Kamp-Lintfort

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kamp-Lintfort
Kamp-Lintfort
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kamp-Lintfort hervorgehoben
51.56.533333333333333Koordinaten: 51° 30′ N, 6° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Wesel
Höhe: 33 m ü. NHN
Fläche: 63,14 km²
Einwohner: 37.093 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 587 Einwohner je km²
Postleitzahl: 47475
Vorwahl: 02842
Kfz-Kennzeichen: WES, DIN, MO
Gemeindeschlüssel: 05 1 70 020
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 2
47475 Kamp-Lintfort
Webpräsenz: www.kamp-lintfort.de
Bürgermeister: Christoph Landscheidt (SPD)
Lage der Stadt Kamp-Lintfort im Kreis Wesel
Bottrop Duisburg Essen Krefeld Kreis Borken Kreis Kleve Kreis Recklinghausen Kreis Viersen Mülheim an der Ruhr Oberhausen Alpen (Gemeinde) Dinslaken Hamminkeln Hünxe Kamp-Lintfort Moers Neukirchen-Vluyn Rheinberg Schermbeck Sonsbeck Voerde (Niederrhein) Wesel XantenKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Kamp-Lintfort liegt am unteren Niederrhein am westlichsten Rand des Ruhrgebiets im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel im Regierungsbezirk Düsseldorf. Durch den Kreis Wesel wird die Stadt Kamp-Lintfort beim Regionalverband Ruhr und beim Landschaftsverband Rheinland vertreten.

Geografie[Bearbeiten]

Räumliche Lage[Bearbeiten]

Kamp-Lintfort liegt in der niederrheinischen Tiefebene, sechs Kilometer südwestlich von Rheinberg und acht Kilometer nordwestlich von Moers. Nach der landschaftlichen Definition des Verdichtungsraums des Ruhrgebiets wird der Innenstadtbereich der Agglomeration zugeordnet, die weniger besiedelte, umgebende Fläche der Stadt jedoch nicht.[2] Einen Großteil des Stadtgebiets füllt das Waldgebiet „Leucht“ aus, welches zum Staatsforst Xanten gehört.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das zusammenhängende Stadtgebiet wird größtenteils durch den Ortsteil Lintfort gebildet. Werkskolonien der Zeche Friedrich Heinrich sowie einer früher betriebenen Ziegelei prägen große Teile des Stadtbildes. Im Zentrum formten die „Drei Weißen Riesen“ die Skyline von Kamp-Lintfort; mit 95 Prozent Leerstand war dieses stadtplanerische Projekt der späten 1960er-Jahre inzwischen zum Albtraum mutiert. Für das Areal wurde eine Umnutzung als Einkaufszentrum geplant. Nach Bewilligung von Geldern des Landes Nordrhein-Westfalen wurden 2009 zwei der drei Hochhäuser abgerissen, das dritte und größte wurde am 19. Dezember 2010 gesprengt, womit der Raum für die Neugestaltung dieses Stadtbereiches endgültig frei wurde. Auf dem Areal ist 2012 nach 18 monatiger Bauzeit das Einkaufszentrum "EK3" entstanden.[3] Weiterhin wird die Skyline von Kamp-Lintfort durch die zwischen 1975 und 1985 errichteten Bauten der neuen Innenstadt bestimmt.

Im Gegensatz dazu bildet der Ortsteil Kamp mit der historischen Besiedlung aus der Blütezeit des Klosters das historische Zentrum der Stadt.

In den 1950er-Jahren wurden an den Rändern des Ortsteiles Lintfort am Tor Ost sowie in den Gemarkungen Geisbruch und Gestfeld zusätzliche Siedlungsbebauungen vorgenommen. Diese Stadtteile wurden später durch Eigenheimbauten aufgestockt. Der Stadtteil Niersenbruch zeichnet sich durch überwiegende Einzelbebauung aus. Die außerhalb liegenden Ortsteile haben sich den ländlichen Charakter bewahrt. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Straßendorf Hoerstgen.

Bergarbeiterhäuschen und die „Drei Weißen Riesen“ in Kamp-Lintfort

Die Stadt Kamp-Lintfort gliedert sich in die elf Stadtteile:

  • Lintfort
  • Kamp
    • Niederkamp
    • Altfeld
    • Dachsbruch
    • Wickrath
  • Eyll
  • Geisbruch
  • Gestfeld
  • Hoerstgen
  • Kamperbruch
  • Niersenbruch
  • Kamperbrück
  • Rossenray
  • Saalhoff

Nachbargemeinden/-städte[Bearbeiten]

Gemeinde Issum
(Kreis Kleve)
Gemeinde Alpen Stadt Rheinberg
Compass card (de).svg
Gemeinde Rheurdt
(Kreis Kleve)
Stadt Neukirchen-Vluyn Stadt Moers

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Kamp kommt vom lateinischen campus und bedeutet Feld. Die Bezeichnung geht auf das Mittelalter zurück, da das Gebiet der Stadt hauptsächlich aus Sumpflandschaft bestand. Das war auch einer der Gründe, warum die Zisterzienser nicht, wie üblich, ihren Ordenssitz auf dem Land bauten, sondern auf eine Erhöhung, den Kamper Berg (Höhe: 45 m), verlegten. Aus dem Altfränkischen stammt der Name Lintfort, der so viel wie „Saum des Moores“ bedeutet.

Die frühesten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Jungsteinzeit, etwa 3000 v. Chr. bis 1800 v. Chr. Die früheste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 856: ter eke in boicholt. Am 31. Januar 1123 (damals wurde noch der Osterstil angewandt, deshalb gibt es auch Schriften, die das Jahr 1122 angeben) wurde mit Unterstützung des Kölner Erzbischofs Friedrich I. das erste Zisterzienserkloster auf deutschem Boden gegründet. Ausgehend vom Kloster Kamp wurden etwa 100 weitere Niederlassungen der Zisterzienser gegründet, die sich bis ins Baltikum erstreckten. Nach dem Truchsessischen Krieg (1583 bis 1588) verließ der letzte Abt das Kloster und erst 1640 kamen die ersten Zisterzienser zurück und bauten das Kloster wieder auf.

Kamp-Lintfort, Kloster Kamp, Terrassengartenpanorama

Nach dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1620) begannen die Spanier mit dem Bau der Fossa Eugeniana, die den Rhein mit der Maas verbinden sollte. Dieser Kanal nahm seinen Verlauf direkt am Kloster vorbei. Auf dem Gebiet von Kamp-Lintfort wurden auch mehrere Schanzen zum Schutz gegen die Niederländer errichtet.

In den Jahren 1695 bis 1705 wurden unter den Äbten Holtmann, à Richterich und Norf die heutigen barocken Gebäude der Klosterkirche sowie des Krankenhauses (heute Pfarramt) errichtet. Weiterhin wurden an der Südseite der Klosterkirche umfangreiche Konventsgebäude errichtet. 1742 bis 1747 wurde unter dem Abt Daniels die prächtige Terrassengartenanlage am Südhang des Kamper Berges sowie ein schlossartiges Prälaturgebäude an der Westseite der Klosterkirche errichtet. Dem Kloster wurde der juristische Titel einer Prälatur mit eigener Rechtsprechung zuerkannt. Hierzu wurde auf dem Kamper Berg ein separates Gerichtsgebäude errichtet, welches heute als Denkmal erhalten ist. Nach der französischen Besetzung wurde das Kloster 1802 säkularisiert und die Mönche vertrieben; nur einer blieb, um die Seelsorge des Ortes weiterzuführen. Die umfangreichen Klostergebäude wurden mit Ausnahme der Kirche und dem Krankenhaus als Pfarrhaus abgebrochen. Der Terrassengarten blieb sich selbst überlassen und verwilderte.

Der heutige Stadtteil Hoerstgen bildete die gleichnamige Herrschaft, welche ein Lehen der Grafschaft Moers war. Sie ging durch Erbschaft über die von Drachenfels an die Mirlar zu Millendonk und 1754 an die Freiherren von Knesebeck über. Die Reichsunmittelbarkeit wurde von den Nachbarn Moers und Kurköln bestritten. Sie wurde wie die übrigen Teile des Niederrheins ab 1815 Teil Preußens.

Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel ein großer Teil des linken Niederrheins an Preußen. Die auf dem Stadtgebiet liegenden Bürgermeistereien Camp und Vierquartieren wurden dem Kreis Moers zugeordnet. Am 1. Mai 1907 erfolgte der erste Spatenstich der Zeche Friedrich Heinrich, welche am 1. Juli 1912 die Kohleförderung aufnahm. Durch den nun folgenden Bau der Werkssiedlungen der Zeche sowie der gleichzeitig in Betrieb gekommenen Ziegelei Pauen in Kamperbruch bildete sich auf freier Fläche ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet. In den Jahren 1928 bis 1930 wurde in Lintfort die Christuskirche als Hauptkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Lintfort errichtet. Diese Gemeinde hatte seit 1914 in der Zechensiedlung eine Notkirche unterhalten. Ferner wurde in Lintfort die Filialgemeinde St. Josef eingerichtet, die ebenfalls zunächst in einer Notkirche untergebracht war. Von 1931 bis 1934 wurde für die Gemeinde St. Josef als Pfarrkirche von Lintfort ein prächtiger Kirchenbau errichtet.

Zum 1. April 1934 wurden die Ämter Vierquartieren (bestehend aus den Landgemeinden Camperbruch, Lintfort, Rossenray und Saalhoff), Camp und Hoerstgen zur neuen Landgemeinde „Camp-Lintfort“ vereinigt. Kurz danach wurde die Schreibweise in „Kamp-Lintfort“ geändert.

Bei Bombardements im Zweiten Weltkrieg gab es Zerstörungen insbesondere in zechennahen Teilen der Altsiedlung. Beim alliierten Vormarsch im Frühjahr 1945 wurde der Bereich um das Kloster Kamp stärker in Mitleidenschaft gezogen.

Am 25. März 1945 trafen sich die Befehlshaber der alliierten Truppen im Neuen Casino der Zeche Friedrich Heinrich. Es waren dies der US-amerikanische General und spätere Präsident Dwight D. Eisenhower, Premierminister Winston Churchill und Field Marshal Bernard Montgomery. Am 12. Februar 1950 wurden der Großgemeinde Kamp-Lintfort die Stadtrechte verliehen. Hierzu wurde die am 7. Januar ausgestellte Urkunde zur Verleihung der Stadtrechte an Bürgermeister Robert Schmelzing übergeben. 1954 zog der Orden der (beschuhten) Karmeliter mit neun Ordensleuten in das Kloster ein. 1957 wurde auf dem Zechengelände Friedrich Heinrich der neue Förderturm des Schachtes 1 eingeweiht und im Lauf der Zeit zu einem der Wahrzeichen der Stadt. Die Feldhandballmannschaft des TuS Lintfort wurde 1959 mit einem 10:9 über Bayer 04 Leverkusen erstmals deutscher Meister, 1961 konnte der Titel ein weiteres Mal gegen den TSV Ansbach geholt werden. Ab 1963 wurde auf der Schachtanlage Rossenray Kohle abgebaut. 1970 erhielt die Landschaft mit dem Bau des großen Förderturms Rossenray 1 eine weitere weithin sichtbare Landmarke.

Mit der Kreisreform, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurde der Kreis Moers aufgelöst, und die Stadt kam leicht vergrößert zum Kreis Wesel.[4] Die geplante Eingemeindung nach Duisburg konnte verhindert werden. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde auf dem brachliegenden Gelände der Ziegelei Pauen und angrenzenden Freiflächen eine völlig neu konzipierte Innenstadt mit neuem Rathaus errichtet. Diese bilden seither das kommunale Zentrum der Stadt. 1988 wurde mit der Wiederherstellung der brachliegenden Terrassengärten des Klosters Kamp begonnen. Dieser wurde am 1. Oktober 1990 mit einer feierlichen Veranstaltung wieder eröffnet.

Der Bischof von Münster, Reinhard Lettmann, plante 2002 mit dem Orden der Karmeliter ein kulturelles und geistliches Zentrum auf dem Kamper Berg, da die Karmeliter den Konvent auflösten und nur ein Ordensangehöriger als Priester im ehemaligen Kloster verblieb. Im Jahr 2003 feierte die Niederlassung der Firma Siemens in Kamp-Lintfort ihr 40-jähriges Bestehen. Nach einem Verkauf im Jahr 2005 an die taiwanische Firma BenQ wurde 2006 Insolvenz beantragt und über 2000 Menschen wurden arbeitslos. Am 28. November 2004 fusionierten alle katholischen Gemeinden der Stadt zu einer einzigen, der Gemeinde St. Josef.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen der Stadt Kamp-Lintfort. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). Die aktuellen Angaben der Tabelle beziehen sich auf die Daten der Stadt Kamp-Lintfort.

Jahr Einwohnerzahlen
6. Juni 1961 ¹ 34.768
1. Januar 1966 37.899
27. Mai 1970 ¹ 38.294
30. Juni 1974 38.459
1. Januar 1975 39.197
1. Januar 1980 39.766
1. Januar 1985 38.808
1. Januar 1987 38.534
1. Januar 1990 39.632
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1995 41.267
31. Dezember 2000 40.755
31. Dezember 2001 40.883
31. Dezember 2002 40.691
31. Dezember 2003 40.512
31. Dezember 2004 40.485
31. Dezember 2005 39.636
31. Dezember 2006 39.461
31. Dezember 2012 37.093

Bis zum frühen 20. Jahrhundert gab es kaum Einwohner auf dem heutigen Stadtgebiet. Außer den Stadtteilen Kamp und Hoerstgen waren die anderen Gebiete recht spärlich bewohnt. 1910 lag die Einwohnerzahl bei etwa 3000, bis 1939 war sie auf etwa 23.300 angestiegen, eine Folge des Bergbaus, der viele Menschen an Rhein und Ruhr ziehen ließ. Die meisten kamen aus dem deutschen Osten oder aus Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere neue Siedlungsgebiete geschaffen und 1960 war die Bevölkerung auf 35.000 Einwohner angewachsen. Bis zum Jahr 1995 ist die Bevölkerung nur noch sehr langsam auf rund 41.000 angewachsen und ist seitdem leicht rückläufig, unter anderem eine Folge des Rückgangs des Kohlebergbaus und des wirtschaftlichen Strukturwandels in der Region.

Mundart und Umgangssprache[Bearbeiten]

Kamp-Lintfort mit seinen verstreut liegenden Ortsteilen und Siedlungen liegt im Niederfränkischen Mundartraum nördlich der so genannten Uerdinger Linie, die sich vom Rhein kommend über Kempen nach Venlo zieht. Diese Mundartlinie (auch ek-ech-Grenze genannt) grenzt das Südniederfränkische (das man z.B. in Uerdingen und Krefeld spricht, mit der Aussprache von „esch“ für das Personalpronomen „ich“) vom Nordniederfränkischen Platt ab, das im Krefelder Ortsteil Hüls (siehe Hölsch Plott) beginnt und am ganzen nördlichen Niederrhein, so auch im Kamp-Lintforter Raum in unterschiedlichen Varianten gesprochen wird (bzw. wurde) - mit der Aussprache von „ek“ anstelle von „ich“ („ek bön enen Kamp’sche“).

Allerdings ist die Mundart stark im Schwinden und wird von der jüngeren Generation kaum noch verstanden. Stattdessen setzt sich eine „neue“ Umgangssprache durch, das sogenannte „Niederrhein-Deutsch“, von den Sprachforschern „Regiolekt“ genannt. Es orientiert sich zwar am Hochdeutschen, weist aber spezielle Ausprägungen auf durch die Aufnahme von Ausdrücken Zugewanderter oder Modewörter der Jugendsprache. Auch die Bergmanns-Sprache hat ihre Spuren in der Kamp-Lintforter Umgangssprache hinterlassen. Viele kennen den Spruch vom: „..da hasse abber Futtsack dran!“.( Der Ausdruck Futtsack zeigt an, dass irgendetwas „schief gelaufen ist“. Er kommt aus der Zeit, als noch Grubenpferde unter Tage arbeiteten, die bei schwierigen Verhältnissen mit dem Futtersack ruhig gestellt wurden.) [5]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 49,4 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,9 %
25,6 %
8,6 %
4,2 %
3,9 %
3,7 %
1,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+3,7 %p
-4,8 %p
+1,8 %p
+4,2 %p
+1,2 %p
-7,2 %p
± 0,0 %p

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Die 44 Sitze im Stadtrat verteilen sich nach dem Ergebnis der Kommunalwahl 2009 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23
Christlich Demokratische Union 11
Bündnis 90/Die Grünen 4
Die Linke 2
Freie Demokratische Partei 2
Freie Bürger Gemeinschaft 2

Aktuell (Stand 1. April 2013) stellt sich die Sitzverteilung wie folgt dar:

Fraktion Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 25
Christlich Demokratische Union 11
Bündnis 90/Die Grünen 4
Freie Demokratische Partei 2
Freie Bürger Gemeinschaft 2

Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort ist Christoph Landscheidt (SPD).

[Bearbeiten]

Der ehemaligen Gemeinde (jetzt Stadt) ist mit Urkunde des Innenministers von Nordrhein-Westfalen vom 9. Dezember 1949 das Recht zur Führung eines Wappens, einer Flagge (Banner) und eines Siegels verliehen worden. Die Stadt führt zudem ein Logo.

Im Stadtwappen sind die historischen und prägenden Elemente der Stadt verbildlicht: oben links das Wappen der Zisterzienser mit Weltkugel und Pflugschar, in der Mitte ein abstrahiertes Abbild des Klosters und darunter Hammer und Schlägel für das Kohlebergwerk den größten Arbeitgeber der Stadt. Es wird wie folgt blasoniert: „In rotem Feld die silberne Abteikirche Kamp mit grünem Dach und Turmhelmen; die beiden seitlichen Türme tragen oben eine goldene Kugel, der Dachreiter einen goldenen Hahn. Unter der Kirche gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen. Im rechten Obereck ein goldenes Schildchen, darin eine blaue Weltkugel, die von einem goldenen Ring umschlossen wird, von dem eine goldene Pflugschar nach unten ausgeht.“[6]

Flagge und Banner[Bearbeiten]

Beschreibung der Flagge: „Die Flagge zeigt die Farben rot/weiß/grün in Querrichtung und das Wappen in der Mitte.“

Beschreibung des Banners: „Das Bannner zeigt die Farben rot/weiß/grün in Längsrichtung und das Wappen etwas oberhalb der Mitte.“[7]

Siegel[Bearbeiten]

Die Stadt Kamp-Lintfort führt ein Dienstsiegel, das in Form und Größe dem der Hauptsatzung beigedrückten Siegel gleicht. „Umschrift Links: “STADT KAMP” - Umschrift rechts: “-LINTFORT” - Siegelbild: Auf einem schwarzen kreisrunden Feld an das sich oben und unten zwei weitere kleinere Kreise anschließen, die Symbole des Wappens, eine dreitürmige Kirche mit Dach und Turmhelm; rechts neben der Kirche ein kleines Schildchen, darin eine Kugel mit einem Ring umspannt, von dem eine Pflugschar abhängt; unten gekreuzt Schlägel und Hammer.“ [8]

[Bearbeiten]

Die Stadt führt seit 2013 ein neues Logo, das als bester Entwurf aus einem Studentenwettbewerb hervorging. Ausgewählt wurde der Entwurf von Saskia Rühmkorf mit der einfachen Formel: „Einfacher kann man ein "K" nicht zu einem "KL" machen.“ Dazu kommt der schwarze Schriftzug übereinander "Kamp-Lintfort Hochschulstadt".[9]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kamp-Lintfort unterhält Städtepartnerschaften mit Chester-Le-Street (Vereinigtes Königreich) seit dem 4. September 1981, mit Cambrai (Frankreich) seit dem 16. September 1989, mit Żory (Polen) seit dem 18. April 2004 und mit Edremit (Türkei) seit dem 27. April 2011.

Außerdem gab es bis April 2005 noch eine Partnerschaft mit dem Flugkörperschnellboot S 64 „Bussard“ des Marinestützpunktes in Warnemünde, welche nach Außerdienststellung des Bootes beendet wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hier ist das ehemalige Zisterzienser- und Karmeliterkloster Kamp mit dem 1990 rekonstruierten Barockgarten (der 2004/2005 als herausragendes Beispiel in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen wurde) und dem Ordensmuseum zu erwähnen. Außerdem gibt es noch den ehemaligen Adelssitz Haus Dieprahm, der Ende des 20. Jahrhunderts komplett renoviert worden ist. Im Stadtteil Hoerstgen steht in der evangelischen Kirche eine funktionstüchtige Weidtmann-Orgel aus dem Jahr 1732. Ebenfalls in Hoerstgen liegt das Haus Frohnenbruch, ein mittelalterlicher Herrschaftssitz, der erstmals 1304 erwähnt worden ist. Die Ortschaft war während der Zeit des Heiligen Römischen Reiches eine reichsunmittelbare Herrschaft. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Gut Eyll und die angrenzende katholische Kirche, die um 1430 erbaut worden ist. Im frühen 20. Jahrhundert ist in Kamp-Lintfort eine Altsiedlung im Stile einer Gartenstadt entstanden, die im Gegensatz zu den Mietskasernen der Jahrhundertwende sehr aufgelockert ist. Mit 76 Hektar ist sie die größte erhaltene Werkssiedlung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes und steht heute nach umfangreicher Sanierung und Restaurierung unter Denkmalschutz (Gehört als westlichste Sehenswürdigkeit zur Route der Industriekultur).

Musikschule[Bearbeiten]

1991 wurde mit der Musikschule Kamp-Lintfort die erste kulturbildende Einrichtung der Stadt eröffnet. Sie wurde 2004 um eine Tanzabteilung erweitert und hat etwa 1000 Schüler.

Theater[Bearbeiten]

Die freistehende Aula des Städtischen Gymnasiums (SGKL) diente schon immer als Mehrzweckhalle für die unterschiedlichsten Veranstaltungen; in den 1980er-Jahren wurde sie offiziell in „Stadthalle“ umbenannt. Dort werden mehrmals im Jahr Kabarett und Schauspiele sowie von der Bühne 69 Boulevardkomödien angeboten. Auf dem Kamper Berg findet jeden Sommer ein Freilichttheater, gestaltet vom Landestheater Burghofbühne statt, das rund 3000 Besucher jedes Jahr anlockt.

Museen[Bearbeiten]

Das Ordensmuseum auf dem Kamper Berg zeigt Gegenstände aus der Zeit der Zisterziensermönche. Kostbarstes Ausstellungsstück ist das Kamper Antependium, ein Altarvorhang aus dem 14. Jahrhundert. Das Geologische Museum besitzt einen reichen Fundus an Fossilien, Gesteinen und Mineralien, die im Bereich der Zeche gefunden worden sind. Die Sammlung besteht seit 1907. Am 19. März 2006 wurde außerdem in der Kamp-Lintforter Zechensiedlung ein Museumshaus eröffnet, welches das Leben der Bergleute im frühen 20. Jahrhundert zeigt. Des Weiteren gibt es in Kamp-Lintfort noch ein privates Biermuseum. Hier dreht sich alles um Bier, Gläser, Flaschen, Schilder, Bücher usw.. Weit über 5000 Exponate können im privaten Biermuseum bewundert werden. Fast alle 200 Brauereien, die es einst außer Diebels und König am Niederrhein gab, sind im Privatmuseum vertreten. Dazu kommt noch eine zweite Abteilung, die sich ausschließlich mit dem berühmten Magenbitter aus der Nachbarstadt Rheinberg beschäftigt, dem Underberg.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Jedes Jahr am 1. Mai findet am Eyller Berg ein vom ADAC ausgetragenes Motocross-Rennen statt. Das Rennen wird auch für die deutsche Meisterschaft gewertet.
  • Auf dem Kamper Berg findet alle zwei Jahre ein mittelalterlicher Markt statt, auf dem verschiedene Lebensmittel dieser Zeit angeboten werden, mittelalterliche Musik gespielt wird und auch künstlerische Darbietungen gezeigt werden.

Sport[Bearbeiten]

Von den in Kamp-Lintfort existierenden Sportvereinen sind die Vereine DJK Kamp-Lintfort (1926/55 gegründet, 350 Mitglieder), Fichte Lintfort (1914 gegründet, 500 Mitglieder), SV Lintfort und Alemannia Kamp insbesondere im Bereich Fußball tätig.

Kamp-Lintfort hat außerdem drei größere Reitvereine und besitzt mit der Leucht eine für Reiter sehr attraktive Ausreitumgebung. Jährlich zu Ostern veranstaltet der RV Seydlitz Kamp ein international ausgeschriebenes Vielseitigkeitsturnier.

Der Verein BG Kamp-Lintfort zählt zu den 20 größten Basketballvereinen in Deutschland (Stand 2011).

Beim Handballverein TuS Lintfort, dessen Damen in der Regionalliga aktiv sind, gewannen die Männer in der Saison 1958/59 und 1960/61 die Deutsche Feldhandballmeisterschaft.

Außerdem gibt es den Schwimmverein Lintforter Schwimm-Club 1957 (LSC) und die Taucher Kamp-Lintfort e. V. (1981 gegründet, 350 Mitglieder).

Der 1. VV Kamp-Lintfort bietet außerdem die Möglichkeit, Volleyball zu spielen. Seine 1. Damenmannschaft spielt in der Landesliga, die 1. Herrenmannschaft stieg 2010 in die Landesliga auf. Die männliche A-Jugend belegte im Jahr 2010 den siebten Platz bei der Westdeutschen Meisterschaft und spielte in der Saison 2010/11 in der NRW-Liga.

Für Zweiradfahrer gibt es in Kamp-Lintfort den Rad- und Motorsportverein Frischauf 1912 (RMSV).

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Stadtentwicklung[Bearbeiten]

Im Januar 2007 erreichte die Stadt im so genannten T-City-Wettbewerb die Endrunde.

Kamp-Lintfort erhielt Fördermittel aus dem Projekt Stadtumbau West, mit denen das gesamte Gebiet, auf dem die drei vormals als Weiße Riesen bekannt gewesenen Hochhäuser in der Innenstadt standen – Bausünden in den Augen vieler Einwohner – neu überplant werden und das Einkaufszentrum EK3 errichtet werden konnte (eröffnet: 5. Juli 2012, Bauzeit 18 Monate).

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt neben sechs Grundschulen über zwei Hauptschulen, eine Realschule, ein Gymnasium und eine Gesamtschule. Am 28. November 2008 wurde im Rahmen des Ausbaus der NRW-Hochschullandschaft beschlossen, dass in Kamp-Lintfort eine Dependance der neugegründeten Hochschule Rhein-Waal entstehen soll. Der Hauptsitz der Fachhochschule soll in Kleve sein. Bis zum Wintersemester 2010 sollen so insgesamt 2500 Interessierte ein Studium beginnen können.[10] In Kamp-Lintfort wurde dazu ein Gebäudekomplex in zentrumsnaher Lage auf dem ehemaligen ABC-Gelände und Teilen der benachbarten Fläche der Zeche Friedrich-Heinrich errichtet. Dieser Komplex ist vorerst auf eine Anzahl von 2000 Studienplätzen ausgerichtet. Der Bezug erfolgte im März 2014.

Verkehrsinfrastruktur[Bearbeiten]

Busverkehr[Bearbeiten]

Im Straßenpersonennahverkehr verbindet der Schnellbus SB 30 Geldern über Kamp-Lintfort und Moers mit Duisburg. Der zentrale Umsteigepunkt ist die Haltestelle Neues Rathaus, an welcher sich alle Buslinien, welche das Stadtgebiet berühren, treffen. Die Hauptleistungen im Busverkehr werden durch die Linie 911, 2 und SB30 erbracht. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Er wird unter anderem von der NIAG durchgeführt.

Linienverzeichnis (Stand
Juni 2011)
Linie Linienweg Takt Mo-Fr
(HVZ)
Takt Sa
(HVZ)
Takt So
(HVZ)
Betreiber
1 Hochschule Rhein-Waal - Neues Rathaus - Schulzentrum - Niersenbruch - Fasanenstraße - Rossenray - Rheinberg - Rhb.-Ossenberg 60 60 60 NIAG
2 Neues Rathaus - Dieprahm - Eyller-/Ferdinantenstr. - St. Bernhard Hospital - Bgm. Schmelzing Str. - Kamperbrück Zur Linde 30/60 30/60 60 NIAG
7 Neues Rathaus - Eyller-/Ferdinantenstr. - St. Bernhard Hospital - Monterkamp - Rheurdt - Neukirchen-Vluyn - Moers 120 120 - NIAG
SB30 Duisburg Hbf - Moers - Kamp-Lintfort Neues Rathaus - Hochschule Rhein-Waal / Kamperbrück - Hoerstgen - Sevelen - Geldern Bf 60 60 - NIAG
32 Moers - Kamp-Lintfort Neues Rathaus - Eyller-/Ferdinantenstr. - Kamperbrück - Hoerstgen - Sevelen - Issum - Geldern Bf 60/120 60/120 60 NIAG
39(Taxibus) Neues Rathaus - Fasanenstraße - Rheinberg-Alpsray (- Rhb.-Millingen - Alpen) 120 120 - NIAG
076 Verkehrspavillon - Neues Rathaus - Eyller-/Ferdinantenstr. - Eyll - Neukirchen-Vluyn - Kempen-Tönisberg - KR-Hüls - KR-Inrath - Krefeld Hbf 60/120 120 2 Fahrten RVN
911 Neues Rathaus - Markt - Ebertplatz - MO-Repelen - Moers - DU-Homberg - DU-Ruhrort 15 15/30 30 NIAG

Flugverkehr[Bearbeiten]

Im Ortsteil Saalhoff wurde 1969 der Sonderlandeplatz Kamp-Lintfort (EDLC) eröffnet. Dieser Flugplatz ist zugelassen für den Betrieb von Motorflugzeugen bis zwei Tonnen maximales Abfluggewicht, für Hubschrauber bis 5,7 Tonnen maximales Abfluggewicht, Segelflug, Ultraleichtflug und Heißluftballonbetrieb. Es steht eine 600 Meter lange Graslandebahn in der Ausrichtung 07/25 zur Verfügung. Als Treibstoff steht AVGAS 100LL, MOGAS/Autosuper Plus, sowie Diesel zur Verfügung. Weitere Anflughilfen sind ein UKW-Peiler VDF/QDM sowie ein Flugplatzleuchtfeuer (ABN). Betreiber des Flugplatzes ist die Luftsportgemeinschaft Kamp-Lintfort im DAeC.

Straßen[Bearbeiten]

Kamp-Lintfort ist durch die Bundesautobahnen 42 und 57 (E 31) sowie über die Bundesstraße 510 an das Fernstraßennetz angebunden. Als Verlängerung der A 42 wurde im Dezember 2006 die Bundesstraße 528 als Südumgehung des Stadtgebietes gebaut. Von dort aus erhält das Autobahnkreuz Kamp-Lintfort mit der nun dritten Autobahnabfahrt, neben dem Autobahnkreuz und der Ausfahrt „Asdonkshof“, „Kamp-Lintfort-Süd“ Anschluss an das „Gewerbegebiet-Süd“ und soll künftig bis zur Eyller Straße im Ortsteil Geisbruch verlängert werden.

Bahnanschluss[Bearbeiten]

Kamp-Lintfort verfügt außerdem über eine Bahnanbindung , welche das Bergwerk West mit dem Übergabebahnhof Moers-Rheinkamp verbindet und dort an die Niederrheinstrecke anschließt. Die Gleisanlagen, welche nur dem Kohletransport dienen, befinden sich im Besitz der RAG und münden in Rheinkamp ins Netz der Deutschen Bahn. Es gibt Planungen, auf dieser Bahnverbindung nach Stilllegung des Bergwerks, öffentlichen Schienenpersonennahverkehr einzuführen. Dadurch würde eine direkte Bahnverbindung über Moers weiter nach Duisburg geschaffen, was durch diverse Gutachten bereits positiv bewertet wurde. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr rechnet allerdings nicht damit, dass die nötigen Kosten von 32 Millionen Euro sowie jährliche Betriebskosten von 4,5 Millionen Euro von den Kommunen aufgebracht werden können.[11]

Unternehmen[Bearbeiten]

Kamp-Lintfort war etwa 100 Jahre lang stark vom Kohlenbergbau geprägt. Ein Großteil der Beschäftigten arbeitete noch bis Ende 2012 im Bergwerk West, früher Friedrich-Heinrich. Anfangs 3500 und zuletzt 1500 Mitarbeiter förderten jährlich bis drei Millionen Tonnen Kohle. Die Kohleförderung wurde bedingt durch die Einstellung des subventionierten Steinkohlebergbaus in Deutschland mit der letzten Förderschicht am 21. Dezember 2012 beendet. Damit gehört am Niederrhein der Kohlebergbau zur Vergangenheit.

Ein weiterer großer Betrieb war die Firma BenQ Mobile, die hier bis zum 30. Januar 2007 Mobiltelefone herstellte. Der BenQ-Standort in Kamp-Lintfort war seit September 2006 insolvent und wurde geschlossen. Im Jahr 2005 fasste der Vorstand der Siemens AG den Entschluss, die Fertigung der Mobiltelefone mit den Standorten Kamp-Lintfort und Bocholt an BenQ zu veräußern.

Das ehemalige Gelände von BenQ-Mobile wurde im Oktober 2008 von Walter Hellmich erworben und war zunächst als Standort der Fachhochschule Rhein-Waal im Gespräch.[12] Auf dem Gelände ist bereits das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) ansässig, welches 2008 von Moers hierhin zog.

In den Gewerbegebieten Nord, Süd und Ost sind diverse kleine und mittelständische Unternehmen angesiedelt, im Gebiet Süd unter anderem eine Logistikfiliale der Kaiser + Kraft AG sowie ein überregional bekanntes Unternehmen der Lebensmittelherstellung.

Ferner wurde seit 1989 der Gewerbe- und Technologiepark Dieprahm westlich des Gewerbegebiets Süd angelegt. Dieser beherbergt diverse Unternehmungen der Hochtechnologie und Dienstleistungsbranche. Ferner ist dort das Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST) an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt.

Seit 1993 betreibt der Kreis Wesel das teilweise umstrittene Abfallentsorgungszentrum (AEZ) Asdonkshof an der östlichen Stadtgrenze. Dieser Anlage ist ein Müllheizkraftwerk mit einem 200 Meter hohen Kamin angegliedert.

Seit 1997 werden in dem neuen Gewerbegebiet Nord/Kamperbruch sowie in Umgebung der Schachtanlage Rossenray neue Gewerbeflächen erschlossen. Diese sind durch ein Logistikzentrum der Handelskette Lidl, Kies- und Bauindustrie sowie kleine und mittelständische Unternehmen besiedelt.

Medien[Bearbeiten]

In Kamp-Lintfort existiert bei der Volkshochschule eine von sechs Radiowerkstätten des Lokalradios Radio K. W. In diesen Studios wird der größte Teil der Sendungen des Bürgerfunks produziert.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Kamp-Lintfort gewirkt haben[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

In Kamp-Lintfort fand in den 1980er Jahren einer der aufsehenerregendsten Missbrauchsfälle in Deutschlands statt, als die Schülerin Silvia K. von dem Ehepaar Engelbrecht 15 Monate in einem Kellerverlies gefangen gehalten und brutal missbraucht wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Geisbauer: Kloster Kamp, seine Äbte und Filiationen. Die Kamper Chronik – deutsch. Kloster Kamp, Kamp-Lintfort 2002.
  • E. Günter Piecha: Kamp-Lintfort im Spiegel der Geschichte. Rheinland-Verlag, Köln 1978, ISBN 3-7927-0375-0 (hrsg. von der Stadt Kamp-Lintfort).
  • Erich Willicks, Georg Geisbauer: Kloster Kamp. Geschichte und Gegenwart. Kloster Kamp, Kamp-Lintfort 2000.
  • Stadt Kamp-Lintfort (Hrsg.): 50 Jahre Kamp-Lintfort. Kamp-Lintfort 1999 (Festschrift).
  • Hans Kollert: Erinnerungen von Camp bis Kamp-Lintfort in bisher kaum veröffentlichen Bildern. Palka, Kamp-Lintfort 1989.
  • Jürgen Kwiatkowski, Peter Gottschlich: Kamp-Lintfort. Menschen und Denkmäler. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-092-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kamp-Lintfort – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Landschaftssteckbrief: Ruhrgebiet (BfN)
  3. http://www.weisse-riesen-kamp-lintfort.de/ (eingesehen am 20. Dezember 2010)
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 296.
  5. Rheinhausener Bergbaubegriffe. Abgerufen am 1. Januar 2013.
  6. Wappenbeschreibung der Stadt Kamp-Lintfort
  7. Hauptsatzung der Stadt Kamp-Lintfort, § 2, Absatz 2
  8. Habben, Hermann: „Wappen, Siegel und Flaggen im Kreis Moers“, Rheinberg 1962, S.28ff
  9. Studenten entwickeln Logo für die Stadt. Abgerufen am 4. Oktober 2013.
  10. Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen gründet drei neue Fachhochschulen und erweitert bestehende Fachhochschulen auf http://www.nrw.de/presse/nordrhein-westfalen-gruendet-drei-neue-fachhochschulen-und-erweitert-bestehende-fachhochschulen-5512/ (abgerufen am 26. Dezember 2012)
  11. Wenig Hoffnung für die Hochschul-Bahn. In: Rheinische Post. 22. April 2010.
  12. Hellmich kauft BenQ-Gelände