Anleinpflicht

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Als Anleinpflicht oder auch Leinenzwang wird die Pflicht bezeichnet, einen Hund an einer reißfesten und ausreichend kurzen, allgemein einer geeigneten, Leine zu führen.

In Deutschland ergibt sich die Anleinpflicht vor allem aus entsprechenden Landesnormen (Hundegesetze), kommunalen Anordnungen oder Auflagen an individuelle Hundehalter. Auch das Wohnungseigentumsgesetz begründet nach Auffassung mehrerer Gerichte[1] Anleinpflichten im gemeinsam genutzten Wohneigentum. Die Anleinpflicht war Gegenstand zahlreicher Normenkontrollen und Gerichtsverfahren einzelner Halter. Eine generelle Anleinpflicht (im Sinne einer Anleinpflicht für alle Hunde immer und überall) besteht nicht und wäre nach Auffassung des OLG Hamm aus verfassungsrechtlichen Gründen auch nicht zulässig.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des OLG Karlsruhe vom 02. Juni 2008 zu Az. 14 Wx 22/08
  2. Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm, 5. Senat für Bußgeldsachen, Az. 5 Ss OWi 1225/00
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