Mikołów

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mikołów
Wappen von Mikołów
Mikołów (Polen)
Mikołów
Mikołów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Mikołów
Fläche: 18,07 km²
Geographische Lage: 50° 10′ N, 18° 54′ OKoordinaten: 50° 10′ 6″ N, 18° 54′ 11″ O
Einwohner: 39.824
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 43-190 bis 43-197
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SMI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 81
DK 44
Schienenweg: Katowice - Racibórz
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 79,21 km²
Einwohner: 39.824
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 503 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2408021
Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Stanisław Piechula
Adresse: ul. Rynek 16
43-190 Mikołów
Webpräsenz: www.mikolow.eu



Mikołów [mʲi'kɔu̯uf] (deutsch: Nikolai; bis 1911 Nicolai, oberschlesisch: Mikołůw) ist eine Kreisstadt im Powiat Mikołowski (Nikolaier Distrikt) in der polnischen Woiwodschaft Schlesien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nikolai südwestlich von Kattowitz auf einer Landkarte von 1905

Die Stadt liegt in Oberschlesien, 10 km südwestlich von Kattowitz an der Jamna.
Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 78,89 km² wovon 56 % landwirtschaftlich genutzt werden. 28 % der Fläche sind mit Wald bedeckt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz und Rathaus von Mikołów
Pfarrkirche St. Adalbert

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt als Miculow stammt aus dem Jahre 1222. 1336 fiel Mikołów an das Königreich Böhmen. Im Jahre 1545 erhielt die Stadt das Marktrecht. 1547 erhielt Mikołów das Stadtrecht. Im Jahre 1645 wütete in Mikołów ein verheerender Stadtbrand, ein weiterer folgte am 20. Mai 1794. 1742 kam die Stadt von der Habsburgermonarchie zu Preußen.

Im Jahr 1856 wurde in der Stadt ein Bahnhof gebaut. Im Jahr 1874 eröffnete der polnische Herausgeber Karol Miarka in der Stadt eine Druckerei. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Stadt eine evangelische Kirche, zwei katholische Kirchen, eine Synagoge, ein Amtsgericht, Schwerindustrie und gehörte zum Landkreis Pleß im Regierungsbezirk Oppeln in der preußischen Provinz Schlesien des Deutschen Reichs.[3]

Zum 22. Juli 1911 wurde die Schreibweise des Ortsnamens Nicolai in Nikolai geändert.[4] Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 wurden in Nikolai 3.059 Stimmen, bzw. 55,7 % der gültigen Stimmen für den Verbleib bei Deutschland und 2.434 für den Anschluss an Polen abgegeben.[5] Da der Stimmkreis Pless, dem die Stadt angehörte, jedoch mit großer Mehrheit für Polen gestimmt hatte, wurde die Stadt Nikolai zum 28. Juni 1922 als Mikołów an Polen abgetreten.

Zwischen 1922 und 1939 gehörte die Stadt zu der autonomen Woiwodschaft Schlesien. Im Polenfeldzug im September 1939 wurde Mikołów von der deutschen Wehrmacht besetzt, im Januar 1945 dann durch die Rote Armee. Im Sommer 1945 wurde die Stadt von der sowjetischen Besatzungsmacht unter polnische Verwaltung gestellt.

Von 1975 bis 1998 gehörte Mikołów zur Woiwodschaft Kattowitz[6].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Anmerkungen
1890 5.633 davon 440 Evangelische und 278 Juden[7]
1905 7.720 [7]
1910 8.377 [7]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mikołów verfügt über 12 Kindergärten (Przedszkole), 9 Grundschulen (Szkoła podstawowa), drei Mittelschulen (gimnazjum) sowie zwei Gymnasien (liceum ogólnokształcące) und ein Schulzentrum mit einem Berufsgymnasium (liceum profilowane), Berufsoberschule (technikum) und Grundberufsschule (zasadnicza szkoła zawodowa).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Stadt verlaufen die Droga krajowa 44 und Droga krajowa 81 sowie die Droga wojewódzka DW 927 und DW 928. Ebenfalls verläuft die Eisenbahnstrecke 140 von Nędza nach Kattowitz durch die Stadt.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mikołów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. regioset.pl (polnisch)
  3. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 13, Leipzig/Wien 1908, S. 693.
  4. Vgl. territorial.de; abger. am 6. April 2009
  5. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung abger. am 6. April 2009
  6. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (Memento vom 8. April 2009 auf WebCite) (polnisch)
  7. a b c http://www.verwaltungsgeschichte.de/sch_pless.html