Mimikama

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Offizielles Vereinslogo Mimikama

Mimikama ist eine private Initiative, die über Internetmissbrauch aufklärt. Sie wurde 2011 durch Thomas Wannenmacher gegründet und firmiert als Non-Profit-Organisation im österreichischen Vereinsregister. Bekannt geworden ist Mimikama speziell über die auf Facebook betriebene Initiative ZDDK (Zuerst denken – dann klicken) mit rund 645.000 Abonnenten (Stand April 2018).[1][2]

Seit dem 15. Juni 2015 ist Mimikama eine eingetragene Bildmarke gemäß der europäischen Gemeinschaftsmarkenverordnung.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vereinsname stammt aus der afrikanischen Sprache Suaheli. Er geht auf eine Fehlübersetzung für „Gefällt mir“ durch den Google Übersetzer zurück.[3][4]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gemeinnützige Verein beschäftigt sich mit Hoaxes, Abofallen, Spam, Fake-Gewinnspielen und -News sowie schädlichen Internet-Links, welche nach Analyse auf dem eigenen Blog dargestellt werden.[5][6]

Er versteht sich als Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtige Internetinhalte melden möchten. Die Finanzierung erfolgt zu 90 Prozent über Spenden der Nutzer. Zu seinen Partnern zählen unter anderem der österreichische Kindernotruf Rat auf Draht und Kaspersky Lab.[7]

Initiativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Marke Mimikama werden verschiedene Initiativen betrieben; die bekannteste davon, wie bereits angeführt, ist die Initiative Zuerst denken – dann klicken.

ZDDK (Zuerst denken – dann klicken)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Initiative ZDDK (2015)

Die Initiative ZDDK entstand ursprünglich auf Facebook, als Thomas Wannenmacher im März 2011 Opfer eines Computervirus wurde, den er sich über das dortige Browserspiel FarmVille eingefangen hatte.[4] Um andere Spieler zu warnen, installierte er die Facebook-Seite facebook-facts, die unter dem Suchnamen Fakepostings zu finden war.[8][4] Anfangs lag der Fokus in der Aufklärungsarbeit komplett auf Facebook: Facebooknutzer wurden vor Klickfallen oder urbanen Legenden gewarnt, welche sich über das soziale Netzwerk verbreiteten. Behandelt wurden fast ausschließlich Anfragen von Nutzern, die sich selbst mit der Problematik konfrontiert sahen und um Hilfe baten. Über die Jahre hinweg hat sich das Spektrum der Anfragen von reinen Facebook-Problemen auf allgemeine Fakenews- und Malware-Probleme im Netz entwickelt. Somit bearbeitet ZDDK heute auch Anfragen zu Phishing-Mails, Spam, Viren und auch ethisch-moralische Fragen in Bezug auf gewaltverherrlichende Veröffentlichungen oder Hetz- sowie Propagandamaterial.

Aus dem ursprünglichen Konzept facebook-facts entwickelte sich ZDDK, da die Referenzseite www.wi3.at von Facebook gesperrt wurde, sodass seit Juni 2014 nun auch auf Facebook offiziell die Initiative unter dem neuen Suchnamen Zuerst denken – dann klicken zu finden ist und auch gleichzeitig von Facebook verifiziert wurde.[9][8] Der Titel geht auf eine Redensart von Wannenmachers Mutter zurück: „Zuerst denken, dann reden!“.[4]

Neben der Nutzung der Analysen von ZDDK in anderen Print- und Onlinemedien tauchen auch Statements von ZDDK in diversen TV-Produktionen auf.[10][11]

Die Initiative ZDDK gliedert sich in ein Stammteam von 16 hauptsächlich ehrenamtlichen Mitarbeitern (Stand: April 2015). 2015 gab es eine rund 11.000 Mitglieder starke ZDDK-COMMUNITY Gruppe bei Facebook, in der nur Nutzer-Anfragen beantwortet und Inhalte diskutiert, jedoch kein Artikel gepostet wurden.[12] Für letzteres gab es die Schwerpunktseite Zuerst denken - dann klicken![13] auf Facebook. Aktuell (Stand 2018), besteht die Facebook-Präsenz aus einer neuen Community-Hauptseite "Zuerst denken - dann klicken" mit rund 0,7 Mill. "Likes" und 0,65 Mill. Abonnenten[14] und der "Mimikama - Community - Gruppe" mit wieder über 11 tsd. Mitgliedern und dem Thema: "Das Internet sicher nutzen", in der Mitglieder Fragen stellen können, welche von Mimikama-Administratoren so wie auch anderen Mitgliedern beantwortet werden.[15] Darüber hinaus gibt es seit Februar 2016 die Seite "ZDDK - Hilfecenter für PC, Smartphone und Internet Nutzer" bei der auf allgemeine Fragen und Themen wie beispielsweise: "Was ist eigentlich Phishing?", "Liegen die Bildrechte deiner Fotos bei WhatsApp?" oder "Gibt der Bundestag den Staatstrojaner frei?" eingegangen wird.[16] so wie seit Juli 2016 die Seite "Zuerst denken-dann klicken News" (auch "ZDDK24") der Newsredaktion von mimikama, in der kurz und faktenbezogen über aktuelle Neuigkeiten informiert wird, [17]

Neben ZDDK mit dem größten Umfang und öffentlichen Interesse betreibt der Verein Mimikama noch weitere Projekte.

ThatsApp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Reaktion auf die immer weiter verbreitete Nutzung des Messengers WhatsApp und den daraus resultierenden Entwicklungen, sowohl den offiziellen technischen Veränderungen, aber auch der Gebrauch von Messengern als Medium zur Verteilung von Spam, Fakes und Falschmeldungen, entwickelte sich als Entlastungsprojekt für ZDDK die Plattform ThatsApp.[18] Diese Plattform wird zu 100 % von Mimikama betrieben und berichtet ausschließlich über Entwicklungen und Meldungen rund um WhatsApp.

Wir dulden dies nicht länger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der stark angestiegenen Politisierung in den Sozialen Netzwerken und der großen Nachfrage zu einer Diskussionsplattform gründete Mimikama die politische Diskussionsplattform „Wir dulden dies nicht länger“.[19] Diese Initiative grenzt sich deutlich von den sachlich nüchternen Fakethemen ab, so wie sie auf ZDDK beschrieben werden. Der Schwerpunkt dieser Initiative liegt auf der bewussten Auseinandersetzung mit politischen Inhalten, die vielseitig diskutiert werden sollen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Facebook ist DIE Plattform für Internetkriminelle. Ruhr Nachrichten, 16. Juli 2013; abgerufen 16. April 2015
  2. Riesige Spam-Welle. Bild (Zeitung), 4. März 2013; abgerufen 16. April 2015
  3. Der Verein mimikama sorgt bei Facebook für Aufklärung. Neue Osnabrücker Zeitung, 5. April 2013; abgerufen 16. April 2015
  4. a b c d Raffael Reithofer: Keine Macht den Fake News (PDF) . In: pro-medienmagazin.de, S. 6–9; abgerufen am 16. April 2017.
  5. Trojaner nimmt neugierige Facebook-Nutzer ins Visier. Neue Zürcher Zeitung, 30. Dezember 2014; abgerufen 15. April 2015
  6. Neuer „WhatsApp“ Kettenbrief. Landeskriminalamt Niedersachsen, 14. Januar 2014; abgerufen 16. April 2015.
  7. Eigenaussage des Vereins: Presseinformation (PDF) abgerufen 16. April 2015
  8. a b Facebook blockiert Webseiten, die über Spam berichteten. Mimikama, 8. Dezember 2011; abgerufen 22. April 2015
  9. Das war das Jahr 2014 bei ZDDK Mimikama, 31. Dezember 2014; abgerufen 22. April 2015
  10. Smartphone: Abo-Falle Bekanntheit von WhatsApp wird mit neuer Masche missbraucht. WDR, 10. November 2014; abgerufen 22. April 2015
  11. YouNow - Die Reportage mit Tim. WDR, 22. Februar 2015; abgerufen 22. April 2015
  12. Mimikama: ZDDK Community. facebook, 22. April 2015, archiviert vom Original am 22. April 2015; abgerufen am 24. April 2018.
  13. Mimikama: Zuerst denken - dann klicken! facebook, 22. April 2015, archiviert vom Original am 22. April 2015; abgerufen am 24. April 2018.
  14. mimikama.at: Zuerst denken - dann klicken. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  15. mimikama.at: Zuerst denken - dann klicken. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  16. mimikama.at: ZDDK - Hilfecenter für PC, Smartphone und Internet Nutzer. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  17. mimikama.at: Zuerst denken-dann klicken News. facebook, abgerufen am 24. April 2018.
  18. WhatsApp? ThatsApp! Mimikama, 13. November 2014; abgerufen 22. April 2015
  19. Wir dulden dies nicht länger. Mimikama, 3. August 2014; abgerufen 17. August 2015
  20. Goldene Blogger im BASECAMP: Das sind die besten Blogger des Jahres. 4. März 2017
  21. Grimme Online Award 2016, PDF S. 44 (KLICKSAFE PREIS Grimme Online Award)