Knonau

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Dieser Artikel behandelt die Schweizer Gemeinde im Kanton Zürich. Zum Schweizer Historiker siehe Gerold Meyer von Knonau (Historiker), zum Schweizer Archivar und Geographen siehe Gerold Meyer von Knonau (Archivar)
Knonau
Wappen von Knonau
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Affoltern
BFS-Nr.: 0007i1Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „'“f4
Postleitzahl: 8934
UN/LOCODE: CH KNA
Koordinaten: 677480 / 230957Koordinaten: 47° 13′ 30″ N, 8° 27′ 42″ O; CH1903: 677480 / 230957
Höhe: 431 m ü. M.
Fläche: 6,47 km²
Einwohner: 2094 (31. Dezember 2015)[1]
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
16,2 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.knonau.ch
Karte
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Knonau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinteruttenberg

Knonau liegt im Südwesten des Kanton Zürich und ist mit 6,48 km² vor Wettswil am Albis, Maschwanden und Ottenbach die flächenmässig viertkleinste Gemeinde im Bezirk Affoltern. Der grösste Anteil des Gemeindegebiets wird von Landwirtschaftsflächen eingenommen, die 64,8 Prozent umfassen. Weitere 17,6 Prozent sind Wald, 10,2 Prozent Siedlungsfläche und 5,6 Prozent Verkehrsfläche[3]. Das Gemeindegebiet wird durch den Haselbach zur Lorze hin entwässert.

Das Dorf Knonau liegt auf 431 m ü. M. und ist 23 Kilometer Luftdistanz von Zürich und 7 Kilometer Luftdistanz Zug gelegen. Zur Gemeinde gehören auch die Weiler Vorderuttenberg, Hinteruttenberg und Baaregg.

Im Westen grenzt Knonau an Maschwanden, im Norden und Osten liegt die Gemeinde Mettmenstetten und ebenfalls im Osten die höher gelegene Gemeinde Kappel am Albis. Im Süden grenzt Knonau die Gemeinden Steinhausen und Cham, die beide dem Kanton Zug angehören.

Knonau liegt an der Bahnlinie Zürich–Affoltern am Albis–Zug und wird durch die Linie S 9 der S-Bahn Zürich bedient. Seit Dezember 2015 bedient anstelle der S9 neu die S5 Knonau. Das Teilstück der Autobahn A4 mit dem Rastplatz Eitenberg wurde auf Gemeindegebiet bereits 1970 gebaut, jedoch erst im November 2009 eröffnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Knonau im Regimentsbuch des Junkers Gerold Escher.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Knonau 1045 in einer Urkunde des Klosters Schänis, in der die Kirche Knonau und den dazugehörenden Meierhof als Besitztum des Klosters genannt werden. Als Verwalter dieses Hofes amteten die Meyer von Knonau. Sie liessen sich in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Zürich nieder, wo sie sich einbürgern liessen. Schon bald waren sie im Rat der Stadt vertreten und stellten gar den Bürgermeister. Dank ihrer Beziehungen konnten sie 1399 die Vogtei über das Dorf Knonau und weitere Dörfer erwerben.

1512 kaufte die Stadt Zürich die Vogtei Knonau samt einigen weiteren Rechten der Umgebung. Fortan residierte ein Landvogt auf dem Schloss Knonau, das die Stadt als Verwaltungssitz bauen liess.

Als 1830/31 im Kanton Zürich eine liberale Verfassung erlassen wurde, erhielten die Landgemeinden Gleichberechtigung mit der Stadt. Knonau wurde aus Tradition Hauptort des neu gegründeten Bezirks. Wegen der peripheren Lage wurde der Bezirkshauptort schon bald nach Affoltern am Albis verlegt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In Rot ein silberner Meierhut mit Kordel.

Das Wappen stimmt mit dem Schilde überein, den die Meyer von Knonau mindestens seit 1375 führen. Es zeigt den Meyerhut, das Abzeichen ihres Amtes, das in der Verwaltung des dem Kloster Schänis gehörenden Hofes zu Knonau bestand.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reformierte Kirche Knonau
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1450 ca. 110
1634 226
1750 359
1850 594
1900 529
1950 649
2000 1445
2014 2033

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wähleranteil Nationalratswahlen 2015 [3]
SVP SP FDP glp EVP BDP GRÜNE Übrige (Listen mit weniger als 5 %)
32,66 18,18 11,39 9,59 5,97 5,94 5,61 10,66

Die Gemeindeversammlung übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der sechsköpfige Gemeinderat. Seit 1993 besteht eine Städtepartnerschaft mit Abaliget in Ungarn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Knonau führt die 1864 von der Zürich-Zug-Luzern-Bahn eröffnete Bahnstrecke Zürich–Zug; sie wird seit 13. Dezember 2015 von der S5 (Zug-Affoltern a.A.-Zürich HB- Wetzikon-Rapperswil-Pfäffikon SZ) der S-Bahn Zürich bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Häberling (1764 – 1804), Freiamtsweibel bis 1789, Anführer der Zürcher Landschaft im Bockenkrieg
  • Andreas Jordi (* 1961), Maler

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1938. DNB 365803030.
  • Bernhard Schneider: Geschichte der Gemeinde Knonau. Primusverlag, Affoltern am Albis 1982

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Knonau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. a b Statistische Daten Gemeinde Knonau