Luftlandebrigade 31

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Luftlandebrigade 31
„Oldenburg“
— LLBrig 31 —
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Verbandsabzeichen

Verbandsabzeichen
Aktiv 26. März 1993 bis 31. März 2015 [1]
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Heer Heer
Typ Brigade der Stabilisierungskräfte
Unterstellte
Truppenteile

StKp LLBrig 31.jpg StKp LLBrig 31
LLPiKp 270 (1).jpg LLPiKp 270
internes Verbandsabzeichen Luftlandeunterstützungsbataillon 272 LLUstgBtl 272
LLAufklKp 310.jpg LLAufklKp 310
internes Verbandsabzeichen Fallschirmjägerbataillon 313 FschJgBtl 313
internes Verbandsabzeichen Fallschirmjägerbataillon 373 FschJgBtl 373

Stärke ~ 3600 Mann
Unterstellung Division Spezielle Operationen (Bundeswehr).svg Division Schnelle Kräfte
Sitz des Stabes Oldenburg
Motto Einsatzbereit – jederzeit – weltweit
Kommandeur
letzter Kommandeur Brigadegeneral Gert Gawellek

Die Luftlandebrigade 31 „Oldenburg“ war ein 3.600 Mann starker Großverband des deutschen Heeres mit Stab in Oldenburg. Sie war der Division Schnelle Kräfte (DSK) unterstellt und als Teil der Stabilisierungskräfte des Heeres klassifiziert. Alle Truppenteile waren in Niedersachsen stationiert, der Großteil davon in Seedorf. Zum 31. März 2015 wurde die Brigade außer Dienst gestellt.[1] Die Brigade ging im Fallschirmjägerregiment 31 auf.

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brigade führte Einsätze von spezialisierten Kräften bei Rettungs-, Evakuierungs-, und Schutzoperationen. Außerdem konnte sie innerhalb von 72 Stunden Einsatzverbände auch für schnelle Anfangsoperationen abstellen. Weiterhin war sie befähigt, spezialisierte Kräfte bei Operationen in der Tiefe zu führen.

Verbandsabzeichen, Motto und Gruß[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Verbandsabzeichen

Das Wappen war das Wappen der vorherigen Luftlandebrigade 27 und glich der „Schwesterbrigade“ Luftlandebrigade 26 sowie dem der übergeordneten Division Schnelle Kräfte fast vollständig. Die gelbe Umrandung kennzeichnete sie nach der Preußischen Farbfolge als 3. Brigade der Division Schnelle Kräfte und ebenso den Vorgängergroßverband, die Luftlandebrigade 27 der 1. Luftlandedivision.

Das alte Verbandsabzeichen als 3. Brigade der 1. Luftlandedivision zeigte entsprechend das Wappenmotiv der Division, einen Fallschirm mit eingehängtem nach unten deutendem Pfeil auf blauem Grund.

Das Brigademotto lautete „Einsatzbereit – jederzeit – weltweit“. Die Brigade grüßte mit „Glück ab“.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung der Brigade

Die Luftlandebrigade 31 gliederte sich in:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Luftlandebrigade 31 entstand am 1. April 1993 aus der Zusammenlegung der ehemaligen Luftlandebrigade 27 aus Lippstadt und der ehemaligen Panzergrenadierbrigade 31 aus Oldenburg. Die damaligen Bataillone fusionierten zum 26. März 1993 wie folgt:

  • Fallschirmjägerbataillon 271 aus Iserlohn und Panzergrenadierbataillon 313 aus Varel zum Fallschirmjägerbataillon 313 in der Frieslandkaserne Varel,
  • Fallschirmjägerbataillon 273 aus Iserlohn und Panzerbataillon 314 aus Oldenburg zum Fallschirmjägerbataillon 314 in der Henning von Tresckow-Kaserne Oldenburg.
  • Fallschirmpanzerabwehrbataillon 272 aus Wildeshausen blieb zunächst in der Wittekind-Kaserne unverändert das zweite Bataillon der Brigade.

Das Fallschirmjägerbataillon 314 wurde September 2002 aufgelöst und dafür das Fallschirmjägerbataillon 373 von der Jägerbrigade 37 der Luftlandebrigade 31 unterstellt.

Von 1994 bis 2002 war die Brigade Teil der Multinational Division Central (MND-C) der NATO.

Im Zuge der Neustrukturierung wurde das Fallschirmpanzerabwehrbataillon 272 zum Luftlandeunterstützungsbataillon 272 umgegliedert. In diesem wurden Teile der unmittelbaren Brigadeeinheiten – LL-Sanitätsdienst (eine Kompanie) und LL-Versorgung (zwei Kompanien), mit einer eigenen Stabs- und Versorgungskompanie und einer Ausbildungskompanie (ab 2006) – zusammengefasst.

Bis 2007 wurden die Standorte Doberlug-Kirchhain, Varel und Wildeshausen geschlossen und ein Großteil der Luftlandebrigade 31 „Oldenburg“ nach Seedorf verlegt. Die Kasernenanlage, in der zuvor eine mechanisierte Brigade des niederländischen Heeres stationiert war, wurde dazu saniert.

Stab und Stabskompanie der LLBrig 31, sowie die 1. und 2. Kompanie des Luftlandeunterstützungsbataillon 272 wurden in der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Oldenburg zusammengefasst. Hauptgrund dafür war das in den Jahren 1999–2000 erbaute Gebäude des Fallschirmgeräte-/Luftumschlagzuges, welches weitreichende Möglichkeiten und Mittel zur Instandsetzung, Instandhaltung (u. a. Reinigung, Packen) und Lagerung von Fallschirmen und ähnlichem Gerät der Luftlandebrigade 31 und auch anderer springender Verbände (z. B. dem deutschen SEK/M), z. B. durch einen Trockenturm, bot. Auch die vorhandene Fallschirmsprunganlage zur Simulation eines Sprunges mit einem Automatikschirm aus einem Flugzeug hatte die Entscheidung, den Standort Oldenburg weiterhin durch Teile der Brigade zu nutzen, nachhaltig positiv beeinflusst. Kolportiert wurde, dass der in Verteidigungsfragen äußerst einflussreiche Wahlkreisabgeordnete Oldenburgs Thomas Kossendey (zum damaligen Zeitpunkt stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und heute Parlamentarischer Staatssekretär im BMVg) hierauf massiv Einfluss genommen habe.

Im Februar 2011 waren Teile der Brigade mit der Operation Pegasus an der Evakuierung westlicher Zivilisten aus Libyen beteiligt.

Aktuelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des neuen Standortkonzeptes wurde die Luftlandebrigade 31 im Rahmen eines feierlichen Appells auf dem Oldenburger Schlossplatz am 18. September 2014 aufgelöst. Damit beginnt zum 1. Oktober die Auflösung und Umstrukturierung zum Fallschirmjägerregiment 31 am Standort Seedorf.[2][3]

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Kommandeure führten die Brigade

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
9 Brigadegeneral Gert Gawellek 30. April 2013 18. September 2014
8 Brigadegeneral Reinhardt Zudrop 11. November 2010 30. April 2013
7 Brigadegeneral Frank Leidenberger 1. Juni 2008 11. November 2010
6 Brigadegeneral Dieter Warnecke 2005 1. Juni 2008
5 Brigadegeneral Rainer Hartbrod 24. Oktober 2003 2005
4 Oberst Hans Günter Engel 12. September 2002 September 2003
3 Brigadegeneral Carl-Hubertus von Butler 24. September 1999 12. September 2002
2 Brigadegeneral Bernd Müller 28. März 1994 24. September 1999
1 Oberst Volker Löw 26. März 1993 28. März 1994

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sören Sünkler: Die Spezialverbände der Bundeswehr. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 3-613-02592-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hendrik Bauer: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. www.deutschesheer.de, 26. September 2014, abgerufen am 30. September 2014.
  2. Kaserne macht sich bereit für neuen Stab, abgerufen am 12. April 2014
  3. Barbara Woltmann MdB besucht den Kommandeur Luftlandebrigade 31, abgerufen am 12. April 2014

Koordinaten: 53° 5′ 32″ N, 8° 13′ 14″ O