Luthern (Fluss)

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Luthern
Luthere
Die Luthern zwischen Luthern Dorf und Luthern Bad mit der Einmündung des Änzibachs (von rechts)

Die Luthern zwischen Luthern Dorf und Luthern Bad mit der Einmündung des Änzibachs (von rechts)

Daten
Gewässerkennzahl CH: 506
Lage Kanton Luzern, Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Wigger → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle am Napf
47° 0′ 23″ N, 7° 56′ 28″ O
Quellhöhe ca. 1339 m ü. M.[1]
Mündung in die Wigger in NebikonKoordinaten: 47° 11′ 28″ N, 7° 58′ 27″ O; CH1903: 640584 / 226815
47° 11′ 28″ N, 7° 58′ 27″ O
Mündungshöhe 484 m ü. M.[1]
Höhenunterschied ca. 855 m
Länge 26,9 km[2]
Einzugsgebiet 105 km²[1]

Abfluss[3]
AEo: 105 km²
Lage: 90 m oberhalb der Mündung
NNQ (1998)
MQ 1988–2008
Mq 1988–2008
HHQ (2002)
180 l/s
1,53 m³/s
14,6 l/(s km²)
76 m³/s

Die Luthern (schweizerdt. Luthere) ist ein rund 27 Kilometer langer Schweizer Fluss im Amt Willisau des Kantons Luzern und namensgebend für das Lutherntal (schweizerdt. Luthertal).

Die Quelle der Luthern liegt nördlich des Napf. Der Fluss ist besonders nach Gewittern zuerst ein stiebender Bergbach, welcher auf 2,5 km Distanz einen Höhenunterschied von 450 m überwindet. Dann erreicht er – immer nordwärts fliessend – als erste grössere Siedlung den Ortsteil Luthern Bad (855 m hoch; 4 km südlich des Dorfes Luthern). Er nimmt auf diesen ersten 6 km etliche kleine und grössere Bäche aus den Seitentälern auf. Die bedeutendsten, welche fast alle von links einmünden, sind der Längenbach, der Wilmisbach und der Walenbach. Von rechts kommen einzig der Spitzweidbach und der Wissenbach dazu.

Die Luthern in Ruefswil

Das hintere Lutherntal und die Seitentäler sind stark bewaldet, in den höheren Lagen gibt es auch einige Alpen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Waldfläche stark vergrössert, eine Entwicklung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen hat, als die Regierung im hinteren Gemeindeteil viele kleine Höfe aufkaufte und die teils kargen Weiden aufforstete. Weiter nördlich überwiegen noch die Rodungsgebiete. Ohne ihre nördliche Richtung zu ändern, führt die Luthern weiter durch den Ortsteil Hofstatt (2,5 km nördlich vom Dorf; 705 m), Rüediswil (3,3 km nördlich; 696 m) bis zur Schachenfluh (683 m). Hier ist der tiefste und zugleich nördlichste Punkt der Gemeinde Luthern. In Hofstatt mündet von links der Ellbach in die Luthern. Das Ellbachtal (auch Flühlental genannt) ist ein westliches Seitental des Lutherntals. In diesem Tal liegt der Weiler Flühlen (2,5 km nordwestlich von Luhern Dorf; 772 m). Nördlich vom Ellbachtal liegt auf der anderen Hügelseite ein Paralleltal. Dieses heisst Warmisbachtal und ist im Oberlauf komplett bewaldet (Hegenwald). Der Warmisbach bildet die nordwestliche Gemeindegrenze. Das Waldgebiet, welches 47,5 % des Gemeindeareals bedeckt, und die landwirtschaftliche Nutzfläche mit 47,8 % sind gleich gross. Daneben sind 3,5 % der Ortschaft Siedlungsfläche. Die Luthern führt weiter durch Hüswil, Zell, Briseck, Gettnau und Niderwil nach Schötz, wo sie 2010 ausgebaut wurde.[4] Bei Nebikon mündet sie schließlich in die Wigger.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luthern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Hydrologischer Atlas der Schweiz des Bundesamtes für Umwelt BAFU, Tafel_13
  3. Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2008, S. 255
  4. pd/das: Ausbau der Luthern beginnt im November. Neue Luzerner Zeitung Online, 28. Oktober 2010, abgerufen am 29. Dezember 2010.