Landgericht Kleve

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Gerichtsgebäude Schwanenburg

Das Landgericht Kleve ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines von sechs Landgerichten im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

Gerichtssitz und -bezirk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz des Gerichts ist Kleve in Nordrhein-Westfalen. Der Gerichtsbezirk ist mit rund 1.669 km² der größte im Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf und umfasst die Städte und Gemeinden Emmerich am Rhein, Rees, Geldern, Issum, Kerken, Kevelaer, Rheurdt, Straelen, Wachtendonk, Weeze, Bedburg-Hau, Goch, Kalkar, Kleve, Kranenburg, Uedem, Moers, Neukirchen-Vluyn, Alpen, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gericht ist im Gebäude Schloßberg 1 untergebracht. Eine auswärtige Strafkammer tagt im Gebäude des Amtsgerichts Moers in der Haagstraße 7 in Moers.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landgericht Cleve existiert unter diesem Namen seit 1820. In der damaligen preußischen Rheinprovinz galt die französische Gerichtsorganisation weiter. Der Appellationsgerichtshof Köln hatte dort die Funktion des Appellationsgerichtes. Die ihm untergeordneten Gerichte trugen nicht die Bezeichnung Kreisgericht sondern Landgericht. Dem Landgericht Cleve waren folgende Friedensgerichte als Gerichte erster Instanz untergeordnet:

Friedensgericht Sitz
Friedensgericht Cleve Kleve
Friedensgericht Dülsen Duiven
Friedensgericht Geldern Geldern
Friedensgericht Goch Goch
Friedensgericht Kempen Kempen
Friedensgericht Lobberich Lobberich
Friedensgericht Meurs Meurs
Friedensgericht Rheinberg Rheinberg
Friedensgericht Wachtendorf Wachtendorf
Friedensgericht Xanten Xanten

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Über- und nachgeordnete Gerichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das dem Landgericht Kleve übergeordnete Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht Düsseldorf. Nachgeordnet sind die Amtsgerichte Emmerich, Geldern, Kleve, Moers und Rheinberg.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. H. A. Fecht: Die Gerichts-Verfassungen der deutschen Staaten, 1868, S. 175, online

Koordinaten: 51° 47′ 11″ N, 6° 8′ 20″ O