Dölbau

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Dölbau ist eine Ortschaft in der Gemeinde Kabelsketal im Saalekreis bei Halle (Saale). Sie hat 1170 Einwohner. Dölbau besteht aus den Ortsteilen Dölbau, Naundorf (mit Stennewitz) und Kleinkugel.

Teich in Dölbau

Geschichte[Bearbeiten]

Dölbau, Naundorf und Stennewitz[Bearbeiten]

Ältester Ortsteil ist Dölbau, das bereits 1347 als „Tolpen/Tölpe“ erwähnt wurde. Naundorf besitzt eine Kirche aus dem Jahr 1220. Stennewitz ist seit 1370 nachgewiesen. Dölbau, Naundorf und Stennewitz lagen bis 1815 am Westrand des kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amts Delitzsch im Leipziger Kreis.[1] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie im Jahr 1815 zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1950 gehörten.[2] Stennewitz wurde 1937 nach Naundorf eingemeindet.[3]

Kleinkugel[Bearbeiten]

Kleinkugel gehörte zum Amt Giebichenstein[4] im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg. 1680 kam dieses als Herzogtum Magdeburg unter brandenburg-preußische Herrschaft. Mit dem Frieden von Tilsit wurde Kleinkugel im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Der Ort gehörte zum Kanton Dieskau.[5] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Ort im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[6]

Geschichte ab 1950[Bearbeiten]

Im Zuge der ersten Kreisreform in der DDR von 1950 wurden Dölbau und Naundorf mit Stennewitz dem neu zugeschnittenen Saalkreis zugeordnet,[7] der 1952 zum neuen Saalkreis im Bezirk Halle kam. Zeitgleich mit der Zuordnung zum Saalkreis wurden am 1. Juli 1950 Kleinkugel und Naundorf bei Reideburg mit Stennewitz nach Dölbau eingemeindet.[8] Am 1. Januar 2004 erfolgte dann der Zusammenschluss mit anderen Gemeinden zur Einheitsgemeinde Kabelsketal.[9] Seitdem bildet Dölbau eine Ortschaft der Gemeinde Kabelsketal.

Verkehr[Bearbeiten]

Von Dölbau nach Halle verkehrt wochentags die Buslinie 359 vom Omnibusbetrieb Saalekreis (OBS). Außerdem bedienen zusätzlich die Buslinien 355, 358 sowie 362 (Schülerverkehr) den Ort. Die Autobahnanschlussstelle Halle-Ost der Autobahn 14 liegt am Rande der Ortschaft und ist in fünf Minuten erreichbar. Der nächste Bahnhof befindet sich in Dieskau in etwa fünf Kilometer Entfernung. Dort hält die S3 Halle-Hbf. – Leipzig-Stötteritz.

Politik[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister von Dölbau ist Jürgen Tornau.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Ortschaft Dölbau zeigt: in blau drei (2:1) flugbereite, linkssehende silberne Tauben; im goldenen Schildhaupt eine blaue Wellenleiste. Die Farben der Ortschaft Dölbau sind Weiß und Blau.

Bauwerke[Bearbeiten]

Der ab 1690 errichtete Bauernhof Goetheplatz 10 und das 1906 gebaute Wohnhaus Zur Autobahn 1 sind als Baudenkmale ausgewiesen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.
  2. Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Stennewitz auf gov.genealogy.net
  4. Erwähnung des Orts im Buch "Geographie für alle Stände", S.125
  5. Beschreibung des Saale-Departements
  6. Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900
  7. http://gov.genealogy.net/item/show/object_1053422 Dölbau auf gov.genealogy.net]
  8. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dölbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.46777777777812.058055555556Koordinaten: 51° 28′ N, 12° 3′ O