Panzergrenadierbrigade 32

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Panzergrenadierbrigade 32
— PzGrenBrig 32 —
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Panzergrenadierbrigade 32 (Bundeswehr).svg

Verbandsabzeichen
Aktiv 1956–1997
danach Geräteeinheit
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
letzter Sitz des Stabes Schwanewede
Kommandeur
letzter Kommandeur Brigadegeneral Jochen Schneider

Die Panzergrenadierbrigade 32 war bis 1997 eine aktive Brigade des deutschen Heeres mit Sitz des Stabes in Schwanewede. Die Truppenteile waren mit Masse in Bremen und dem niedersächsischen Umland stationiert. Die Brigade war die meiste Zeit der 11. Panzergrenadierdivision unterstellt.

Verbandsabzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbandsabzeichen der Brigade zeigt auf blauem Grund im unteren Teil des ungeteilten Schildes drei Wellenkämme und im oberen Teil zwei goldene (gelbe) Steckkreuze. Das Steckkreuz erinnert an die Verbundenheit mit der Stationierungsregion im Oldenburger Land. Dieses Symbol wurde bereits im Landeswappen des Landes Oldenburg gezeigt und heute noch in vielen Wappen der Region beispielsweise im Wappen des Landkreises Cloppenburg. Das Verbandsabzeichen entspricht im übrigen bis auf den Rand der ehemals übergeordneten 11. Panzergrenadierdivision sowie den dieser Division zugeordneten Brigaden. Die rote gekordelte Umrandung ist typisch für die jeweils "zweite" Brigade einer Division.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heeresstruktur I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1956 wurde die Brigade als Panzerkampfgruppe B 3 in Schleswig aufgestellt und 1958 nach Schwanewede verlegt. Zunächst unterstehen der Kampfgruppe das Panzerbataillon 13, das Panzergrenadierbataillon 13, das Panzerbataillon 23 und das- Panzergrenadierbataillon 23.

Heeresstruktur II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Heeresstruktur II erhielt die Brigade den Namen Panzergrenadierbrigade 32. Es unterstanden ihr 1959 folgende Einheiten:

  • StKp PzGrenBrig 32.jpg Stabskompanie (1956 in Schleswig)
  • PzGrenBtl 322..png Panzergrenadierbataillon 322 (1959 in Schwanewede aus Teilen Grenadierbataillon 61 und Panzergrenadierbataillon 13)
  • PzGrenBtl 323 (Variante 2).png Panzergrenadierbataillon 323 (Aufstellung 1958 in Hamburg)
  • PzBtl 324 (V1).jpg Panzerbataillon 324 (ehem. Panzerbataillon 23)
  • PzJgKp 320.jpg Panzerjägerkompanie 320 (1959 in Schwanewede aus Teilen Panzerjägerbataillon 3)
  • Versorgungsbataillon 326 (1959 in Delmenhorst)
  • Panzeraufklärungskompanie 320 (1959 in Barme)
  • PzPiKp 320 (Variante).jpg Panzerpionierkompanie 320 (1959 in Barme aus Teilen des schweren Pionierbataillons 719)

Die Brigade wurde zur 11. Panzergrenadierdivision zugeordnet. 1960 verlegte das Versorgungsbataillon 326 den Standort nach Bremen. 1961 verlegte die Panzeraufklärungskompanie 320 den Standort von Barme nach Schwanewede. 1963 wurde sie jedoch aufgelöst und Teile der Stabskompanie als Spähzug eingegliedert. 1961 wurde das Feldartilleriebataillon 325 in Schwanewede neu aufgestellt. 1964 wurde der ABC-Abwehrzug 320 in Barme aufgestellt und verlegt nach Schwanewede. 1966 wurde dieser Zug zur ABC-Abwehrkompanie, jedoch 1971 (bereits Heeresstruktur III) aus der Brigade herausgelöst.

Heeresstruktur III[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Heeresstruktur III gab das Versorgungsbataillon 326 die 2. (Sanitäts-)Kompanie an das Sanitätsbataillon 11 ab. Außerdem wurde 1971 das Feldartilleriebataillon 325 zum Panzerartilleriebataillon 325 und verlegte 1973 nach Neuenkirchen. 1972 wurde aus der Stabskompanie wieder ein selbständiger Panzerspähzug 320 ausgegliedert, jedoch 1979 wieder eingegliedert. 1972 entstanden aus dem aufgelösten Versorgungsbataillon 326 die Instandsetzungskompanie 320 und die Nachschubkompanie 320. 1973 wurde das Panzergrenadierbataillon 321 außer Dienst gestellt. 1982 wechselte der Spähzug der Brigade von der Stabskompanie zum Panzeraufklärungsbataillon 11.

Heeresstruktur IV bis Deaktivierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982 führte die Brigade folgende Einheiten:

  • Panzergrenadierbataillon 321 (Neuaufstellung 1981 in Schwanewede)
  • Panzergrenadierbataillon 322
  • Panzergrenadierbataillon 323
  • Panzerbataillon 324
  • Panzerartilleriebataillon 325
  • Stabskompanie
  • Panzerjägerkompanie 320
  • Panzerpionierkompanie 320
  • Instandsetzungskompanie 320
  • Nachschubkompanie 320
  • Feldersatzbataillon 114

1993 wird die Brigade der 1. Panzerdivision unterstellt. Die Brigade erhält dabei das in ein nichtaktives Panzerbataillon umgeliederte Panzergrenadierbataillon 73, das Panzerbataillon 74 und die Panzerjägerkompanie 70 von der Panzergrenadierbrigade 7. Im Gegenzug werden das Panzerbataillon 324, das Feldersatzbataillon 114 und die Panzerjägerkompanie 320 außer Dienst gestellt. Die Instandsetzungskompanie 320 und die Nachschubkompanie 320 wurden außerdem dem Instandsetzungsbataillon 3 bzw. dem Nachschubbataillon 11 unterstellt. Die Stabskompanie, die Panzerpionierkompanie 320, das nichtaktive Panzergrenadierbataillon 322 und das Panzerartilleriebataillon 325 verbleiben bei der Brigade.

Die Panzergrenadierbrigade 32 wird seit Anfang 1997 im Standort Hamburg nur noch als nicht aktive Geräteeinheit geführt und ist damit de facto aufgelöst.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Ferber (hier beim Ausscheiden aus dem Dienst als Generalleutnant 1975, rechts an der Flagge) war von 1958 bis 1961 der zweite Kommandeur der Brigade

Die Kommandeure der Brigade waren (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
12 Oberst Jochen Schneider 1. Januar 1995 1996
11 Brigadegeneral Friedmar Teßmer 1990 31. Dezember 1994
10 Oberst Klaus Frühhaber 1987 1990
9 Brigadegeneral Ekkehard Richter 24. März 1983 1987
8 Oberst Horst Wallmann 11. März 1981 24. März 1983
7 Brigadegeneral Gerhard Ohm 1. Dezember 1975 11. März 1981
6 Brigadegeneral Günther Schmelzer 1. Oktober 1970 30. November 1975
5 Oberst Hermann Usener 2. November 1967 30. September 1970
4 Brigadegeneral Heinz Karst 27. September 1963 2. November 1967
3 Oberst Voigt 1. Juli 1961 27. September 1963
2 Oberst Ernst Ferber 1. November 1958 30. Juni 1961
1 Oberst Helmut Wolff 16. Juli 1956 31. Oktober 1958

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 13′ 24,9″ N, 8° 32′ 39,2″ O