Mediengruppe Oberfranken

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Mediengruppe Oberfranken

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 2009
Sitz Bamberg, Bayern, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Walter Schweinsberg (Sprecher der Geschäftsführung)
Bernd Müller
Jörg Schild-Müller
Sigrun Albert
Tobias Konrad
Robert Schmidtlein
Branche Verlagswesen
Website mediengruppe-oberfranken.de

Die Mediengruppe Oberfranken GmbH & Co. KG ist ein in der oberfränkischen Stadt Bamberg ansässiges Medienhaus, in dem rund 1.100 Mitarbeiter beschäftigt sind. Insgesamt umfasst das Unternehmen mehr als 50 Marken, die in den Geschäftseinheiten Lokale Medien, Fachverlage, Digital und Druckereien angesiedelt sind. Die Mediengruppe Oberfranken ist zudem Träger des Spendenvereins Franken HELFEN Franken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstausgabe "Täglicher Anzeiger", später "Bamberger Tagblatt" und Vorläufer des "Fränkischen Tags", aus dem Jahr 1834

In der heutigen Form besteht die Mediengruppe Oberfranken seit 2003, als sich die Fränkischer Tag GmbH & Co. KG aus Bamberg und die Baumann-Gruppe aus Kulmbach zusammenschlossen. Den aktuellen Namen nahm die Gesellschaft im Jahr 2009 an, was damit auch im juristischen Sinn als Geburtsstunde des Unternehmens gilt.[1]

Mit den Wurzeln beruft sich die Mediengruppe auf die Ursprünge der ältesten Medien des Hauses: Auf das Jahr 1830, als in Kitzingen mit dem Anzeigen- und Unterhaltungsblatt der Vorläufer des späteren Titels Die Kitzinger erschien, und auf das Jahr 1834, als das Bamberger Tagblatt als Vorläufer des Fränkischen Tags erschien.[2]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mediengruppe Oberfranken bündelt als Holding neben zentralen Gruppenfunktionen die vier strategischen Geschäftseinheiten Lokale Medien, Druckereien, Fachverlage und Digital.

Lokale Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitungs- und Anzeigenblattverlage umfassen die fünf regionalen fränkischen Tageszeitungen Fränkischer Tag, Bayerische Rundschau, Coburger Tageblatt, Saale-Zeitung und Die Kitzinger.

Daneben wird unter der Dachmarke auch die Website inFranken.de als gemeinsame Plattform der Tageszeitungen betrieben. Im Dezember 2017 lag die Anzahl der Seitenabrufe bei 6,5 Millionen.[3]

Über die Tochtergesellschaft Medienkraft Verstärker vertreibt die Mediengruppe Oberfranken acht kostenfreie Anzeigen- und Wochenblätter: Anzeiger Kulmbach, Anzeiger Kulmbach am Wochenende, Anzeiger Bad Kissingen, Stadt & Land Bamberg, Wochenblatt Lichtenfels, Stadt & Land Coburg, Report Kitzingen und Anzeiger Rhön-Grabfeld. Die Gesamtauflage beträgt rund 400.000 Exemplare, alle Blätter teilen sich franken-aktuell.de als gemeinsame Website.[4]

Der Magazin Verlag Franken veröffentlicht monatlich das kostenlos an 450 Stellen ausliegende Stadtmagazin Bayreuth Journal.[5]

Daneben publiziert diese Verlagseinheit als jährliche Sonderausgaben Frechdachs, ein Magazin für junge Familien in Franken (kostenlos, 10.000 Exemplare),[6] das Hochzeitsjournal (kostenlos, 12.000 Exemplare)[7] und den Trauerratgeber Vergiss mein nicht (kostenlos, 5.000 Exemplare).[8]

Die Marke Franken Aktuell umfasst die Anzeigen- und Wochenblätter Bamberg Stadt und Land, Coburg Stadt und Land, Lichtenfelser Wochenblatt, Kulmbacher Anzeiger, Bad Kissinger Anzeiger, Rhön-Grabfeld-Anzeiger und Report Kitzingen. Darüber hinaus besitzt die Mediengruppe Oberfranken eine 50-%-Beteiligung an der Meininger Mediengesellschaft.[9] Der Verlag mit Sitz im thüringischen Meiningen veröffentlicht das Meininger Tageblatt und den Wochenspiegel Meiningen. Ferner ist die Mediengruppe Oberfranken an der Südthüringer Rundschau sowie Der MarktSpiegel in Forchheim beteiligt. Zusammengefasst erreichen die Anzeigen- und Wochenblätter eine wöchentliche Auflage von 490.224 Exemplaren.

Der Geschäftseinheit Lokale Medien sind außerdem die Zustellgesellschaften Z+S Zustell- und Service und Presse Vertriebs-Service Kulmbach Überdies bestehen Beteiligungen an der Prospega, Brieflogistik Oberfranken, impuls Direktwerbung, Punktgenau Zustellservice sowie der VdB Verteildienst Bayern.

Fachverlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage publiziert diverse Fachzeitschriften, Ergänzungswerke und Arbeitshilfen. Zudem gehören Datenbanken, Onlinedienste und Fachveranstaltungen zum Angebot. Schwerpunkte liegen auf den Bereichen bzw. Zielgruppen Krankenhausmanagement und Medizintechnik, Fachärzte, Lehrkräfte, Schulleitungen, Beratungslehrer und Schulpsychologen, Kindergarten- und Kitaleitungen, Erzieher(innen), Seniorenbetreuer und Gutachter für Grundstücksbewertungen.

Das Portfolio umfasst unter anderem die Marken Onkologie heute, KU Gesundheitsmanagement, gyne, DZKF, CMExtra, herzmedizin, M.O.T. Medizinisch-Orthopädische Technik, MED engineering, ML Verlag, Naturheilkunde Journal, tierhomöopathie, Präparateliste Naturheilkunde, OPTIC + VISION sowie die Praxisreihen chirurgische praxis, gynäkologische praxis, pädiatrische praxis, tägliche praxis und internistische Praxis.[10]

Digital[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die strategische Geschäftseinheit Digital bündelt alle digitalen Geschäfte der Mediengruppe Oberfranken mit Ausnahme aller Aktivitäten, die in direkter Verbindung zum Zeitungsgeschäft stehen (wie infranken.de). Zum Markenportfolio gehören MGO Digital Ventures, eraffe24.de, anpfiff.info, netzheimat und Joblokal Nordbayern.[11] Darüber hinaus ist die Mediengruppe Oberfranken an den Radiosendern Radio Bamberg, Radio Plassenburg, Radio Eins und Radio Galaxy beteiligt.

DZO Druckzentrum Oberfranken am Hauptstandort Bamberg

Druckereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mediengruppe Oberfranken Druckereien ist Dach der sechs Tochterunternehmen Baumann Druck, DZO Druckzentrum Oberfranken, creo Druck und Medienservice, Hochvier, Edelweiss72  und Mediengruppe Oberfranken – Planungs- und Herstellung GmbH.

Im Zentrum der strategischen Geschäftseinheit stehen die Bereiche Werbe- und Verlagsdruck, Direktmarketing, Medienproduktion und Werbeagentur.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz der Mediengruppe Oberfranken in Bamberg

Die Hauptstandorte der Mediengruppe Oberfranken sind Bamberg, Kulmbach, Coburg, Bad Kissingen und Kitzingen.

Die Redaktionen der Offline- und Online-Angebote sind neben diesen Standorten auch in Forchheim, Höchstadt, Herzogenaurach, Bad Staffelstein, Zeil, Ebern, Kronach, Hammelburg, Münnerstadt und Bad Brückenau angesiedelt.

Insgesamt verteilt sich das Geschäft auf 20 Standorte in Deutschland und Österreich.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fränkische Unternehmen #16: Mediengruppe Oberfranken – Mit Hochdruck in die Zukunft. In: coburger-magazin.de. 6. Dezember 2016, abgerufen am 14. Januar 2018.
  2. Mediengruppe Oberfranken: Historie. In: mediengruppe-oberfranken.de. Abgerufen am 14. Januar 2018.
  3. InFranken.de auf IVW.de. Abgerufen am 14. Januar 2018.
  4. Mediadaten Franken Aktuell 7/2017 (PDF). Abgerufen am 14. Januar 2018.
  5. Mediadaten Bayreuth Journal 1/2017 (PDF). Abgerufen am 14. Januar 2018.
  6. Mediadaten Frechdachs 1/2017 (PDF). Abgerufen am 14. Januar 2018.
  7. Mediadaten Hochzeitsjournal 1/2017 (PDF). Abgerufen am 14. Januar 2018.
  8. Mediadaten Vergiss mein nicht 8/2013 (PDF). Abgerufen am 14. Januar 2018.
  9. Marc Bartl: Bernd Müller übernimmt Zeitungs- und Anzeigenblattverlage. In: kress.de. 30. November 2012, abgerufen am 14. Januar 2018.
  10. Fachlektüre für Augenspezialisten. In: boersenblatt.net. 8. Mai 2017, abgerufen am 2. Februar 2018.
  11. Werben & Verkaufen: Mediengruppe Oberfranken: "Wachstum, nicht Profitabilität". (wuv.de [abgerufen am 2. Februar 2018]).