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LEO-PNT

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
LEO-PNT, Celeste
Typ: Navigationssatellit, 2 Konstellationen
Land: Deutschland Deutschland, Frankreich Frankreich, Italien Italien, Spanien Spanien, u. a.
Betreiber: Europaische Weltraumorganisation ESA
Missionsdaten
Masse: je 70 kg
Start: 2026–2028
Status: geplant
Bahndaten
Bahnhöhe: 500–600 km

LEO-PNT (Low Earth Orbit Positioning Navigation and Timing), ab September 2025 unter dem Missionsnamen Celeste, ist ein Projekt aus zunächst zwei geplanten Satellitenkonstellationen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), die zum Test eines neuen Navigationssystems dienen. Der Start des oder der ersten Satelliten wird für 2026 angestrebt.

LEO-PNT ist eine der Missionen des FutureNAV-Programms, die in der Konferenz des ESA-Ministerrats 2022 genehmigt wurden.[1] Im September 2025 wurde als offizieller Missionsname Celeste, benannt nach Maria Celeste, einer Tochter von Galileo Galilei und Marina Gamba, festgelegt.[2]

Geplant sind zwei Konstellationen mit insgesamt mindestens 10 Testsatelliten.[3] Im März 2024 beauftragte die ESA zwei konkurrierende Konsortien jeweils mit Entwicklung und Bau von Satelliten und der Einrichtung eines Bodensegments. Einer der beiden Aufträge ging an GMV Aerospace and Defence in Spanien als Hauptauftragnehmer für das Gesamtsystem und die OHB System AG in Deutschland als Hauptauftragnehmerin für das Raumfahrtsegment. Der zweite Auftrag für ein System mit fünf Satelliten ging an Thales Alenia Space France als Hauptauftragnehmer für das Gesamtsystem und die italienische Thales Alenia als Hauptauftragnehmer für das Raumfahrtsegment. An beiden Konsortien zusammen sind mehr als 50 Organisationen aus 14 Ländern beteiligt.[1][4]

Der oder die ersten der Satelliten sollten ursprünglich 2026 gestartet werden, die gesamten Konstellationen bis 2028.[5][6][7] Im Juni 2025 wurde ein Start der ersten beiden Satelliten für Ende Dezember 2025 angekündigt.[8]

Aufgaben und Ziele

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Die Satelliten sollen etwa 70 kg wiegen und in 500 bis 600 km Höhe um die Erde kreisen, also sehr niedrig (Low Earth Orbit) im Vergleich zu den Galileo-Navigationssatelliten in 23.200 km Höhe (Medium Earth Orbit). LEO-PNT soll auch neue Signale und neue Frequenzbänder testen. Es entspricht damit den GIOVE-Testsatelliten für Galileo.[9]

LEO-PNT soll in einem „Multilayer-Ansatz“ mit Galileo zusammenarbeiten. Die neue Technik soll insgesamt widerstandsfähiger, genauer und schneller sein als derzeit eingesetzte. Durch die geringere Höhe kann bei gleicher Sendeleistung eine höhere Signalstärke erreicht werden, sodass die Signale unempfindlicher gegen Interferenzen sind. Auf diese Weise sollen Orte erreicht werden, die von Galileo bisher nicht abgedeckt werden, wie die Polargebiete oder das Innere von Gebäuden.[10][11]

Einzelnachweise

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  1. a b Pressemitteilung N° 13–2024: ESA gibt den Startschuss für zwei neue Navigationsmissionen. In: esa.int. ESA, 19. März 2024, abgerufen am 25. März 2024.
  2. Galileo ‘daughter mission’ name revealed: Celeste. In: esa.int. ESA, 4. September 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025 (englisch).
  3. ESA: LEO-PNT. In: esa.int. ESA, 2024, abgerufen am 25. März 2024 (englisch).
  4. Jeff Foust: ESA awards three contracts for satellite navigation missions. Spacenews, 20. März 2024.
  5. ACall for information on low Earth orbit navigation. ESA, 26. Februar 2025.
  6. Deimos Leads Key Satellite Platform Development for Europe’s LEO-PNT Project. Deimos, 29. Dezember 2024.
  7. Peter de Selding: US, Europe Testing LEO Navigation Technologies, but Don’t Call them GNSS ‘Alternatives’, 12. April 2024.
  8. ESA’s LEO-PNT satellites set to launch by end of year. In: esa.int. ESA, 25. Juni 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025 (englisch).
  9. ESA plans for low-orbiting navigation satellites. In: esa.int. ESA, 26. Oktober 2022, abgerufen am 25. März 2024 (englisch).
  10. Martin Holland: Genesis-Satellit: ESA will die Erde millimetergenau vermessen – kontinuierlich. In: Heise.de. Heise Verlag, 20. März 2024, abgerufen am 25. März 2024.
  11. ESA Navigation portfolio expanded and diversified by Ministerial Council. In: esa.int. ESA, 25. November 2022, abgerufen am 25. März 2024 (englisch).