Mavi Phoenix

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Mavi Phoenix live bei Rock am Ring 2018

Mavi Phoenix (* 1. September 1995 in Linz als Marlene Nader)[1] ist ein österreichischer Popmusiker und Rapper. Nach mehreren Nominierungen ab 2017 gewann Phoenix bei der Amadeus-Verleihung 2019 den „FM4-Award“.

Seit Herbst 2019 verwendet Mavi Phoenix für sich das männliche Pronomen er und lebt „auch offiziell als Mann“.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marlene Nader kam 1995 im oberösterreichischen Linz zur Welt. Der Großvater mütterlicherseits war in den 1970er-Jahren als Flüchtling aus Syrien nach Wien gekommen.[3] Nader besuchte einen englischsprachigen Kindergarten und anschließend eine englischsprachige Volksschule.[4]

Nach begeistertem MTV-Sehen begann Nader im Alter von elf Jahren mithilfe der Software GarageBand, Musik zu komponieren, und gewann im Juni 2013 den bundeslandweiten Musikwettbewerb Lautstark! Der selbstgewählte Künstlername „Mavi Phoenix“ – gewählt in Anlehnung an den jung verstorbenen Schauspieler River Phoenix (1970–1993) – sollte symbolisch für einen Neuanfang stehen.[5] Nach der Matura 2015 zog er im Hinblick auf eine Musikkarriere nach Wien und begann ein Studium der Politikwissenschaften.[6]

Musikalisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mavi Phoenix (2017)

Musikalisch bewegt sich Mavi Phoenix zwischen Lo-Fi-Pop, Trap und modernem R&B mit einem Einschlag von Electro.[7] Der Kurier urteilte, er singe in akzentfreiem Englisch zu zeitgenössischen Beats mit eingängigen Melodiefolgen. Besonderes Charakteristikum ist sein Auto-Tune-affiner Sound, der sich vor allem in seinem mittels Virtual Studio Technology nachbehandelten Stimme äußert.[8][9] Zu musikalischen Vorbildern gehören neben Rappern wie Left Boy, Kanye West, Drake oder Tyler, the Creator auch die Popsängerinnen Miley Cyrus und Lady Gaga. Sein eigenes Schaffen wurde bereits mit jenem von Alternative-Weltstar M. I. A. verglichen.[4][5][9]

Mavis erste EP mit dem Titel My Fault entstand unter der Mitwirkung von Left-Boy-Produzent Simon Herzog,[5] die sechs Songs wurden im August 2014 als Gratis-Download veröffentlicht. In der Folge wurde der Radiosender FM4 auf Mavi aufmerksam und verschaffte der ersten Single Green Queen beachtliches Airplay. Noch vor dem Schulabschluss verpflichteten Bilderbuch den Newcomer als Support für ihre Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein vorläufiger Durchbruch gelang Mavi 2016 mit der Single Quiet, die wochenlang Platz eins sowie Platz zwei der Jahreswertung der FM4-Charts belegte. Das Lied stellt ein Statement gegen die Lautstärke unserer Zeit dar (Make the world go quiet: „Bring die Welt zum Schweigen“) und erhielt ein Video, das in Berlin produziert wurde, unter anderem im Treptower Park. Das US-Magazin The Fader bezeichnete Mavi (zu der Zeit) als „bezaubernde Lo-Fi-Heldin“. Die zweite EP Young Prophet erschien im Frühjahr 2017 beim eigenen Label LLT Records und wurde vom DJ Alex the Flipper co-produziert.[6][9]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles und EPs

  • 2014: My Fault (EP, Spinnup)
  • 2014: Green Queen
  • 2015: Little by Little (mit M.P.)
  • 2016: Quiet
  • 2017: Young Prophet (EP, LLT Records)
  • 2017: Love Longtime
  • 2017: Fly
  • 2017: Aventura
  • 2017: Janet Jackson
  • 2018: Yellow
  • 2018: Bite
  • 2018: LOS SANTOS
  • 2018: Trends
  • 2018: Ibiza
  • 2018: Prime
  • 2018: 7Eleven
  • 2018: Babe (Melvv featuring Mavi Phoenix)
  • 2018: Young Prophet II (EP, LLT Records)
  • 2019: Romantic Mode
  • 2019: Bullet in My Heart
Mavi Phoenix (Amadeus 2019)

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amadeus Austrian Music Award:

  • 2017: Nominierung in der Kategorie „Künstlerin des Jahres“
  • 2017: Nominierung für den „FM4-Award“
  • 2018: Nominierung in der Kategorie „Alternative“
  • 2018: Nominierung für den „FM4-Award“
  • 2019: Nominierung in den Kategorien „Songwriter des Jahres“ und „Tonstudiopreis Best Sound“
  • 2019: „FM4-Award“[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mavi Phoenix – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anna-Maria Wallner: Frauen im Rap: In der Nische, aber gar nicht quiet. In: DiePresse.com. 30. Januar 2017, abgerufen am 27. November 2019.
  2. Geschlechtsanpassung: Mavi Phoenix benutzt von nun an das Pronomen „er“. Der Standard, 27. November 2019, abgerufen am 27. November 2019.
  3. Die Abenteuer der Phoenix. Die Presse, 31. März 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  4. a b „Dass er es mit HipHop versucht, ist so lächerlich“ – Mavi Phoenix Interview. TheMessage.at, 28. Mai 2015, abgerufen am 18. Mai 2017.
  5. a b c Rise Like A Mavi. The Gap, 14. Mai 2015, abgerufen am 17. Mai 2017.
  6. a b Plötzlich Popstar. Wiener Zeitung, 19. April 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  7. Mavi Phoenix – Laut.de-Biographie. laut.de, abgerufen am 17. Mai 2017.
  8. Mavi Phoenix: Eine junge Prophetin des Pop. Kurier, 6. März 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  9. a b c Alles ist Mavi Phoenix. The Gap, 30. März 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  10. Lisa Schneider: Mavi Phoenix gewinnt den FM4 Amadeus Award 2019. In: ORF.at. 22. März 2019, abgerufen am 27. November 2019.