Metropolregion Genf-Lausanne

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Metropolregion Genf-Lausanne
Métropole lémanique
Kantone:

Kanton GenfKanton Genf Genf

Kanton WaadtKanton Waadt Waadt

Fläche: 3494 km²
Einwohner: 1'298'625 (31. Dezember 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 372 Einwohner pro km²
Website: www.metropolelemanique.ch

Die Metropolregion Genf-Lausanne (französisch Métropole lémanique) ist ein städtischer Wirtschaftsraum in der Romandie (französischsprachige Schweiz). Diese polyzentrische Metropolregion mit den zwei Kernstädten Genf und Lausanne ist mit 1'298'625 Einwohnern (31. Dezember 2018)[1] nach der Metropolregion Zürich das grösste Ballungsgebiet der Schweiz. Die Bezeichnungen Metropolraum Genf-Lausanne und Metropolitanraum Genf-Lausanne sind eher in der deutschsprachigen Schweiz gebräuchlich. Die Region wird nach dem französischen Namen des Genfersees auch Métropole lémanique genannt und umfasst die Kantone Genf und den Waadt.

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Kantons Waadt, welcher den Hauptteil der Metropolregion ausmacht
Karte des Kantons Genf

Die meisten Siedlungen befinden sich an der nördlichen Küste des Genfersees (französisch Lac Léman). Der östliche Teil dieses Gebiets mit den Städten Vevey, La Tour-de-Peilz und Montreux wird auch Waadtländer Riviera genannt. An der südwestlichen Spitze des Sees befindet sich die grösste Stadt der Romandie, Genf. Lausanne, der Hauptort des Kantons Waadt, liegt im Zentrum des Ballungsgebietes. Weiter gehört die Stadt Yverdon-les-Bains im Norden des Kantons Waadt zur Metropolregion Genf-Lausanne.

Bedeutende Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lausanne ist nach Genf die zweitgrösste Stadt der Romandie und der Hauptort des Kantons Waadt. Die Stadt selber, die auch am Genfersee liegt, hat 139'111 Einwohner. Fast der gesamte Hang von Lausanne ist heute überbaut, weist aber einige grössere Freiflächen (Parkanlagen, kleine Waldgebiete) auf. Somit zählt die Agglomeration Lausanne heute rund 312'000 Einwohner. Lausanne gilt als Bildungszentrum der Westschweiz. Zu den bedeutendsten Bildungseinrichtungen zählen die Universität Lausanne (UNIL) und die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) sowie die Hotelfachschule École hôtelière de Lausanne (EHL). Daneben gibt es zahlreiche Berufsschulen, unter anderem die Ingenieurschule des Kantons Waadt.
Montreux bei Nacht
  • Montreux im Kanton Waadt hat 25'984 Einwohner. Die Agglomeration Vevey-Montreux, zu der auch Gemeinden des Kantons Freiburg gehören, hat 81'484 Einwohner. Montreux ist bekannt für seine aussergewöhnliche Lage am Ufer im Schutz der Berggipfel der Waadtländer Alpen, was diese Stadt zu einem der bedeutendsten Touristenorte der Schweiz macht. Bekannt ist Montreux vor allem wegen des Montreux Jazz Festivals, das jedes Jahr im Juli stattfindet. Der Welthit Smoke on the Water von Deep Purple wurde durch den Casinobrand in Montreux von 1971 inspiriert.
  • Vevey liegt am Nordostufer des Genfersees und hat 19'891 Einwohner. Die Nestlé S.A., einer der grössten Nahrungsmittelkonzerne der Welt, hat ihren Hauptsitz in Vevey. Am Seeufer befindet sich das Alimentarium, das Ernährungsmuseum von Vevey, welches von Nestlé unterstützt wird.
  • Nyon hat 21'198 Einwohner und liegt am Nordwestufer des Genfersees, zwischen Genf und Lausanne. Obwohl Nyon im Kanton Waadt liegt, gehört es zur Agglomeration von Genf. Der Sitz der UEFA (europäischer Fussballverband) befindet sich in Nyon.
  • Yverdon-les-Bains liegt anders als die meisten Städte des Metropolraumes Genf-Lausanne nicht am Nordufer des Genfersees, sondern am südwestlichen Ende des Neuenburgersees. Yverdon-les-Bains hat 30'157 Einwohner und befindet sich im Norden des Kantons Waadt.

Internationale Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche wichtige internationale Organisationen haben ihren Hauptsitz in der Metropolregion Genf-Lausanne. Vor allem in Genf haben sich viele Institutionen niedergelassen.

Der Völkerbundpalast (Palais des Nations), europäischer Hauptsitz der Vereinten Nationen

Genf:

Lausanne:

Nyon:

  • UEFA – Vereinigung europäischer Fussballverbände

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, definitive Jahresergebnisse, 2018. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2019, abgerufen am 18. September 2019 (definitive Jahresergebnisse).