Strážný

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Strážný
Wappen von Strážný
Strážný (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Prachatice
Fläche: 4963 ha
Geographische Lage: 48° 54′ N, 13° 43′ OKoordinaten: 48° 54′ 30″ N, 13° 43′ 13″ O
Höhe: 834 m n.m.
Einwohner: 455 (1. Jan. 2017)[1]
Postleitzahl: 384 43 - 384 44
Struktur
Status: Městys
Ortsteile: 4
Verwaltung
Bürgermeister: Jiří Vacek (Stand: 2013)
Adresse: Strážný 37
384 43 Strážný
Gemeindenummer: 550531
Website: www.strazny.cz
Marienkapelle bei Strážný

Strážný (früher Kunžvart, deutsch Kuschwarda) ist eine Minderstadt in Tschechien. Sie befindet sich im Okres Prachatice im Böhmerwald an der deutsch-tschechischen-Grenze. Strážný liegt am Fuße des 1115 m hohen Strážný (Schlösselberg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strážný entstand als Niederlassung am Goldenen Steig 1672/1689. 1781 wurde die Dreifaltigkeitskirche errichtet. Diese wurde 1965 auf Anweisung der Abteilung für das Bauwesen beim ONV (Bezirks-Nationalausschuss) wegen Baufälligkeit gesprengt und der Friedhof eingeebnet. 1833 entstand die noch heute bedeutende Straße von Passau nach Prag (heute Bundesstraße 12 (D)) / Nationalstraße 4 (CZ). Seit dem Jahr 1844 hat die Gemeinde das Marktrecht. 1945/46 wurden die deutschen Bewohner aus ihrer Heimat vertrieben und entschädigungslos enteignet. Seit 2010 besitzt der Ort den Status eines Městys.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Bundesstraße 12 / Silnice I/4 ist die Gemeinde mit dem Grenzübergang Philippsreut in Richtung Passau und Prag sehr gut angebunden.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs entwickelte sich schnell ein auf Grenztourismus basierendes Wirtschaftsleben. Nach dem EU-Beitritt Tschechiens und der damit verbundenen Zollfreiheit ging der Handel in Duty-Free-Shops zurück, jedoch erfreuen sich die grenznahe Tankstelle, die beiden Spielbanken sowie andere Unterhaltungsbetriebe weiterhin anhaltender Beliebtheit, welche durch den Beitritt Tschechiens zum Schengener Abkommen am 21. Dezember 2007 verstärkt wurde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Strážný gehören die Ortsteile Hliniště (Leimsgrub), Kořenný (Schlösselbach) und Řasnice (Pumperle) sowie die kaum noch bewohnten Wohnplätze Dolní Cazov (Unterzassau), Dolní Světlé Hory (Unterlichtbuchet), Silnice (Landstraßen), Horní Světlé Hory (Oberlichtbuchet) und Stodůlky (Scheureck).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgruine Kunžvart (Kuschwarda, Königswart) auf dem Berg Strážný, erbaut im 14. Jahrhundert.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irmine Nußbaum, Fritz Ilg, Gustav Kindermann: Pfarrgemeinde Kuschwarda im Böhmerwald. Entstehung – Geschichte – Vertreibung. Verlag H. Dorfmeister, Tittling 1996, ISBN 3-927454-15-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Strážný – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)