Mapfre

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Mapfre
Mapfre Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN ES0124244E34
Gründung 1933
Sitz Madrid, SpanienSpanien Spanien
Leitung José Manuel Martinez
Umsatz 17.711 Mio € (2008)
Branche Finanzdienstleistung
Website www.mapfre.es
Mapfreturm in Barcelona

Mapfre ist ein diversifizierter Finanzdienstleistungskonzern aus Spanien mit Schwerpunkt auf dem Versicherungsgeschäft. Die Gruppe besteht aus 240 Einzelunternehmen, die in 38 Ländern den Bereichen Versicherung, Rückversicherung, Immobilien, Finanzgeschäfte und diversen Dienstleistungen tätig sind. Die Mehrzahl der Unternehmungen sind in der Holding Corporación Mapfre, S.A. zusammengefasst, deren Aktien an den Börsen Madrid und Barcelona gehandelt werden. Mapfre ist im Börsenindex IBEX 35 sowie im Dow Jones Stoxx Insurance vertreten. Sitz der Holding ist Madrid.

Der Geschäftsbericht weist für das Jahr 2008 einen Umsatz von 17,711 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 901 Millionen Euro auf. Insgesamt werden 34.603 Leute beschäftigt, davon 10.035 in Spanien.[1]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

1933 wurde die Gesellschaft als Mutualidad de Seguros de la Agrupación de Propietarios de Fincas Rústicas de España (auf deutsch etwa Unfallversicherungskasse der spanischen Landbesitzer) gegründet. 1944 wurde ein Abkommen mit der staatlichen Krankenpflichtversicherung geschlossen, durch welches die Gesellschaft 1954, aufgrund stark gestiegener Krankheitskosten, fast in Insolvenz geraten wäre. Ab 1955 wandte sich die Gesellschaft neuen Geschäftsfeldern zu. Das Krankenversicherungsgeschäft wurde völlig aufgegeben. Ab 1970 entwickelte sich die heutige Struktur, mit der Autoversicherung als Muttergesellschaft sowie Lebens- und Industrieversicherungen. Die internationale Expansion erfolgte ab 1977, seit 1990 ist Mapfre nach eigenen Angaben die führende Versicherung in Lateinamerika. Im Jahre 2000 wurde eine strategische Allianz mit der Caja Madrid (Sparkasse Madrid) geschlossen. Mafpre ist in Teilen noch immer als Mutualidad (entspricht in etwa dem deutschen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit) und damit als Non-Profit-Organisation organisiert. Um die Struktur der Gesellschaft den Erfordernissen der Finanzmärkte anzupassen, wurde ein Prozess zur Demutualisierung eingeleitet, der Ende 2006 beendet wurde. Seitdem ist die börsennotierte Aktiengesellschaft Mapfre S.A. die Holding, unter der alle Geschäftsaktivitäten des Konzerns angesiedelt sind.[2] Die Umstrukturierung hat die Marktkapitalisierung verdoppelt, was Mapfre einen größeren Finanzierungsspielraum einräumt. Dieser soll nach Aussage der Gesellschaft genutzt werden, um das Geschäft in Europa, den USA und China auszubauen.

Einzelunternehmen[Bearbeiten]

Die Mapfre Empresas ist die Industrieversicherungstochter des Konzerns. Derzeitiger Firmenchef ist Filomeno Mira. Im Geschäftsjahr 2006 hat die Mapfre Empresas bei 1,35 Mrd. € Prämieneinnahmen einen Gewinn vor Steuern von 116 Mio. € ausgewiesen.[3]

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Die Regattajacht Mapfre (3. von rechts) vor dem Start zum Barcelona World Race

Das Unternehmen ist Sponsor im professionellen Segelsport. Die Mapfre segelte bei der Weltumsegelungsregatta Barcelona World Race unter den Spaniern Iker Martínez und Xabi Fernández auf den zweiten Platz.

Das Unternehmen ist Sponsor für das spanische MotoGP Racing Team von "Aspar" Jorge Martinez. Für dieses Team fahren unter Anderen Jonas Folger und Luca Amato aus Deutschland. Jonas Folger hat dieses Jahr für das Team beim Großen Preis von Brünn als dritter das Podium erreicht..[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: MAPFRE – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht 2008 (PDF; 6,0 MB)
  2. Angaben der Mapfre für Investoren (engl.)
  3. Herbert Fromme: Mapfre greift in Deutschland an. Artikel in der Financial Times Deutschland vom 6. Dezember 2007.
  4. [1] (MotoGP Results)