Lorze

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Lorze
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Lorze in Zug

Lorze in Zug

Daten
Gewässerkennzahl CH: 676
Lage Kantone Zug und Zürich; Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Reuss → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle aus dem Ägerisee bei Unterägeri
47° 8′ 13″ N, 8° 35′ 20″ O47.1378.58895724
Quellhöhe 724 m ü. M.[1]
Mündung bei Maschwanden in die Reuss47.248068.4108387Koordinaten: 47° 14′ 53″ N, 8° 24′ 39″ O; CH1903: 673596 / 233472
47° 14′ 53″ N, 8° 24′ 39″ O47.248068.4108387
Mündungshöhe 387 m ü. M.[1]
Höhenunterschied 337 m
Länge ca. 27 km[1] 31 km mit Seeanteil[2]
Einzugsgebiet 299 km²[1]
Abfluss am Pegel Mündung[3]
AEo: 299 km²
Lage: 0 m oberhalb der Mündung
NNQ (1947)
MQ
Mq
HHQ (1999)
650 l/s
7,3 m³/s
24,4 l/(s km²)
35 m³/s
Rechte Nebenflüsse Haselbach
Der Kanton Zug und seine Gewässer

Der Kanton Zug und seine Gewässer

Die Lorze ist der Hauptfluss des Kantons Zug in der Schweiz. Sie entspringt dem Ägerisee und fliesst zunächst in nördlicher, dann in westlicher Richtung durch das Lorzentobel, einer tief eingeschnittenen Schlucht mit der Lorzentobelbrücke, an den Höllgrotten vorbei nach Baar. Am Ausgang des Tobels wendet sich der Fluss nach Süden und mündet westlich von Zug in den Zugersee. Beim Villette-Park in Cham tritt der Fluss aus dem See aus und fliesst in nördlicher Richtung bis er bei Maschwanden in die Reuss mündet.

Lorzenmündung bei Maschwanden, rechts die Reuss

Im Zuge des Baus der Autobahn A4a wurde die Lorze, die auf dem geplanten Autobahnteilstück lag, zwischen Blickensdorf und dem Zugersee verlegt. Auf einer Länge von 3,8 Kilometern wurde ein neues Flussbett ausgehoben und die Flussmündung näher an die Stadt Zug gelegt. Dadurch wurde die Durchmischung des Zugersees verbessert, da Zufluss und Abfluss nun weiter auseinander liegen. Des Weiteren verhindert das höhere Transportvolumen der Neuen Lorze seither Überschwemmungen, die früher in der Lorzenebene für große Schäden sorgten. Die 180'000 Kubikmeter Aushub, die, bestehend aus feinem Sand, sich nicht zum Strassenbau eigneten, wurden zum Bau der Lorzeninsel im Zugersee verwendet, die bis heute als Vogelschutzreservat dient. Das 1976 fertiggestellte Projekt kostete 30 Millionen Franken.

Vor allem in Baar wurde im 19. Jahrhundert die Wasserkraft der Lorze für die aufblühende Textilindustrie ausgenutzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lorze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Gewässernetz der Schweiz Bundesamt für Umwelt BAFU Thema Wasser
  3. Untersuchung der Reuss und ihrer Zuflüsse unterhalb des Vierwaldstättersees in den Jahren 1999-2003 (PDF) uwe.lu.ch