Panzergrenadierbrigade 41

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern"
— PzGrenBrig 41 —
X
Verbandsabzeichen
Verbandsabzeichen
Aktiv 1. Apr. 1991
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Heer Heer
Typ Brigade der Stabilisierungskräfte
Unterstellte
Truppenteile

Internes Verbandsabzeichen Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 41 Stab/ Stabskompanie
Internes Verbandsabzeichen des Panzergrenadierbataillons 401 Panzergrenadierbataillon 401
Internes Verbandsabzeichen des Panzergrenadierbataillons 411 Panzergrenadierbataillon 411
Internes Verbandsabzeichen des Panzerbataillons 413 Panzerbataillon 413
Internes Verbandsabzeichen des Panzeraufklärungsbataillons 6 Aufklärungsbataillon 6 Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierbataillon 803
Internes Verbandsabzeichen des Logistikbataillons 142 Logistikbataillon 142

Stärke ~ 5000 Mann
Unterstellung Verbandsabzeichen 1. Panzerdivision
Sitz des Stabes Neubrandenburg [1]
Spitzname Heer im Nordosten
Motto Bereit zu Helfen – Fähig zu Kämpfen – Wir im Nordosten
Kommandeur
Kommandeur Brigadegeneral Jürgen-Joachim von Sandrart[2]

Die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ mit Sitz des Stabes in Neubrandenburg ist eine Brigade des deutschen Heeres. Sie ist der 1. Panzerdivision unterstellt. Der Verband bezeichnet sich selbst auch als das „Heer im Nordosten“, denn ihre Truppenteile sind in Mecklenburg-Vorpommern, dem nördlichen Sachsen-Anhalt und im östlichen Schleswig-Holstein disloziert. Die Brigade ist als Teil der Stabilisierungskräfte klassifiziert.

Auftrag[Bearbeiten]

Die Brigade als Teil der Stabilisierungskräfte stellt schwerpunktmäßig Truppen für Einsätze in nationalen und multinationalen Verbänden mit dem Ziel der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung im Rahmen der NATO oder Europäischen Union. Weiterhin erfüllt die Brigade im Angriffsfall Aufgaben zur Landesverteidigung und zur Verteidigung verbündeter NATO-Staaten.

Verbandsabzeichen und Motto[Bearbeiten]

Das Verbandsabzeichen weist auf die Stationierung im Landesteil Vorpommern hin. Das blau-weiß geteilte Wappenschild zeigt einen roten Greif mit goldfarbenem Schnabel und Klauen. Die Treue und Beständigkeit (Blau) sowie Reinlichkeit und Weisheit (Weiß bzw. Silber) symbolisierenden Farben sind die pommerschen Landesfarben. Der Greif ist das Symbol des pommerschen Fürstenhauses und seit 1212 im Schild der slawischen Fürsten nachgewiesen. Heraldisch bedeutet dieses Fabeltier eine Mischung aus Löwe und Adler, Stärke, Stolz und Gerechtigkeit. Obwohl das Herzogtum Pommern mehrfach Teilungen hinnehmen musste, wurde der Greif in allen Landesteilen immer im Wappen geführt. Die silberne Kordel mit eingeflochtenen schwarzen Faden ist ungewöhnlich für die meisten Brigaden. In der „alten“ Bundesrepublik war diese Form der Umrandung nur typisch für Divisionen. Das Motto der Brigade lautet „Bereit zu Helfen – Fähig zu Kämpfen – Wir im Nordosten“

Gliederung[Bearbeiten]

Gliederung der Brigade

Die Brigade gliedert sich in:

  • Internes Verbandsabzeichen Stab/ Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 41, Neubrandenburg
    • Internes Verbandsabzeichen Fernmeldebataillon 801, Neubrandenburg (wird ca. im Herbst 2015 aufgelöst)
    • Internes Verbandsabzeichen Aufklärungsbataillon 6, Eutin
    • Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierbataillon 803, Havelberg
    • Internes Verbandsabzeichen Pionierbataillon 901, Havelberg (Couleur: Panzerpionierbataillon 803. Nicht aktiv, Ergänzungstruppenteil. Kein eigenes Großgerät vorhanden bzw. langzeitlagernd.)
    • Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 401, Hagenow
    • Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 413, Torgelow (wird umgegliedert zu Jägerbataillon 413)
    • Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 411, Viereck
    • Internes Verbandsabzeichen Pionierkompanie 951, Viereck (Couleur: Panzergrenadierbataillon 411. Vorgesehen für ZMZ koordiniert durch Dienststellen der SKB. Teilaktiv. Großgerät wird am örtlichen ZMZ-Stützpunkt vorgehalten.)
    • Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 908, Viereck (Couleur: Panzergrenadierbataillon 411. Nicht aktiv. Kein eigenes Großgerät vorhanden bzw. langzeitlagernd.)
    • Internes Verbandsabzeichen Logistikbataillon 142, Hagenow (wird Versorgungsbataillon 142)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Brigade begann mit der Auflösung der Nationalen Volksarmee der DDR 1990. 1991 wurde die Brigade aus Resten der 9. Panzerdivision der NVA als Heimatschutzbrigade 41 „Vorpommern“ in Eggesin, Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt. 1994 wurde das letzte NVA-Gerät abgegeben und die Brigade 1995 in Panzergrenadierbrigade 41 umbenannt und offiziell der NATO eingegliedert. 1997 half die Brigade beim Oderhochwasser. 2002 verlegte der Stab nach Torgelow und wurde auch beim Elbehochwasser 2002 im Katastrophenschutz eingesetzt. Seit 1996 wurde die Brigade bei IFOR, SFOR, KFOR und der UN-Beobachtungsmission in Georgien (UNOMIG), eingesetzt. 2005/2006 folgte die Verwendung als 13./4. Einsatzkontingent KFOR/EUFOR; 2007/2008 ist die Brigade im Rahmen der ISAF-Mission als 15. deutsches Einsatzkontingent in Afghanistan eingesetzt; 2009 wird sie wiederum ein Jahr lang die Kräfte für die KFOR-Mission im Kosovo stellen.

2007 wechselte die Unterstellung der Brigade von der 14. Panzergrenadierdivision zur 13. Panzergrenadierdivision. 2007 wechselte die Unterstellung des Panzerpionierbataillon 803 (Havelberg) von der aufgelösten Panzergrenadierbrigade 1 zur Panzergrenadierbrigade 41.

Mit Auflösung der 13. Panzergrenadierdivision wurde die Panzergrenadierbrigade 41 der 1. Panzerdivision unterstellt.

Kommandeure[Bearbeiten]

Die Kommandeure der Brigade waren:

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
10 Brigadegeneral Jürgen-Joachim von Sandrart 23.08.2013 ---
9 Brigadegeneral Andreas Marlow 01.07.2011 23.08.2013
8 Brigadegeneral Benedikt Zimmer 04.05.2009 30.06.2011
7 Brigadegeneral Klaus von Heimendahl 24.07.2007 04.05.2009
6 Brigadegeneral Josef Niebecker 01.02.2004 24.08.2007
5 Brigadegeneral Hans-Lothar Domröse Jan. 2000 31.01.2004
4 Oberst Wolfgang Otto Jan. 1999 Dez. 1999
3 Oberst Ernst-Heinrich Lutz 01.10.1994 Dez. 1998
2 Oberst Werner Widder 01.04.1992 30.09.1994
1 Brigadegeneral Hans-Peter von Kirchbach 01.04.1991 31.03.1992

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brigade-Stab nach Neubrandenburg umgezogen. NDR, 27. Mai 2014, abgerufen am 16. Juni 2014.
  2. Focus. 12. August 2013, abgerufen am 13. August 2013.


53.64374714.048595Koordinaten: 53° 38′ 37″ N, 14° 2′ 55″ O