Luc Frieden

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Luc Frieden (Mai 2013)

Luc Frieden (* 16. September 1963 in Esch-sur-Alzette) ist ein luxemburgischer Politiker, Anwalt und Bankmanager.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur am hauptstädtischen Athenäum im Jahr 1982 studierte Frieden am Cours Universitaire de Luxembourg und an der Pariser Sorbonne Handelsrecht. 1987 erhielt er den „Master of Comparative Law and Legal Philosophy“ an der Universität Cambridge und 1988 den „Master of Laws“ an der Harvard Law School. Zeitgleich belegte Frieden Kurse an der John F. Kennedy School of Government.

Von 1989 bis 1998 arbeitete Frieden als Anwalt in Luxemburg Stadt, unterrichtete luxemburgisches Recht am Cours Universitaire de Luxembourg und veröffentlichte Artikel zum Banken- und Verfassungsrecht. Zwischen 1981 und 1994 war er freier Mitarbeiter beim luxemburgischen RTL, wo er sich mit juristischen und außenpolitischen Themen befasste.

1994 wurde Frieden als Kandidat der CSV zum ersten Mal ins Luxemburger Parlament gewählt. Am 4. Februar 1998 wurde Frieden Minister für Justiz, Budget und Beziehungen zum Parlament und war verantwortlich für die Einführung des Euro in Luxemburg. Am 7. August 1999 wurde er in einer CSV/DP-Koalition in seinen Ämtern bestätigt. Vom 27. Juli 2009 bis Ende 2013 war er in der CSV/LSAP-Koalition Minister für Finanzen.

Im Juli 2014 trat er aus dem Parlament zurück und wechselte in die Privatwirtschaft. Von September 2014 bis Anfang 2016 war Frieden als Vice Chairman für die Deutsche Bank AG in London tätig. In dieser Funktion hat er den Vorstand und das Senior Management bei strategischen Aspekten internationaler und europäischer Angelegenheiten beraten. Er war zu dieser Zeit ebenfalls Präsident der Deutsche Bank Luxembourg.[1]

Nach seiner Zeit bei der Deutschen Bank wurde Luc Frieden Präsident des Verwaltungsrates der Bank BIL (Banque Internationale à Luxembourg) in Luxemburg sowie, seit Oktober 2016, Anwalt und Partner in der Anwaltskanzlei Elvinger Hoss in Luxemburg. Frieden ist desweiteren Verwaltungsratspräsident der Mediengruppe St Paul in Luxemburg und Mitglied im Verwaltungsrat der Luxemburger Börse. Er ist 2016 auch Gastprofessor an der Universität St Gallen in der Schweiz, wo er europäisches Wirtschaftsrecht lehrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luc Frieden, Nicolaus Heinen, Stephan Leithner: Europa 5.0. Ein Geschäftsmodell für unseren Kontinent. Campus, Frankfurt am Main. 2016. 978-3-593-50541-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luc Frieden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.etat.lu/memorial/2015/C/Html/0971/2015036924.html