalozzi-Kinderdorf in Trogen an, um Kriegswaisen zu betreuen. 1953 erhielt sie von Königin Elisabeth II. einen Order of the British Empire (CBE) verliehen.[1] 1993 wurde sie in die Eiskunstlauf Hall of Fame aufgenommen.

Sie heiratete Marc Wirz, den Bruder der Schweizer Eiskunstläuferin Susi Wirz. Sie haben vier Kinder und ließen sich 1973 scheiden. Ihre Tochter Cristina Wirz wurde 1983 Curling-Weltmeisterin und gewann Bronze bei den Europameisterschaften.[2]

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettbewerb / Jahr 1947 1948 1949 1950 1951 1952
Olympische Winterspiele 3. 1.
Weltmeisterschaften 5. 4. 3. 2. 1.
Europameisterschaften 4. 5. 3. 2. 1. 1.
Britische Meisterschaften 1. 1. 1. 1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Artikel im Der Sonntag vom 29. März 2009: Das Märchen von der Prinzessin, die keine sein wollte
  2. European Curling Federation: Sieger der Europameisterschaften