Nebikon

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Nebikon
Wappen von Nebikon
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1137i1f3f4
Postleitzahl: 6244
UN/LOCODE: CH NBK
Koordinaten: 640879 / 227010Koordinaten: 47° 11′ 34″ N, 7° 58′ 41″ O; CH1903: 640879 / 227010
Höhe: 487 m ü. M.
Fläche: 3,73 km²
Einwohner: 2565 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 688 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
27,0 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.nebikon.ch
Karte
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Nebikon ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im mittleren Teil des Laufs der Wigger. In diese mündet im Dorf von links die Luthern ein. Die Ortschaft liegt im Talboden am Westfuss des Santenbergs. Zwischen den Hauptteil des Santenbergs und einem südlichen Ausläufer, dem Egolzwilerberg, hat sich ein Tälchen eingegraben. Dieses trägt den passenden Namen Graben. Auf dem bewaldeten Santenberg liegt der höchste Punkt der Gemeinde (690 m ü. M.), an der Grenze zu Dagmersellen.

Im Westen der Gemeinde erhebt sich im Flüeggenwald das für das Amt Willisau typische hügelige Voralpengebiet, so dass Nebikon im Westen und im Osten von Anhöhen überragt wird.

Vom Gemeindeareal von 372 ha wird nur 38,2 % landwirtschaftlich genutzt. Die grossen Waldgebiete am Santenberg und im Alpenvorland bedecken 40,1 % der Fläche. Und ein Fünftel (genau 20,7 %) sind Siedlungsfläche, darunter grosse Industriezonen im Norden und Süden des Dorfs.

Die Gemeinde Nebikon grenzt im Nordosten an Dagmersellen, im Südosten an Egolzwil, im Süden an Schötz, im Südwesten an Ebersecken und im Nordwesten an Altishofen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 573
1860 513
1888 514
1900 610
1910 713
1950 971
1960 1206
1970 1378
2000 2141

Von 1850-1860 sank die Einwohnerzahl stark (1850–1860: −11,2 %). Danach blieb sie bis 1888 bei knapp über 500 Personen stehen. Seither wächst sie ununterbrochen, wenn auch das Wachstum in den letzten Jahren geringer geworden ist. Besonders starke Anstiege gab es 1888–1900 (+18,7 %), 1900–1910 (+16,9 %), 1950–1960 (+24,2 %) und 1970–2000 (+55,3 %). Insgesamt hat sich die Einwohnerzahl in den vergangenen 150 Jahren nahezu vervierfacht.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Umgangssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 84,45 % Deutsch, 5,18 % Serbokroatisch und 2,01 % Albanisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten gehörte die gesamte Einwohnerschaft der Römisch-Katholischen Kirche an. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) gibt es 70,34 % römisch-katholische, 8,64 % evangelisch-reformierte und 5,89 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 6,73 % Muslime und 3,27 % Konfessionslose. Die Muslime sind albanischer, bosniakischer, kurdischer und türkischer Herkunft. Stärkste Gruppe unter ihnen sind die Albaner. Die orthodoxen Christen sind Slawen aus dem früheren Jugoslawien (Mazedonier, Montenegriner und Serben).

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 2'517 Einwohnern 1'851 Schweizer und 666 (= 26,5 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 73,5 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Portugal (27,9 %), Serbien inklusive Kosovo (20,7 %), Italien (9,2 %), Deutschland (8,6 %), der Türkei (4,4 %) und Spanien (0,5 %). 19,1 % stammten aus dem übrigen Europa und 9,8 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Namen Nevinchova wird der Ort im Güterverzeichnis (Rodel) der Fraumünsterabtei Zürich im Jahr 893 erstmals erwähnt. Die Habsburger übernahmen im späten 12. Jahrhundert die Herrschaft. Verwaltet wurde der Ort durch die Herren von Büttikon. Die Herrschaft wechselte im Jahr 1415. Die Stadt Luzern kaufte die Grafschaft Willisau – zu der Nebikon gehörte – und machte sie zur Landvogtei Willisau. Im Jahr 1424 erwarben die Luzerner auch die Mehrheit an der niederen Gerichtsbarkeit. So blieben die Verhältnisse bis ins Jahr 1798. Die darauf folgenden fünf Jahre gehörte Nebikon zum Distrikt Altishofen- seither zum damals neu geschaffenen Amt Willisau.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Nebikon besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Kurt Kumschick: Gemeindepräsident
  • Erich Leuenberger: Gemeindeammann
  • Sara Schuppan: Schulverwalterin
  • Luzia Kneubühler: Sozialvorsteherin
  • Claudia Arn: Friedhofverwalterin

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Nebikon: FDP 47,9 %, CVP 28,8 %, SVP 15,5 %, SP 3,6 %, glp 2,1 %, GPS 2,0 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Nebikon: FDP 41,0 %, SVP 25,2 %, CVP 22,4 %, SP 4,7 %, glp 3,5 %, Grüne 2,2 %, BDP 0,6 %.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebikon liegt an der Bahnlinie Luzern–Olten und hat einen eigenen Bahnhof. Zwei Buslinien verbinden Nebikon mit anderen Orten der Region. Diese sind: Nebikon-Schötz-Ebersecken und Ettiswil-Nebikon-Dagmersellen.

Nebikon liegt an den Strassen Dagmersellen-Willisau und Dagmersellen-Wauwil-Sursee. Der nächste Autobahnanschluss ist der von Dagmersellen an der A2 in bloss 3 km Entfernung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Aushängeschild Nebikons ist der Fussballer Fabian Lustenberger, der bei Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga spielt. Der offensive Mittelfeldspieler erhielt für die Qualifikationsspiele zur WM 2010 der Schweiz gegen Lettland und Griechenland sein erstes Nationalmannschaftsaufgebot.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nebikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Nebikon
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Nebikon
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 3. Juni 2016.