Panzerbrigade 12

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Panzerbrigade 12
„Oberpfalz“
— PzBrig 12 —
X
Panzerbrigade 12 (Bundeswehr).svg

Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. Juli 1956
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
Unterstellte
Truppenteile

Internes Verbandsabzeichen Stabs-/ Fernmeldekompanie
Wappen Aufklärungsbataillon 8
Wappen Panzerpionierbataillon 4
Wappen Versorgungsbataillon 4
Wappen Panzerbataillon 104
Wappen Panzergrenadierbataillon 112
Wappen Panzergrenadierbataillon 122

Stärke ~ 5000
Unterstellung 10. Panzerdivision
Sitz des Stabes Amberg
Auszeichnungen Flag of Bavaria (striped).svg Fahnenband
Bayern (2006)
Kommandeur
Kommandeur Brigadegeneral Jörg See

Die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz ist eine ca. 5000 Mann starke Brigade des Heeres der Bundeswehr mit Sitz des Stabes in Amberg. Die Brigade ist der 10. Panzerdivision unterstellt und ist für Einsätze im gesamten Aufgaben- und Intensitätsspektrum der Bundeswehr ausgebildet.

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brigade führt das Gefecht der verbundenen Waffen auch in multinationalen Verbänden und sichert dazu auch die eigene Durchhaltefähigkeit und Ausbildungsfähigkeit. Die Brigade bereitet sich auf den Einsatz im Falle der Landesverteidigung oder im Falle eines Angriffes auf NATO-Verbündete sowie als Verband zur Durchführung friedenserhaltender Missionen im multinationalen Verband vor. Dazu stehen als Hauptwaffensysteme der Brigade der Kampfpanzer Leopard 2 sowie der Schützenpanzer Marder zur Verfügung. Letzterer wird zukünftig durch den Schützenpanzer Puma ersetzt.

Verbandsabzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbandsabzeichen der Panzerbrigade 12 blieb wie bei allen Brigaden auch nach Auflösung der ursprünglichen Divisionen unverändert. Es ist das Verbandsabzeichen der dritten Brigade (daher gelbe Umrandung) in der inzwischen aufgelösten 4. Panzergrenadierdivision, Regensburg, der die Brigade seit 1959 angehörte. Der pfälzische Löwe weist auf die frühere Zugehörigkeit zum wittelsbachischem Kurfürstentum der Pfalz beziehungsweise Bayern hin. Die bayerischen Rauten verdeutlichen die Verbundenheit mit dem Freistaat Bayern. Die zwei schräggekreuzten silbernen Schlüssel auf rotem Untergrund sind auch Teil des Regensburger Stadtwappens. In Regensburg war die 4. Panzergrenadierdivision stationiert. Die Schlüssel sind die Symbole des heiligen Petrus, des Patrons der Stadt Dormagen und des Domes. Die Farben Rot und Silber entsprechen den Wappentinkturen verschiedener anderer Reichsstädte, und sind die alten Reichsfarben, wohingegen die gelbe Umrahmung des Wappens die Farbe der Brigade ist.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung bis zum 30. Juni 2014

Die Brigade gliedert sich in:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heeresstruktur I (1956 bis 1959)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde die Kampfgruppe A 4 in Amberg aufgestellt und untersteht zunächst der 4. Panzergrenadierdivision in Regensburg. Der Kampfgruppe unterstanden zunächst:

  • Stabskompanie (Aufstellung 1. Juli 1956 in Deggendorf, bereits ab 20. Juli verlegten erste Teile nach Amberg)
  • Grenadierbataillon 4, die Erstausstattung bestand aus 39 LKW. 1,5 to. Unimog S 404 B oder Hanomag A-L 28 (13 in der Kp.) und 5 M 41.
  • Panzeraufklärungsbataillon 4, Weiden, Metzer-Kaserne. Aufgestellt aus Teilen des vorl. PzAufkl.-Btl. 367, am 1. April 1957 in Weiden und am 1. Februar 1959 nach Roding (Arnulf-Kaserne) verlegt. Erstausstattung: KPz. M 41 und LKW. 0,75 to. gl. (Unterstellung unter 4. Gren.-Div.)
  • Grenadierbataillon 14 (Aufstellung 1. Juli 1956 in Hof), die Erstausstattung bestand aus 39 LKW. 1,5 to. Unimog S 404 B oder Hanomag A-L 28 (13 in der Kp.) und 5 M 41.
  • Panzerbataillon 4, aufgestellt am 1. Juli 1956 in Weiden verlegt das Btl. am 16. Juli 1956 nach Amberg in die Leopold-Kaserne. Erstausstattung: KPz. M 47. Das Btl. wird am 16. März 1959 in Pz.-Btl. 123 umbenannt. (Unterstellung unter 4. Gren.-Div.)
  • Leichte Feldzeuginstandsetzungskompanie 4 (Aufstellung 1. Juli 1956 in Amberg)
  • III./ Feldartillerieregiment 4

Heeresstruktur II (1959 bis 1970)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. März 1959 wurde die Kampfgruppe A 4 in der Heeresstruktur II in die Panzerbrigade 12 umgegliedert. Der Brigade unterstehen folgende Einheiten: Panzergrenadierbataillon 122, Panzerbataillon 123, Panzerbataillon 124, Panzeraufklärungskompanie 120, Panzerpionierkompanie 120, Flugabwehrbatterie 120, Versorgungsbataillon 126 und der Stab/Stabskompanie Panzerbrigade 12. 1963 wird die Panzeraufklärungskompanie 120 aufgelöst und der Brigade das Panzerartilleriebataillon 125 unterstellt. 1967 werden die Panzerjägerkompanie 120 und die ABC-Abwehrkompanie 120 unterstellt.

Gliederung:

  • Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg
  • Spähzug 120, 1963 aus der PzAufkl.-Kp. 120 aufgestellt.
  • Panzeraufklärungskompanie 120, die Kp. wird 1963 wieder aufgelöst und in den Spähzug umgegliedert. Ausstattung: M 41 und SPz. kurz HK.
  • Flugabwehrbatterie 120 mit 12 M 42 und einem SPz. kurz Hotschkiss. Die Bttr. wurde in den 60ern wieder aufgelöst.
  • Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), aufgestellt 1960. Ausstattung: 10 M 47 und 8 M 41. Ab 1961 PzJg.-Rak.-Zug mit Rak.-Pz. HS 30. Ab 1966 Zulauf KanJg.-Pz.
  • Panzerjägerkompanie 120, Oberviechtach Grenzland-Kaserne, 1967 aufgestellt. Ausstattung: KanJg.-Pz.
  • ABC-Abwehrkompanie 120, 1967 unterstellt. 1970 wieder aufgelöst.
  • PzGren.-Btl. 122 SPz., Amberg, das Btl. wurde im März 1959 in Amberg aufgestellt und 1961 nach Oberviechtach verlegt. Die Erstausstattung bestand aus 39 LKW. 1,5 to. Unimog S 404 B oder Hanomag A-L 28 (13 in der Kp.) und 5 M 41. Ausgerüstet mit 48 HS 30 (16 je Kp.) und in der schweren 5. Kp. mit 12 SPz. kurz Hotschkiss oder HS 30 und 5 KPz. M 41.
  • Panzerbataillon 123, Amberg, Leopold-Kaserne, aufgestellt am 16. März 1959 aus Pz.-Btl. 4. Am 1. Juni 1959 Teilung zur Aufstellung Pz.-Btl. 124. Verlegung am 1. Oktober 1960 in die Panzer-Kaserne (ab September 1964 Schweppermann-Kaserne) nach Gärmersdorf (Kümmersbruck). Ausstattung: KPz. M 47, ab 1967 KPz. M 48 A 2.
  • Panzerbataillon 124, Lager Algier/Grafenwöhr, aufgestellt am 1. Juni 1959 durch Teilung Pz.-Btl. 123 und am 6. Oktober 1960 in die Panzer-Kaserne (ab 09.1964 Schweppermann-Kaserne) in Gärmersdorf (Kümmersbruck) verlegt. Erstausstattung: KPz. M 47, ab 1968 KPz. M 48 A 2.
  • Pz. Art.-Btl. 125, Amberg, Kaiser-Wilhelm-Kaserne, aufgestellt am 16. Oktober 1963, bis Dezember 1963 Verlegung nach Bayreuth in die Markgrafenkaserne. Ausstattung: PzH. M 7 B 2 (Priest). Ab Juli 1966 PzH. M 109 G. Gliederung: 1. Stabs-Bttr. und 2. und 3. schießende Bttrn. Angliederung 1963 der Ausb.-Kp. 17/4.
  • Versorgungsbataillon 126.
  • Feldersatzbataillon 127 (GerEinh), Amberg

Heeresstruktur III (1970 bis 1980)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ABC-Abwehrkompanie 120 wird 1970 aufgelöst. 1974 wird auch das Versorgungsbataillon 126 aufgelöst, gleichzeitig aber das Sicherungsbataillon 48 aufgestellt. 1975 folgt die Aufstellung der Instandsetzungskompanie 120 und der Nachschubkompanie 120 unter Verwendung von Teilen des Versorgungsbataillon 126.

Gliederung:

  • Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg
  • Spähzug 120
  • Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), Ausstattung. KanJg.-Pz.
  • Panzerjägerkompanie 120, Oberviechtach Grenzland-Kaserne
  • PzGren.-Btl. 122 SPz., Oberviechtach HrStr.3: Der PzMrs.-Zug wird zur 6. PzMrs.-Kp. 1971-74: Sch.-Pz. Marder
  • Panzerbataillon 123, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), Ausstattung: KPz. M 48 A 2. ab 1979 KPz. M 48 A 2GA2.
  • Panzerbataillon 124, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne) verlegt. Ausstattung: KPz. M 48 A 2, ab 1979 KPz. M 48 A2 GA2.
  • Pz.Art.-Btl. 125, Bayreuth, Markgrafenkaserne, Ausstattung: PzH. M 109 G/A3 G. 1971 wurde die Ausb.-Kp. 17/4 wieder aufgelöst und die 4. Bttr. aufgestellt.
  • Versorgungsbataillon 126, 1974 wird auch das Versorgungsbataillon 126 aufgelöst.
  • Nachschubkompanie 120, Amberg, 1975 aufgestellt aus Vers.-Btl. 126.
  • Instandsetzungskompanie 120, Amberg, 1975 aufgestellt aus Vers.-Btl. 126
  • Feldersatzbataillon 127 (GerEinh), Amberg
  • Sicherungsbataillon 48 (GerEinh), Amberg, 1975 als Fers.-Btl. 127 aufgestellt. (Der 4. PzGren.-Div. unterstellt.)

Heeresstruktur IV (1981 bis 1992)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1981 wird das gemischte Panzerbataillon 121 aufgestellt. In der Heeresstruktur IV unterstanden der Brigade damit folgende aktive Truppenteile:

  • Stabskompanie
  • Panzerbataillon 121
  • Panzergrenadierbataillon 122
  • Panzerbataillon 123
  • Panzerbataillon 124
  • Panzerartilleriebataillon 125
  • Panzerpionierkompanie 120
  • Instandsetzungskompanie 120
  • Nachschubkompanie 120

1984 wird das Feldersatzbataillon 45 aufgestellt (der Division unterstellt). 1989 wird das Sicherungsbataillon 48 wieder aufgelöst, 1992 folgen das gemischte Panzerbataillon 121, das Panzerbataillon 124 und die Panzerjägerkompanie 120.

Gliederung:

  • Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg, zur HrStr. 5 dem WBK. V/10. Pz.-Division unterstellt.
  • Panzerjägerkompanie 120, Oberviechtach Grenzland-Kaserne, Ausstattung: 12 Jaguar 1, am 30. September 1992 aufgelöst.
  • Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), Ausstattung: 3 Brl. Pz. M 48 AVLB/Biber, 2 Pio.-Pz. M 48/Dachs, 2 MiW. Skorpion. zur HrStr. 5 weiterhin aktiv.
  • Nachschubkompanie 120 (350 to.), Amberg, zur HrStr. 5 aufgelöst.
  • Instandsetzungskompanie 120, Amberg, zur HrStr. 5 aufgelöst.
  • gemischtes Panzerbataillon 121 (teilaktiv), Kümmersbruck, das Btl. wurde am 1. April 1981 aus Teilen der Pz.-Btle. 123 und 124 und dem PzGren.-Btl. 122 in der Kaiser-Wilhelm-Kaser-ne in Amberg aufgestellt. Für die 2. Kp. war das PzGren.-Btl. 122, für die 3. Kp. das Pz.-Btl. 123 und für die 4. Kp. das Pz.-Btl. 124 zuständig. Ausstattung: 28 Kpz. M 48 A2 GA 2, ab 1983/84 Leopard 2, 11 Sch.-Pz. Marder. Außerdienststellung September 1992.
  • Panzergrenadierbataillon 122, Oberviechtach, das Btl. ist für die 2. Kp. des Pz.-Btl. 121 zuständig. Ausstattung: 26 SPz. Marder (4 Stab, je 11 2. und 3. Kp.), 11 M 113 4. Kp. und 6 PzMrs. M 113 5. Kp. Das Btl. blieb in der HrStr. 5 weiterhin der Brigade unterstellt.
  • Panzerbataillon 123, Kümmersbruck, Schweppermann-Kaserne (Gärmerssdorf), Ausstattung: M 48 A 2 GA 2 ab 1979, Leopard 2 ab 1984. Das Btl. ist für die 3. Kp. Pz.-Btl. 121 zuständig. Ausstattung: 41 KPz. M 48 A2 GA 2, ab 1984 Leopard 2. Außerdienststellung September 1994.
  • Panzerbataillon 124, Kümmersbruck, Schweppermann-Kaserne (Gärmersdorf), das Btl. war für die 4. Kp. des Pz.-Btl. 121 zuständig. Ausstattung: 41 M 48 A 2 GA 2, Leopard 2 in 1983/84. Außerdienststellung September 1994 und zur GerEinh.
  • Panzerartilleriebataillon 125, Bayreuth, Markgrafenkaserne, Ausstattung: PzH. M 109 G/A3 G, am 31. März 1993 aufgelöst.
  • Feldersatzbataillon 127 (GerEinh), Amberg, 1984 in Fers.-Btl. 45 umbenannt und der 4. PzGren.-Div. unterstellt.

Nach 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kampfpanzer Leopard 2 des Panzerbataillons 104 im Oktober 2012

1993 erfolgt die Verleihung des Beinamen „Oberpfalz“ durch den Bundesminister der Verteidigung. 1993 wird die Brigade der 10. Panzerdivision unterstellt und bis 2004 stark umgegliedert (Auflösung: Panzerartilleriebataillon 125, Instandsetzungskompanie 120, Nachschubkompanie 120, Feldersatzbataillon 45, Panzerbataillon 123, Panzergrenadierbataillon 102; Unterstellung: Panzergrenadierbataillon 102, Panzergrenadierbataillon 112, Panzerartilleriebataillon 115, Panzerbataillon 104, Panzerjägerkompanie 110, Feldersatzkompanie 120, Gebirgspanzerbataillon 8). 1997 wird das Gebirgspanzerbataillon 8 allerdings ebenso wie die Panzerjägerkompanie 110 aufgelöst.

Heeresstruktur V (1992 bis 1996)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 erfolgt die Verleihung des Beinamen „Oberpfalz“ durch den Bundesminister der Verteidigung. 1993 wird die Brigade der 10. Panzerdivision unterstellt.

Gliederung Heeresstruktur 5/5 N 1992 bis 1996:

  • Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg, zur HrStr. 5 dem WBK. V/10. Pz.-Division unterstellt.
  • Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), mit 6 Fuchs PiFü und 2 MiW. Skorpion.
  • Panzerjägerkompanie 110, Neunburg vorm Wald Pfalzgraf-Johann-Kaserne. Ausstattung: Jaguar 1. Am 31. März 1997 aufgelöst.
  • Aufkl.-Kp. 120, Ebern, aufgestellt 1993 und im Frieden dem PzAufkl.-Btl. 12 unterstellt.
  • Feldersatzkompanie 120
  • Gebirgspanzerbataillon 8, Kirchham, Rottal-Kaserne/Pfreimd, Ausstattung: 54 KPz. Leopard 2. Im September 1996 deaktiviert. Nach Deaktivierung noch Geräteeinheit in Pfreimd? Im Heer 2011 wird wieder ein nicht aktives Bataillon mit Standort Pfreimd ausgeplant werden. Eine ununterbrochene Kontinuität zwischen dem alten und neuen GebPzBtl 8 ist unwahrscheinlich.
  • Panzergrenadierbataillon 102, Bayreuth, Markgrafenkaserne. Gliederung ab 1. April 1993: Stabs- und Vers.-Kp., 4 Kpf.-Kpn. mit je 13 SPz. Marder A 3, 1 6. PzMrs.-Kp. mit 10 PzMrs. M 113 und eine gekaderte 7. Fers.-Kp. Das Btl. wird im September 1994 aufgelöst, nach Regen verlegt und zur GerEinh.
  • Panzergrenadierbataillon 112, Regen. Gliederung ab 1. April 1993: Stabs- und Vers.-Kp., 4 Kpf.-Kpn. mit je 13 SPz. Marder A 3, 1 6. PzMrs.-Kp. mit 10 PzMrs. M 113 und eine gekaderte 7. Fers.-Kp. Panzerbataillon 104, Pfreimd, (Oberpfalz-Kaserne) Ausstattung: 54 KPz. Leopard 2.
  • Panzerbataillon 124, GerEinh. Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), Ausstattung: 54 KPz. Leopard 2.
  • PzArt.-Btl. 115, Neunburg vorm Wald. Ausstattung: 18 PzHaub. M 109 G/A 3 G.

Heeresstruktur VI (1997 bis 2002)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Brigadetyp KRK mit HVK.-Btl.)

Gliederung:

  • Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg, zur HrStr. 5 dem WBK. V/10. Pz.-Division unterstellt.
  • Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), mit 6 Fuchs PiFü und 2 MiW. Skorpion.
  • Aufkl.-Kp. 120, Ebern.Im Frieden dem PzAufkl.-Btl. 12 unterstellt. Aufgelöst.
  • Feldersatzkompanie 120, aufgelöst.
  • Panzergrenadierbataillon 112, Regen. KRK. Gliederung ab 1. April 1993: Stabs- und Vers.-Kp., 4 Kpf.-Kpn. mit je 13 SPz. Marder A 3, 1 6. PzMrs.-Kp. mit 10 PzMrs. M 113 und eine gekaderte 7. Fers.-Kp. Mit der Struktur 6 wurden in die 6. Kp. 3 SPz. Marder und 5 RakJg.-Pz. Jaguar 1 A03 zusätzlich eingegliedert. Die Jg.-Pz. verschwinden schon nach einigen Jahren aus der Gliederung.
  • Panzergrenadierbataillon 102, GerEinh. HVK. Regen. Gliederung ab 1. April 1993: Stabs- und Vers.-Kp., 4 Kpf.-Kpn. mit je 13 SPz. Marder A 3, 1 6. PzMrs.-Kp. mit 10 PzMrs. M 113 und eine gekaderte 7. Fers.-Kp. Mit der Struktur 6 wurden in die 6. Kp. 3 SPz. Marder und 5 RakJg.-Pz. Jaguar 1 A03 zusätzlich eingegliedert. Die Jg.-Pz. verschwinden schon nach einigen Jahren aus der Gliederung. Aufgelöst.
  • Panzerbataillon 104, KRK. Pfreimd (Oberpfalz-Kaserne), Ausstattung: ab 1997 54 KPz. Leopard 2 A 5.
  • Panzerbataillon 124, GerEinh. KRK. Pfreimd, Ausstattung: 54 KPz. Leopard 2.
  • PzArt.-Btl. 115, Neunburg vorm Wald. Ausstattung: 18 PzHaub. M 109 G/A 3 G.

2001 wird die Brigade der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig unterstellt. Das Panzerbataillon 383 gliedert sich in die Panzerbrigade 12 ein. 2003 werden das Panzerpionierbataillon 4 und das Logistikbataillon 4 der Brigade unterstellt, 2006 folgt das Fernmeldebataillon 4 und 2007 das Aufklärungsbataillon 8.

Heer der Zukunft (2003 bis 2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung:

  • Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg
  • Fernmeldebataillon 4, Cham (Oberpfalz), ab 2006 der Brigade unterstellt.
  • Aufklärungsbataillon 8, Freyung, ab 2007 der Brigade unterstellt.
  • Panzerpionierbataillon 4, Bogen, ab 2003 der Brigade unterstellt.
  • PzBtl 383, Bad Frankenhausen, Kyffhäuser Kaserne, Aufgelöst zum 30. Juni 2007, Auflösungsappell 5. Dezember 2006 auf dem Anger Bad Frankenhausen, „Letzter Schuss“ durch BtlKdr 23. Oktober 2006. Ausstattung: KPz. Leopard 2 A 5.
  • Panzerbataillon 104, Pfreimd, Weiden, Ausstattung: 58 KPz. Leopard 2 A 6. (14 je Kp.)
  • Panzergrenadierbataillon 112, Regen, Ausstattung: SPz. Marder.
  • Panzergrenadierbataillon 122, Oberviechtach Ausstattung: SPz. Marder.
  • Logistikbataillon 4, Roding, Pfreimd, ab 2003 der Brigade unterstellt.
  • Panzerartilleriebataillon 115, Neunburg vorm Wald. Ausstattung: 24 PzHaub. 2000.

Seit 2006 ist die Brigade wieder der 10. Panzerdivision in Sigmaringen unterstellt.

Heer 2010 (ab 2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung:

  • Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg
  • Fernmeldebataillon 4, Cham (Oberpfalz), ab 2006 der Brigade unterstellt.
  • Aufklärungsbataillon 8, Freyung, ab 2007 der Brigade unterstellt.
  • Panzerpionierbataillon 4, Bogen, ab 2003 der Brigade unterstellt.
  • Panzerbataillon 104, Pfreimd, Weiden, Ausstattung: 54 KPz. Leopard 2 A 6.
  • Panzergrenadierbataillon 112, Regen, Ausstattung: SPz. Marder/Puma.
  • Panzergrenadierbataillon 122, Oberviechtach, Ausstattung: SPz. Marder/Puma.
  • Pionierbataillon 904, Bogen Couleur: Panzerpionierbataillon 4. Nicht aktiv. Aufgestellt 2009. Kein eigenes Großgerät vorhanden bzw. langzeitlagernd.
  • Logistikbataillon 4, Roding, Pfreimd

Heer 2011 (ab 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Brigaden der 10. Panzerdivision, die Panzerbrigade 12 und die Gebirgsjägerbrigade 23 (Bad Reichenhall), wurden Ende Juni 2014 im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr der Division Süd unterstellt. Damit verbunden war die Umgliederung des Logistikbataillons 4 zum Versorgungsbataillon 4 zum 1. Juli 2014.[1] Das Fernmeldebataillon 4 wurde ebenfalls zum 1. Juli aufgelöst und die Stabskompanie wurde gleichzeitig zur Stabs-/Fernmeldekompanie umgegliedert. Das nichtaktive Pionierbataillon 904 wurde aufgelöst und die 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 4 in Bogen in eine nichtaktive Kompanie für Reservisten umgegliedert.[2] Bogen ist auch ZMZ-Stützpunkt. Das Gebirgspanzerbataillon 8 wurde in Pfreimd zum 20. September 2014 neu aufgestellt. Es ist nicht das vormalige internes Verbandsabzeichen Gebirgspanzerbataillon 8 (Pocking), das von 1994 bis zu seiner Auflösung 1997 der Panzerbrigade 12 unterstellt war. Das „neue“ GebPzBtl 8 soll aber in dessen Traditionslinie stehen. Wie sein Vorgänger handelt es sich um ein „reguläres“ Panzerbataillon ohne besondere Befähigung für den Gebirgskrieg. Zwei der vier Kompanien sind aktiv. Couleurtruppenteile sind PzBtl 104 für die 3./GebPzBtl 8 und das PzBtl 393 für die 4./GebPzBtl 8. Die 4./GebPzBtl liegt nicht wie die anderen Kompanien in Pfreimd, sondern in Bad Frankenhausen. Nicht aktiv sind 1./GebPzBtl 8 und 2./GebPzBtl 8.[3]

Auslandseinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Panzerbrigade 12 stellte folgende Einsatzkontingente (EinsKtgt):

  • 1999/2000
  • 2004
    • 9.EinsKtgt KFOR
  • 2006
    • 14.EinsKtgt KFOR
    • 5.EinsKtgt EUFOR
  • 2008
    • 19.EinsKtgt KFOR
    • 10.EinsKtgt EUFOR
    • 16.EinsKtgt ISAF
  • 2010
    • 25.EinsKtgt KFOR
    • 26.EinsKtgt KFOR
    • 27.EinsKtgt KFOR
  • 2013
    • 32.EinsKtgt ISAF
    • 34.EinsKtgt KFOR
    • – weitere Einsätze geplant –

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommandeure der Brigade waren (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
23 Oberst Jörg See 11. Oktober 2016[4]
22 Brigadegeneral André Bodemann[5] 31. Juli 2014 11. Oktober 2016
21 Brigadegeneral Markus Laubenthal 1. September 2012 31. Juli 2014
20 Brigadegeneral Stephan Thomas April 2010 1. September 2012
19 Oberst Michael Uhrig 16. Juli 2009 26. März 2010
18 Oberst Lutz Erich Niemann 20. Februar 2006 16. Juli 2009
17 Oberst Erhard Bühler 22. August 2003 20. Februar 2006
16 Oberst Bruno Kasdorf 2001 2003
15 Oberst Fritz von Korff 26. Juli 1996 1999
14 Oberst Ulrich Wolf 1. Januar 1994 1996
13 Oberst Dieter Henninger 1. Oktober 1991 30. September 1994
12 Brigadegeneral Andreas Wittenberg 1. Oktober 1985 30. September 1991
11 Brigadegeneral Reinhard Uhle-Wettler 1. Oktober 1982 30. September 1985
10 Oberst Wilhelm Jacoby 1. April 1979 30. September 1982
9 Brigadegeneral Paul-Friedrich Strauß 1. Februar 1975 1. März 1979
8 Oberst Gerd-Hellmut Komossa 16. Dezember 1972 31. Januar 1975
7 Oberst Kurt von der Osten 1. Oktober 1970 15. Dezember 1972
6 Brigadegeneral Gerhard Jacobi 1. August 1965 30. September 1970
5 Brigadegeneral Hans Straden 1. November 1962 31. Juli 1965
4 Oberst Kurt Rittmann 1. Juli 1959 31. Oktober 1962
3 Oberst Reinhard 1957 1959
2 Oberst Ernst Mangold 20. Juli 1956 1957
1 Oberst Anton Eder 1956 1956

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Panzerbrigade 12 (Bundeswehr) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simon Hofmann: Eine Erfolgsgeschichte endet – eine andere wird fortgesetzt. Bundesministerium der Verteidigung, Presse- und Informationsstab, 26. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2014.
  2. Die Reserve im HEER2011. PIZ Heer, 28. Juli 2014, abgerufen am 19. August 2014.
  3. Pressestelle Panzerbrigade 12: Reservisten für Neuaufstellung des Gebirgspanzerbataillons 8 gesucht. Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, 31. Juli 2014, abgerufen am 19. August 2014.
  4. Medienhaus Der Neue Tag: Panzerbrigade 12: Oberst Jörg See übernimmt Kommando. In: onetz.de. (onetz.de [abgerufen am 11. Oktober 2016]).
  5. Mittelbayerische: Oberst Bodemann folgt auf Laubenthal. www.mittelbayerische.de, 31. Juli 2014, abgerufen am 1. August 2014.

Koordinaten: 49° 25′ 52″ N, 11° 52′ 45″ O