Marousi

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Gemeinde Amarousio (Marousi)
Δήμος Αμαρουσίου (Μαρούσι)
Marousi (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Attika
Regionalbezirk: Athen-Nord
Geographische Koordinaten: 38° 3′ N, 23° 48′ OKoordinaten: 38° 3′ N, 23° 48′ O
Fläche: 12,94 km²
Einwohner: 72.333 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 5.589,9 Ew./km²
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Amarousio (Marousi)
Sitz: Marousi
Postleitzahlen 15122 - 15126
LAU-1-Code-Nr.: 4601
Gemeindebezirke: keinef7
Lokale Selbstverwaltung: f12f12keinef7
Website: www.maroussi.gr
Lage in der Region Attika
Datei:2011 Dimos Amarousiou.png
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Marousi (griechisch Μαρούσι (n. sg.), auf offizieller Ebene auch unter dem älteren Namen Amarousio[n] Αμαρούσιο[ν]) ist eine griechische Stadt im Norden Attikas und ein Vorort von Athen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marousi liegt 12,5 km nordwestlich des Stadtzentrums von Athen. Es grenzt im Süden an Chalandri und im Norden an das noble Kifisia. Die Bebauung dieser Athener Vororte geht ineinander über.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Stelle des heutigen Marousi befand sich in der Antike der Demos Athmonon. In der fruchtbaren Gegend blühte im Altertum der Weinbau.[2] Der heutige Name erinnert an ein Heiligtum der Artemis Amarysia, die in Amarynthos auf Euböa verehrt wurde.[3][4]

Als eine der größten der Vorstädte Athens und eine der ersten mit S-Bahn-Anschluss entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum vor allem für Verwaltungssitze und Pharmafirmen. Die Bedeutung von Marousi für den Einzelhandel ist dagegen stetig zugunsten neuer Einkaufszentren und großer Supermärkte zurückgegangen.

In die Literatur eingegangen ist Marousi durch Henry Millers Griechenland-Roman Der Koloss von Maroussi.[5]

Institutionen in Marousi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntester Verein der Stadt ist der Basketballverein Marousi Athen, welcher in der ersten griechischen Liga spielt und 2001 den Saporta Cup gewinnen konnte.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spyridon Louis, der erste Olympiasieger (1896) im Marathonlauf, ist in Marousi geboren. Seine Büste steht auf dem Hauptplatz der Stadt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maroussi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (PDF) beim Griechischen Statistischen Amt ELSTAT
  2. Aristophanes Pac. 190
  3. Erwin Freund: Amarusi(on). In: Siegfried Lauffer (Hrsg.): Griechenland. Lexikon der historischen Stätten. München 1989
  4. Pausanias 1.31.5
  5. Henry Miller: Der Koloß von Maroussi. Eine Reise nach Griechenland. ISBN 3-499-10758-9