Meininger Tageblatt

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Meininger Tageblatt
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Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Meininger Mediengesellschaft mbH (MMG)
Erstausgabe 2. Juli 1849
Erscheinungsweise werktags
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2016, Mo–Sa)
10.371 Exemplare
Chefredakteur Walter Hörmann
Herausgeber Meininger Mediengesellschaft mbH
Weblink www.insuedthueringen.de
ZDB 1191236-4

Das Meininger Tageblatt (MT) ist eine Tageszeitung und Amtsblatt[1] für die Stadt Meiningen sowie den Altkreis Meiningen. Die verkaufte Auflage beträgt 10.371 Exemplare, ein Minus von 38,1 Prozent seit 2001.[2] Zwischen 2003 und 2016 erschien sie unter dem Titel FW Meininger Tageblatt.

Verleger und Herausgeber der Zeitung ist die Meininger Mediengesellschaft mbH (MMG). Die Meininger Mediengesellschaft und die Redaktion haben ihren Sitz in Meiningen. Gedruckt wird die Zeitung im Druckzentrum Erfurt. Es besteht eine redaktionelle Kooperation mit der Suhler Tageszeitung Freies Wort. Die Zeitungen Meininger Tageblatt, Freies Wort (FW) und Südthüringer Zeitung (STZ) haben mit insuedthueringen.de einen gemeinsamen Internetauftritt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits am 2. Juli 1849 erschien die erste Ausgabe des Meininger Tageblatts zunächst dreimal wöchentlich. Erster Herausgeber war die Hofbuchdruckerei F.W. Gadow & Sohn. Das Blatt entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zur meistgelesenen Zeitung im Herzogtum Sachsen-Meiningen. 1863 wird das Format vergrößert und erscheint von da an täglich außer Sonn- und Feiertagen. Gleichzeitig wird das Blatt zum Anzeiger für Meiningen und dem Herzogtum. 1867 übernimmt der Verleger Hermann Marbach die Zeitung, dessen Familie das Meininger Tageblatt bis 1936 weiterführte. Beim Stadtbrand von Meiningen 1874 wurde das Verlagsgebäude vollständig zerstört. An gleicher Stelle fand die Einweihung des neuen Gebäudes am 7. August 1875 statt.

Ab 1879 erschien die Zeitung nun täglich, auch an Sonn- und Feiertagen. 1889 vergrößerte sich das Format zunächst auf 29 mal 41 Zentimeter und 1891 auf 35 mal 53 Zentimeter. 1890 wurden die ersten mehrfarbigen Werbeeinlagen und grafischen Darstellung eingeführt. 1903 folgten Bilder und Unterhaltungsbeilagen. 1914 übernahm eine moderne Rotationsmaschine den Druck, die 5000 Zeitungen pro Stunde produzierte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wurden die meisten unabhängigen Tageszeitungen Deutschlands verboten, so musste auch das Tageblatt am 30. September 1936 nach 88 Jahrgängen eingestellt werden. Nach dem Sturz des Hitlerregimes lag Meiningen in der sowjetischen Besatzungszone und gehörte ab 1949 zur DDR, so dass eine Wiedererscheinung der Zeitung nicht möglich war.

Nach Erteilung der Pressefreiheit in der DDR während der Wendezeit von 1989/1990 gehörte das Meininger Tageblatt zu den ersten neuen oder wiederbelebten Tageszeitungen. Vom Journalisten Siegfried Herzog neugegründet erschien es wieder erstmals am 20. Februar 1990 und fand sofort eine große Leserschaft. Der erste Chefredakteur war Ulrich Lutz. Herausgeber war vom 20. Februar 1990 bis zum 31. Mai 2001 die Gesellschaft für Werbung, Presse und Vertrieb mbH (WPV) Meiningen. Geschäftsführer waren Siegfried Herzog und Bernd Schachenmayer.

Am 1. Juni 2001 gründete sich der Verlag Meininger Mediengesellschaft mbH (MMG), der von da an das Meininger Tageblatt herausgibt. An dem Verlag waren zu jeweils 50 Prozent der Verlag WPV mbH in Meiningen und die Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG (SVG) in Suhl beteiligt. Gleichzeitig fusionierten die Meininger Lokalausgaben des Meininger Tageblatts und der Zeitung Freies Wort miteinander und veröffentlichten bis Dezember 2002 eine identische Meininger Lokalausgabe in beiden Zeitungen.

Das Logo von 2003 bis 2016

Seit Januar 2003 findet eine redaktionelle Kooperation der Verlage WPV Gesellschaft für Werbung, Presse und Vertrieb mbH in Meiningen (Meininger Tageblatt) und Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG (SVG / Freies Wort) statt, die eine gegenseitige Übernahme von Artikeln und ganzer Seiten im Druck- und Onlinebereich und die gemeinsame Produktion der Zeitung anfangs unter dem Namen Freies Wort Meiningen/Meininger Tageblatt beinhaltet. Gleichzeitig wurde das Erscheinen der Hauptausgabe des Freien Wort im Altkreis Meiningen eingestellt. Bereits im April 2003 änderte man den Namen in FW Meininger Tageblatt um. 2014 erschien der 63. Jahrgang.

Am 1. April 2016 wurde der Zeitungstitel wieder in Meininger Tageblatt geändert.[3] Bis 2010 wurde die Zeitung in Nüdlingen bei Bad Kissingen gedruckt, bis 2005 im Berliner Format, anschließend im Rheinischen Format.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Meininger Tageblatt hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 2001 um 38,1 Prozent gesunken.[4] Sie beträgt gegenwärtig 10.371 Exemplare.[5] Das entspricht einem Rückgang von 6385 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 93,8 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[6]


Verlag und Redaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschäftsführer: Tobias Konrad, Wolfgang Kreißig
  • Redaktionsleitung: Ralph W. Meyer, Marko Hildebrandt-Schönherr
  • Lokalredaktionen: Meiningen, Werra-Grabfeld, Wasungen, Kaltensundheim
  • Geschäftsstellen
    • Meiningen, Neu-Ulmer-Straße 8a
    • Wasungen (Service-Point), Untertor 1

Lokalseiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beilagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Beilagen erscheinen im Meininger Tageblatt in regelmäßigen Abständen die „Meininger Heimatklänge“ (Geschichtsbeiträge aus der Region), „Spektakel“ (Programminformationen des Meininger Theaters), die „Liftfaßsäule“ (monatliche Kulturvorschau der Region) und wöchentlich die Fernsehzeitschrift rtv.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abschnitt Geschichte: Meininger Tageblatt, „150 Jahre Tradition“, Sonderausgabe Juni 1999 und FW Meininger Tageblatt, Ausgabe vom 20. Februar 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ZDB
  2. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  3. Meininger Tageblatt, Ausgabe vom 1. April 2016.
  4. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  5. laut IVW, zweites Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  6. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)