Lenora

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lenora (Begriffsklärung) aufgeführt.
Lenora
Wappen von Lenora
Lenora (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Prachatice
Fläche: 1779 ha
Geographische Lage: 48° 56′ N, 13° 48′ O48.92555555555613.806666666667765Koordinaten: 48° 55′ 32″ N, 13° 48′ 24″ O
Höhe: 765 m n.m.
Einwohner: 773 (1. Jan. 2013) [1]
Postleitzahl: 384 42 - 384 44
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Bahnanschluss: Strakonice–Volary
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 5
Verwaltung
Bürgermeister: Jaroslava Krnáková (Stand: 2007)
Adresse: Lenora 36
384 42 Lenora
Gemeindenummer: 550353
Website: www.lenora.cz

Lenora (deutsch: Eleonorenhain) ist eine Gemeinde mit 810 Einwohnern (1. Januar 2004) im Okres Prachatice (Bezirk Prachatitz) im Jihočeský kraj, Tschechien.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort an der Warmen Moldau im Böhmerwald entstand erst 1834 durch den Bau einer Glashütte durch Johann Meyr. Fürst Johann Adolf II. Fürst zu Schwarzenberg (1799-1888) dem das Waldgebiet gehörte, gab der Ansiedlung zu Ehren seiner Gattin Eleonore den Namen Eleonorenhain. Fürstin Eleonore von Schwarzenberg (1812-1873) war Tochter von Moritz Liechtenstein (1775-1819) und Marie Leopoldine Esterházy von Galánthá (1788-1846). Siehe auch Schwarzenberg (Adelsgeschlecht).

Um 1859 war der Ort einer der größten Glashütten Böhmens. Mit der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach 1945 wurde die Glashütte, die sich zuletzt im Besitz der Brüder Alfons und Siegfried Kralik befand, verstaatlicht.

Auf einer Anhöhe befindet sich ein Denkmal zum Gedenken an Andreas Hartauer, der das Lied Tief drin im Böhmerwald schuf. Der böhmische Komponist Bedřich Smetana hielt sich mehrfach aufgrund seines Tinnitus in Eleonorenhain auf, um sich zu erholen. Sein Aufenthalt In Eleonorenhain ist durch einen Gästebucheintrag des von der Familie Kralik betriebenen Touristenhauses belegt. Man geht davon aus, dass er sich hier in der Nähe der Moldau-Quelle zu seinem Werk „Die Moldau“ inspirieren ließ.

Neben dem Schloss ist das Rechle, eine überdachte Holzbrücke über die Warme Moldau, das bekannteste Bauwerk des Ortes.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Gemeinde Lenora gehören die Ortsteile Houžná (Hüblern), Kaplice (Kapellen), Nová Houžná (Neuhüblern), Vlčí Jámy (Wolfsgrub) und Zátoň (Schattawa).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lenora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien