Zell LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Zellf zu vermeiden.
Zell
Wappen von Zell
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton LuzernKanton Luzern Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1150i1f3f4
Postleitzahl: 6144 (Zell LU)
6152 (Hüswil)
UN/LOCODE: CH ZZL
Koordinaten: 637532 / 220379Koordinaten: 47° 8′ 0″ N, 7° 56′ 0″ O; CH1903: 637532 / 220379
Höhe: 590 m ü. M.
Höhenbereich: 560–782 m ü. M.[1]
Fläche: 13,91 km²[2]
Einwohner: 2097 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 151 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
13,3 % (31. Dezember 2019)[4]
Website: www.zell-lu.ch
Zell

Zell

Lage der Gemeinde
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Zell ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 6 km nordwestlich von Willisau im vorderen Tal der Luthern und ist ein regionales Zentrum. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf die beiden Ortsteile Briseck (582 m ü. M.; 1 km östlich des Dorfs) und Hüswil (613 m ü. M.; 1,7 km südwestlich von Zell-Dorf), wo der Warmisbach in den (Gondiswiler-) Rotbach einmündet. Abgesehen vom Lutherntal, das flach ist, liegt der Rest der Gemeinde im Hügelland. Im Nordosten der Gemeinde liegen die Weiler Hällershof (702 m ü. M.; 2,4 km nordöstlich des Dorfs), Bründlen (693 m ü. M.; 1,1 km nordöstlich) und Hünkihof (720 m ü. M.; 1,4 km nordöstlich). Im Norden des Dorfs liegt die Guggihöhe (724 m ü. M.), nordwestlich der Zellerwald. Der höchste Punkt der Gemeinde ist Salberig (782 m ü. M.; 2 km südlich des Dorfs).

Vom Gemeindegebiet von fast 13,88 km² wird 68,0 % landwirtschaftlich genutzt. Wald und Gehölz bedecken 22,8 % der Fläche und 8,9 % sind Siedlungsfläche.

Zell grenzt an die Gemeinden Altishofen, Fischbach, Schötz, Ufhusen und Willisau.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung wuchs bis Mitte des 19. Jahrhunderts stark an (1798–1850: +63,1 %). In den 1850er-Jahren folgte eine Massenabwanderung (1850–1860: −13,1 %), anschliessend eine Phase der Stagnation, die bis 1888 anhielt. Danach wuchs die Einwohnerzahl bis 1941 erneut stark (1888–1941: +48,3 %). Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine weitere Abwanderungswelle bis ins Jahr 1960 (1941–1960: −7,6 %). Von 1970 bis 2000 wuchs die Einwohnerschaft wieder erheblich (1970–2000: +22,1 %). Seither wächst die Einwohnerzahl nur noch leicht (2000–2010: +1,2 %).

Quelle: Bundesamt für Statistik; 1850 bis 2000 Volkszählungsergebnisse, 2010 ESPOP, seit 2011 STATPOP

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 94,84 % Deutsch, 1,67 % Albanisch und 0,81 % Portugiesisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten war die gesamte Einwohnerschaft Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) gibt es 77,72 % römisch-katholische und 15,65 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 2,28 % Muslime und jeweils 0,61 % Konfessionslose und Angehörige anderer nichtchristlicher Religionen (meist Hindus tamilischer Herkunft). Bei den Muslimen handelt es sich beinahe ausschliesslich um Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2019 zählte die Gemeinde 2'097 Einwohner. Davon waren 1'818 Schweizer Staatsangehörige und 279 (= 13,3 %) Menschen anderer Staatsangehörigkeit. Die grössten Zuwanderergruppen kommen aus dem Kosovo (59 Menschen), Deutschland (37), Portugal (27), Eritrea (26), Polen (18), Nordmazedonien (13), Italien (12), der Slowakei (10), Kroatien (8) und Ungarn (8).[6][7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild (1950)

Die Gegend wurde schon vor unserer Zeitrechnung besiedelt, wie der Fund einer Bronzeaxt belegt. Zudem wurde eine römische Goldmünze ausgegraben. In einem päpstlichen Sammelregister zur Erhebung der Kreuzzugssteuer wird Celle im Jahr 1275 erstmals erwähnt. Bis zum Jahr 1407 gehörte die Gemeinde zur Grafschaft Willisau, die ein Besitz der Habsburger war. Diese übergaben die Regentschaft den Herren von Büttikon. 1407 erwarb die Stadt Luzern die Grafschaft. Bis 1798 gehörte Zell dann zur Landvogtei Willisau. Von 1798 bis 1803 war der Ort dem Distrikt Willisau zugeteilt, der dann im neu geschaffenen Amt Willisau aufging.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Zell besteht für die Wahlperiode 2020–2024 aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt zusammengesetzt[8]:

  • Markus Tremp (CVP): Gemeindepräsident
  • Othmar Häfliger (CVP): Finanzvorsteher
  • Alfred Hofer (FDP): Schulvorsteher
  • Karin Meier (FDP): Sozialvorsteherin
  • Urs Lustenberger (CVP): Bauvorsteher

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2019 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Zell: CVP 46,3 %, SVP 25,3 %, FDP 17,6 %, SP 5,9 %, GPS 4,9 %.[9]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2019 betrugen die Wähleranteile in Zell: CVP 36,7 %, SVP 29,9 %, FDP 17,0 %, SP 6,8 %, Grüne 6,4 %, glp 2,5 %.[10]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zell verfügt mit Zell und Hüswil über zwei Haltestellen an der Bahnlinie Luzern-Langenthal der S-Bahn Luzern, betrieben durch die BLS. Die Gemeinde ist ein lokaler Busknotenpunkt. Die Buslinien Zell-Altbüron-St. Urban, Hüswil-Ufhusen und Zell-Hüswil-Hofstatt-Luthern-Luthern Bad erschliessen das Umland mittels öffentlichem Verkehr. Zell liegt an den Strassen Willisau-Huttwil und Zell-St Urban. Die nächstliegenden Autobahnanschlüsse sind Dagmersellen in 12 km und Sursee in 16 km Entfernung. Beide liegen an der A2.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Meier (* 1943), in Zelt geborener Zeichner, Maler, Druckgrafiker, Objektkünstler und Bildhauer

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Zell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Memento vom 1. Januar 2015 im Internet Archive) (Ständige Wohnbevölkerung)
  6. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde
  7. Ausländische Wohnbevölkerung nach Nationalität, Aufenthaltsstatus und Bevölkerungstyp (LUSTAT Statistik Luzern)
  8. Gemeinderat auf der Webseite der Gemeinde Zell
  9. https://www.lustat.ch/files_ftp/daten/kt/0003/w173_302t_kt0003_gd_d_2019.html Kantonsratswahlen: Stärke der Parteien 2019
  10. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde